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Katalog Handschriften, Alte Drucke » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke Auktion 113, Di., 16. Apr., 16.00 Uhr


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Los 856 Luther, Martin
Passional Christi vnd Antichristi.
Verkauft
856) » größer

(Luther, Martin). Passional Christi und Antichristi. 14 nn. Bl. Mit breiter Holzschnitt-TBordüre und 26 großen Textholzschnitten von Lucas Cranach d. Ä. und Werkstatt. 20,1 x 15 cm. Geheftet mit neuerem Heftstreifen am Rücken. Wittenberg, Johann Rhau-Grunenberg, 1521.

VD16 L 5586. Benzing, Luther, 1016. Muther 1582. Dodgson II, 324, Fairfax Murray 255. Lipperheide Cg 14. Hollstein VI, 66, a-j, k1, l-z. Koepplin-Falk 218. Kind 529 & 529a. – Erste Ausgabe von Martin Luthers Cranach-Passionale, des äußerst seltenen Holzschnittwerkes mit der Gegenüberstellung von Christi Werk und Leiden und den bösen Taten des Papstes als Antichrist. Hier in der dritten Druckvariante.
Der Text ist wahrscheinlich in Zusammenarbeit von Luther und Melanchthon entstanden (vgl. Dommer S. 125). Die großen Holzschnitte werden von Dodgson II, 324, 3 dem Hans Cranach zugeschrieben, stammen aber der neueren Forschung zufolge von Lucas Cranach d. Ä. "Eines der wirksamsten Kampfbilder gegen Rom war die eindrucksvolle Gegenüberstellung von Christus und Papst. Es sind 13 Doppelbilder: der Darstellung aus dem Leben und Leiden des Heilands folgt jeweils ein Gegenbild aus dem weltlichen und pomphaften Leben des Papstes. Die Idee fußt auf einem hussitischem Vorbild, von dem Luther wahrscheinlich durch eine tschechische Bilderhandschrift aus dem Besitz des Kurfürsten (jetzt in der Prager UB) Kenntnis erhielt. Anregung und Plan stammen von Luther, Ausführung von Cranach, Texte von Melanchthon, der sie aus der Bibel und den kanonischen Schriften auswählte, um darzutun, wie wenig die Hlg. Schrift und päpstliches Recht zueinander stimmen". (Zit. nach Gerd Rosen, Slg. Neufforge Nr 58). -
"In dreizehn antithetischen Bilderpaaren, mit kurzen Textbeigaben unter jedem Holzschnitt, wird der Lebenslauf Christi mit dem Leben des Papstes und den Gebräuchen der Kurie kritisch verglichen. Die erste Ausgabe dieser Reformations-Kampfschrift erschien kurz nach dem Wormser Reichstag, wohl noch im Mai 1521. Ausser mehreren deutschen Neuauflagen in diesem Jahr (wie gesagt vier) ist auch eine lateinische Ausgabe (Übersetzung: Benzin 1024) bekannt. Die Kommentare aus der Bibel bzw. den päpstlichen Dekretalen stammen von Philipp Melanchthon und dem Juristen Johann Schwertfeger, das kurze Nachwort vielleicht von Luther selbst" (Kopplin & Falk).

Die Variantenmerkmale des vorliegenden Exemplars (VD16 L 5586. Benzing, Luther, 1016) sind: ohne Signatur auf Blatt B3r, Fehlstelle im Rahmen oben links des Holzschitts auf Blatt B1v, kein stärkerer Riss in B1v (Ausschluss der anderen Drucke Benzing 1014-1017). – Titel mit winziger Rasurstelle, durchgehend etwas fingerfleckig, gleichmäßig gebräunt, mit blassen Wasserrändern aber kaum sonstigen Flecken, wenige Blätter am Rand unwesentlich fransig, insgesamt schönes, vollständiges, wohlerhaltenes und breitrandiges Exemplar.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.169)


Zuschlag
€ 10.000
(US$ 11.299)
(GBP 8.900)
(CHF 11.200)


Los 856 Luther, Martin
Passional Christi vnd Antichristi.
Verkauft

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