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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 112, Di., 16. Okt., 15.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Herwegh, Georg
Gedichte eines Lebendigen

Los 2162

(Herwegh, Georg). Gedichte eines Lebendigen. Mit einer Dedikation an den Verstorbenen. 2 Bände. 200 S.; 2 Bl., 171 S. 23,5 x 16 cm. OBroschuren (minimal fleckig und leicht knickspurig). Zürich und Winterthur, Literarisches Comptoir, 1841-1843.

Kosch VII, 1034. Borst 1985. – Mischexemplar (Band I in zweiter, Band II in erster Auflage). Das bekannteste Werk Herweghs, das ihn auf einen Schlag berühmt machte und zum führenden Vertreter der revolutionären Freiheitsdichtung des Vormärz werden ließ. Die im Schweizer Exil entstandenen Gedichte erschienen im eigens für diese Publikation von Julius Fröbel mit Hilfe des Burschenschaftlers Follen gegründeten "Literarischen Comptoir", dem neben "Belle-Vue" bedeutendsten deutschen Emigrantenverlag in der Schweiz und wichtigem Zufluchtsort für zensurbedrohte Autoren. Das Widmungsgedicht in Band I richtet sich an Fürst Pückler-Muskau, der seltene Band II - der erst nach Herweghs Triumphreise durch Deutschland erschien - enthält das berühmte Entgegnungsgedicht Die Partei. An Ferdinand Freiligrath. – Im Schnitt etwas, sonst nur vereinzelt leicht stockfleckig. Titel verso mit gekröntem Besitzstempel. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar in der seltenen Verlagsbroschur, unbeschnitten und breitrandig. Der Druck auf besserem, vélinartigem Papier.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Nachverkaufspreis
€ 350   (US$ 398)

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Herwegh, Georg
Gedichte eines Lebendigen

Los 2163

(Herwegh, Georg). Gedichte eines Lebendigen. Mit einer Dedikation an den Verstorbenen. Band I (von 2). 200 S. 21,5 x 15 cm. HLeinen d. Z. (etwas stärker berieben, Ecken bestoßen, Rücken am oberen Kapital eingerissen). Zürich und Winterthur, Literarisches Comptoir, 1841.

Kosch VII, 1034. Borst 1985. – Erste Ausgabe des ersten Teils. Das bekannteste Werk Herweghs, das ihn auf einen Schlag berühmt machte und zum führenden Vertreter der revolutionären Freiheitsdichtung des Vormärz werden ließ. Die im Schweizer Exil entstandenen Gedichte erschienen im eigens für diese Publikation von Julius Fröbel mit Hilfe des Burschenschaftlers Follen gegründeten "Literarischen Comptoir", dem neben "Belle-Vue" bedeutendsten deutschen Emigrantenverlag in der Schweiz und wichtigem Zufluchtsort für zensurbedrohte Autoren. Das Widmungsgedicht richtet sich an Fürst Pückler-Muskau. Nach Herweghs Triumphreise durch Deutschland 1843 erschien ein zweiter Teil. – Stockfleckig, Innengelenke schwach bzw. angeplatzt, ohne hinteres fl. Vorsatz, vorderer Vorsatz mit Vortitel gelöst. Leicht angestaubt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)

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Hildebrandt, J. A. K.
Daniel Fuchs der grosse Staatsmann

Los 2164

(Hildebrandt, Johann Andreas Karl). Daniel Fuchs der grosse Staatsmann. Ein satyrisch-komischer Roman aus den Zeiten der Regierung des unvergeßlichen Königs Hieronymus. 255 S. 15,5 x 10,5 cm. Moderner Lederband mit RSchild. "Cölln bei Peter Hammer, dem jüngern" (d. i. Quedlinburg, Gottfried Basse), 1815.

Goedeke VI, 402, 9. Walter 316. Holzmann-Bohatta II, 4370. ADB XII, 405. – Erste Ausgabe des komischen Romans aus der Trivialliteraturfabrik von Gottfried Basse, erschienen unter dem legendären fingierten Impressum von Peter Hammer. Der Halberstädter Romanschriftsteller und Vielschreiber Johann Andreas Christoph Hildebrandt (1763-1846) veröffentlichte mehr als 100 teils historische Romane sowie zahlreiche Ritter- und Schauergeschichten, die fast ausschließlich bei Basse erschienen. Daniel Fuchs gehört zu den frühesten Publikationen, "die seiner fruchtbaren Phantasie ihr Eintagsleben verdanken" (ADB). – Etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)

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Hippel, Theodor Gottlieb von
Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber

Los 2165

(Hippel, Theodor Gottlieb von). Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber. 429 S. Mit gestochenem Titel mit Vignette. 16 x 10,5 cm. HLeder d. Z. (etwas fleckig, berieben und bestoßen, oberes Kapital leicht eingerissen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Berlin, Christian Friedrich Voss, 1792.

VD18 11056096. Goedeke IV/1, 688, 16. Schulte-Strathaus 21. Hayn-Gotendorf III, 271. Holzmann-Bohatta IV, 6746. – Erste Ausgabe der berühmten Schrift zur Emanzipation der Frau und zur gesellschaftlichen und rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter. Hippel setzt hier die Ideen fort, wie er sie schon in seinem bekannten Werk Über die Ehe (1774) gegen das patriarchalische Ehewesen formuliert hatte. Bemerkenswert ist Hippels abschließende Folgerung, dass die Männer, indem sie die Frauen unterdrückten, selber mehr verlieren als die unterdrückten Frauen. – Vereinzelte Stockflecken. Insgesamt sauberes und wohlerhaltenes Exemplar auf etwas bläulichem Bütten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)

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Hölderlin, Friedrich
Hyperion oder der Eremit in Griechenland

Los 2166

"So dacht' ich. Nächstens mehr."
Hölderlin, Friedrich. Hyperion oder der Eremit in Griechenland. Zweyte Auflage. 2 Teile in 1 Band. 160 S.; 124 S. 15,5 x 10 cm. HLeinen des späten 19. Jahrhunderts (berieben und etwas bestoßen, ohne Rücken). Stuttgart und Tübingen, Johann Georg Cotta, 1822.

Goedeke V, 471, 1. Seebaß 13. Fischer II, 1364. – Die seltene zweite Ausgabe des Briefromans, den Hölderlin mit den wohl berühmtesten Widmungsworten der deutschen Literatur "Wem sonst als Dir" Susette Gontard, seiner "Diotima", zugeeignet hatte. Erste Entwürfe für den Hyperion datieren auf das Jahr 1792, 1794 erschien dann das Fragment von Hyperion in Schillers Neue(r) Thalia. Ein Jahr später empfiehlt Schiller seinem Verleger Cotta den Hyperion zum Druck, und dieser gibt eine Zusage ohne auch nur eine Zeile von dem im Entstehen begriffenen Werk zu kennen. Die erste Ausgabe erschien daraufhin 1797 und 1799. Jahrzehnte später kommt es zu dieser Nachauflage, nun in Fraktur gedruckt und nicht in der ursprünglichen Antiqua. Projektiert war diese Neuauflage zusammen mit der Ausgabe der Gedichte, die dann erst 1826 herauskam (vgl. Fischer). Die Druckvorlage des Hyperion wurde vom Dichter der Undine, Friedrich de la Motte Fouqué, redigiert. Wilhelm Waiblinger, der am 6. August 1822 von Uhland den Band zum Lesen bekommen hatte, schrieb bereits einen Tag später in sein Tagebuch: "Hölderlin schüttelt mich. Ich finde eine unendli(ch) reiche Nahrung in ihm. Er schließt meinen ganzen Busen auf (...)." Und zwei Tage später: "Der Hyperion verdient die Unsterblichkeit so gut als Werther, und besser als die Messiade (...)" (zitiert nach: Hölderlin. Marbacher Katalog 33, Nr. 125). Unser Exemplar mit einem Stempel "Museum Tübingen" aus dem späten 19. Jahrhundert auf dem Titelblatt. Der hintere fliegende Vorsatz mit Leihvermerken (jeweils Lesernummer und Datum). Damit lässt sich die Ausleihfrequenz des Buches veranschaulichen: zwischen dem 13.2.(18)90 und dem 12.8.(19)08 wurde der Hyperion zwanzigmal ausgegeben. – Gebrauchsspuren, gebräunt, teils etwas braun- und fingerfleckig. Sieben Blatt am Anfang mit alt hinterlegten Randläsuren (außen und im Bundsteg), hin und wieder Anstreichungen von alter Hand (in Tinte und Bleistift). Vorderer fl. Vorsatz mit alter Nummernsignatur. Insgesamt ordentliches Exemplar mit beziehungsreicher Provenienz.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)

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Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich
Deutsche Lieder aus der Schweiz (+ 2 Beigaben)

Los 2168

Hoffmann von Fallersleben, A. H. Deutsche Lieder aus der Schweiz. 264 S. 14,5 x 10 cm. Bibliophiler moderner HLederband im Stil d. Z. mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Zürich und Winterthur, Literarisches Comptoir, 1842.

Goedeke XIII, 365, 39. Wagner 85. Borst 2073. – Erste Ausgabe dieser 119 kraftvollen, durchweg politischen Lieder und Gedichte mit scharf antimonarchistischer Tendenz. Auf Seite 16 Das Lied der Deutschen, das hier erstmals seit dem Erstdruck von 1841 in einer Sammlung erscheint. – Stellenweise etwas stärker stockfleckig, Titel mit hs. Zusatz des Verfassernamens. Dekorativ gebundenes Exemplar aus der Sammlung des Kölner Großindustriellen Otto Wolff (1881-1940), mit entsprechendem Besitzstempel auf dem hinteren Innenspiegel. Wolff vermachte seine rund 10.000 Bände umfassende Bibliothek mit dem Herzstück deutsche und französische Revolutionsgeschichte 1789, 1830 und 1848 nach seinem Tod der USB Köln. – Dabei: Derselbe. Drei deutsche Sommerlieder. 8 S. Doppelt gefalzter, unaufgeschnittener Bogen. Ohne Einband. Mannheim 1849. - Goedeke XIII, 366, 58. - Erste Ausgabe. - Tadellos. - Derselbe. Deutsche Salonlieder. 64 (statt 66) S. Ohne Einband. Zürich und Winterthur, Literarisches Comptoir, 1845. - Goedeke XIII, 365, 43. - Erste Ausgabe. - Stockfleckig und lädiert.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich
Gedichte + Unpolitische Lieder

Los 2169

Hoffmann von Fallersleben, A. H. Gedichte. 203 S. Mit gestochenem Titel. 18 x 10,5 cm. Illustrierte OBroschur (etwas fleckig und berieben, Rücken und Vorderumschlag mit Fehlstellen). Breslau, J. D. Gruson, 1827.

Goedeke XIII, 360, 13. – Erste Ausgabe seiner frühen Gedichtsammung. – Stockfleckig und schwach wasserrandig. Exemplar in der lithographischen Verlagsbroschur. – Dabei: Derselbe. Unpolitische Lieder. 2 Bände. 16,5 x 10 cm. Schlichte Pappbände (Gebrauchsspuren). Hamburg, Hoffmann und Campe, 1840-1841. - Goedeke XIII, 363, 35. - Erste Ausgabe der nur dem Titel nach unpolitischen Lieder: die Gedichte gehören vielmehr zum Besten, was an politischer Lyrik im Vormärz erschienen ist. - Gebräunt und stockfleckig, mit Exlibris.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)

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Jean Paul
Flegeljahre

Los 2173

Jean Paul. Flegeljahre. 4 Teile in 2 Bänden. 16 x 10 cm. Marmorierte Pappbände d. Z. (berieben, Gelenke von Band I angeplatzt) mit goldgeprägtem RSchild im Stil d. Z. 16,5 x 10,5 cm. Tübingen, Johann Georg Cotta, 1804-1805.

Goedeke V, 465, 20. Berend-Krogoll 17a. – Erste Ausgabe. "Die einzige Originalausgabe, die den Namen Richter auf dem Titel trägt!" (Berend-Krogoll). Das Druckfehlerverzeichnis zu Teil I ist diesem Exemplar an den Schluss von Teil III gebunden. – Titel von Teil I und III mit hinterlegtem Blattausschnitt. Leicht fleckig, im oberen Rand mit zumeist schmalerem Wasserrand. Schnitt von Band I mit Tintenflecken.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 273)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 182)

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Jean Paul
Titan [und:] Komischer Anhang zum Titan

Los 2174

Aus dem Besitz von Franz Grillparzer
Jean Paul. Titan [und:] Komischer Anhang zum Titan. 6 Teile in 5 Bänden. Mit 4 gestochenen Titeln. 18 x 11 cm. Etwas späterer grüner Leinenband (Kapitale minimal bestoßen, 1 Rückdeckel etwas fleckig) mit Rückenfilete und goldgeprägtem RTitel. Berlin, Karl Matzdorff, 1800-1803.

Goedeke V, 464, 14. Berend-Krogoll 13a und 14. – Erste Ausgabe, mit den beiden Ergänzungsbänden Komischer Anhang. "Volle zehn Jahre hat ihn das liebste und beste unter seinen Werken beschäftigt" (Kindler). Exemplar aus der Bibliothek von Franz Grillparzer, mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk auf dem fliegenden Vorsatz (datiert 28. März 1858). – Etwas verbundenes Exemplar: Band I ohne das Erratablatt und die drei Blatt Widmung, Band II ebenfalls ohne Erratablatt, dafür mit dem Erratablatt zu Teil II des Komischen Anhangs. Die acht römisch paginierten Seiten "Vorrede" zum Komischen Anhang sind hier dem Band I des Titan vorgebunden, das Druckfehlerverzeichs zu Teil II des Komischen Anhangs ist dem Band II des Titan vorgebunden. In Band IV des Titan sind die Seiten 565 bis 568 irrig an den Anfang geheftet. Seite 61/62 in Teil I vom Komischen Anhang mit geschlossenem Randeinriss, Innenspiegel mit zwei montierten Exlibrisschildchen. Vereinzelte, leichte Stockflecken. Insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)

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Joujou des demoiselles, Le
Nouvelle edition augmentée

Los 2176

Le Joujou des demoiselles. Nouvelle édition augmentée. Gestochener Titel, gestochenes Frontispiz (beide nach Eisen) und 54 (statt 55) Kupfertafeln mit szenischem Kopfstück. 21,5 x 14,5 cm. HLeder d. Z. (berieben und bestoßen). O. O., Dr. u. J. (1752).

Cohen-de Ricci 521f. Vgl. Graesse III, 486. – Zweite Ausgabe der reizend illustrierten, dem Abbé Jouffreau de Lazerie zugeschriebenen Sammlung galanter Gedichte. Die fünf Kupfer am Schluss mit abweichender Nummerierung in der Platte. – Es fehlt Tafel Nr. XVII. Etwas fleckig und stellenweise schwach gebräunt, im unteren Bug mit teils größerem Feuchtigkeitsrand.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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