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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 113, Di., 16. Apr., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Guarini, Battista
Des sinnreichen Ritters Baptistæ Guarini Pastor...

Los 592

Guarini, Battista. Pastor Fido, Oder: Trauer- und Lust-Spiel der getreue Schäfer genannt, von ihme weyland zu Bedienung des Hochfürstlichen Beylagers in Welscher Sprache auf den Schau-Platz gebacht; Itzo aber auf vielfältigs Ansinnen guter Freunde in zerstreueten Reimen, Deutsch übersetzet (von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau). 6 Bl., 170 (recte: 180) S. 17,5 x 10,5 cm. Leder d. Z. (vorderes Gelenk etwas beschabt) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. O. O. u. Dr. 1678.

Goedeke III 269, 3. Dünnhaupt 22.1. Faber du Faur 1280a: "A very poetic, extremely artistic translation in free rhymed verse." – Einziger Einzeldruck der Hoffmannschen Übertragung, der ebenfalls 1678 in Wolfenbüttel erschienene Druck enthält das Szenar zur Opernfassung und bringt nur Textauszüge (vgl. Dünnhaupt). Die seltenste der vier Übersetzungen ins Deutsche im 17. Jahrhundert gilt zugleich als die beste des 1589 zuerst veröffentlichten, für die Entstehung der italienischen Oper wegweisenden Erfolgsstücks. Hoffmann von Hoffmannswaldau "hat seine Vorlage vor allem durch eine reichere Metaphorik in oft verschlüsselter Form und mit eingebauten Wortschöpfungen übertroffen; er verstärkte und steigerte Guarinis Verse, intensivierte das pointierte Sprechen, baute im besonderen die Affektwirkung aus und paßte so seine Übersetzung den neuen Stiltendenzen an" (L. Noack, C. H. v. H. Leben und Werk, Tübingen 1999, S. 247). Die Übersetzung entstand bereits um 1652, der einzige autorisierte Abdruck erschien unter dem Titel Der Getreue Schäffer in der Sammelausgabe 1679ff. Kein Nachweis im JAP seit 1950. – Etwas stärker gebräunt, vereinzelt etwas stockfleckig, fl. Vorsatz mit hs. Eintrag.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)

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Heine, Heinrich
Der Doktor Faust

Los 598

Heine, Heinrich. Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst. 106 S., 1 Bl. 19 x 12 cm. Illustrierte OBroschur (etwas fleckig und mit kleinen Randknicken) in privater HLeinen-Mappe. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851.

Goedeke VIII, 561, 88. Wilhelm-Galley I, 430. – Zweiter Druck, erschien im Jahr der Erstauflage. Heines Faust-Dichtung hält sich ganz bewusst an die mittelalterliche Überlieferung des Stoffes. – Leichte Stockflecken, Block mittig angeplatzt. Unbeschnittenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 91)

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Heine, Heinrich
Französische Zustände

Los 599

Heine, Heinrich. Französische Zustände. XXVI, 1 Bl., 408 S. 16 x 10,5 cm. Marmorierter HLederband d. Z. (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel sowie dem Besitzernamen "Jette". Hamburg, Hoffmann und Campe, 1833.

Goedeke VIII, 557, 41. Wilhelm-Galley I, 581. Houben I, 395f. – Erste Buchausgabe von Heines erstem rein politischem Werk. Heine veröffentlichte in der von Cotta herausgebenen Augsburger Allgemeinen Zeitung seine Berichte über das kulturelle und politische Leben in Paris - mit provokanten Ausfällen gegen die Politik Louis Philippes, aber auch gegen deutsche Verhältnisse. Diese Berichte erschienen 1832 in 47 Fortsetzungen. Auf Intervention Metternichs wurde das weitere Erscheinen dieser Artikelserie verboten. Dies veranlasste den Dichter, sein Manuskript - mit einer fulminanten Vorrede versehen - im liberalen Hamburg als Buch unter dem Titel Französische Zustände herauszubringen. Freilich ließ die Zensur auch dort die Vorrede nur in der vorliegenden, von Streichungen verstümmelten Form passieren. Die Zensoren waren sich sicher, daß dieses Buch "zu den verwerflichsten gehöre, welche wir jemals zu prüfen veranlaßt worden sind" (Houben, ausführlich zur Editionsgeschichte). – Etwas gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten und dekorativ gebunden.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)

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Heine, Heinrich
Reisebilder

Los 600

Heine, Heinrich. Reisebilder. Verschiedene Auflagen. 4 in 3 Bänden. 16 x 10 cm. Etwas spätere HLederbände mit ornamentaler RVergoldung Hamburg, Hoffmann und Campe, 1834-1843.

Goedeke VIII, 557, 38. Wilhelm-Galley I, 550. – Bände I und II in dritter Auflage, Bände III und IV (Nachträge) in zweiter Auflage. Heine selbst erlebte das Meer zum ersten Mal in den Jahren 1827 und 1828 auf Reisen nach England und Italien. Seine Eindrücke schilderte er in weiteren Reisebildern, die er zwischen 1826 und 1831 veröffentlichte. Dazu gehören z. B. der Zyklus Nordsee und die Werke Die Bäder von Lucca und Ideen. Das Buch Le Grand, letzteres ein Bekenntnis zu Napoléon und den Errungenschaften der Französischen Revolution. In dieser Zeit wurde Heine allmählich als großes literarisches Talent wahrgenommen. Seit Anfang der 1830er Jahre verbreitete sich sein Ruhm in Deutschland und Europa. – Fl. Vorsatz und Vortitel jeweils alt gestempelt, ansonsten wohlerhalten und dekorativ.

Schätzpreis
€ 220   (US$ 250)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)

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Müller von Königswinter, W.
Höllenfahrt von Heinrich Heine

Los 602

Heine, Heinrich. - (Müller v. Königswinter, W.). Höllenfahrt von Heinrich Heine. 140 S. 18 x 11 cm. Leinen d. Z. (Rücken etwas gebräunt, Kapitale beschabt) mit Gold- und Blindprägung sowie goldgeprägtem RTitel. (Hannover, Rümpler, 1856).

Goedeke VIII, 539 gg. Wilhelm-Galley II, 3876. Maassen 1756 (irrig Heine zugeschrieben). – Das satirische Gedicht, das für eine literaturhistorische Epochenwende steht - weg von den "Gassenjungentiraden" der verflossenen Zeit, hin zu einem strengeren Kunstverständnis - erschien erstmals 1856 und erlebte im selben Jahr eine zweite Auflage. Zunächst hielt man Heine für den Verfasser, Goedeke korrigierte jedoch recht bald diese etwas arglose Vermutung und wies dem Düsseldorfer Arzt, Erzähler und Parlamentarier in der Paulskirche die Autorschaft zu (zur Einordung siehe Sengle: Biedermeierzeit II, 739). – Ohne das Titelblatt (allein der Vorsatztitel vorhanden). Etwas gebräunt und leicht stockfleckig.

Schätzpreis
€ 130   (US$ 148)


Nachverkaufspreis
€ 90   (US$ 102)

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Humboldt, Wilhelm von
Briefe an eine Freundin

Los 605

Humboldt, Wilhelm von. Briefe an eine Freundin. 3. Auflage. 2 Teile in 2 Bänden. XXIV, 1 Bl., 381 S.; XXII, 1 Bl., 312 S. Mit Faksimile. 20,5 x 12,5 cm. Rote Leinenbände d. Z. mit reicher Deckel- und RVergoldung sowie KGoldschnitt. Leipzig, Brockhaus, 1849.

Goedeke XIV, 541. – Die an die "Freundin" Charlotte Diede gerichteten Briefe stammen aus der Zeit von 1814-1835. "Glauben Sie mir, liebe Charlotte - Sie werden mir diese vertrauliche Benennung nicht übel deuten, da ja nur Sie und ich unsre Briefe lesen - , der Mensch traut nie dem Menschen genug" (Seite 1). – Fl. Vorsätze mit gelöschtem Stempel. Sehr schönes und dekorativ gebundenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 100   (US$ 113)


Nachverkaufspreis
€ 70   (US$ 79)

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Hutten, Ulrich von
Epistolarum obscurorum virorum

Los 606

Hutten, Ulrich von. Epistolarum obscurorum virorum, ad M. Ortuinum Gratium. Accesserunt hac editione multa magistralia interlocutoria. 381, 143 S. 16 x 10 cm. Marmorierter Pappband des späten 18. Jahrhunderts (etwas berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Frankfurt, o. Dr., 1624.

Bömer 15. Graesse II, 490. Ebert 6838. – Erste Ausgabe der Dunkelmännerbriefe mit den drei satirischen Appendices Conciliabulum theologistarum, De generibus ebriosorum und De fide meretricum, die Trunksucht, Prostitution und das Konkubinat behandeln. – Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 220   (US$ 250)

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Hutten, Ulrich von
Epistolae obscurorum virorum

Los 607

Hutten, Ulrich von. Epistolae obscurorum virorum ad M. Ortuinum Gratium. Nova & accurata editio. 620 S. 14 x 8 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, mit hs. RTitel). Frankfurt, o. Dr. (d. i. Leiden, Elzevier), 1643.

Bömer 16. Graesse II, 490. Ebert 6839. – Handlicher Elzevierdruck, "saubere Ausgabe" (Ebert), wörtlicher Nachdruck der Ausgabe Frankfurt 1624, erweitert um die Prognostica. – Etwas fleckig, einige Blatt mit kleinem Wasserrand, etwas ausgebundenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 285)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 205)

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Iris Vierteljahresschrift für Frauenzimmer
Herausgegeben von Johann Georg Jacobi und Wilhe...

Los 609

Iris. (Vierteljahresschrift für Frauenzimmer. Herausgegeben von Johann Georg Jacobi und Wilhelm Heinse). 8 Teile in 7 Bänden. Mit 2 gefalteten Musikbeilagen. 17 x 10,5 cm. Leder d. Z. (6; gering fleckig und berieben, Kapitale teils restauriert, Rückenbezug von Band I stellenweise angeplatzt) mit reicher floraler RVergoldung, goldgeprägtem RSchld und Deckelfilete bzw. moderner Lederband im Stil d. Z. mit ähnlicher RVergoldung. Düsseldorf, o. Dr. bzw. Berlin, Haude und Spener, 1774-1777.

Goedeke IV/1, 670, 40. Hagen 535 und 546. Diesch 1042. Kirchner 6478. – Erste Ausgabe der speziell an das weibliche Lesepublikum gerichteteten Zeitschrift. Enthält zahlreiche Erstdrucke von Goethe, darunter sein Singspiel Erwin und Elmire sowie etwa ein Dutzend Gedichte (z. B. Kleine Blumen, kleine Blätter, Mayfest, Der neue Amadis, An Belinden, Neue Liebe, Rettung und Im Herbst 1775). Des Weiteren mit Beiträgen der beiden Herausgeber, Friedrich Heinrich Jacobi, Lenz, Sophie von Laroche, Anna Louisa Karsch u. a. – Teils etwas fleckig, die in Berlin erschienenen Bände V bis VIII auf weniger gutem Papier leicht gebräunt. In Band II fehlen wie oft (vgl. Hagen, Goethe 535) die Notenbeilagen zu "Erwin und Elmire" und "An Belinde", beide Blatt sind in Kopie auf altem Papier eingebunden. Enthalten ist dagegen ein mehrfach gefaltetes Notenkupfer "Arie aus Erwin und Elmire" (bei Hagen nicht erwähnt). Mit dem Blatt "An den Buchbinder" in Band V. Bände I bis VI mit zeitgenössischem Besitzeintrag auf dem Titel, Band VII mit Dublettenstempel der Königlichen Bibliothek Berlin. Alle Bände mit montiertem Exlibris.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.140)

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Jean Paul
Sämmtliche Werke

Los 610

Jean Paul. Sämmtliche Werke. 32 (statt 33) Bände. Mit gestochenem Porträt von E. Eichens nach E. Förster und einigen Textholzschnitten. 17,5 x 12 cm. Türkisgrüne Pappbände d. Z. (nur gering berieben, Ecken und Kapitale leicht bestoßen) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild (diese verblasst). Berlin, Georg Reimer, 1840-1842.

Goedeke V, 466, 38. Berend-Krogoll 169b. – Zweiter Druck der von Ernst Förster und Richard Otto Spazier besorgten ersten Gesamtausgabe. – Es fehlt Band XXXI (z. Zt. via Internet erhältlich). Innen sehr schönes und sauberes Exemplar. Dekorative Reihe.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 91)

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