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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 113, Di., 16. Apr., 14.00 Uhr


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Papierantiquitäten des 18. und 19. Jahrhunderts
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Hauptbild Beschreibung Status
Le Sage, Alain René
Histoire de Gil Blas de Santillane

Los 624

Le Sage, (Alain René). Histoire de Gil Blas de Santillane. Nouvelle édition. 4 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Titel und 10 Kupfertafeln von Adam Friedrich Oeser. HLeder d. Z. (leicht berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Dresden und Leipzig, Georg Conrad Walther, 1756.

Rümann 629. Lanckoronska-Oehler II, 18. Rümann, Oeser, S. 11 (irrig: "Textkupfer"). – Seltene Ausgabe mit den frühen Illustrationen Oesers. – Titel mit Besitzvermerk. Hin und wieder stockfleckig oder gebräunt, teils etwas knapp beschnitten (ohne Text- oder Bildverlust).

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


Lessing, Gotthold Ephraim
Hamburgische Dramaturgie

Los 626

Lessing, Gotthold Ephraim. Hamburgische Dramaturgie. 2 Bände (104 Stücke). 5 Bl., 415 S.; 1 Bl., 410 S. Mit 2 gestochenen Titelvignetten von J. W. Meil. 19 x 12,5 cm. Moderne HLederbände im Stil d. Z. mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem roten RSchild. Hamburg, (Bode und Lessing) und Bremen, J. H. Cramer, (1767-1769).

Goedeke IV/1, 404, 103. Muncker 408f. und 416f. Seifert 662. Kirchner 4131. – Erste Ausgabe seiner berühmten Zeitschrift mit Theaterkritiken und literaturtheoretischen Reflexionen, die für die deutschsprachige Bühne bahnbrechend waren. Die Stücke, die zunächst nur gegen Pränumeration bezogen werden konnten, erschienen zuerst regelmäßig, dann mit längeren Verzögerungen wegen des drohenden Nachdrucks durch den Leipziger Verleger Schwickert. Der durch seine Tätigkeit mit dafür verantwortlich ist, dass eines der wichtigsten Werke der deutschen Aufklärung verstümmelt vorliegt und außerdem zum vorzeitigen Ende von Lessings Projekt und seiner kurzen Tätigkeit als Verleger in Hamburg beitrug. Am Schluss mit Lessings berühmter Kritik am zeitgenössischen Raubdruckgewerbe. – Erste Blatt in Band mit kleinem Loch (auf dem Titel verso hinterlegt), dieser Band etwas gebräunt und braunfleckig sowie im oberen Rand beschnitten. Titel von Band II mit hs. Zusatz des Verfassers. Sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 398)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 285)


Lessing, Gotthold Ephraim
Laokoon

Los 627

Lessing, Gotthold Ephraim. Laokoon: oder über die Grenzen der Mahlerey und Poesie. Erster Theil (alles Erschienene). 4 Bl., 298 S., 1 w. Bl. Titel in Schwarz und Rot. 20,5 x 12,5 cm. Neuerer Lederband im Stil d. Z. mit modernem goldgeprägten RSchild. Berlin, Christian Friedrich Voß, 1766.

Goedeke IV/1, 387, 96. Muncker 404. Seifert 734. – Erste Ausgabe der wichtigen kunsttheoretischen Schrift Lessings, die angeregt wurde durch einen Briefwechsel zwischen Moses Mendelssohn und Winckelmann sowie dessen 1764 erschienene Geschichte der Kunst des Alterthums. Ein zweiter Druck erschien ebenda 1788. – Stellenweise etwas gebräunt und braun- oder stockfleckig.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Nachverkaufspreis
€ 350   (US$ 398)


Lessing, Gotthold Ephraim
Lustspiele

Los 628

Lessing, Gotthold Ephraim. Lustspiele. Zweyte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 1 Bl., 352 S.; 1 Bl., 442 S. 16 x 10,5 cm. Pappband d. Z. (berieben und bestoßen, etwas fleckig, mit hs. RTitel). Berlin, Christian Friedrich Voss, 1770.

Goedeke IV/1 395, 100. Muncker 421. – Zweiter Druck der 1767 ebenda erschienenen Erstausgabe. Die Sammlung enthält die Stücke Die Juden, Der Freygeist und Minna von Barnhelm sowie die bereits 1762 bis 1764 erschienenen Schauspiele Der junge Gelehrte, Der Misogyn und Der Schatz. – Schwach gebräunt und gelegentlich etwas fleckig, eine Lage in Band II lose.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Lessing, Gotthold Ephraim
Nathan der Weise

Los 630

Lessing, Gotthold Ephraim. Nathan der Weise. Ein dramatisches Gedicht, in fünf Aufzügen. 2 Bl., 276 S. 16 x 10,5 cm. Leder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, oberes Kapital mit Fehlstelle) mit schlichter RVergoldung, goldgeprägtem RSchild und doppelten Deckelfileten. O. O. u. Dr. 1779.

Goedeke IV/1, 451, 171. Muncker 458a. – Seltene erste, auf Subskription und ohne Firmierung erschienene Ausgabe von Lessings berühmtestem Drama, hier in einem Exemplar des noch unkorrigierten ersten Drucks mit den bei Muncker angegeben Setzfehlern. Im selben Jahr erschienen zur Michaelismesse zwei weitere, in der Kollation abweichende Ausgaben mit der Firmierung "Christian Friedrich Voß" (Muncker "b" und "c"). – Gebräunt und braun- bzw. stockfleckig (Titel und Zwischentitel etwas stärker betroffen), marmorierte Vorsätze gering leimschattig.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)


Lessing, Gotthold Ephraim
Zur Geschichte der Litteratur

Los 632

Lessing, Gotthold Ephraim. Zur Geschichte der Litteratur. Aus den Schätzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel. 5 (statt 6) Bände (ohne Band V). Mit 2 typographischen Falttafeln (in Band II). 23,5 x 14,5 cm. Marmorierte Interims-Pappbände d. Z. (fleckig und berieben). Braunschweig, Waisenhaus, 1773-1781.

Goedeke IV/1, 432, 125. Muncker 436ff. Kirchner 4470. – Erste Ausgabe, hier allerdings ohnen den erst nach Lessings Tod zur Ostermesse 1782 von Eschenburg herausgegebenen Band V. Der Schlussband VI erschien noch 1781, im Todesjahr Lessings, herausgegeben durch Christian Leiste. – Etwas stockfleckig. Unbeschnittenes und breitrandiges Exemplar.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 273)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 182)


Lohenstein, Daniel Casper
Großmüthiger Feld-Herr Arminius, 1731

Los 634

Lohenstein, Daniel Casper. Großmüthiger Feld-Herr Arminius oder Herrmann, nebst seiner Durchlauchtigsten Thusnelda in einer sinn-reichen Staats-Liebes- und Heldengeschichte dem Vaterlande zu Liebe dem Deutschen Adel aber zu Ehren. Andere und durch und durch verbesserte und vermehrte Auflage. 4 Teile in 2 Bänden. Mit gestochenem Portrait, Kupfertitel und 18 Kupfertafeln von Joachim von Sandrart. 25 x 21 cm. Kalblederbände d. Z. (berieben, Ecken etwas bestoßen, Rückenbezug von Band I etwas restauriert, 1 Gelenk angeplatzt) mit oxidierter RVergoldung und goldgeprägten RSchildern. Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch Sohn, 1731.

Goedeke III, 270, 2,9. Dünnhaupt IV, 35.2. Faber du Faur 1310. Ebert 12182. Hayn-Gotendorf IV, 237. Jantz I, 1660. – Zweite Auflage des "heroisch-höfischen Zeitromans, der in enzyklopädischer Gelehrsamkeit am Exempel individueller Konflikte die politische und kulturelle Gesamtsituation der Welt des 17. Jarhunderts zu schildern sucht" (Dünnhaupt). Mit einer elfseitigen (S. LIX-LXIIX) Stellungnahme zur zeitgenössischen Romantheorie. Der Erstdruck erschien ebenda 1689-1690. – Durchgehend gebräunt und etwas braunfleckig. Vorsatz und Portrait im unteren Bug gelöst. Letzte Blätter sowie hinterer Innenspiegel von Band I mit Sporfleck in der unteren Ecke. Wohlerhaltenes Exemplar des monumentalen Barockromans.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Ludwig, Fürst zu Anhalt-Köthen
Der fruchtbringenden Geselschaft Nahmen, Vorhab...

Los 635

"Eines der schönsten deutschen Kupferwerke des 17. Jahrhunderts"
(Ludwig, Fürst zu Anhalt-Köthen). Der fruchtbringenden Geselschaft Nahmen, Vorhaben, Gemählde und Wörter: Nach jedes Einnahme ordentlich in Kupfer gestochen, und in achtzeilige Reimgesetze verfasset. 6 Bl. (Titel und Vorstücke) und 400 nn. Bl. Text mit in der Platte numerierten emblematischem Textkupfer sowie 4 (wiederholten) Frontispize von Matthäus Merian. 20 x 16 cm. Pergament d. Z. (fleckig und berieben, unteres Kapital mit geschlossenem Einriss, mit hs. RTitel). Frankfurt, Matthäus Merian, 1646.

VD17 23:283550L. Dünnhaupt IV, S. 2611 Nr 6.6. Goedeke III, 6. Faber du Faur I, 166 und 166a. Jantz I, 1673. Landwehr 402. Praz 342. Wüthrich 22 (mit Verzeichnis der Kupfer). – Letzte und vollständigste Ausgabe. "Endgültige Fassung; enthält wieder den 'Kurtzen Bericht', gefolgt von den Pflanzenkupfern bis Mitgliedsnummer 400 mit den Gesellschaftsreimen in echten Stanzen von Ludwig und Werder" (Dünnhaupt); der Erstdruck erschien 1628 als reine Textausgabe, die erste um die schönen Kupfer erweiterte Fassung folgte 1630 unter neuem Titel. Als botanisches Prachtwerk, künstlerisch hochstehendes Emblembuch und Dokument der deutschen Barockliteratur von gleich hohem Rang, Das Werk enthält (in chronologischer Folge) die vollständige Reihe der bis zum Erscheinungsjahr aufgenommenen Mitglieder mit ihren Sinnbildern, Namen, Wahlsprüchen in Kupferstichwiedergabe des jeweiligen "Gesellschaftsgemäldes". "Neben seiner eminenten historischen Bedeutung ist das Buch eines der schönsten deutschen Kupferwerke des 17. Jahrhunderts" (Karl Wolfskehl in Katalog Manheimer).
Die Sinnbilder, jeweils ein schönes botanisch-emblematisches Kupfer in landschaftlich-architektonischer Kulisse, enthalten jeweils einen beigedruckten Achtzeiler. "Jedes Blatt trägt oben das Losungswort, unten das als Antwort geltende Stichwort, das der Teilnehmer als Übernahme der Gesellschaft trug. Er mußte um das Stichwort selber einen Vers von acht Zeilen schmieden. Dazu hatte er eine Pflanze zu wählen, die das Stichwort symbolhaft vertritt" (Wüthrich).

Die Fruchtbringende Gesellschaft (auch "Palmenorden" genannt nach dem Bild der allseitig verwendbaren Kokospalme) wurde 1617 in Anhalt-Cöthen gegründet. Vorbild war die 1582 in Florenz gestiftete Accademia della Crusca, in die im Jahre 1600 das erste Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft, Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, aufgenommen worden war. Ursprünglich eher ein Unternehmen des Adels, öffnete sich die Fruchtbringende Gesellschaft doch sehr bald auch bürgerlichen Gelehrten und Literaten, die ihr erst zu ihrem Ansehen als einer weithin berühmten und in Literatenkreisen umworbenen Autorität verhalfen. Neben den stets in erdrückender Überzahl eingeschriebenen Adeligen finden sich in den Mitgliederverzeichnissen auch bürgerliche Namen wie Schottel, Birken, Gryphius, Harsdörffer, Logau, Moscherosch, Opitz oder Rist. Wie ihre erlauchten Mitgesellschafter erhielten sie bei ihrer Aufnahme zumeist der Pflanzenwelt entstammende Gesellschaftsnamen, welche die offensichtlich als unproduktiv erachteten Standesunterschiede im persönlichen und brieflichen Verkehr vergessen machen sollten. Nach 1680 ist die Existenz des Ordens nicht mehr bezeugt - wenn auch noch ein Jahrzehnt später Kaspar Stieler sein Wörterbuch unter seinem Gesellschaftsnamen "Der Spate" herausbringen konnte. – Titel, "Kurtzer Bericht" und Kupfertitel im unteren Bug aus der Bindung gelöst sowie mit kleineren Randläsuren. Insgesamt etwas stock- und fingerfleckig, vereinzelt im Rand auch etwas gebräunt. Wenige Blatt am Schluss mit kleinem Wasserfleck im unteren Rand. Kupfer Nr. 1 teils mit Tinte ausgemalt (etwas durchschlagend), Kupfer Nr. 3 mit Randeinriss, wenige Blatt mit Bleistiftgekritzel verso. Die ersten 25 Kupfer mit hs. Aufschlüsselung der Monogramme des jeweiligen Mitglieds.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.260)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Mair, Al.
Lustiges Reise-Taschenbuch

Los 636

Mair, Al. Lustiges Reise-Taschenbuch (Humoristische Original-Klystir-Spritze) für verstopfte Melancholiker, hypersentimentale Choleriker, für Spaßvögel und Trauerweidenseelen, für Gesunde und Kranke auf dem Sopha und auf Reisen. 96 S. Mit einigen Holzschnittillustrationen. 15,5 x 11,5 cm. HLeinen d. Z. (berieben, farbig illustrierter OVorderumschlag montiert) mit goldgeprägtem RTitel. Chemnitz, C. A. Hager, (um 1880).

Einzige Ausgabe der kuriosen Sammlung humoristischer Texte. – Papierbedingt etwas gebräunt, vorderes Innengelenk hinter dem Titel angeplatzt, Bindung teils etwas schwach. Sehr selten, kein Exemplar über den KVK nachweisbar.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


May, Karl
Waldröschen oder die Verfolgung rund um die Erde

Los 637

(May, Karl). Das Waldröschen oder Die Verfolgung rund um die Erde. Enthüllungsroman über die Geheimnisse der menschlichen Gesellschaft. 3 Bände. 2612 S., 1 Bl. Mit 108 (statt 109) lithographischen Tafeln, davon 8 farbig. 24 x 15 cm. Schlichte HLeinenbände d. Z. (etwas berieben). Dresden, H. G. Münchmeyer, o. J. (1882-1899).

Plaul 161.1 N.2 und N.3, vgl. Plaul 442.1 A-E. – Die vollständige neu illustrierte Ausgabe der Hexalogie Das Waldröschen, des erstmals in Lieferungen ab 1882 erschienenen ersten Kolportageromans von Karl May (1842-1912), dessen Titel zunächst Waldröschen oder Die Rächerjagd rund um die Erde lautete. May hatte das Werk zunächst unter seinem Pseudonym "Capitain Ramon Diaz de la Escosura" im Verlag H. G. Münchmeyer in Dresden mit dem Untertitel "Großer Enthüllungsroman über die Geheimnisse der menschlichen Gesellschaft" veröffentlicht. Er erschien in zusammen 109 Fortsetzungen von Dezember 1882 bis August 1884. Einige der Tafeln unseres Exemplars mit tschechischer Übersetzung und mit 2 abweichenden Titelvarianten. – Außer der fehlenden Tafel (Nr. 51) komplett, Seite 892-901 in Band II verbunden, Band II ohne Titelblatt. Papierbedingt stärker gebräunt und teils mit kleinen Randläsuren.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)



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