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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Eusebius Caesariensis
Ecclesiasticae historiae autores

Los 1121

Eusebius Caesariensis. Ecclesiasticae historiae autores. Eusebii Pamphili ... historiae Ecclesiasticae lib. X. Vuolfgango Musculo interprete. Ruffini prebyteri Aquileiensis ... lib. II. Eusebii Pamphili De Vita Constantini, Musculo interprete lib. V. Socratis Scholastici Constatinopolitani eodem interprete lib. VII. Theodoriti episcopi Cyri, Ioachimo Camerario interprete lib. V. Hermii Sozomeni Salaminii, Musculo interprete lib. IX. Theodori Lectoris ... eodem interprete lib. II. Euagrii Scholastici eodem interprete lib. VI. Index memorabilium rerum ... additus est. 6 nn. Bl., 806 S., 35 nn. Bl. (Register). Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und zahlreichen, teils auch größeren Metallschnitt-Initialen. 34 x 22,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker berieben und angeschmutzt, minimal wurmstichig) über Holzdeckeln (ohne die Schließbeschläge und die Schließen), Vorderdeckel mit Monogramm "M S A" und Datum "1555". Basel, Froben, 1554.

VD 16, E 4279. Vgl. Adams 1092 und BMC S. 290. – Berühmtes Sammelwerk zur Kirchengeschichte mit wichtigen Quellen. Bis zum Jahre 324 von Eusebius, Ruffinus, Socrates, Evagrius etc. – Titel verso und recto mit tektiertem Stempel, Druckermarke auf dem Titel und die erste Initiale mit späterem Kolorit. Gering gebräunt und braunfleckig, selten leicht feuchtrandig. Innenspiegel mit hs. Besitzvermerk.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 451)


Zuschlag
€ 200 (US$ 225)


Feyerabend, Sigmund
Theatri Diabolorum

Los 1122

(Feyerabend, Sigmund). Theatri Diabolorum, Das ist: Warhaffte ei(gentl)liche und kurtze Beschreib(ung,) Allerley grewlicher, schrecklicher und abschewlicher Laster, (so in diesen) letzten, schweren, und bösen Zeiten, an allen Orten und Enden fast bräuch(lich) ... Darauß ein jeder frommer Christ sonderlich zu sehen und fleissig (zu lernen, wie) wir in diesem elenden und mühseligen Leben ... mit dem allermächtigsten und stärckesten Fürsten dieser Welt, dem (Teuffel, zu) kämpffen und zu streiten ... 2 Teile in 1 Band. Titel in Rot und Schwarz, 302 num Bl., 7 nn. Bl. Register, 1 w. Bl.; Titel, 4 Bl., 1 w. Bl., 380 num. Bl., 7 (statt 8) nn. Bl. Register. Mit 2 Titelholzschnitten und einer großen Holzschnitt-Druckermarke von Jost Amman am Schluss. 32 x 20,5 cm. Schlichter schwarzer Pappband um 1900 (berieben und bestoßen; Rücken lose) mit mont. Bibelzitat-Ausschnitt auf dem Vorderdeckel. Frankfurt am Main, (P. Schmid für S. Feyerabend), 1587-(am Schluss von Tl. I: 1588).

VD16 F906. Vgl. BM STC, German Books, S. 302. Nicht bei Adams. Graesse VII, 105. Ebert 22706. Hayn-Gotendorf VII, 617. Osborn S. 39. Grimm, Die Deutschen "Teufelbücher", S. 1751. Vgl. Rosenthal 2359. – Dritte und letzte, zugleich umfangreichste Ausgabe der weit verbreiteten Kompilation der "Teufelsliteratur" der Zeit, eines der "für die Kulturgeschichte des 16. Jahrhunderts werthvollsten Bücher" (Hayn-Got.). Die erste Ausgabe erschien 1569. Zu der hier vorliegenden 3. Ausgabe schreibt Osborn: "... um '10 neue' Teufelbücher vermehrt, wobei das kaum glaubliche Versehen vorkam, dass eine bereits früher aufgenommene Schrift ... am Schluss nochmal als 'neu' Platz fand, ... und die Gesamtzahl der nunmehr in dem Sammelwerk vereinigten 'Teufel' sich auf 33 beläuft. In der [in unserem Exemplar fehlenden] Vorrede ... erzählt Feyerabend, er habe ... 'nicht unterlassen, fleissig nachfrag zu haben vnnd zu colligieren was seinther in dieser Materie geschrieben worden'. Diese ... Ausgabe war in der Folgezeit ... die bekannteste und nach ihr citieren meistens die Schriftsteller des 17. und 18. Jahrhunderts". Der Frankfurter Verleger und Drucker Sigmund Feyerabend (1528-1590) war einer der vifsten Vertreter seines Faches, geschäftstüchtig, hoch produktiv und vielseitig, mitunter auch skrupellos. Wegen unerlaubten Nachdruckens und wegen Missachtung kaiserlicher und städtischer Privilegien war er in mehrere Prozesse verwickelt, was seinem Erfolg und wachsenden Wohlstand keinen Abbruch tat. In den 1580er Jahren geriet sein Unternehmen in finanzielle Schieflage, 1590 starb der auf dem Gesims des Frankfurter Gutenberg-Denkmales Mitverewigte an einem Schlaganfall. Zu seinen Druckwerken gehören die Carolina, mehrere von Jost Amman ilustrierte Werke, so etwa die Luther-Bibel und das Frauentrachtenbuch, dann Lonicers Chronica Turcica und Sebastian Francks Weltbuch. Sein Theatri Diabolorum, gewiss ein Werk das ganz den abgründig diabolischen Nerv der Zeit traf, behandelt zahlreiche Rollen des personifizierten Widersachers der göttlichen Ordnung, beispielsweise Heilige-, Zauber-, Fluch-, Tanz-, Sauf-, Ehe-, Huren-, Geiz-, Faul-, Spiel-, Hof-, Pestilenz-, Sabbat-, Sorge- und Melancholie-Teufel. – Exemplar mit teils stärkeren Gebrauchsspuren, es fehlen der fl. Vorsatz und die Vorrede des ersten Teils (6 Bl.), 1/4 des ersten Titelblattes am rechten Rand (mit geringem Textverlust) sowie 2/3 von Bl. 145 von Teil I. Außerdem fehlt das letzte weiße Bl. (nach dem Register) in Teil II. Die ersten 8 Bl. knitterfaltig und fleckig sowie mit kleineren Randläsuren; Bl. 9 in Teil II mit geringfügigem Papierdurchbruch (minimaler Textverlust), am Schluss auch mehrere geringf. Wurmspuren, meist im weißen Rand. Im Verlauf immer wieder leicht wasserrandig und fleckig sowie vereinzelt mit sorgfältigen Unterstreichungen von alter Hand in schwarzer Tinte und mit Farbstift, einige Bl. mit Marginalien gleichfalls von alter Hand. Vorderer Spiegel mit montierter älterer Beschreibung (des Antiquariats Gerschel), mehreren handschriftl. Annotationen und Hinweisen auf die Kollation. Gerade durch die Gebrauchsspuren ein sprechendes Zeugnis für den ungeheuer temperament- (und unheil-)vollen Teufelsdiskurs während des 16. Jahrhunderts.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.694)


Zuschlag
€ 1.600 (US$ 1.807)


Fiamma, Gabriele
Le vite de santi

Los 1123

Fiamma, Gabriele. Le vite de santi. 3 Teile in 1 Band. 10 nn., 256 Bl.; 10, 255, 1 w. Bl.; 6 Bl., 152 Bl. Titel mit 3 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken und 1 blattgroßer Textholzschnitt. 32 x 22 cm. Pergament d. Z. (Vorderdeckel lose, an den Bünden abgerieben, Kapitale mit kleinen Einrissen, etwas berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Farri, 1602.

Nicht bei Graesse, Hoefer. – Enthält 185 Heiligen-Biografien, verfasst von dem Prediger, Theologen und Bischof von Chioggia Gabriele Fiamma (1533-1587). – Titel des ersten Teils mit hs. Besitzvermerk. Zu Beginn mit Randläsuren. Stellenweise stark gebräunt, etwas braunfleckig, gelegentlich etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 169)


Zuschlag
€ 100 (US$ 112)


Flacius, Matthias
Tes Tu Hyiu Theu Kaines Diathekes Hapanta (grae...

Los 1124

Das exegetische Hauptwerk des "Illyricus"
Flacius, Matthias. - (Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Tes Tu Hyiu Theu Kaines Diathekes Hapanta (graece). Novum Testamentum Iesu Christi Filii Dei. Cum multiplici indice tum ipsius sacri Textus, tum etiam glossae. Glossa compendiaria M. Matthiae Flacij Illyrici Albonensis in nouum Testamentum. Cum multiplici indice tum ipsius sacri Textus, tum etiam glossae). 25 (statt 26; ohne den Titel) Bl., 1394 S., 1 w., 20; 31 nn. Bl. 32,6 x 21 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (teils an Gelenken und Kanten etwas offen, angestaubt und mit kleinen Läsuren, beschabt und bestoßen) mit 2 intakten Messingschließen, monogrammiert und datiert "C.S.D. 1594". Basel, Peter Perna und Theobald Dietrich, 1570.

VD 16, B 4214. Adams B 1702. STC 108. Van der Haeghen 11, 63. – Eines der exegetischen Hauptwerke des protestantischen Theologen Matthias Flacius (1520-1575), genannt Illyricus, der aus dem istrischen Albona (Labin) stammt und als Matija Vlačić bzw. Vlacich geboren wurde, dann in Straßburg studierte und lehrte, wo das vorliegende Monumentalwerk entstand: Eine exegetische Bibelauslegung mit dem Urtext sowohl in griechischer wie lateinischer Sprache, wobei Flacius sich auf die lateinische Übersetzung des Erasmus von Rotterdam (1469-1536) stützt. – Es fehlt das Titelblatt, das durch ein recht gut gemachtes Faksimile auf altem Papier ersetzt wurde. Nur leicht gebräunt und fast fleckenfrei. Fliegender Vorsatz mit hs. Notizen in alter Tinte (tls. dat. 1719) und minimalen Randrissen.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 451)


Zuschlag
€ 200 (US$ 225)


Foxe, John
Acts and monuments of matters most speciall

Los 1125

Fox(e), John. Acts and monuments of matters most speciall and memorable happening in the church, with an universal historie of the same. 3 Bände. Mit 3 wiederholten breiten figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren, gestochenem Portraitfrontispiz, und einigen Textholzschnitten sowie 2 (1 gefalteten) Holzschnitt-Tafeln. 37 x 24,5 cm. Halblederbände des 18. Jahrhunderts (Gelenke des ersten Bandes angeplatzt, etwas stärker berieben, etwas bestoßen) über Holzdeckeln. London, Company of Stationiers, 1641.

Vgl. Brunet II, 1361 (9. Auflage). – Achte Ausgabe. "Ein fruchtbarer Schriftsteller war der abgefallene Theologe John Fox (1517- 1587), der neben zahlreichen lateinischen und englischen Büchern sein berechtigtes Buch der Martyrer (Acts ... ) verfasste, ein Buch voll so unglaublicher Lügen, daß die verblüffende Kühnheit des Verfassers nur durch das unter Elisabeth bestehende Gewaltregiment und die absolute Unterdrückung der katholischen Presse eine genügende Erklärung findet" (Wetzer-Welte IV, 607). – Portraitfrontispiz im Rand hinterlegt, etwas gebräunt und braunfleckig sowie angeschmutzt. Stellenweise stärker feuchtrandig, leicht gebräunt. Mit Exlibris.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 677)


Zuschlag
€ 750 (US$ 847)


Franz von Assisi
Opera omnia

Los 1126

Franz von Assisi. Opera omnia. Opera et labore. 2 Teile in 1 Band. 7 Bl., 96 S., 1 Bl., 84 S.; 2 Bl., 30 S., 744 S., 44 Bl. 36,5 x 22 cm. Pergament d. Z. (leicht fleckig und bestoßen, mit kleinen Wurmspuren). Augbsurg, Martin Veith, Stadt am Hof, Johann Gastl, 1739.

VD18 10756299. Graesse II, 626. – Die vorliegende Ausgabe folgt den Ausgaben Paris 1641 und Lyon 1653. – Titel des ersten Teils gestempelt. Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, stellenweise etwas feuchtrandig. Vorderes Innengelenk sowie der hintere Innenspiegel mit Wurmspuren. Vorderer fliegender Vorsatz mit Eckabschnitt und hs. Anmerkung.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 271)


Zuschlag
€ 120 (US$ 135)


Freher, Marquard
Corpus francicae historiae

Los 1127

(Freher, Marquard). Corpus francicae historiae veteris et sincerae. 10 Bl., 224, 559 S., 14 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 33 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (unteres Kapital ausgerissen, Rücken mit Montierungsresten, leicht berieben, fleckig und beschabt, eine Ecke bestoßen) über Holzdeckeln mit 2 intakten punzierten Messingschließen (eine Lederlitze mit Nagespuren). Hanau, Wechel für Erben Aubry, 1613.

VD17 23:231344Y. Graesse II, 274. Ebert 5295. NDB V, 392 f. – Erste Ausgabe des bedeutenden Quellenwerks zur Geschichte des Frankenreichs unter der Herrschaft der Merowinger und Karolinger. Enthalten sind u.a. Gesta Francorum, Ivo Carnotensis, Gregor v. Tours, Paulus Warnefriedus, Haimo Monachus, Einharts Vita und Caroli Magni.
Marquard Freher (1565-1614) war ein deutscher Jurist, Historiker, Publizist, Diplomat und Staatsmann. "Als Sammler, dilettierender Künstler und Poet einer der Hauptvertreter des als großer Verwandten- und Freundeskreis organisierten Heidelberger Späthumanismus ist er gleichzeitig einer der wichtigsten Verbindungsleute hinüber ins Zeitalter der Polyhistorie" (NDB). – Der Titel mit hs. Anmerkungen. Vorderer Vorsatz und Titel etwas stärker gebräunt, vorderer Innenspiegel mit hs. Nummerierung und kleinem Wurmgang. Leicht gebräunt und braunfleckig. Die beiden Schließen des reich blindgeprägten Einband sind mit einem Rautenmuster punziert und und monogrammiert "IWS".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 338)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 225)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Fritsch, Ahasver
Corpus Juris Venatorio-Forestalis

Los 1128

Fritsch, Ahasver. Corpus Juris Venatorio-Forestalis. 6 Bl., 114, 47, 68, 219, 284, 52 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit Kupfertitel. 32 x 19,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (Rückdeckel mit Kratzspuren) mit 2 intakten messingschließen (lederne Schließbügel erneuert). Jena, Samuel Adolph Müller, 1676.

VD17 1:015430Y. – Zweite Auflage des zuerst ebenda im Vorjahr erschienenen Forst- und Landwirtschaftsrechts, das auch Wasserrecht und Jagdrecht behandelt. Der Kupfertitel mit der Druckangabe Leipzig und Jena, auf Kosten von Johann Theodor und David Fleischer. – Titel mit gestrichenem Besitzeintrag. Etwas gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten. – Beigebunden: Nicolaas Everaerts. Solemnis repetitio celeberrimi capituli, quoniam contra falsam. Extra de probationibus. In qua continentur processualium materiarum praecipuarum uberrimae discusiones ... Studio & opera Justi Zinzerlingi. 4 Bl., 351 S., 7 Bl., 264 S., 5 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Frankfurt, Johann Berner, 1619. - VD17 1:060100G. - Etwas gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 508)


Zuschlag
€ 500 (US$ 565)


Gellius, Aulus
Noctium atticarum libri undeviginti

Los 1129

Gellius, Aulus. Noctium atticarum libri undeviginti. Na(m) octavus desideratur praeter capita. 6, CXII, 6 Bl. Mit Titelholzschnitt, breiter Holzschnitt-Titelbordüre und zahlreichen folralen, teils auch figürlichen Holzschnitt-Initialen. Titel in Rot und Schwarz. 32,5 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Deckel mehrfach gebrochen, stark wurmstichig) mit 2 (davon 1 gelockert) Messingschließen (Einband datiert "1534"). (Paris, Badius, 1519).

Adams G 347. STC 199. Graesse III, 45. – Seltene Pariser Ausgabe der "Attischen Nächte", eines Erziehunsgbuchs, in dem Gellius mit Verweisen auf antike Quellen Probleme der Philosophie, Textkritik, Rechtswissenschaften und Sakrallehre behandelt. – Stärker wurmstichig (mit Buchstabenverlust), stellenweise mit Randanmerkungen und Textunterstreichungen. Blatt XCV im Seitenrand verso hinterlegt. – Vorgebunden: Marcus Fabius Quintilianus. Institutionem oratoriarum libri XII. 8, 198, 1, 54 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und einigen figürlichen Holzschnitt-Initialen. Basel, J. Bebel, 1529. - VD16 Q84. Adams Q 29. STC 721. - Das Hauptwerk Quintilians liegt hier in der Bearbeitung von J. Sichard vor. Enthalten sind neben den Erfahrungen des staatlich besoldeten Rhetoriklehrers auch ein Abriss der griechischen und römischen Literaturgeschichte. - Etwas stärker wurmstichig, stellenweise mit Randanmerkungen und Textunterstreichungen.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 677)


Zuschlag
€ 500 (US$ 565)


Gerson, Johannes
Opera. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler...

Los 1130

Gerson, Johannes. Opera. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler von Kaysersberg. 50 (Index, 230; 286 (le. w.); 359 (statt 360; ohne das le. w.); 306 (statt 308; ohne f3 und f6) nn. Bl. 2 Spalten. 53 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 21,2 x 13,5 cm. Format: ca. 29,8 x 20,6 cm. Mit Initialspatien, 5 (4 wdhl. ganzseitige, 1 von Albrecht Dürer) Textholzschnitte verso Titel, Band I mit einer 10-zeiligen Initiale in Gold und Farben sowie zahlreichen Lombarden in Rot und Blau sowie durchgehender Rubrizierung. Bände I und IV: Blindgeprägtes dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. aus verschiedenen Werkstätten (mit Läsuren und Fehlstellen, Bezug teils brüchig und mit Schäden an Kapitalen, stark beschabt und bestoßen, ein älteres Klebeschild) über schweren Holzdeckeln mit 7 (statt 8) ziselierten Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Band II-III: Katzentatzen-marmoriertes flexibles Pergament des 18. Jahrhunderts (wellig, leicht abgegriffen, beschabt) mit alt aufkaschierten Kalbslederrücken mit rotem goldgeprägten RSchild und reicher RVergoldung (Rücken teils stärker beschabt, Kapitale abgeschürft, bestoßen und berieben, kleine Lederfehlstellen) mit rotem Schnitt und kalligraphischen Schnitt-Titeln. Straßburg, Johann Grüninger, 3. VII. bis 10. IX. 1488 (Bände I-III) und ebenda, Martin Flach und Matthias Schürer, 1502 (Band IV).

Hain-Copinger 7622. GW 10714. Goff G-186. Proctor 534-536. Pellechet 5125. Schreiber 4101. Schramm XX, 25, 1232. Bodleian G-086. Borm 1114. Collijn 442. Deckert 321. 322. Finger 438. 439. Günther 2905. Hubay 872. Hummel-Wilhelmi 240. 241. Lökkös 202. Madsen 1698. Ohly-Sack 1205-1207. Schlechter-Ries 724. 725. Sheehan G-62. Walsh 164. 165. Zedler 281. BSB-Ink G-183. BMC I, 170.CBB 1590. CIH 1401. IBE 2642. IGI 4238. ISTC ig00186000 (für Teile I-III; Teil IV:) Ritter 1003. Schmidt, Flach 7. VD16 J 559. – Zweite vollständige Ausgabe der gesammten Werke des französischen Theologen, Mystikers, der ab 1395 als Kanzler und Nachfolger Pierre d’Aillys an der Pariser Universität Sorbonne lehrte, gleichzeitig die erste bei Grüninger ab 1484 gedruckten und von Schott und Geiler von Kaisersberg edierten Auflage. So vollständig wie hier äußerst selten. In den meisten Bibliotheken sind nur Einzelbände nachweisbar. Das vorliegende Exemplar mit dem erstmals 1502 gedruckten vierten Teil, der auch anderen Ausgaben beigegeben wurde.

Der schöne, in allen vier Bänden abgedruckte Holzschnitt zeigt Johannes Gerson als alten Pilger mit dem ihn kennzeichnenden mystischen Wappen, von seinem Hund gefolgt. Im Hintergrund bergige Landschaft mit einer Burg, wahrscheinlich der Rattenburg im Unterinntal, auf der sich Gerson wie oben beschreiben nach seiner Flucht aus Konstanz verborgen hatte. Bemerkenswert ist die Titelillustration zum vierten Teil, der bisher noch nicht gedruckte Werke Gersons enthält. In diesem vierten Band ist erstmalig der ganzseitige Holzschnitt von Albrecht Dürers "Gerson als wandernder Pilger" abgedruckt; einer der drei großen Holzschnitte aus Basel und Straßburg aus den Jahren 1492-94, die Friedrich Winkler als "Einschaltblätter, sozusagen Einblattholzschnitte, mit allen Merkmalen einer sehr persönlichen Ausgestaltung" bezeichnet. – Erste Lage von Band I lose. Lage a sowie einige wenige Blätter in Band I am rechten Rand stärker wasserfleckig. Band II partiell mit Stockflecken im rechten Rand. In allen Bänden stellenweise einige Wurmlöcher im Randbereich. Band IV anfänglich und am Ende auch mit einigen Wurmlöchern im Textbereich (auch der Dürer-Holzschnitt stärker betroffen), 2 Holzschnitte minimal alt ankoloriert, teils stärker gebräunt, feucht- und braunfleckig. In allen Bänden finden sich einige zeitgenössische, handgeschriebene Marginalien. So vollständig äußerst selten.

Die beiden gotischen Einbände in dunkelbraunem Kalbsleder entstammen süddeutschen Werkstätten, der etwas frühere mit Rautenranken, Blüten- und Rollenstempeln zwischen diagonalen und rechteckigen Streicheisenlinien, der etwas spätere mit Gouillocheranken in mehrfachen Fileten-Registern, beide mit Resten von geprägtem Titelnamen auf dem Vorderdeckel. Auf dem Vorsatzblatt vom ersten Band ein zeitgenössischer Besitzereintrag eines von uns nicht näher identifizierbaren Benediktinerklosters. Auf dem Vorsatz von Band IV Besitzerstempel „AD CONVE:F:F:MIN:GRAECENSIUM“ sowie ebenso ein zeitgenössischer handschriftlicher Eintrag des Grazer Franziskanerkloster. "Pro Conventu Graecensium Fratrum Misericordiae".

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.040)


Nachverkaufspreis
€ 5.500   (US$ 6.214)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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