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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Mastri, Bartolomeo
Disputationes in Aristotelis stagiritae

Los 1203

Mastri, Bartolomeo und Bonaventura Belluto. Disputationes in Aristotelis libros de anima. 16 (l. w.) Bl., 720 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 22,5 x 16,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas fleckig). Venedig, Ginammi, 1643.

Frühe, von den beiden Franziskanern Bartolomeo Mastri (1602-1673) und Bonaventura Belluto (1600-1676) kommentierte Ausgabe von Aristoteles' "De anima". Erstmals veröffentlichten Masti und Bonaventura 1637 in Rom den ersten Band ihrer scholastischen Philosophie mit dem Titel "Disputationes in Aristotelis libros physicorum, quibus ab adversantibus ... Scoti philosophia vindicatur". – Stellenweise etwas feuchtrandig und wurmspurig, leicht gebräunt, Innengelenke etwas stärker stärker wurmspurig.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Zuschlag
€ 120 (US$ 136)


Melanchthon, Philipp
Corpus doctrinae Christianae

Los 1204

Melanchthon, Philipp. Corpus doctrinae Christianae. Das ist, gantze Summa der rechten waren Christlichen Lehre des heiligen Evangelij, nach Jnnhalt Goettlicher, Prophetischen und Apostolischen Schrifften. Zu Nutz und Anleitung der Pfarherrn und Kirchendiener. 9 nn,. DCCCLIII num., 20 nn. Bl. (Index). Titel in Schwarz und Rot. 31,5 x 20 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben, Ecken etwas beschabt, insgesamt nachgedunkelt) mit 2 (1 intakten) Messingschließen. (Leipzig, Ernst Vögelin) 1562.

VD16 M 2896. – Vierte deutsche Ausgabe der ersten evangelischen Dogmatik, zweite bei Vögelin gedruckte. Enthält die wichtigsten Grundsatztexte der protestantischen Glaubenslehre: die Confessio Augustana mit der Apologia von Melanchthon, die Loci theologici, Examen der Ordinanden etc. – Insgesamt etwas fleckig, anfangs auch fingerfleckig. Erste Lagen schwach gelockert, Schlussblätter mit kleinen Wurmspuren im unteren Bug. Der Einband mit Erlöserrolle und kleinen Humanistenmedaillons, der Rückdeckel mit etwas später aufgebrachter Arabeske in Schwarzdruck.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Zuschlag
€ 600 (US$ 683)


Melanchthon, Philipp
Omnium operum

Los 1205

Melanchthon, Philipp. Omnium operum. (Hrsg. von Caspar Peucer). 4 Bände. Mischausgabe. Mit 4 wiederholten Portrait-Medaillons auf den Titeln, 4 wiederholten ganzseitigen Portraitholzschnitten von Lucas Cranach d. J. und 1 Holzschnitt-Druckermarke. 34 x 21,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker berieben, leicht bestoßen) über Holzdeckeln mit jeweils 2 Messingschließen, datiert ("1579"). Wittenberg, J. Krafft, 1562-1577.

VD 16 M2331 oder M2332, M2333, M2334, M2336. Adams M 1069. Vgl. Hartfelder 680. – Die Bände eins bis drei in erster, der vierte Band in zweiter Ausgabe der ersten vollständigen Gesamtausgabe. Nach der vorläufigen Basler Ausgabe in fünf Bänden (Herwagen 1541) ist dies die erste vollständige Gesamtausgabe auch mit den späteren Schriften Melanchthons. Sie wurde posthum von seinem Schwiegersohn Caspar Peucer herausgegben und setzte damit seinem einstigen Lehrer ein bedeutendes Denkmal.
Der erste Band enthält eine Vorrede Melanchthons vom Februar 1560 und wichtige programmatische Werke wie den Katechismus, die Confessio Augustana von 1530 und 1538, die Confessio Saxonicarum von 1511, die "Loci Communes" in der Ausgabe von 1545. Band zwei beinhaltet die theologischen Schriften und Kommentare zum Alten Testament, Band drei und vier mit weiteren Bibelkommentaren. – Der Titel des dritten Bandes im Bug mit kleinem Einriss, zu Beginn die Bindung geschwächt. Leicht gebräunt, selten etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.367)


Melanchthon, Philipp
Operum omnium

Los 1206

Melanchthon, Philipp. Operum omnium, in qua quae scripta contineantur sequens pagina indicat. Additus est ad sinem copiosus inde rerum & explicationum praecipuarum. 4 Bände. Mit 4 Holzschnitt-Portraitmedaillons auf dem Titel, 2 blattgroßen Portrait-Holzschnitten von Lucas Cranach und Holzschnitt-Druckermarke. 32 x 20,5 cm. Marmorierte Pappbände des 18. Jahrhunderts (berieben, Kanten, Gelenke und Kapitale stark beschabt, Ecken bestoßen, Rückenbezug von Band I mit Fehlstelle) mit goldgeprägtem RSchild. Wittenberg, Erben Johannes Kraft, 1563-1583.

VD 16 M 2334 und 2336-2338. Adams M 1069. Vgl. Hartfelder 680. – Zweite Auflage der ersten vollständigen Gesamtausgabe, herausgegegeben von dem Wittenberger Melanchthonschüler Caspar Peucer (1525-1602). Die Einzelbände mit folgenden Erscheinungsjahren: Band I: 1580 - Band II: 1583 - Band III: 1563 - Band IV: 1577. Das blattgroße Portrait Melanchthons in ganzer Figur ist 1561 datiert und mit Schlangensymbol bezeichnet (Koepplin-Falk Nr. 650), die Portraitmedaillons auf den Titeln mit Rollwerkbordüre und Früchten bzw. Engelsköpfen stellen einen Brustbild-Ausschnitt des vorigen dar. – Titel von Band II vollständig hinterlegt, dieser Band durchgehend etwas wurmstichig, zum Schluss hin deutlich stärker (mit Buchstabenverlust), letzte Blatt mit hinterlegten Fehlstellen, auch durch Tintenfraß, vorderes Innengelenk dort angeplatzt. Mit einigen Unterstreichungen, die eingebundenen alten fl. Vorsätze mit hs. Schenkungsvermerk von 1595, die anderen Vorsätze mit Einträgen aus dem 19. Jahrhundert.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)


Missale Romanum
Rom, Tornaci, 1908.

Los 1207

Missale Romanum ex decreto SS. Concilii Tridentini restitutum, S. Pii V. Pont. Max. jussu editum, Clementis VIII. Urbani VIII. et Leonis XIII. auctoritate recognitum. 566; 211 S., 1 Bl., 112 S., 1 Bl., 34 S., 6 Bl. Mit 2 großen Titelillustrationen und einigen Textillustration, Druck in Schwarz und Rot. 39 x 27 cm. Weinrotes geglättetes OKalbsleder (Gelenke leicht brüchig) mit überaus reicher Rücken- und Deckelvergoldung, Steh- und breiter Innenkantenvergoldung sowie dreiseitigem Goldschnitt. Rom, Tornaci, 1908.

Modernes Missale nach dem römischen Gebrauch, hübsch illustriert à la Holzschnitt. – Wenige Gebrauchsspuren der häufig gebrauchten Texte und Gesänge. Griffregister teils ausgerissen. Gebunden in einen zeitgenössischen Prachtband mit christologischer Ikonographie, auf dem Vorderdeckel die vier goldgeprägten Evangelistensymbole, in der Mitte das große Papstwappen zwischen reichen Bordüren aus Fileten, Sternen, Goldranken und vielem mehr.

Schätzpreis
€ 160   (US$ 182)


Zuschlag
€ 80 (US$ 91)


Münster, Sebastian
Cosmographey

Los 1208

Münster, Sebastian. Cosmographey: das ist, Beschreibung aller Länder, Herrschaften und fürnemesten Stetten des gantzen Erdbodens, sampt ihren Gelegenheiten, Eygenschafften , Religion, Gebräuchen, Geschichten und Handtierungen ... Jetzt aber mit allerley Gedechtnuswirdigen Sachen biß ins M.D.XCVIII. jar gemehret. 14 Bl., 1461 S. Mit 26 doppelblattgroßen Holzschnittkarten, 67 mitpaginierten doppelblattgroßen Holzschnitttafeln mit Ansichten, 2 großen gefalteten Holzschnittpanoramen und über 1000 Textholzschnitten, davon ca 100 Stadtansichten. Titel in Rot und Schwarz mit Holzschnittporträt. 35,5 x 23 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit kleiner Fehlstelle, etwas stärker berieben, leicht fleckig und angestaubt) über Holzdeckeln mit hs. Ritel und 1 (statt 2) Messingschließen. Basel, (Sebastian Henricpetri, 1598).

VD16 M 6706. Burmeister 83. STC 632. Sabin 51395. – Erweiterte (18.) Ausgabe von Münsters berühmter Weltbeschreibung, einer der umfangreichsten Ausgaben von Sebastian Münsters Kosmographie. Die schönen Holzschnitte stammen von Rudolf Manuel Deutsch, D. Kandel, J. Clauser u. a. Zu Beginn die beiden Karten der antiken und modernen Welt, des weiteren Holzschnittkarten von Europa, Asien, Afrika und Amerika, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, England, und anderen europäischen Ländern, Schwaben, Bayern, Franken, Pommern, Schlesien und 3 Rheinkarten. Die beiden Panoramen zeigen Heidelberg und Wien, unter den doppelseitigen Holzschnitten befinden sich Ansichten und Pläne von Jerusalem, Konstantinopel, Kairo, Rom, Florenz, Venedig, Neapel, Paris, Bordeaux, Lyon, London, Basel, Genf, Augsburg, Köln, Lübeck, Straßburg, Ulm etc. sowie die Darstellung mit den Seeungeheuern und "Meerwundern". Münsters Kosmographie, die 1544 erstmals erschien, ist eine umfassende Sammlung der geographischen Kenntnisse der damaligen Welt; sein Werk stützt sich auf Quellen namhafter Gelehrter, enthält jedoch auch Berichte über sagenhafte Tiere und Völker. Die Beschreibung der deutschen Länder mit zahlreichen weiteren Ansichten im Text, ist besonders ausführlich gehalten. – Titel im Bug hinterlegt und mit ausgestrichenem Besitzvermerk. Gering wurmstichig, leicht gebräunt und braunfleckig. Eine der beiden Panoramatafeln mit hinterlegtem Randeinriss. Bindung zu Beginn sehr schwach.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.550)


Zuschlag
€ 5.600 (US$ 6.383)


Münster, Sebastian
Cosmographia

Los 1209

Münster, Sebastian. Cosmographia, das ist: Beschreibung der gantzen Welt ... Jetzund aber auff das newe ubersehen und ... trefflich vermehrt … 12 Bl., 1752 (recte 1748) S. Mit Kupfertitel, Porträt-Holzschnitt (Titelblatt verso), 26 doppelblattgroße Holzschnittkarten und 68 (statt 72) doppelblattgroßen Holzschnittansichten (ohne die Faltansicht von Heidelberg). Titel in Schwarz und Rot. 37 x 22 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas berieben und mit Schnittspuren, Rückdeckel etwas wurmstichig, leicht bestoßen) über Holzdeckeln mit silbergeprägtem RTitel und silbergeprägtem Wappensupralibros ("FRANCISCVS HONORIVS COMES DE TRAUTMANSDORF; vollständig oxidiert) auf den Deckeln, mit 2 intakten Messingschließen (Einband datiert "1694"). Basel, Henricpetri, 1628.

VD17 23:230709C. Burmeister 86. – Letzte deutsche Ausgabe, gegenüber den vorangegangenen nochmals um ca. 200 Textillustrationen vermehrt. Von den Vortextkarten wurden 25 neu gezeichnet, enthalten sind u. a. 2 Welt- und 4 Erdteil-Karten, ferner 6 Karten von Deutschland (inkl. 3 Rheinlauf-Karten). Unter den doppelblattgroßen Karten finden sich Ansichten von Augsburg, Basel, Bern, Colmar, Eger, Erfurt, Frankfurt am Main, Freiburg, Freising, Fulda, Genf, Jerusalem, Koblenz, Köln, Konstantinopel, Lindau, Simmern, Speyer, Stettin, Straßburg, Trier, Worms, Würzburg, Zürich u. a. – Es fehlen vier Ansichten sowie die Faltansicht von Heidelberg. "Die ander General. Diese Andere Landtafel begreifft in sich die halbe Erdkugel" liegt lose bei. Kupfertitel mit kleiner Fehlstelle in der rechten unteren Ecke (ohne Darstellungsverlust), im Bug mit kleinen Wurmspuren (minimaler Darstellungsverlust), im Seitenrand partiell hinterlegt. Leicht, stellenweise etwas stärker gebräunt. Mit gestochenem Exlibris von "Frantz Ehrenreich Graff und Herr zu Trauttmansdorff Freijherr zum Tozenbach" (1662-1719).

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Nachverkaufspreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Nauclerus, Johannes
Memorabilium omnis aetatis

Los 1210

Nauclerus, Johannes. Memorabilium omnis aetatis et omnium gentium chronici commentarii. Adiecta Germanorum rebus Historia de Suevorum ortu ... Compleuit opus F. Nicolaus Basellius Hirsaugiensis annis XIIII. ad M.D. additis. 2 Teile in 1 Band. 8 nn., CLXXXXI num., 1 w. Bl.; 14 nn., CCCXVII num. Bl. Mit großem (ankolorierten) Wappenholzschnitt auf dem Titel und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 36 x 25 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. über Holzdeckeln (etwas stärker fleckig, berieben und gebräunt, VDeckel gebrochen; ohne die Schließen). Tübingen, Thomas Anshelm, März 1516.

VD16 N 167. Adams N 76. STC 644. Benzing, Buchdrucker 436. – Erster Druck von Nauclers Weltchronik, fortgesetzt und posthum herausgegeben durch den Benediktiner und Johannes Reuchlin-Schüler an der Universität Tübingen Nikolaus Basellius (um 1470-um 1532). Zwei spätere Ausgaben folgten 1544 und 1579 in Köln bei Quentell, die erste deutschsprachige Ausgabe erschien bereits 1530 unfirmiert in Augsburg (wohl bei Heinrich Steiner), allerdings nur als Epitome. Hauptwerk des Theologen und Rechtswissenschaftlers Johannes Nauclerus (1425-1510), dem Gründungsrektor und langjährigen Kanzler der 1477 von Eberhard im Bart gestifteten Universität Tübingen.
Johannes Reuchlin, der auch eine Widmungsvorrede zu diesem Werk verfasste, überzeugte 1511 den Drucker Thomas Anshelm von Pforzheim nach Tübingen zu kommen, wo er die zweite Druckwerkstatt der Stadt gründete und bis zum Jahr 1516 rund 75 Drucke herstellte, seine Offizin avancierte in dieser Zeit zu einer der bedeutendsten humanistischen Druckereien im deutschen Sprachraum. Das Druckersignets am Schluss mit Anshelms Monogramm "ATB" (Thomas Anshelm Badensis). – Etwas fleckig, Titel mit hs. Eintrag und hinterlegtem Riss, die Ränder mit hinterlegten Fehlstellen, Blatt LLiii mit restauriertem Einriss, die Schlussblätter etwas wasserrandig. Fl. Vorsatz mit verikalen Knickspuren und allegorischem Exlibris-Holzschnitt mit Wappendarstellung und den hs. Initialen "E. M. W." mit der Jahreszahl "1579", darunter der Besitzeintrag des biographisch nicht nachweisbaren Stuttgarter Stadtschreibers Joachim Artoprius. Innenspiegel mit montiertem Exlibris.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.140)


Neander, Michael
Opus aureum et scholasticum

Los 1211

Neander, Michael. Opus aureum et scholasticum in quo continentur Pythagorae. Edita ones studio & cura. 3 Teile in 1 Band. 789 S., 1 w. Bl.; 268 S., 8 Bl.; 191 S. Mit 3 Holzschnitt-Titelvignetten. 22 x 16,5 cm. Pergament d. Z. (leicht berieben) mit hs. RTitel. (Leipzig, Johannes Steinmann, 1577).

VD 16 N 394. Adams P 2311; Hoffmann III, 330. – Zweite vermehrte Ausgabe des erstmals 1559 in Basel erschienenen Werkes, das eine Sammlung griechisch-gnomischer Texte und Epigramme sowie Tryphiodorus' und Quintus von Smyrnas Schriften zur Geschichte und Eroberung Trojas enthält. Ebenso werden Gedichte und Lieder von dem Herausgeber Michael Neander (1525-1595), einem deutschen Pädagogen und Rektor der Klosterschule Ilfeld kommentiert. – Wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Zuschlag
€ 240 (US$ 273)


Nicolaus de Ausmo
Supplementum Summae Pisanellae. Venedig, Leonha...

Los 1212

Nicolaus de Ausmo. Supplementum Summae Pisanellae [mit] Alexander de Nevo. Consilia contra Judaeos faenerantes. Mit Brief von Franciscus Condulmarus an die Abgeordenten von Verona. Astesanus. Summa de casibus... 1 w., 378, 1 w. Bl. 2 Spalten. 49 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 14,7 x 9,5 cm. Format: 21,4 x 15 cm. Mit großer Schmuckinitiale "Q" in Blau mit Federwerk in Rot und Gelbbraun über drei Seiten der Kolumne und ca. 734 roten und blauen Lombarden, davon 8 6-zeilige und 726 3-4-zeilige. Blindgeprägtes, geglättetes Kalbsleder d. Z. (mit Bezugsfehlstellen und brüchigen Gelenken, sauber restauriert und die größeren Fehlstellen fachmännisch restauriert) mit 2 (statt einst 4) ziselierten Messingschließen (es fehlen 2 Schließbeschläge auf dem Rücken und die beiden Bügel für die untere und obere Schließe). Venedig, Leonhard Wild, 1489 (d. i. 1479).

Hain-Copinger 2169. GW 26274. Goff N-71-72. Proctor 4457. Pellechet 1642. Feigelmanas 313. Bodleian N-030. Borm 1918. Madsen 2855. Sack 2535. Walsh 1772. BMC V, 265. BSB-Ink N-75. CIBN N-41. CIH 2376. 315. IBE 4071. IBP 3914. IGI 6877. ISTC in00071000. Nicht bei Oates und Voullième. – Die fünfte um die "Concilia" des Alexander de Nevo (gest. 1484) erweiterte Ausgabe des vielfach gedruckten, gegen 1444 abgefassten und im Druck erstmals 1473 erschienenen Supplements des Nicolaus de Ausmo zur Summa Theologica des Pisanello. Es handelt sich um das Hauptwerk aus der Feder des Theologen und Rechtsgelehrten, Mitarbeiters des Hl. Bernhard von Siena an der Ordens- und Volksreform, Nicolaus de Ausmo (auch Nicholas de Osimo oder Auximo bzw. Auximanus; gest. 1454). Das "Supplementum Summae Magistratiae seu Pisanellae" ist eine durchgesehene, überarbeitete und erheblich erweiterte Ausgabe der "Summa theologica" des Dominikaner-Gelehrten Bartolomeo da San Concordio (1260-1347), aus dem Örtchen San Concordio bei Pisa (daher "Pisanello").
Ausmos "Supplementum" gilt als eines der wichtigsten Zusammenfassungen, "Digesten", des kanonischen Rechts, das sich als Referenzwerk für kirchenrechtliche Fälle höchster Popularität erfreute und zwischen 1482 und 1500 über 25 Male gedruckt wurde, in Reutlingen, Venedig, Genua, Nürnberg, Köln und Mailand (in dieser Reihenfolge, dazwischen Mehrfachauflagen). Die Ausgabe Renners enthält ferner auch eine Abhandlung über die jüdischen Geldleiher. – Durchgehende Feuchtigkeitsspuren und Wasser- und Sporflecke am rechten Rand, dadurch restaurierte Fehlstellen und Moderspuren durch die ersten Blätter, im Rand ohne Textverlust, sonst nur vereinzelte kleine Randläsuren, hier und da kleine Farbverwischungen der Rubrikation, die weißen Anfangs- und Schlussblätter sind alt hs. beschrieben.
Der bemerkenswert schöne Einband aus einer italienischen Werkstatt, dem Ornament zufolge wohl aus dem Veneto, wenn nicht aus Venedig selbst. So greifen die Schließen von oben nach unten, die sechs Schließbeschläge aus poliertem Messing sind mit Rundkopfnägeln aufgehämmert und mit runden Drechselornamenten geziert.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.709)



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