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Katalog Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. » zur Buchabteilung
Literatur & Buchillustration 17. - 19. Jhdt. Auktion 112, Di., 16. Okt., 15.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Lafontaine, August
Herrmann Lange

Los 2180

Lafontaine, August. Herrmann Lange. 2 Bände. 397 S., 1 w. Bl.; 375 S. Mit Mit 2 Kupfertiteln mit Vignette und 2 gestochenen Frontispices. 17,5 x 11,5 cm. Moderne marmorierte HLeinenbände mit goldgeprägtem RSchild. Berlin, o. Dr., 1800.

Unfirmierter Berliner Druck seines Romans. – Kupfertitel mit Farbstiftsignatur und verso gestempelt. Wohlerhaltenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)



Lessing, Gotthold Ephraim
Emilia Galotti. Ein Trauerspiel

Los 2181

Lessing, Gotthold Ephraim. Emilia Galotti. Ein Trauerspiel in fünf Aufzügen. 152 S. 15,5 x 10 cm. Pappband d. Z. (stärker fleckig und berieben, Ecken und Kanten beschabt). Berlin, Christian Friedrich Voß, 1772.

Goedeke IV/1, 422, 124. Muncker 433b. Seifert 425. Borst 244. – Erster Druck der ersten Einzelausgabe, die mit dem Drucksatz der Trauerspiele erschien. "Eines der ersten politischen Dramen der neueren deutschen Literatur, das die folgende Generation der Stürmer und Dränger beeinflußte, vor allem den jungen Schiller und, wenn auch distanzierter, den jungen Goethe" (KLL X, 308). – Gebräunt und braunfleckig. Beschnittenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)



Lessing, Gotthold Ephraim
Die Erziehung des Menschengeschlechts

Los 2182

Lessing, Gotthold Ephraim. Die Erziehung des Menschengeschlechts. 90 S., 3 w. Bl. 16,5 x 11 cm. HLeder d. Z. (stärker berieben, eine Ecke restauriert) mit RVergoldung und RTitel. Berlin, Christian Friedrich Voß und Sohn, 1780.

Goedeke IV/1, 470, 181. Muncker 462a. Seifert 541. Brieger 1613. KNLL 3228f. – Erste Ausgabe, hier in einem Exemplar der sorgfältiger korrigierten Druckvariante Muncker a. Eines seiner philosophischen Hauptwerke. In den 100 Paragraphen gibt Lessing seinen aufklärerischen Überzeugungen und Hoffnungen Ausdruck. "Nein, sie wird kommen, sie wird gewiss kommen, die Zeit der Vollendung, da der Mensch, je überzeugter sein Verstand einer immer bessern Zukunft sich fühlet, von dieser Zukunft gleichwohl Bewegungsgründe zu seinen Handlungen zu erborgen, nicht nöthig haben wird; da er das Gute thun wird, weil es das Gute ist, nicht weil willkührliche Belohnungen darauf gesetzt sind" (S. 79f.). Lessing bezeichnet sich auf dem Titel nur als Herausgeber, weil er Teile davon zuerst mit den Reimarus-Fragmenten veröffentlicht hatte; erst später wurde seine Autorschaft eindeutig geklärt. – Vorsätze und oberer Rand mit Feuchtigkeitsfleck. Unbeschnittenes Exemplar mit den drei teils noch unaufgeschnittenen Schlussblättern, die bei Muncker nicht erwähnt werden.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Lolivetta, Caspar
Das Teutsche Gespenst

Los 2182a

Lolivetta, Caspar. Das Teutsche Gespenst. 1 Bl., 355 S. Mit gestochenem Frontispiz. 13,5 x 8 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig). Leipzig, Johann Friedrich Gleditsch, 1684.

VD17 39:120549N.Einzige Ausgabe des sehr seltenen Barockromans, in welchem erstmals vier Zaubergeschichten aus der im deutschen Sprachraum
bis dato nicht rezipierten Märchensammlung Giovanni Francesco Straparolas (um 1480 - um 1558) verwoben sind und somit dem deutschen Lesepublikum zugänglich gemacht wurden - wenn auch nicht kenntlich gemacht. Wohl der früheste Vorläufer einer "Gothic Novel" in deutscher Sprache. – Es fehlt das Blatt F2. Etwas braunfleckig, Titel auch etwas fingerfleckig.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)



Lorm, Hieronmyus
Am Kamin

Los 2183

Lorm, Hieronmyus (d. i. Heinrich Landesmann). Am Kamin. Erzählungen. 2 Teile in 1 Band. 44 Bl., 336 S.; 3 Bl., 285 S., 1 w. Bl. 17 x 11,5 cm. Blindgeprägter Leinenband d. Z. (etwas bestoßen, Rücken ausgeblichen) mit Goldprägung. Berlin, Allgemeine deutsche Verlagsanstalt, 1862.

Vgl. Kosch IX, 1676f. – Zweite Auflage der zuerst 1857 ebenda erschienenen Sammlung. Der Wiener und Berliner Schriftsteller Heinrich Landesmann (1821-1902) erblindete im Alter von 60 Jahren, die von ihm entwickelte Handtastsprache, das sogenannte Lormsche Fingeralphabet, wird noch heute angewandt. – Etwas stockfleckig, im äußersten Rand gebräunt. Kein bibliothekarischer Nachweis dieser zweiten Auflage im KVK.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Ludwig, Fürst zu Anhalt-Köthen
Der fruchtbringenden Geselschaft Nahmen, Vorhab...

Los 2184

"Eines der schönsten deutschen Kupferwerke des 17. Jahrhunderts"
(Ludwig, Fürst zu Anhalt-Köthen). Der fruchtbringenden Geselschaft Nahmen, Vorhaben, Gemählde und Wörter: Nach jedes Einnahme ordentlich in Kupfer gestochen, und in achtzeilige Reimgesetze verfasset. 6 Bl. (Titel und Vorstücke) und 400 nn. Bl. Text mit in der Platte numerierten emblematischem Textkupfer sowie 4 (wiederholten) Frontispices von Matthäus Merian. 20 x 16 cm. Pergament d. Z. (fleckig und berieben, unteres Kapital mit geschlossenem Einriss, mit hs. RTitel). Frankfurt, Matthäus Merian, 1646.

VD17 23:283550L. Dünnhaupt IV, S. 2611 Nr 6.6. Goedeke III, 6. Faber du Faur I, 166 und 166a. Jantz I, 1673. Landwehr 402. Praz 342. Wüthrich 22 (mit Verzeichnis der Kupfer). – Letzte und vollständigste Ausgabe. "Endgültige Fassung; enthält wieder den 'Kurtzen Bericht', gefolgt von den Pflanzenkupfern bis Mitgliedsnummer 400 mit den Gesellschaftsreimen in echten Stanzen von Ludwig und Werder" (Dünnhaupt); der Erstdruck erschien 1628 als reine Textausgabe, die erste um die schönen Kupfer erweiterte Fassung folgte 1630 unter neuem Titel. Als botanisches Prachtwerk, künstlerisch hochstehendes Emblembuch und Dokument der deutschen Barockliteratur von gleich hohem Rang, Das Werk enthält (in chronologischer Folge) die vollständige Reihe der bis zum Erscheinungsjahr aufgenommenen Mitglieder mit ihren Sinnbildern, Namen, Wahlsprüchen in Kupferstichwiedergabe des jeweiligen "Gesellschaftsgemäldes". "Neben seiner eminenten historischen Bedeutung ist das Buch eines der schönsten deutschen Kupferwerke des 17. Jahrhunderts" (Karl Wolfskehl in Katalog Manheimer).
Die Sinnbilder, jeweils ein schönes botanisch-emblematisches Kupfer in landschaftlich-architektonischer Kulisse, enthalten jeweils einen beigedruckten Achtzeiler. "Jedes Blatt trägt oben das Losungswort, unten das als Antwort geltende Stichwort, das der Teilnehmer als Übernahme der Gesellschaft trug. Er mußte um das Stichwort selber einen Vers von acht Zeilen schmieden. Dazu hatte er eine Pflanze zu wählen, die das Stichwort symbolhaft vertritt" (Wüthrich).

Die Fruchtbringende Gesellschaft (auch "Palmenorden" genannt nach dem Bild der allseitig verwendbaren Kokospalme) wurde 1617 in Anhalt-Cöthen gegründet. Vorbild war die 1582 in Florenz gestiftete Accademia della Crusca, in die im Jahre 1600 das erste Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft, Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, aufgenommen worden war. Ursprünglich eher ein Unternehmen des Adels, öffnete sich die Fruchtbringende Gesellschaft doch sehr bald auch bürgerlichen Gelehrten und Literaten, die ihr erst zu ihrem Ansehen als einer weithin berühmten und in Literatenkreisen umworbenen Autorität verhalfen. Neben den stets in erdrückender Überzahl eingeschriebenen Adeligen finden sich in den Mitgliederverzeichnissen auch bürgerliche Namen wie Schottel, Birken, Gryphius, Harsdörffer, Logau, Moscherosch, Opitz oder Rist. Wie ihre erlauchten Mitgesellschafter erhielten sie bei ihrer Aufnahme zumeist der Pflanzenwelt entstammende Gesellschaftsnamen, welche die offensichtlich als unproduktiv erachteten Standesunterschiede im persönlichen und brieflichen Verkehr vergessen machen sollten. Nach 1680 ist die Existenz des Ordens nicht mehr bezeugt - wenn auch noch ein Jahrzehnt später Kaspar Stieler sein Wörterbuch unter seinem Gesellschaftsnamen "Der Spate" herausbringen konnte. – Titel, "Kurtzer Bericht" und Kupfertitel im unteren Bug aus der Bindung gelöst sowie mit kleineren Randläsuren. Insgesamt etwas stock- und fingerfleckig, vereinzelt im Rand auch etwas gebräunt. Wenige Blatt am Schluss mit kleinem Wasserfleck im unteren Rand. Kupfer Nr. 1 teils mit Tinte ausgemalt (etwas durchschlagend), Kupfer Nr. 3 mit Randeinriss, wenige Blatt mit Bleistiftgekritzel verso. Die ersten 25 Kupfer mit hs. Aufschlüsselung der Monogramme des jeweiligen Mitglieds.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.919)


Lustiges Post- und Reise-Vademecum
muntern Reisenden gewidmet von Monsieur Heemken...

Los 2185

Lustiges Post- und Reise-Vademecum muntern Reisenden gewidmet von Monsieur Heemkengrypern, gewesenen Kammerdiener des Herrn von Münchausen, und herausgegeben von seinem lachenden Erben. 2 Teile in 1 Band. 68 S.; 1 Bl., IX, 90 S. Mit gestochener Titelvignette und 2 gestochenen Frontispices. 16 x 9,5 cm. Etwas späterer HLederband (berieben und bestoßen). Polkwitz, o. Dr., 1795-1797.

VD18 10704892-004. Nicht bei Holzmann-Bohatta. – Wohl die erste Ausgabe des im niederschlesischen Polkwitz gedruckten Kuriosums, das unter dem nicht aufschlüsselbaren Pseudonym Baldrian Heemkengryper erschien. Zum Zeitvertreib für "muntere Reisende und zufriedene Landbewohner" (Untertitel von Teil II). Ein zweiter, ebenfalls unfirmierter Druck folgte 1795 bis 1797 in Berlin bei Oehmigke.      – Es fehlen in Teil I wohl vier Kupfertafeln, die Anzahl der enthaltenen Kupfer in Teil II konnte für diese Ausgabe nicht ermittelt werden, möglicherweise fehlen auch dort vier Tafeln. Insgesamt etwas gebräunt und finger- oder braunfleckig (Teil II etwas stärker betroffen und mit kleineren Feuchtigkeitsrändern), Titel und ein Textblatt von Teil I gestempelt (Monogramm "PP").

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)



Madden, Richard Robert
Der Muselmann

Los 2186

Madden, R(ichard) R(obert). Der Muselmann. Aus dem Englischen frei übersetzt von L(udwig) von Alvensleben. 3 Teile in 1 Band. 17 x 11 cm. Etwas späterer Leinenband (angestaubt, fleckig) mit montiertem, älterem Rückenbezug. Leipzig, Conrad Adolf Hartleben, 1833.

Wohl die erste deutsche Übersetzung von Maddens orientalischer Abenteuererzählung, die zuerst 1830 in London erschien. – Stärker stock- und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)


Märchen der Münchener Bilderbogen
Folge von 78 Bilderbogen

Los 2187

Märchen der Münchener Bilderbogen. Folge von 78 Bilderbogen mit sehr zahlreichen Farbholzstichen. 44 x 34,5 cm. Farbig illustrierter OHLeinenband (Klammerheftung etwas rostig). München, Braun und Schneider, um 1890.

Aus verschiedenen Auflagen zusammengestellte Verlagssammlung der in den Bilderbogen erschienenen Märchen. – Gelenke gelockert, Vorsätze etwas stockfleckig, Klammerheftung leicht rostig. Sonst sehr frisch und nahezu tadellos.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Milton, John
Paradise Lost.

Los 2188

Erste Folioausgabe
Milton, John. Paradise Lost. A poem in twelve books. The fourth edition. 1 Bl., 343 S. , 3 Bl. Mit Frontispiz-Portrait und 12 Kupfertafeln von R. White und M. Burgess. 37,5 x 23,5 cm. Grünbraunes Halbmaroquin um 1890 (Rücken minimal heller, kaum berieben) mit goldgeprägtem RTitel, Goldfileten, breiten Lederecken und Buntpapier-Deckelbezügen. London, Miles Flesher für Richard Bently, 1688.

Wing M-2146 bzw. M-2154. Pforzheimer 720. ESTC R180604. Hofer, Baroque Book Illustration, 16. Grolier, Wither to Prior 607. Shawcross 345. Coleridge 93b. – Erste Folio-Ausgabe und zugleich die erste illustrierte Ausgabe von John Miltons (1608-1674) berühmtesten Roman, dessen "Erstausgabe in zehn Büchern 1667 erschienen" war, "in der endgültigen Fassung 1674 ... Der Weiträumigkeit des Epos, in dem Milton mit visionärer Kraft versuchte, den gesamten Kosmos abzubilden, und dem tiefen religiösen Ernst, mit dem er das Schicksal des Menschengeschlechts darstellte, verdankte das Werk seine ungeheuere, kaum zu überschätzende Wirkung auf die Zeitgenossen und die Nachwelt".
Die vorliegende vierte Ausgabe ist die erste, die illustriert wurde, eines der ersten großen verlegerischen Unternehmen, die die Finanzierung des aufwendig auf festem, breitrandigen Papier gedruckten Buchs mittels Subskription organisierte. Mit den oft fehlenden drei Blättern Subskribentenverzeichnis am Schluss. Die meisten der prachtvollen Kupfertafeln stammen von John Baptist Medina, wobei vor allem die eindrucksvollen Darstellung Satans, der sein Königreich überblickt, und ebenso die abtrünnigen Engel als besonders lebendig einen ikonographischen Wert erlangten. – Titel und Frontispiz etwas fleckig, mit leichtem Abklatsch. Frontispiz und das letzte Blatt mit einigen Randläsuren, kleinen Einrissen und Fehlstellen, an den Stegen verstärkend hinterlegt, sonst kaum Randläsuren, wenige Tafeln mit hinterlegten Einrissen und teils leichten Randausrissen, überall aber ohne Text- oder Darstellungsverlust, lediglich die drei letzten Blätter mit dem Subskribentenverzeichnis etwas knickspurig, leicht knittrig, nur ein Blatt mit winzigem Löchlein, teils etwas angestaubt und fleckig, wenige Tinten- oder Braunflecke, vereinzelt minimal gewellt. Insgesamt ordentliches, gutes, breitrandiges Exemplar des überaus seltenen Drucks.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.479)



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