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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 113, Di., 16. Apr., 14.00 Uhr


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Papierantiquitäten des 18. und 19. Jahrhunderts
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Hauptbild Beschreibung Status
Gay, John
Fables

Los 576

Gay, John. Fables. With a life of the author. XVI, 256 S. Mit gestochenem Titel mit Vignette und 68 Kupfern, zumeist 2 auf einer Tafel. 22 x 14 cm. Chagrinlederband d. Z. (berieben, RKanten beschabt) mit RVergoldung, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Goldschnitt. London, Darton & Harvey, 1793.

Vgl. Graesse III, 38. Brunet II, 1510. Ebert I, 8203. – Spätere Ausgabe der bereits 1727 erstmals erschienenen Fabelsammlung. Der englische Schriftsteller John Gay (1685-1732) verfasste Gedichte, Erzählungen, Romane und Fabeln und wurde vor allem durch seine Beggars Opera berühmt. Bereits 1725 begann er auf Wunsch der Prinzessin Caroline für deren Sohn William August Fabeln zu dichten. Gemeinsam mit Jonathan Swift, Alexander Pope und John Arbuthnot bildete Gay die als "Scriblerus Club" bekannte Gruppe von Tory-Satirikern. – Leicht finger- oder stockfleckig. Die Kupfer in kräftigen Abzügen.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Görres, Joseph
Aphorismen über die Kunst

Los 578

Görres, Joseph. Aphorismen über die Kunst. Als Einleitung zu Aphorismen über Organomie, Physik, Psychologie und Anthropologie. XII, 240 S., 1 Bl. 20 x 13 cm. Moderner marmorierter HLederband im Stil d. Z. mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. Koblenz, Lassaulx, (1802).

Goedeke VI, 204, 5. – Seltene erste Ausgabe von einem der wichtigsten philosophischen Werke des jungen Görres, erschienen im Verlag seines Schwagers Lassaulx. Wie aus einem Hinweis zur Titelauflage von 1804 hervorgeht, hatten "ungünstige Umstände" den Vertrieb des Buches "fast völlig verhindert". Nach der Ernüchterung in Folge seines Besuchs in Paris 1799 im Auftrag der Republikaner des Rhein-Mosel-Departements sind die Aphorismen über die Kunst der erste gedruckte Beleg für Görres' Abkehr von der Idee der politischen Revolution hin zu der Gedankenwelt der Romantiker, "die ihm die von der Französischen Revolution uneingelöst gebliebene geistige und moralische Erneuerung verheißen“ (K.Günzel, Die deutschen Romantiker, S.99) schien. – Titel etwas fleckig und mit Namenszug im untern Rand, Buchblock hinter Seite vier leicht angeplatzt, stellenweise mit Feuchtigkeitsrand. Druck auf unterschiedlichem, teils bräunlichem, teils bläulichem Papier.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 285)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 205)


Goethe, Johann Wolfgang von
Taschenbuch auf das Jahr 1804

Los 584

Goethe, (Johann Wolfgang von). Taschenbuch auf das Jahr 1804. 1 Bl., 224 S., 8 Bl. (Anzeigen). 12,5 x 9,5 cm. Roter Chagrinlederband d. Z. (gering fleckig und berieben) mit Goldschnitt. Tübingen, Johann Georg Cotta, (1803).

Goedeke IV/3, 365, 118. Hagen 290. Hirzel A 250. Kippenberg I, 381. Speck 2058. Brieger 697. Köhring 106. Lanckoronska-Rümann 53. Fischer, Cotta 430. – Erste Ausgabe. Enthält den Erstdruck seiner Tragödie Die natürliche Tochter, die für Goethes Versuch steht, Ursachen und Folgen der Französischen Revolution zu verarbeiten. "Die kunstvolle Ordnung der Dichtung erscheint als der äußerst angestrengte, gleichsam statuarische Gegenentwurf zum 'Chaos' der Revolution" (KNLL). "Mit seiner schmucklosen, doch typographisch würdigen Ausstattung bildet dies Bändchen ein edles Dokument klassizistischer Buchkultur" (L.-R.). – Nur die Verlagsanzeigen papierbedingt etwas stockfleckig. Schönes und sauberes Exemplar, auf besserem Papier und in Leder gebunden.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 273)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 182)


Gottsched, Johann Christoph
Die Deutsche Schaubühne

Los 589

Gottsched, Johann Christoph (Hrsg.). Die Deutsche Schaubühne, nach den Regeln und Exempeln der Alten. 6 Bände. 17,5 x 11,5 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, Ecken und oberes Kapital von Band V bestoßen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild (mit kleinen Fehlstellen). Leipzig, Bernhard Christoph Breitkopf, 1743-1746.

Goedeke III 359f. Faber du Faur 1774. Jantz 1144. – Mischauflage (Bände IV bis VI in erster, Bände I bis III in neuer verbesserter Auflage) der für die Entwicklung des Theaters und der dramatischen Dichtung in Deutschland epochalen Schrift. "Gottsched hatte es sich zur Aufgabe gemacht, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum Teil recht verwahrloste deutsche Theater zu reformieren. Er kämpfte mit großer Energie gegen die schwülstigen und blutrünstigen 'Tragödien' und primitiv zotigen 'Komödien', die damals von fast allen Schauspieltruppen aufgeführt wurden. Diese literarisch völlig wertlosen Stücke zurückzudrängen war zunächst nur mit Hilfe von Übersetzungen möglich" (KNLL VI, 725). – Etwas gebräunt und braun- oder stockfleckig, fl. Vorsatz mit Besitzeintrag des Berliner Germanisten Erich Schmidt (1853-1913).

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Nachverkaufspreis
€ 350   (US$ 398)


Guarini, Battista
Des sinnreichen Ritters Baptistæ Guarini Pastor...

Los 592

Guarini, Battista. Pastor Fido, Oder: Trauer- und Lust-Spiel der getreue Schäfer genannt, von ihme weyland zu Bedienung des Hochfürstlichen Beylagers in Welscher Sprache auf den Schau-Platz gebacht; Itzo aber auf vielfältigs Ansinnen guter Freunde in zerstreueten Reimen, Deutsch übersetzet (von Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau). 6 Bl., 170 (recte: 180) S. 17,5 x 10,5 cm. Leder d. Z. (vorderes Gelenk etwas beschabt) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel. O. O. u. Dr. 1678.

Goedeke III 269, 3. Dünnhaupt 22.1. Faber du Faur 1280a: "A very poetic, extremely artistic translation in free rhymed verse." – Einziger Einzeldruck der Hoffmannschen Übertragung, der ebenfalls 1678 in Wolfenbüttel erschienene Druck enthält das Szenar zur Opernfassung und bringt nur Textauszüge (vgl. Dünnhaupt). Die seltenste der vier Übersetzungen ins Deutsche im 17. Jahrhundert gilt zugleich als die beste des 1589 zuerst veröffentlichten, für die Entstehung der italienischen Oper wegweisenden Erfolgsstücks. Hoffmann von Hoffmannswaldau "hat seine Vorlage vor allem durch eine reichere Metaphorik in oft verschlüsselter Form und mit eingebauten Wortschöpfungen übertroffen; er verstärkte und steigerte Guarinis Verse, intensivierte das pointierte Sprechen, baute im besonderen die Affektwirkung aus und paßte so seine Übersetzung den neuen Stiltendenzen an" (L. Noack, C. H. v. H. Leben und Werk, Tübingen 1999, S. 247). Die Übersetzung entstand bereits um 1652, der einzige autorisierte Abdruck erschien unter dem Titel Der Getreue Schäffer in der Sammelausgabe 1679ff. Kein Nachweis im JAP seit 1950. – Etwas stärker gebräunt, vereinzelt etwas stockfleckig, fl. Vorsatz mit hs. Eintrag.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)


Heine, Heinrich
Der Doktor Faust

Los 598

Heine, Heinrich. Der Doktor Faust. Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst. 106 S., 1 Bl. 19 x 12 cm. Illustrierte OBroschur (etwas fleckig und mit kleinen Randknicken) in privater HLeinen-Mappe. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1851.

Goedeke VIII, 561, 88. Wilhelm-Galley I, 430. – Zweiter Druck, erschien im Jahr der Erstauflage. Heines Faust-Dichtung hält sich ganz bewusst an die mittelalterliche Überlieferung des Stoffes. – Leichte Stockflecken, Block mittig angeplatzt. Unbeschnittenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 91)


Heine, Heinrich
Französische Zustände

Los 599

Heine, Heinrich. Französische Zustände. XXVI, 1 Bl., 408 S. 16 x 10,5 cm. Marmorierter HLederband d. Z. (etwas berieben) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RTitel sowie dem Besitzernamen "Jette". Hamburg, Hoffmann und Campe, 1833.

Goedeke VIII, 557, 41. Wilhelm-Galley I, 581. Houben I, 395f. – Erste Buchausgabe von Heines erstem rein politischem Werk. Heine veröffentlichte in der von Cotta herausgebenen Augsburger Allgemeinen Zeitung seine Berichte über das kulturelle und politische Leben in Paris - mit provokanten Ausfällen gegen die Politik Louis Philippes, aber auch gegen deutsche Verhältnisse. Diese Berichte erschienen 1832 in 47 Fortsetzungen. Auf Intervention Metternichs wurde das weitere Erscheinen dieser Artikelserie verboten. Dies veranlasste den Dichter, sein Manuskript - mit einer fulminanten Vorrede versehen - im liberalen Hamburg als Buch unter dem Titel Französische Zustände herauszubringen. Freilich ließ die Zensur auch dort die Vorrede nur in der vorliegenden, von Streichungen verstümmelten Form passieren. Die Zensoren waren sich sicher, daß dieses Buch "zu den verwerflichsten gehöre, welche wir jemals zu prüfen veranlaßt worden sind" (Houben, ausführlich zur Editionsgeschichte). – Etwas gebräunt und braunfleckig, sonst wohlerhalten und dekorativ gebunden.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Heine, Heinrich
Reisebilder

Los 600

Heine, Heinrich. Reisebilder. Verschiedene Auflagen. 4 in 3 Bänden. 16 x 10 cm. Etwas spätere HLederbände mit ornamentaler RVergoldung Hamburg, Hoffmann und Campe, 1834-1843.

Goedeke VIII, 557, 38. Wilhelm-Galley I, 550. – Bände I und II in dritter Auflage, Bände III und IV (Nachträge) in zweiter Auflage. Heine selbst erlebte das Meer zum ersten Mal in den Jahren 1827 und 1828 auf Reisen nach England und Italien. Seine Eindrücke schilderte er in weiteren Reisebildern, die er zwischen 1826 und 1831 veröffentlichte. Dazu gehören z. B. der Zyklus Nordsee und die Werke Die Bäder von Lucca und Ideen. Das Buch Le Grand, letzteres ein Bekenntnis zu Napoléon und den Errungenschaften der Französischen Revolution. In dieser Zeit wurde Heine allmählich als großes literarisches Talent wahrgenommen. Seit Anfang der 1830er Jahre verbreitete sich sein Ruhm in Deutschland und Europa. – Fl. Vorsatz und Vortitel jeweils alt gestempelt, ansonsten wohlerhalten und dekorativ.

Schätzpreis
€ 220   (US$ 250)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)


Heine, Heinrich
Zur Geschichte der neueren schönen Literatur in...

Los 601

Heine, Heinrich. Zur Geschichte der neueren schönen Literatur in Deutschland. 2 Teile in 1 Band. 2 Bl., VI, 144 S.; VIII, 186 S. 16 x 11 cm. Marmorierter Pappband d. Z. (gering berieben) mit schlichter RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Paris und Leipzig, Heideloff und Campe, 1833.

Goedeke VIII, 557, 43. Wilhelm-Galley 443. Meyer 37. Borst 1688. Houben I, 404f. – Erste Ausgabe, erschien in einer Auflage von 1000 Exemplaren. Das Werk, als eine Art Fortsetzung von Madame de Staëls De l'Allemagne gedacht, wurde zuerst als Artikelserie in der Pariser Zeitschrift L'Europe littéraire veröffentlicht. Die Buchausgabe wurde in Deutschland sofort nach Erscheinen verboten. Die zweite Auflage von 1835/36 erschien unter dem Titel Die romantische Schule und wurde von der Zensur so zerpflückt, "daß sich Heine über den Gedankenmord gar nicht beruhigen konnte" (Houben). – Etwas stockfleckig, sonst wohlerhalten und dekorativ gebunden.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)


Müller von Königswinter, W.
Höllenfahrt von Heinrich Heine

Los 602

Heine, Heinrich. - (Müller v. Königswinter, W.). Höllenfahrt von Heinrich Heine. 140 S. 18 x 11 cm. Leinen d. Z. (Rücken etwas gebräunt, Kapitale beschabt) mit Gold- und Blindprägung sowie goldgeprägtem RTitel. (Hannover, Rümpler, 1856).

Goedeke VIII, 539 gg. Wilhelm-Galley II, 3876. Maassen 1756 (irrig Heine zugeschrieben). – Das satirische Gedicht, das für eine literaturhistorische Epochenwende steht - weg von den "Gassenjungentiraden" der verflossenen Zeit, hin zu einem strengeren Kunstverständnis - erschien erstmals 1856 und erlebte im selben Jahr eine zweite Auflage. Zunächst hielt man Heine für den Verfasser, Goedeke korrigierte jedoch recht bald diese etwas arglose Vermutung und wies dem Düsseldorfer Arzt, Erzähler und Parlamentarier in der Paulskirche die Autorschaft zu (zur Einordung siehe Sengle: Biedermeierzeit II, 739). – Ohne das Titelblatt (allein der Vorsatztitel vorhanden). Etwas gebräunt und leicht stockfleckig.

Schätzpreis
€ 130   (US$ 148)


Nachverkaufspreis
€ 90   (US$ 102)



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