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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 115, Mi., 8. Apr., 10.00 Uhr


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Kapitel Papierantiquitäten (Lose 2249 - 2263) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Lehmann, Gottfried Arnold
Der Februar 1814

Los 2249

PAPIERANTIQUITÄTEN
Bonaparte, Napoleon. - Lehmann, Gottfried Arnold. Der Februar 1814. (Einzug der Koalition in Paris). Teilkolorierte Radierung als Vexierbild. 9,2 x 12 cm. Berlin, Selbstverlag, 1814.

Die Radierung zeigt in der Manier eines Vexierbildes die erzwungene Kapitulation Napoleon Bonapartes im Jahr 1814. Diese wird zum einen in dem personifizierten Leopard zum Ausdruck gebracht und zum anderen mit dem im Profil dargestellten Haupt des Kaisers, auf den die Waffen der Allierten gerichtet sind und das horizontal die Vedute von Paris zeigt, verbildlicht. Das Schicksal bzw. die Häme wird zusätzlich durch den Verweis auf Psalm 7 (Verse 15 bis 17) verdeutlicht: "15 Siehe, er hat Böses im Sinn, mit Unheil ist er schwanger und wird Lüge gebären. 16 Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt - und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat. 17 Sein Unheil wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.". – Knapp am Plattenrand beschnitten.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 165)


Zuschlag
€ 380 (US$ 418)


Guckkastenbild
Schloss Hubertusburg

Los 2250

Guckkastenbild. - "Vue de la maison de plaisance et de chasse d'Houbertusbourg". Kolorierter Kupferstich. 31,5 x 43 cm. Unter Glas in zeitgenössischer Holzleiste des 18. Jahrhunderts. 35 x 47,5 cm. Augsburg, um 1750.

Das zwischen Leipzig und Dresden gelegene Schloss Hubertusburg wurde ab 1721 als kurfürstlich-sächsisches Jagdschloss erbaut. Die Besonderheit des vorliegenden Guckkastenbildes liegt darin begründet, dass die Fenster des Schlosses, die der Kavaliers- und Verwaltungstrakte, der Wirtschaftsgebäude sowie der Stallungen und der Reitschulde mit koloriertem Papier hinterlegt wurden. Die Transparenz entfaltet ihre Wirkung sobald das Blatt vor Licht gehalten wird bzw. eine Kerze dahinter aufgestellt wird. Der Betrachter wird durch dieses technisch-stilistische Mittel eingeladen, die Schlossanlage zu entdecken. – Allseitig beschnitten (mit Text und Darstellungsverlust). Verso mit Nadeln am Rahmen befestigt und hs. bezeichnet. Nicht ausgerahmt, daher mit möglichen Randläsuren.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 308)


Zuschlag
€ 200 (US$ 220)


Es leben unser alle Drey
Hebelzugbillet

Los 2251

Hebelzugbillet. - Es leben unser alle Drey, Die freundschaft ich und Du dabey. Kolorierte Radierung in Punktiermanier. 10,1 x 7 cm. Wien, Johann Adamek, um 1810.

Von dem 'befreundeten' Paar ist nur der Mann dargestellt, wie er mit weit geöffnetem Mund das goldenene Sektglas anhebt, um sich genussvoll dem Rausch hinzugeben. Ein Kelch mit Rotwein steht bereits auf dem Tisch dahinter bereit. – Etwas gebräunt, leicht fleckig. Recto mit hs. Besitzvermerk.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 308)


Zuschlag
€ 260 (US$ 286)


Mein kleines Schnäbelchen bringt dir
Hebelzugbillet

Los 2252

Hebelzugbillet. - Mein kleines Schnäbelchen bringt dir, nach Taubenpflicht Wen du es finden kanst hier das _ _ _ _. Kolorierte Radierung in Punktiermanier. 12,5 x 8,5 cm. Um 1840.

Die Betätigung des Hebels lässt aus den Baumwipfeln heraus eine Taube aufsteigen, die in ihrem Schnäbelchen einen Strauß Vergissmeinnicht hält. – Etwas gebräunt und leicht fleckig, stellenweise knitterfaltig. Verso mit Montierungsresten.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 264)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 165)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Uns're Freundschaft gleiche
Hebelzugbillet

Los 2253

Hebelzugbillet. - Uns're Freundschaft gleiche - Dem Wintergrün an einer deutschen Eiche. Kolorierte Radierung. 9,5 x 7,3 cm. Wien, Heinrich Friedrich Müller, um 1830

Neben einem massiven Eichenbaum stehend blickt Amor, der in zart fließende violette Seidengewänder gehüllt ist, den Betrachter an. Dieser erkennt erst nach Betätigung des 'Hebels' die wahre Größe des Baumes und unterhalb eines Astes hält der Amorknabe eine Sonnenblume. Zugleich offenbart sich nun ein von einem Efeukranz umranktes Textfeld, das abermals die Botschaft des Billets als Sinnbild der ewig währenden Freundschaft verdeutlicht. Der Kunst- und Musikalienhändler sowie Verleger Heinrich Friedrich Müller (1779-1848) übernahm die Wiener Hohenleithnersche Kunsthandlung und war mit für die Verbreitung der Kunstbillets in ganz Europa verantwortlich. – Leicht gebräunt. Der bewegliche Ast des Baumes nicht mehr intakt mit dem Faden und Zugmechanismus befestigt. Verso mit Besitzvermerk.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 260 (US$ 286)


Den besten Wunsch spricht mein Gefühl
Am heutigen Jahresfeste

Los 2254

Klappbillet. - "Den besten Wunsch spricht mein Gefühl Am heutigen Jahresfeste, Für Ihre Güte dank' ich still, Empfehle mich auf's Beste.". Malerei auf Seide bzw. Text auf Seide, montiert auf Seidengaze und von 4 (2 goldenen, 2 silbernen) Papierprägedruckrahmen. 8,3 x 10,5 cm. Wien, um 1830.

Die Malerei zeigt ein großes Blumenbouquet, arrangiert aus Rosen, Vergissmeinnicht, einer violettfarbenen Margerite und weiteren vollen Blüten, umgeben von dekorativen Blättern. Unterhalb der Schale liegt ein einzelner Rosenzweig mit zwei noch geschlossenen Knospen, kunstvoll drappiert daneben befindet sich ein rotes Band. – Es fehlt ein kleines Element des silberen Papierprägedruckrahmens (dieser teils leicht angelaufen). Seidengaze mit sehr kleinem Braunfleck.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Aus Hochachtung und Freundschaft
Aus Hochachtung und Freundschaft

Los 2255

Kunstbillet. - "Aus Hochachtung und Freundschaft." Reliefgeprägte kolorierte Collage aus koloriertem und goldenem Papierprägedruck auf Seidengaze mit Rahmen aus goldenem Papierprägedruck. 6,2 x 7,6 cm. Wien, um 1830.

Das Freundschaftsbillet wird geziert von Rosenknospen und Vergissmeinnichtblüten sowie goldenem Blattwerk. – Verso etwas leimschattig, sonst nahezu tadellos.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 170 (US$ 187)


Billet-doux
Glaube, hoffe, liebe

Los 2256

Kunstbillet. - Billet-doux. "Glaube, hoffe, liebe! Hälst Du fest an diesen Dreien, wirst Du Dich nie selbst entzweien, wird Dir nie Dein Himmel trübe." Vielfach aufklappbares Billet. 9 x 12,5 cm bzw. 38,5 x 27 cm (in geöffnetem Zustand). Eingelegt in einen illustrierten vollständig aufklappbaren Briefumschlag (im Rand mit Läsuren und Fehlstellen, "Dieses Brieflein soll werden meiner Liebsten auf Erden. Zu erfragen in dem Haus, wo sie gehet ein und aus. Cito, Cito durch das Land, Franco in meiner Liebsten Hand!"). Wien um 1830.

Das vorliegende Billet-doux übermittelt auf eine sehr raffinierte und besonders charmante Art und Weise eine Liebeserklärung. Die insgesamt acht Ebenen, jeweils mit weiteren aufklappbaren Elementen, offenbaren eine tiefempfunde Zuneigung.
Auf der ersten Ebene erscheinen vier ovale Medaillons, die mit liebevollen Sinnsprüchen geziert sind. Diese sind umgeben von Rocaillen und floralen Ornamenten, die jeweils aufklappbar sind und symbolische Darstellungen wie zwei aufgeflammte und mit einem Band zusammengebundene Herzen zeigen. Die nächste Ebene offenbart vier weitere Szenen mit entflammten oder mit Pfeilen durchschossenen Herzen, unter denen sich jeweils poetische Verse befinden: "O liebe Holde, liebe mich, so wahr, wie ich Dich liebe; Dann nehm' mit Alles das Geschick, dann schwinde Ruhe, Ruhm und Glück! Mit g'nüget Deine Liebe."
Wie eine Art Brief erscheint die dritte Ebene, die auf der Außenseite mit blauen Akanthus-Ornamenten geziert ist und auf den vier Innenseiten einen zusammengehörigen Liebesspruch beinhaltet: "Viele tausend Herzen gibt es in der Welt, aber nur Eines, das mir gefällt." Die darunter zum Vorschein kommenden acht Herzen, in Medaillonform arrangiert, sind auf der Unterseite mit weiteren Liebesavancen ausgestattet. Die nun folgende Ebene zeigt zwei Eichenlaubäste, verbunden mit einer roten Schleife und bezeichnet mit "Ein treues Herz, das muß ich haben, und sollt' ich's aus der Erde graben". Verso erscheint ein den Pfeil spannender Amorknabe mit weiteren Liebesversen.
Auf der gegebüberliegenden Seite treten erneut zwei in Flammen stehende Herzen in Erscheinung, die in geöffnetem Zustand ein Paar zeigen, das sich vorsichtig am Rücken umfasst "Umsonst, daß ich's verhehle. Ich liebe, liebe Dich! Ja ja, von ganzer Seele, fest, treu und inniglich." Wird diese Ebene nach unten geklappt, erscheint ein in einem Eichenlaubnest sitzendes Taubenpaar, das von einem Spruchband umschlossen ist: "Der Freundschaft z. Hochachtung u. Liebe geweiht."
Die letzte Ebene zeigt einen Landmann, der mit dem Umgraben der Böden beschäftigt ist: "Krach, Herz, und brich nicht; Steh fest, und weich' nicht; Trag Leiden und klag' nicht; hab mich lieb und - sag nichts." – Leicht gebräunt und stockfleckig. – Dabei: Klappbillet. "O! So bring' zum Weltenthrone Meinen Wunsch ein Engel dar: - Daß Dich jeder Seegen lohne Theure Mutter! manches Jahr. Lebe mit dem theuren Gatten - Der uns treuer Vater ist, Dessen Tage du versüßt, In des reinsten Glückes Schatten.". Kolorierter Kupferstich, teils in Punktiermanier, Text auf Seide. 8,5 x 10,5 cm. Wien, um 1820-1830. - Mit zeitgenössischen Anmerkungen in Sepia-Tinte.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Zuschlag
€ 300 (US$ 330)


Das Glück bekränz' mit Blumen Dich
Sey immer froh und denk' an mich

Los 2257

Kunstbillet. - "Das Glück bekränz' mit Blumen Dich, Sey immer froh und denk' an mich.". Reliefgeprägte kolorierte Collage mit goldenem Papierprägedruck auf Seidengaze mit Rahmen aus goldenem Papierprägedruck. 6,3 x 7,6 cm. Wien, um 1730.

Wie eine Art Wappen, bekränzt von Rosen, Vergissmeinnicht und Efeu und von zwei goldenen Haselnüssen bekrönt, erscheint das Textfeld, unter dem sich zusätzlich zwei Olivenzweige befinden. – Textfeld mit Abklatsch. Verso etwas leimschattig, Seidengaze minimal stockfleckig, sonst nahezu tadellos.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 300 (US$ 330)


Endletsberger, Johann Joseph
Von Luft und Wonne stets umgeben

Los 2258

Kunstbillet. - Endletsberger, Johann Joseph. "Von Luft und Wonne stets umgeben, Sey hoch beglückt Ihr ganzes Leben." Reliefgeprägte Collage aus koloriertem Papierprägedruck auf Seidengaze mit schmaler Bordüre aus geprägtem Goldpapier in Spitzenrahmen. 6,2 x 8,8 cm. Wien, um 1820-1830.

In der Idylle eines Parks mit Tempelchen, Rosenbüschen und Zypressen, befindet sich auch ein See, auf dem ein Pärchen von zwei Bootsmännern in einem rot-weiß-gesteiften Kahn gepaddelt wird. – Textfeld im unteren Rand beschnitten (Monogramm von Endletsberger "I. E." dadurch zur Hälfte verloren). Seidengaze mit Farbwischer der darunter befindlichen Wasserfläche. Verso mit montiertem Schildchen.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 385)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 275)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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