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Katalog Handschriften, Alte Drucke, Theologie » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke, Theologie Auktion 111, Di., 17. Apr., 16.00 Uhr


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Los 1008 Clemens III. Papa
Decreta. Fragment einer juristischen Handschrif...
Verkauft
1008) » größer

Clemens III. Papa. Decreta. Fragment einer juristischen Handschrift des Hochmittelalters. Lateinische Handschrift auf Pergament. 1 Blatt. 2 Kolumnen. Gotische Textura. 50 Zeilen. Mit Klammerglosse in Perlschrift. Schriftraum Kolumnen: 19,2 x 10,2 cm. Schriftraum mit Glossen: 22,5 x 20,5 cm. Format: 32,8 x 23,4 cm. Mit 8 roten und blauen 4-zeiligen Initialen und einer großen 14-zeiligen Zierinitiale "P" in Rot und Blau mit Federwerk, Schrift in Braunschwarz und Rot, Rubrizierung. Frankreich um 1270.

Umfangreiches Textfragment einer hochmittelalterlichen Rechtshandschrift in typischer Erscheinung mit dem Text in zwei Kolumnen sowie ausführlichen Klammerglossen in einer winzigen Perlschrift. Texte mit braunschwarzer Tinte in einer regelmäßigen, sehr feinen "Gotica textualis", unterbrochen nur von einigen roten Zeilenfüllern (MN-Stäben) oder blauen Initialen, die in über die Kolumne ausgreifendem Federwerk auslaufen.

Verso beginnt der Text mit dem Incipit "De constitutionibus - Preterea de lege illa vel errore quam cives tuos asseris statuisse" mit der großen Initiale "P" und dem durch wechselnd rote und blaue Versallettern hervorgehobenen Wort "Preterea". Es handelt sich um eine Passage aus den "Decreta" des Papstes Clemens III. (1130-1191) über das Erbrecht und die Praxis der Vererbung von Gütern, die sich mehr als 30 Jahre in Privatbesitz befinden - und dann nicht an die Kirche zurückfallen, sondern im Besitz der Bürger verbleiben: "De constitutionibus - Preterea de lege illa vel errore quam cives tuos asseris statuisse, videlicet, ut si quis teneret per xxx annos possessiones alicujus ecclesiae, nec reddidisset canonem constitutum non ideo caderet ad pensionem possessionis illius, nihil certi tibi pessumus respondere, donec constitutionem illam ab ipsis factam nobis verbo ad verbum expositam studeas destinare".

Der reichhaltige Kommentar liefert dann eine ausführliche Exegese dieser Textstelle, die etwa bei Migne in der Patrologiae Latina abgedruckt ist (vgl. Jacques-Paul Migne, Patrologiae cursus completus seu bibliotheca universalis ... omnium ss. patrum, doctorum scriptorumque ecclesiasticorum, sive latinorum, sive graecorum, Paris 1855, Band CCIV, Sp. 1477ff.). – Recto etwas stärker fleckig und angeschmutzt, berieben und mit Leimflecken sowie einer gezeichneten Siegelmarke des 15. Jahrhunderts und einem Eintrag "de constitutionibus" des 19. Jahrhunderts. Einbandmakulatur verwendet mit ensprechenden Knickspuren, beschnittenen Ecken oben (geringer Textverlust der Glosse), Bereibungen (teils geringer Abrieb des Textes), winzigen Löchlein etc. Die Versoseite sehr viel sauberer und wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 984)


Zuschlag
€ 1.000
(US$ 1.230)
(GBP 880)
(CHF 1.170)


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Verkauft

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