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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Tacitus, Gaius Cornelius
Opera quae exstant

Los 1253

Tacitus, Gaius Cornelius. Opera quae exstant, a Iusto Lipsio postremum recensita ... 3 Teile in 1 Band. 8 Bl., 547 S., 16 Bl.; 36; 84 S., 7 Bl. Mit gestochener Druckermarke als Titelvignette, 4 weiteren Druckermarken in Holzschnitt sowie zahlreichen großen Holzschnitt-Initialen. Titel in Rot und Schwarz. 39,5 x 25 cm. Modernes Halbleder mit goldgeprägtem RSchild. Antwerpen, Plantin und Moretus, 1667-1668.

Schweiger II, 1002. Vgl. Brunet V, 634. – Die letzte der erstmals 1574 im selben Verlag erschienenen Tacitus-Ausgabe mit den wichtigen Kommentaren des bekannten niederländischen Philologen und Tacitus-Kenners Justus Lipsius (1547-1606). – Leicht gebräunt, gering braunfleckig. Vorsätze erneuert.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


Tertullian, Q. S. F.
Opera

Los 1254

Editio princeps
Tertullian, Q. S. F. Opera inter Latinos ecclesiae scriptores primi, sine quorum lectione nullum diem intermittebat olim divus Cyprianus per Beatum Rhenanum Seletstadiensem. 14 Bl., 615 S., 34 Bl. Mit szenischer Holzschnitt-Titelbordüre von Ambrosius Holbein, 2 weiteren szenischen Holz- bzw. Metallschnittbordüren von Jacques Faber nach Hans Holbein , 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken und zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 31,5 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. mit blindgeprägtem Schweinslederrücken (wurmstichig, etwas fleckig, 1 Ecke mit Abbruch, unteres Kapital etwas lädiert, mit 2 hs. Papierrückenschildern) mit 1 (statt 2) intakten Messingschließe. Basel, Johannes Froben, Juli 1521.

VD16 T 559. Adams T 405. STC Supplement 62. Hieronymus II, 375f. Dibdin I, 207f. Graesse VI/2, 69. – Von Beatus Rhenanus (1485-1547) herausgegebene Editio princeps der Werke Tertullians, "eine der bedeutendsten Herausgeber-Leistungen des Beatus Rhenanus bei Froben" (Hieronymus). Prachtvoll ausgestatteter Basler Druck, der Text fußt auf zwei Manuskripten, die Rhenanus in den Klöstern Peterlingen und Hirschau entdeckt hatte und erwarb. "The typographical execution of the volume is worthy of the press from which it issued. It is a book of uncommon occurence; and, as an editio princeps, should have a place in all libraries of of any critical pretension" (Dibdin). Die Titelbordüre von Ambrosius Holbein, die sogenannte Hofleben-Einfassung, wurde erstmals 1518 in den römischen Kaiserhistorikern verwendet und gilt "als eine der geistreichsten Schöpfungen von seiner Hand" (Butsch I, 52). Die aus vier Leisten zusammengesetzte Metallschnitt-Einfassung für den Widmungsbrief auf Blatt a2 zeigt Motive der Tantalos-Sage, in der vorliegenden Zusammenstellung wurde sie von Froben nur dieses eine Mal verwendet. "Das Blatt ist in der Architektur wie im Figürlichen gleich vorzüglich" (Butsch I, 48). Weitere Drucke erfolgten ebenda 1528, 1539, 1550 und 1562. – Innenspiegel mit Buchhändlerstempel des späten 19. Jahrhunderts. Vorsätze sowie erste und letzte Lagen etwas wurmstichig (geringer Buchstabenverlust). Etwas fleckig, anfangs und am schluss stellenweise etwas wasserrandig, mit einigen Unterstreichungen und wenigen Annotationen. Titel und Vorsatz mit Besitzvermerk (datiert: 1596) des biographisch kaum nachweisbaren, aus dem unterfränkischem Stembach stammenden Kanonikers Erasmus Schaiblin, der um 1600 im Würzburger Stift Haug wirkte und das Exemplar im Jahr 1613 dem Würzburger Jesuitenkolleg schenkte. Die dortigen Bibliothekare gaben das Exemplar dann weiter an die Klosterbrüder in Bremen (1654) und Minden (1668), jeweils mit enstprechendem Eintrag auf dem Titel.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)


Tertullian, Q. S. F.
Scripta, & plura quàm antè

Los 1255

Tertullian, Q. S. F. Scripta, & plura quàm antè, & diligentius per industriam bene literatorum aliquot, ad complures veteres è Gallicanis Germanicisque bibliothecis conquisitos recognita codices ... non omissis accuratis Beati Rhenani annotationibus. 6 Bl., 909 S., 30 Bl. mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 31,5 x 22 cm. Leder des 17. Jahrhunderts (stärker berieben und beschabt, Rücken alt erneuert) mit RSchild. Basel, Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. Ä., März 1550.

VD16 T 562. – Vierte Basler Ausgabe der Schriftensammlung des frühchristlichen, aus Karthago stammenden Theologen Tertulllian (nach 150-nach 220), der Erstdruck in der Bearbeitung von Beatus Rhenanus erschien ebenda 1521. – Innengelenke verstärkt, stellenweise im Bug mit Wasserrand. Titel etwas fleckig und im unteren Rand mit hs. Notizen.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Tertullian, Q. S. F.
Omniloquium alphabeticum rationale tripartitum

Los 1256

"An edition full of curious research"
Tertullian, Q. S. F. Omniloquium alphabeticum rationale tripartitum sive opera omnia in novum ordinem. Opera Fratris Caroli Moreau ... quid novi praestiterit author, in hoc opere summam Theologiae scholasticae, positivae, & moralis ex criptura S. Patribus. 3 Bände. Mit Kupfertitel. 35,5 x 21,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Z. über Holzdeckeln (etwas fleckig und berieben; Schließen durch moderne Kordellbänder ersetzt) mit RSchild. Paris, Jacques Dallin und Thomas Jolly, 1658.

Graesse VI/2, 70. Dibdin 209. – Einzige vom Augustinereremiten Charles Moreau herausgegebene Ausgabe der Schriften des frühchristlichen Schriftstellers Tertullian, zugleich die erst dritte Werkausgabe nach der editio princeps durch Beatus Rhenanus (Basel 1521) und der Edition von Nicolas Rigault (Paris 1634). "This is an edition full of curious research and sound learning. But it seems that the engravings of the figures of St. Austin and Tertullian, in the frontispiece of the work, where they are introduced as 'two African prodigies of learning, talent, and eloquence, striving with each other for the palm' - were received by the Parisians with loud laughter and ridicule" (Dibdin). – Band I mit Griffregister aus einer frühneuzeitlichen Handschrift. Wohlerhaltenes Exemplar aus der Bibliothek des 1638 errichteten Kapuzinerklosters im oberösterreichischen Gmunden, mit enstprechendem Besitzeintrag auf den Titelblättern. Ein weiterer Einrag ebenda weist das Exemplar als Geschenk der Erben des Adligen Karl Josef Ritter von Frey aus, in dessen Familienbesitz sich von 1724 bis 1817 das ebenfalls in Gmunden befindliche Schloss Mühlwang befand (datiert: 1739).

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Zuschlag
€ 600 (US$ 683)


Theodoret
Opera omnia

Los 1257

Theodoret. Opera omnia. Hrsg. von Jacques Sirmond. 5 Bände. Mit 5 gestochenen Druckermarken. 38,5 x 26 cm. Leder d. Z. (Gelenke angeplatzt und gebrochen, Kapitale mit Fehlstellen, etwas stärker berieben, Band V beschabt) mit goldgeprägtem Wappensupralibros auf den Deckeln. Paris, Sebastian und Gabriel Cramoisy sowie Edmund Martin und Johannes Boudot, 1642-1684.

Brunet V, 786. Graesse VI/2, 117. De Backer-Sommervogel VII, 1247, 37. – Erste Ausgabe der Werkausgabe, der fünfte Band erschien erst später. "Bonne édition, dont on trouve difficilement les 5 vol. réunis" (Brunet). – Stellenweise etwas stärker feuchtrandig und leicht gebräunt sowie braunfleckig. Aus der theologischen Fakultät Wesley House der Universität in Cambridge. Die Ledereinbände mit goldgeprägtem und gekröntem Wappensupralibros mit zwei Adlern und drei Halbmonden.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 400 (US$ 455)


Theophylakt von Ohrid
In quatuor Evangelia enarrationes

Los 1258

Theophylakt von Ohrid. In quatuor Evangelia enarrationes, denuo recognitae. 8 nn., 221 nn., 1 nn. Bl. Mit breiter szenischer Holzschnitt-Bordüre auf dem Titel, vierteiliger ornamentaler und szenischer Textbordüre, 14zeiliger figürlicher Holzschnitt-Initiale und zahlreichen kleineren Hozlschnitt-Initialen, figürlicher Holzschnitt-Kopfvignette (signiert: "I.F") und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 30,5 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. über Holzdeckeln (Rücken neu, berieben und mit Kratz- und Schabspuren, Ecken teils abgeschabt) mit 4 Schließbeschlägen (ohne die Messingschließen und die 8 Messingbuckel). Basel, Andreas Cratander 1525.

VD16 B 4601. – Wohl der spätere von zwei Cratander-Drucken aus dem Jahr 1525, der für diese Ausgabe mit den beiden schönen Bordüren auf dem Titel und dem ersten Textblatt ausgestattet wurde (der Druck VD16 B 4600 ohne Bordüren). Der byzantinische Kleriker Theophylaktos wirkte im letzten Viertel des 11. Jahrhundert als Erzbischof im bulgarischen Ohrid. Sein für diese Ausgabe von Johannes Oekolampad (1482-1531) ins Lateinische übertragener Evangelienkommentar basiert ebenso wie seine exegetischen Studien zur Apostelgeschichte und zu den Paulusbriefen auf den Lehren von Johannes Chrysostomos und wurden insbesondere im 16. Jahrhundert vielfach, vor allem von Erasmus von Rotterdam, geschätzt. – Ohne die fl. Vorsätze, Innengelenke alt verstärkt, Spiegel mit Einträgen und montierten Textausschnitten. Titel mit gestrichenem altem Besitzeintrag, anfangs mit einigen Marginalien, stellenweise mit schmalem wasserrand. Blatt m5 mit kleinem geschlossenen Randausbruch, Blatt o6 mit Feuchtigkeitsfleck, Der Vordereckel mit dem oxidierten goldgeprägten Titel "Theophilactus Super Eva"

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Theophylakt von Ohrid
Exigisis ton epistolon tou Agiou Paulou

Los 1259

Theophylakt von Ohrid. Exigisis ton epistolon tou Agiou Paulou (graece) - In Pauli epistolas commentarii. Studio & curam reverendissimi Patris, Augustini Lindselli, episcopi Herefordensis, ex antiquis manuscriptis codicibus descripti, & castigati, & nunc primium Graece editi. Cum Latina Philippi Montani versione. 3 Bl., 1041 S., 1 w. Bl.titel in Rot und Schwarz. Mit königlichem Wappenholzschnitt auf dem Titel. 33 x 22 cm. HLeder d. Z. (Rücken erneuert) mit modernem goldgeprägten RSchild. London, "Typographeo Regio" (d. i. Robert Barker und John Bill), 1636.

Graesse VI/2, 128. – Londoner Druck mit griechisch-lateinischem Paralleltext, herausgegeben von dem Bischof im westenglischen Hereford Augustine Lindsell, der kurz nach Fertigstellung der Edition verstarb. Die Kommentare zu den Paulusbriefen des byzantinischen Klerikers und Erzbischofs Theophylakt von Ohrid (um 1055-nach 1107) basieren auf den Lehren von Johannes Chrysostomos und gehören - zusammen mit seiner Auslegung der Evangelien und der Apostelgeschichte - zu den bedeutendsten exegetischen Schriten des Mittelalters, in der orthodoxen Theologie werden sie bis heute hoch geschätzt und rezipiert. Seine Kommentare fanden auch Eingang in die wegweisende Bibelausgabe des Erasmus von Rotterdam von 1516. – Es fehlt das erste weiße Blatt. Titel mit altem Tinteneintrag und gestrichenem Besitzveremerk, Innenspiegel und die drei Blatt der Vorstücke gestempelt. Etwas leimschattig. Insgesamt nur gering fleckig und wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Zuschlag
€ 300 (US$ 341)


Theophylakt von Ohrid
Opera omnia

Los 1260

Theophylakt von Ohrid. Opera omnia. Commentarios in quatuor evangelia. Mit 4 gestochenen Titelvignetten. 4 Bände. 41 x 27 cm. Pergament d. Z. (etwas berieben, leicht bestoßen und fleckig) mit goldgeprägtem RTitel. Venedig, Bertella, 1754-1763.

Brunet V, 800. – Erste Gesamtausgabe der Werke des Erzbischofs von Achrida, Theophylactos (1055-1126). – Gering stockfleckig, sonst sauber und wohlerhalten, nur Band vier leicht gebräunt und stellenweise leicht feuchtrandig. Exlibris.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Zuschlag
€ 320 (US$ 364)


Thomas de Argentina
Commentaria in IIII libros sententiarum

Los 1261

Thomas de Argentina. Commentaria in IIII. libros sententiarum, hac postrema editione a mendis, quibus paßim scatebant, repurgata. 18 nn., 202 num., 6 nn., 217 (ohne die Blätter 214 und 215) num., 1 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und zahlreichen Holzschnitt-Initialen. 30,5 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas fleckig. Rücken mit altem Klebeschild, minimal wurmstichig) mit hs. RTitel über Holzdeckeln mit zwei intakten ziselierten Messingschließen. Venedig, G. Ziletti, 1564.

STC 671. EDIT16 CNCE 41082. Vgl. Heimbucher I, 555. LThK X, 133. – Wohl die zweite Ausgabe, die Erstausgabe war 1490 in Straßburg erschienenen und bei Martin Flach gedruckt. Verfasst von dem ersten deutschen Ordensgeneral der Augustiner-Eremiten. Thomas von Straßburg (gest. 1357) erhielt seinen Beinamen von seinem Straßburger Lehrstuhl. Sein Kommentar zu den Sentenzen des Lombarden gilt als "prägnant und klar" (LThK). – Titel mit hs. Anmerkungen. Leicht gebräunt, teils etwas fleckig, auf kräftigem Papier gedruckt.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 319)


Zuschlag
€ 140 (US$ 159)


Thomas von Aquin
Catena aurea. Basel, Michael Wenssler, 1476

Los 1262

Thomas de Aquino. Catena aurea. 437 (von 438; ohne das letzte weiße) nn. Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28,1 x 19,5 cm. Format: 38,9 x 28,2 cm. Mit einigen roten Lombarden und Initialspatien. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (Gelenke unauffällig restauriert, allenthalben mit Wurmlöchern gesprenkelt, fleckig, beschabt und berieben) über schweren Holzdeckeln mit 1 intakten Lederschließe mit 5 (statt 6) teils punzierten Messingbeschlägen. Basel, Michael Wenssler, 1476.

Hain 1332. GW 46089. Goff T-229. Proctor 7481. Pellechet 936. Borm 2589. Collijn 1025. Feigelmanas 409. Finger 910. Günther 394. Hartig 628. Kaufmann-Nabholz 168. Madsen 3886. Nentwig 29. Ohly-Sack 2669-2671. Rhodes 1705. Sack 3395. 3396. Schüling 798. BMC III, 723. BSB-Ink T-200. CIBN T-128. T-200. CIH 3231. IBE 5564. IBP 5243. IDL 4352. IGI 9516. ISTC it00229000. – Frühe Ausgabe, die vierte seit dem Erstdruck von Sweynheym und Pannartz in Rom aus dem Jahre 1470 (Hain-Copinger 1330. GW 46094. Goff T-225) von Thomas' Hauptwerk. Die Catena aurea ist eines der zentralen Werk des Thomas von Aquin (1225-1274), mit dem er einen außergewöhnlichen Kommentar zu den vier Evangelien zusammenstellt: "die Werke von als Autoritäten anerkannten Kirchenvätern und Kirchenschriftstellern durchforstete er mit Hilfe einer Anzahl von Sekretären auf markante Aussagen zum biblischen Text. Das gefundene Material verband er so geschickt, daß es - hätte er nicht stets seine Quelle offengelegt - wie die fortlaufende Auslegung eines einzigen Autors wirken konnte. Schon seine Zeitgenossen erkannten den Wert dieses Werkes, mit dem zu jedem Satz aus den Evangelien das Urteil der wichtigsten Kirchenväter eingeholt werden konnte; später erhielt es deswegen den Titel 'Goldene Kette' (Catena aurea)" (Marianne Schlosser im Online-Projekt "Catena aurea").
Der Druck des Baslers Michael Wenssler gehört zu den wichtigsten seiner Werkstatt, zusammen mit Berthold Ruppel und Bernhard Richel gehörte Wenssler zu den frühesten Druckern in Basel. Er kam aus Straßburg und hatte an der Basler Universität studiert, wo er 1462 matrikulierte, erste Druckwerke stammen aus dem Jahre 1472 (vgl. BMC III, S. 717, nicht bei Benzig, Drucker). – Erstes weißes Blatt mit Besitzvermerken (vgl. die unten erwähnte Provenienz, kleiner blauer Buntstiftnummer, ebenso wie die ersten Blätter etwas wurmstichig und mit kleinen Löchlein, angestaubt und angeschmutzt, radierter Stempel, letztes Blatt mit restauriertem Einriss, sonst nur unbedeutende Papierschäden und nur ganz vereinzelt Wurmgänge, gedruckt auf besonders festem, schweren Papier, bemerkenswert breitrandig.
Es fehlt lediglich das letzte weiße Blatt (&6), das erste weiße (a1) mit einer interessanten handschriftlichen Titelei („Apiarium patrium in quatuor evangelistas. Hoc est explicatio quatuor S. Evangelistarum ex patribus à D. Thoma theologo et scholastico acutissimo singulari judicio & diligentia collecta etcetera" und Besitzvermerk in weißer Schrift über einer schwarzen Tabula mit Beschlagwerkornament. Demnach gehörte der Band einer Veronica Sturm, die es am 3. Januar 1566 Elias Kyber von Gengenbach überreichte: „Ex liberalitate et munificentia nobilissimae ac vicentissimae matronae Veronicae Sturmiae sum Elias Kyberj Gengenbacensis 1566 3. Januarij". Auf dem vorderen Innendeckel das runde, bis auf den Lorbeerkranz ausgeschnittene Holzschnitt-Exlibris „Elias Kyberus Gengenbacensis", der es an einen Samuel Ammianus von Schaffhausen verkaufte. Dieser wiederum schenkte das kostbare Buch einem Johann Heinrich Kohlmann ("Johannes Henricus Colmannus"), dem Pastor von Oberhochstadt bei Strassburg, datiert in den April 1574 in der genannten weißen Schrift auf schwarzer Kartusche. Innenspiegel zudem mit Exlibris der Amsterdamer Ritman Library (Bibliotheca Philosophica Hermetica). Der überaus mächtige zeitgenössische Einband ist sehr individuell blindgeprägt: mit alternierenden einfachen, doppelten und breiten Rillen-Fileten und kleinen Lilienstempeln im Quadrat sowie Schriftbandstempelchen (wohl mit Marienmonogramm), wobei die Fileten zu spitzeckigen Rautenornamenten auf den Mittelspiegeln in rechteckigen Filetenkästen zusammengesetzt sind.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.260)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 6.839)



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