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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 112, Di., 16. Okt., 15.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Tyllisch Kloster Gelübde
Typographischer Einblattdruck mit Kupferstich

Los 2232

Liedflugblatt aus dem 30jährigen Krieg
Tyllisch Kloster Gelübde. Typographischer Einblattdruck mit Kupferstich. Ca. 38 x 31 cm. Kupferstich: ca. 10,5 x 17 cm. O. O. u. Dr. (1631).

VD17 1:092239U. Weller, Nr. 776, Paas P-1681 – Erster Druck des sehr seltenen Liedflugblatts, typographisch nicht identisch mit der kurze Zeit später gedruckten Variante VD17 23:675738H (dort "Tillisch" und mit Randleisten sowie ohne Numerierung der Strophen). Die 42 Strophen geben einen fiktiven Dialog zwischen Graf Tilly, oberster Herrführer der katholischen Liga und der kaiserlichen Armee mit Papst Urban VIII. wieder, in welchem der Papst seinen entmutigten Feldherren anspornt, wieder in die Schlacht gegen die Schweden zu ziehen:
"1. Papst. Mein Tilly Ey was denckest du/ Daß du dich so verkehrt/ Und eilest auff das Kloster zu/ Legst ab Schild/ Helm und Schwerdt? 2. Tilly. Was sol ich Armer fechten mehr? Ich förchte meiner Haut. Hinweg ich doch mit Ruhm und Ehr/ Jetzt mir für Stössen grawt."
Der Text spielt auf die Ereignisse an, die unmittelbar auf die verheerende Verwüstung der Stadt Magdeburg durch Tillys Truppen im Mai 1631 stattfanden. Bereits im September 1631 unterlag Tilly in der Schlacht bei Breitenfeld dem Bündnis aus schwedischen und kurfürstlich-sächsischen Truppen. Er selbst wurde dabei verwundet und floh nach Halberstadt, die Reste seines Heeres lösten sich in marodierende Haufen auf. Nicht ohne Spott versucht der Papst seinen geschlagenen Feldherrn wieder für den Kampf zu begeistern, worauf auch die Bildsprache des Kupferstichs anspielt: Tilly tritt dem Papst auf einem Hasen reitend entgegen, dem ein Luchsfell umgehängt ist. Rechts der Papst auf dem Thron, mittig ein Pfaffe mit Schlachtross. Insbesondere während des 30jährigen Krieges sorgten die in hohen Auflagen erschienenen Einblattdrucke für die erste europaweite Medienrevolution, Exemplare der fragilen Drucke haben sich nur in Glücksfällen erhalten. Das Jahr 1631 mit der Zerstörung Magdeburgs als Schlüsselereignis bildet mit rund 630 bekannten Drucken den Höhepunkt der Flugblattproduktion während des 30jährigen Kriegs. – Doppelt gefaltet, die vertikale Falz gerissen (minimale Läsuren). Die horizontale Falz verso teils mit Transparentstreifen hinterlegt. Insgesamt etwas fleckig und gebräunt sowie und mit kleineren Randläsuren.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)

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Wieland, Christoph Martin
Sämmtliche Werke

Los 2238

Wieland, C(hristoph) M(artin). Sämmtliche Werke. 36 (statt 39) Bände und 6 Supplement-Bände, zusammen 42 Bände. 17 x 10,5 cm. Marmorierte Lederbände d. Z. (etwas berieben und bestoßen) mit Rückenfileten, goldgeprägtem RTitel, Deckelfilete sowie Steh- und Innenkantenvergoldung. Leipzig, Georg Joachim Göschen, 1794-(1802).

Goedeke IV/1, 568, 158. Rümann 1264. Günther-Zeilinger 2. Deusch 51a. – Ausgabe letzter Hand und gleichzeitig erste Gesamtausgabe. Erschien in insgesamt vier verschiedenen Drucken zwischen Taschen- und Quartformat, hier in einem Exemplar der Oktav-Ausgabe in zeitgenössischen Ganzlederbänden. – Etwas stockfleckig. Dekorative Reihe.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)

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Wit von Dörring, Ferdinand Johannes
Schilderungen und Begebnisse eines Vielgereiste...

Los 2240

(Wit von Dörring, Ferdinand Johannes). Schilderungen und Begebnisse eines Vielgereisten der ausruht. 3 Teile in 1 Band. 16 x 10,5 cm. HLeder d. Z. (stark berieben und bestoßen). Leipzig, Georg Wigand, 1833.

Hayn-Gotendorf VII, 161 (Anmerkung). Holzmann-Bohatta IV, 1062. – Erste Ausgabe der Erinnerungen des politischen und literarischen Abenteurers, der von den meisten seiner Zeitgenosen, darunter auch Goethe, gemieden wurde. Seine Schilderungen enthalten "viele gröbliche Scandalose" (H.-G.). Eine zweite Auflage erschien 1836. – Titel von Teil I mit gekröntem Besitzstempel. – Durchgehend stockfleckig, stellenweise auch mit kleineren Wasserrändern. Innengelenke schwach, Vorsätze leimschattig.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 91)

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Zenner, Gottfried
Geheime Brieffe

Los 2242

(Zenner, Gottfried). Geheime Brieffe, so zwischen curieusen Personen über notable Sachen der Staats und gelehrten Welt gewechselt worden. 3 Bände mit jeweils 12 Stücken. Mit 36 gestochenen Frontispices (1 doppelblattgroß) und 36 (wiederholten) Titel-Holzschnittvignetten. 17 x 10,5 cm. HPergament d. Z. (etwas berieben, mit hs. RTitel). Freystadt (d. i. Leipzig), Hüllsen, 1701-1705.

Jantz 2784. ADB XLV, 66. Nicht bei Diesch. – Seltene Barockschrift des sächsischen Gelehrten Gottfried Zenner (1656-1721), laut Jantz die Fortführung seiner Aufgefangene[n] Briefe, die von 1699 bis 1700 erschienen. "Much the same mixture as before, though with special emphasis on the Spanish succession and it's worldwide repercussions. Much and varied on America, including the French-invented rumor of the sinking of Jamaica beneath the sea (477-81). A strange kind of sonnet p. 16-17." (Jantz). Jantz kennt nur den ersten Jahrgang 1701. Vorliegend wohl alles Erschienene. – Etwas gebräunt oder braunfleckig, stellenweise mit schwachem Wasserrand, sonst wohlerhalten. Vorsatz mit Exlibris und hs. Eintrag.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)

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Zimmermann, Johann Georg
Ueber die Einsamkeit

Los 2243

Zimmermann, Johann Georg. Ueber die Einsamkeit. 4 Bände. Mit 4 gestochenen Titelvignetten von Geyser nach Mechau. 16 x 10 cm. Pappband d. Z. (Rücken leicht verblasst, leicht bestoßen, gering fleckig, Band III am oberen Kapital mit Feuchtigkeitsfleck). Leipzig, Weidmanns Erben und Reich, 1784-85.

Goedeke IV/1, 482, 7 c. Hayn-Gotendorf VIII, 654. Rümann 1300. Lanckoronska- Oehler II 35. Borst 494. – Erste Ausgabe des Hauptwerks von Johann Georg Zimmermann (1728-1795), einer Mischung von "geistreichen Gedanken, Erinnerungen, Beschreibungen und kräftiger Satire." Das Exemplar enthält im vierten Band die oft fehlenden acht Seiten: "Eine Nachricht, die der Nachdrucker dieses Buches nicht nachdrucken wird." Darin setzt sich Zimmermann in äußerst scharfer Form mit der Tätigkeit der Nachdrucker auseinander, besonders mit Schmieder in Karlsruhe, der das größte Raubdruckunternehmen des 18. Jahrhunderts betrieb. Neben der vorliegenden Normalausgabe erschien eine Luxusausgabe mit einem Portrait und 8 Textvignetten. – Leicht gebräunt und braunfleckig. Buchblock von Band II zu Beginn etwas schwach, das letzte Blatt mit Quetschfalten, der hintere fliegende Vorsatz mit Fehlstellen. Fliegender Vorsatz von Band I mit längeren hs. Ausführungen zur Rezeptionsgeschichte der Schrift.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 273)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 182)

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Genovesi, Antonio
Della diceosina o sia della filosofia

Los 2244a

Genovesi, Antonio. Della diceosina o sia della filosofia del giusto e dell'onesto. 3 Teile in 1 Band. XX, 207 S.; 208 S.; 148 S. Mit gestochenem Portraitfrontispiz. 21 x 13,5 cm. Flexibler Pappband (an den Gelenken etwas abgerieben, vorderes oberes Kapital mit kleinem Einriss, Rücken mit hs. Klebeschild) mit hs. RSchild. Venedig, Fenzo, 1786.

Zweite Ausgabe der erstmals 1777 erschienenen Veröffentlichung. – Gering gebräunt, unbeschnittenes Exemplar. Einstige, widerrufene Schenkung des Gioseffo Pinamonti (1788-1848) und Carlo Annibale Lorenzoni (1842-1912) an die Diozesanbibliothek in Trient, gestempelt "Biblioteca Diocesana Tridentina 'Antonio Rosmini' Trento" und mit deren montierten Schenkungsschildchen auf dem VDeckel sowie dem Stempelvermerk "Donazione revocata".

Schätzpreis
€ 250   (US$ 285)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)

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Krug, Wilhelm Traugott
Fundamentalphilosophie

Los 2256

Krug, Wilhelm Traugott. Fundamentalphilosophie. XX, 314 S., 1 Bl. (Inhalt). 19,5 x 12,5 cm. Marmorierter Halbleinenband d. Z. (etwas berieben, beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Wien, Franz Härter, 1818.

Ziegenfuss I, 692. – Zweite Ausgabe seines zuerst 1803 bei Darnmann in Züllichau erschienenen ersten Hauptwerks, in welchem er sein System eines Transzendentalen Synthetismus, einer transzendentalen Synthese des Seins und Wissens, darlegt. Wilhelm Traugott Krug (1770-1842) war Nachfolger Kants auf dem Lehrstuhl für Philosophie in Königsberg. Im Jahr 1804 heiratete er die adlige Bürgerstochter Wilhemine von Zenge, die zu der Zeit noch "inoffiziell" mit Heinrich von Kleist verlobt war. – Titel mehrfach gestempelt. Etwas braun- und stockfleckig, sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Leibnitz, Gottfried Wilhelm
Theodicee

Los 2257

Leibniz, Gottfried Wilhelm. Theodicee, das ist, Versuch von der Güte Gottes, Freyheit des Menschen, und vom Ursprunge des Bösen, by dieser fünften Ausgabe durchgehend verbessert, auch mit neuen Zusätzen und Anmerkungen vermehret, von Johann Christoph Gottsched. Statt einer Einleitung ist die Fontenellische Lobschrift auf den Herrn von Leibniz von neuem übersetzt. 10 Bl., 908 S., 21 Bl. (Register). Mit gestochener Falttafel. Ohne das gestochene Frontispiz. 19,5 x 12,5 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker berieben, Ecken und Kapitale bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Hannover und Leipzig, Förster, 1763.

Fromm 23816. Vgl. Goedeke III, 361, VI, 34. – Zweite von Gottschedt besorgte Ausgabe, der Erstdruck seiner Edition erschien 1744. Gottsched überarbeitete die ältere Übersetzung von G. Richter aus dem Jahre 1720 und legte dabei großen Wert auf die Präzision des sprachlichen Ausdrucks. Von besonderer Bedeutung sind die "Neueste Zugaben", darunter die durch die bekannte Kupfertafel illustrierte Beschreibung der von Leibniz erfundenen Rechenmaschine. – Es fehlt das Portrait. Mal mehr, mal weniger braunfleckiges Exemplar einer Leihbibliothek mit enstprechender Stempelsignatur auf dem Titel sowie Bibliotheksschildchen auf dem Innenspiegel.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Feller, Joachim Friedrich
Otium Hanoveranum

Los 2258

Leibniz, G. W. - Feller, Joachim Friedrich. Otium Hanoveranum sive miscellanea ex ore & schedis illustris viri Godofr. Guillielmi Leibnitii. Additae sunt coronidis loco epistolae gallicae amoebea Leibnitii & Pelissonii de tolerantia religionum. 14 Bl., 441 S., 11 Bl. Titel in Schwarz und Rot. mit gestochenem Portrait-Frontispiz. 17,5 x 10,5 cm. HLeder des späten 19. Jahrhunderts (etwas berieben und bestoßen, VDeckel lose). Leipzig, Johann Christian Martin, 1718.

Ravier 337. Jöcher II, 555. – Erste Ausgabe. Enthält eine Lebensbeschreibung, Miszellen, Briefe etc. von Leibniz, die Feller 1696 bei seinem Aufenthalt in Hannover sammelte, "allwo ihn derselbe (Leibniz) zum Exzerpieren zu seiner vorhandenen Historia Brunsvicensis brauchte" (Jöcher). – Gleichmäßig schwach gebräunt und mit einigen Annotationen. Titel mit zwei hs. Besitzeinträgen, darunter der des Geraer Diakons Carl Friedrich Uhrlandt (keine Lebensdaten bekannt).

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 130   (US$ 148)

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Mendelssohn, Moses
Philosophische Schriften

Los 2259

Mendelssohn, Moses. Philosophische Schriften. 2 Teile in 1 Band. 268 S., 2 w. Bl.; 167 (recte: 267) S. 16,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (etwas stärker berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Troppau, Joseph Georg Traßler, 1785.

Vgl. Goedeke IV/1, 488, 6. – Spätere Ausgabe. – Etwas gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 60   (US$ 68)


Nachverkaufspreis
€ 40   (US$ 45)

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