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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Handschriften, Alte Drucke » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke Auktion 114, Di., 15. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Lonicer, Philipp
Insignia sacrae caesareae Maiestatis

Los 1112

(Lonicer, Philipp). Insignia sacrae Caesareae maiestatis, principum electorum, ac aliquot illustrissimarum, illustrium, nobilium, & aliarum familiarum, formis artificiosissimis expressa ... 132 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken, 242 blattgroßen Textholzschnitten überwiegend von Jost Amann und 56 kleineren Wappenholzschnitten. 20 x 15,5 cm. Flexibles Pergament d. Z. (unteres Kapital mit kleiner Fehlstelle, etwas angeschmutzt, gering fleckig; ohne die beiden Bindebänder) mit hs. RTitel. Frankfurt, (Georg Corvinus für Sigmund Feyerabend), 1579.

VD16 L 2468. STC 525. Adams L 1458. Becker 24a. Lipperheide Db 5. New Holstein 157. – Erste lateinische Ausgabe. "Dieses Wappenbuch gehört wegen der interessanten Costüme und der ausgezeichnet dargestellten Wappenbilder, zu den schönsten Werken J. Ammans" (Becker). Die Holzschnitte zeigen mythologische, historische, moralische Darstellungen und Berufe, am Schluss mit leeren Wappenschildern. Die Exemplare des Wappenbuches weisen unterschiedliche Kollationen auf, da sie wohl nach Bedarf der Käufer zusammengestellt wurden. Außer Amman haben u. a. noch C. Stimmer und L. Mayer einige Holzschnitte beigesteuert. Die Berufsdarstellungen zeigen beispielweise den Jurist, Doktor, Jäger, Kaufmann, Schlittenfahrer, Trompeter, Flötist und weitere. – Bindung schwach, wenige Blätter gelöst. Im oberen Bug oft stark feuchtrandig. Stellenweise mit kleinsten Randläsuren, etwas gebräunt. Die Darstellungen meist mit hs. Betitelung in englischer Spracher in Sepiatinte. Vorderer fliegender Vorsatz recto mit montiertem Katalogausschnitt. Das letzte Blatt verso mit Montierungsresten. Mit gestochenem Exlibris des französischen Verwaltungsbeamten und Bibliophilen Nicolas-Joseph Foucault (1643-1721).

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.640)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Ortelius, Abraham
Epitome du theatre du monde

Los 1123

Ortelius, Abraham. Epitome du theatre du monde, auquel se represente, tant parfigures que characteres, la vraye situation, nature, & proprieté de la terre universelle. 8 nn., 94 num., 2 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, 1 Textkupfer und 94 (2 ankolorierten) Kupferstichkarten. 10,5 x 16 cm. Flexibles Pergament d. Z. (etwas gewellt, leicht fleckig, ohne die beiden Bindebänder) mit hs. RTitel. Antwerpen, C. Plantin für P. Galle, 1588.

Van der Krogt 332:01. Vgl. STC 346. – Erste französische Ausgabe von Ortelius Taschenatlas mit einer Weltkarte, vier Erdteilkarten, 62 Europakarten und sechzehn Karten von Deutschland mit Österreich und Böhmen sowie 7 Asien- und 4 Afrika-Karten. "A new series of pocket-size atlases was begun by Filips Galle in 1588 ... The first printing of the 1588/90 edition has 94 maps, 76 of which are from the first series. In consecutive issues of the 1588/90 edition 13 other maps were replaced with newly engraved ones" (Van der Krogt). – Titel mit mehreren gestrichenen hs. Besitzvermerken. Stellenweise etwas feuchtrandig, teils mit nachgedunkeltem Feuchtigkeitsfleck, leicht gebräunt, Blatt 52 verso mit größerem Tintenfleck, Blatt 65 mit Einriss im oberen Rand (bis in die Darstellung). Ohne den vorderen fliegenden Vorsatz.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 4.950)


Nachverkaufspreis
€ 3.500   (US$ 3.850)


Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Epistolarum libri X.

Los 1133

Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Epistolarum libri X. ad exemplar manuscriptum Rodolphi Agricolae diligentissime recogniti ... Accesserunt Suetonij Tranquilli liber de claris grammaticis et rhetoribus. Item Iulij Obsequentis prodigiorum liber. 12 Bl., 562 S., 19 Bl. 15,5 x 10 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig, Rücken gekalkt und mit hs. Titel und Signatur; ohne die Schließbänder). Basel, Andreas Cratander, 1530.

VD16 P 3486. Schweiger 804. – Dritter Basler Cratander-Druck der Plinius-Briefe, herausgegeben von dem Tauberbischofsheimer Humanisten und Rechtsgelehrten Johannes Sichard (1499-1552), der lange Zeit u. a. als Rektor an der Universität Tübingen wirkte und zum einflussreichsten Juristen des württembergischen Herzogs wurde. Die beiden vorherigen Basler Ausgaben erschienen 1521 und 1526, jeweils auf Textgrundlage des Aldinendrucks von 1508. Zu den bedeutendsten Inhalten der Sammlung zählen die Schilderung des Vesuvausbruchs im Jahr 79 und der Briefwechsel mit Trajan über den Umgang mit den Christen. Ferner enthalten sind Suetons De claris grammaticis et rhetoribus und Julius Obsequens Buch der Vorzeichen. – Anfangs mit Braunfleck im Bug, stellenweise mit schwachem Wasserrand, die beiden Schlussblätter im unteren Rand hinterlegt. Exemplar aus dem Besitz des Jesuitenkollegs Burghausen, mit entsprechendem Eintrag auf dem Titel.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 198)


Plinius Caecilius Secundus, Gaius
Secundi historaiae mundi libri XXXVII

Los 1134

Plinius Caecilius Secundus, Gaius. Historiae mundi libri XXXVII. 2 Teile in 1 Band. 18 Bl., 679 S., 36 Bl.; 94 Bl. (le. w.). Mit zwei wdhl. Holzschnitt-Druckermarken und einigen figürlichen Metallschnitt-Initialen. Pergament des 18. Jahrhunderts (minimal geworfen, etwas bestoßen, wenige Flecke und zwei kleine Fehlstellen im RDeckel) mit blindgeprägtem RSchild. Lyon, Barbier für Vincentius, 1563.

Adams P 1577. Baudrier V, 263. – Späterer Nachdruck der zuerst 1510 erschienenen Ausgabe. Der "Index copiosissimus" mit eigenem Titelblatt. – Titelblatt geknickt und mit Feuchtflecken an den Rändern. Die ersten Lagen ebenfalls leicht wasserrandig, insgesamt wohlerhaltenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)


Plutarch
Summi et philosophi et historici parallela

Los 1136

Plutarch. Summi et philosophi et historici parallela, id est, vitae illustrium virorum graecorum et romanorum. Guilielmo Xylandro Augustano interprete. 4 Bl., 373 S., 16 Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken, Wappenholzschnitt und 60 Textholzschnitten. 34,5 x 22 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben, Ecken bestoßen, oberes Kapital schwach angeplatzt, Schließbänder erneuert). Frankfurt, Johann und Sigmund Feyerabend, 1580.

VD16 ZV 24740. Schweiger 264. Ebert 17467. – Erste lateinische Ausgabe, die bei Feyerabend in Frankfurt erschien. Auf der Textgrundlage der Heidelberger Ausgabe von 1561, die von dem Graezisten Wilhelm Xylander (1532-1576) erstellt und für den vorliegenden Druck erstmals mit den schönen Holzschnittillustrationen ausgestattet wurde. In seinen Parallelviten beschreibt Plutarch vergleichend die Lebensläufe bedeutender griechischer und römischer Staatsmänner von Theseus bis Marcus Antonius. Dabei stellt er Paare zusammen, die in ihrer jeweiligen Vita Ähnlichkeiten aufzuweisen haben, so z. B. Alexander der Große und Caesar, Demosthenes und Cicero, Perikles und Fabius Maximus, Alkibiades und Coriolanus ect. – Etwas gebräunt und braunfleckig, wenige Blatt zu Beginn mit kleinen Tintenflecken (teils mit geringem Tintenfraß), das Schlussblatt mit der wiederholten Druckermarke mit leichten Quetschfalten. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar, die Druckqualität der Textholzschnitte ist auch einem früheren, offenbar recht kundigen Sammler aufgefallen, der sein bibliophiles Verdikt in Bleistift auf dem Innenspiegel notiert hat und dessen lobenden Worten wir uns gerne anschließen: "... mit vorzügl. Abdrucken der Holzschnitte, in selten feinem Zustand der Erhaltung und schönem Einband, was bei diesen Frankfurter Holzschnittbüchern ein äusserst seltener Glücksfall ist". Der fl. Vorsatz mit einem älteren Tinteneintrag, der fünf Signaturen in den Holzschnitten verschiedenen Künstlern wie Jost Amman zuschreibt. Der zeitgenössische Schweinslederband mit breiter Heiligenrolle und zwei unterschiedlichen Wappendarstellungen auf den Mittelplatten, der Vorderdeckel zudem mit den Besitzerinitialen und dem Bindejahr 1588.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 440)


Rupert von Deutz
De divinis officiis libri duodecim

Los 1140

(Rupert von Deutz. De divinis officiis libri duodecim). 590 S., 3 Bl. (ohne die ersten 21 Bl. mit Titel und Vorstücken). 13,5 x 9,5 cm. Pergament d. Z. mit RSchild. (Köln, Franz Birckmann, 1526).

VD16 R 3782 oder 3783. Graesse VI, 193. ADB XXIX, 702. – Erster oder zweiter Druck, aufgrund des fehlenden Titelblattes nicht eindeutig zuweisbar (die meisten späteren Ausgaben im VD 16 erschienen dann im Folioformat), herausgegeben von dem Humanisten, Theologen und erbitterten Luthergegner Johannes Cochläus (1479-1552). Um das Jahr 1111 verfasste kirchenhistorische Schrift des mittelalterlichen Exegeten, Mystikers und Liturgiekommentators Rupert von Deutz (um 1070-1129). "In diesem Werke bespricht Rupert die Liturgie der Kirche, handelt über das Brevier, die Glocken, den Altar, die Kirchengeräthe, erklärt die Perikopen des Kirchenjahres; überall sucht Rupert in den mystischen Sinn der heiligen Gebräuche, Zeiten u. s. w. einzudringen; auch für die Geschichte der Liturgie ist dieses Werk von Wichtigkeit" (ADB). Rupert wirkte ab 1120 bis zu seinem Tod als Abt am Benediktinerkloster St. Heribert in Köln-Deutz. – Es fehlen die ersten 21 Blätter mit dem Titel und den Vorstücken. Die Vorstücke umfassen insgesamt 24 Blätter, 3 Blätter wurden diesem Exemplar irrtümlich an den Schluss gebunden. Schwach gebräunt, stellenweise mit kaum sichtbarem Wasserfleck im oberen Rand, Vorsatz mit altem Besitzeintrag. Wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 154)


Sallustius, Caius Crispus
Coniuratio Catilinae, et bellum Iugurthinum

Los 1141

Sallustius, Caius Crispus. Coniuratio Catilinae, et bellum Iugurthinum. Fragmenta eiusdem historiarum, e scriptoribus antiquis ab Aldo Manutio, Paulli F. collecta. Scholia Aldi Manutii. 8 Bl., 282 S., 13 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. 15 x 10 cm. Marmorierter Pappband des 18. Jahrhunderts (berieben, etwas beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Johannes Garam für Aldus Manutius, 1588.

Ebert 20004. Brunet V, 89. Nicht bei Adams. – Zweiter Nachdruck der römischen Aldine von 1563. Werkausgabe der drei von Sallust überlieferten Schriften Über die Verschwörung des Catilina, Über den Krieg gegen Jugurtha und der nur fragmentarisch erhaltenen Historiae. – Etwas fleckig und stellenweise mit schmalem Wasserrand. Fl. Vorsatz mit Geschenkwidmung.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 198)


Sophokles
Tragoediae omnes

Los 1146

Sophokles. Tragoediae omnes, nunc primum latinae ad verbum factae, ac Scholijs quibusdam illustratae, Ioanne Baptista Gabia Veronensi interprete. 187 S., 1 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 15,5 x 10 cm. Pappband d. 19. Jahrhunderts (Rücken mit Klebeschildchen, etwas berieben). Venedig, Borgofranco, 1543.

STC 634. Schweiger I, 296 (falsch: "1548"). Jöcher II, 818. Nicht bei Adams. – Erste lateinische Ausgabe des Gesamtwerkes der Tragödien des Sophokles. Enthalten sind: die 'Thebanische Trilogie' mit "Antigone", "König Ödipus", "Ödipus auf Kolonos" sowie "Aias", die "Trachinierinnen", "Elektra" und "Philoktetes". – Leicht gebräunt, stellenweise leicht feuchtrandig. Schönes Exemplar, bemerkenswert klarer Druck in einer feingeschnittenen Kursiva.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 550)


Tritemius, Joannes
Compendium sive Breviarium primi voluminis anna...

Los 1154

Tritemius, Joannes. Compendium sive Breviarium primi voluminis annalium sive historiarum, de origine regum et gentis Francorum ad reverendissimum in Christo Patrem et principem dominum Laurentium Episcopum vuirtzpurgensis orientalisque Francie ducem. 55 nn. Bl. Mit großem Wappenholzschnitt auf dem Titel, ganzseitigem Textholzschnitt von Hans Springinklee und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 30,6 x 21 cm. Moderner flexibler Pergamentumschlag (etwas angestaubt, leicht fleckig, berieben) unter Verwendung eines Fragments aus einer liturgischen Handschrift um 1500 mit Hufnagelnotation auf 5-zeiligem rotem System mit Text und 8 großen Initialen in Rot und Blau (Vorsatzpapiere aus älterem Papier ergänzt). (Mainz, Peter Schöffer, 1515).

VD16 T 1973. Adams T 968. STC 870. Wegele 81. – Seltene erste Ausgabe der in der Folge vielfach wieder gedruckten berühmten "Frankenchronik des Hunibald" von dem aus Tritheim stammenden Benediktinerabts Johannes Trithemius (1462-1516), der erst in Sponheim und dann 1506 im Würzburger Schottenkloster als Gelehrter, Historiker und Humanist forschte. Bei seiner Frankenchronik handelt es sich jedoch um eine "Fälschung, die an plumper Dreistigkeit nichts zu wünschen übrig läßt" (Wegele).

"Die andere vielgenannte Schrift des Trithemius ist seine Frankenchronik des sog. Hunibald: ebenfalls eine Fälschung, die nicht einmal durch den erbaulichen Zweck entschuldigt werden kann. Die Absicht dieses plumpen Betruges ist, die Lücken der gesicherten Ueberlieferung der ältesten fränkischen Geschichte auszufüllen und sie so weit als möglich in das entfernteste Alterthum zurückzuführen. Schon seine Zeitgenossen haben aber sich des Verdachtes gegen die Glaubwürdigkeit dieser Erfindung nicht erwehren können, und selbst Kaiser Max, so zugänglich er sonst für historische Kühnheiten war, hielt mit seinen Zweifeln über die Echtheit des Hunibald nicht zurück. Heut zu Tage bestreitet kaum Jemand noch den Betrug, höchstens daß man Trithemius als den Betrogenen zu entlasten versucht, aber auch diese Milderung kann vor der echten historischen Gewissenhaftigkeit nicht bestehen, und es bleibt noch immer zu bedauern, daß ein Mann wie Görres, noch dazu in seiner noch nicht verbitterten Epoche, der Versuchung nicht widerstehen konnte, für Trithemius eine Lanze zu brechen. Immerhin muß man es beklagen, daß ein so reiches Talent zu solcher Entartung greifen konnte, denn wer möchte in Abrede stellen, daß Trithemius im übrigen mehr als mancher seiner concurrirenden Zeitgenossen zum Geschichtschreiber beanlagt war" (ADB XXXVI, 626f.).

Der Titel mit dem großen Wappenholzschnitt mit dem doppelköpfigem Adler Habsburgs, und der prachtvolle ganzseitige Holzschnitt auf dem Folgeblatt stammen von dem Nürnberger Maler und Graphiker Hans Springinklee (1490-1540) zeigt den auf hohem Throne sitzenden Domprobst und Würzburger Bischof Lorenz von Bibra (1459-1519) in kostbarstem Ornat während einer Audienz, bei der ihm der Mönch Trithemius seine Chronik feierlich überreicht, während rechts wohl der Verleger Johannes Haselberg die Drucklizenz zur Akkredition bereithält. Das schöne, sanduhrenförmig gedruckte Kolophon am Schluss enthält einige bemerkenswerte Hinweise zu den Anfängen des Buchdrucks, nämlich auf die Offizinen der Mitarbeiter bzw. direkten Nachfolger Johannes Gutenbergs in Mainz, Johann Fust und Peter Schöffer: "Impressum et completum est anno presens chronicarum opus anno domini MDXV. in vigilia Margaretae virginis. In nobili famosasque urbe Moguntina, huius artis impressoriae inventrice prima. Per Ioannem Schöffer, nepotem quondam honesti viri Ioannis Fusth civis Moguntinensis, memorate artis primarij auctoris...", wozu Graesse anmerkt: "Le verso du dernier feuillet de ce volume donne des détails curieux sur l' invention de l' imprimerie attribué à Jean Fust et à Pierre Schöffer" (Graesse VII, 204). – Titelblatt und letztes Blatt minimal fleckig und mit mehrfachen Ein- und Eckausrissen, sehr gut fachmännisch restauriert und ergänzt (das letzte Blatt mit Stegergänzung, insgesamt kaum Text- oder Darstellungsverlust), die folgenden fünf Blätter der ersten Lage und die letzten beiden Blätter mit angesetztem Eckverlust unten rechts, der Holzschnitt Springinklees verso mit älterem bibliographischen Eintrag in Sepia, sonst in ausgezeichnetem, sehr kraftvollem, gratigem Abdruck. Außergewöhnlich sauberes, kaum beschnittenes und bemerkenswert breitrandiges Exemplar mit Témoins.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Nachverkaufspreis
€ 900   (US$ 990)


Vosmer, Michael
Principes Hollandiae et Zelandiae

Los 1159

Vosmer, Michael. Principes Hollandiae et Zelandiae, domini Frisiae. 87 S. Mit gestochener Titelvignette und 36 ganzseititigen Textkupfern von Philipp Galle. 28,5 x 19,5 cm. Späterer Pappband (stärker berieben und etwas bestoßen). Antwerpen, Ch. Plantin, 1578.

Lipperheide Gb 4. Hiler 886. Hollstein VII 82, 648-685. BM Dutch Books 209. – Erste Ausgabe. Die prächtigen, nach G. Thibaut gestochenen Kupfer zeigen Standbilder der Fürsten und Fürstinnen Hollands von Theodor von Aquitanien bis Philipp II. – Titel gelöst. Im Rand mal mehr, mal weniger braun- und stockfleckig. Exlibris.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 550)



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