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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Hauptbild Beschreibung Status
Albertus Magnus
Logica. Mit: Nicolaus Ludecus.

Los 1031

Albertus Magnus. Logica. Mit: Nicolaus Ludecus. Quid apud Aristotelem significat verbum utrumlibet. 334 Bl. (le. w.), pag. [10], 3-98 [78] 95-243, [1] (mit Fehlern). 2 Spalten. 65 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum 24,3 x 15,6 cm. Format 31,2 x 21 cm. Mit Initialspatien, Druck teils in Rot. Reich blindgeprägtes Schweinsleder vom Anfang des 16. Jahrhunders (leicht fleckig, gering gebräunt, vereinzelte Wurmstiche, Remboîtage) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen. Venedig, Johannes und Gregorius de Gregoriis, 15. VI.-27. IX. 1494.

Hain 486. GW 677. Goff A-270. Proctor 4537. Pellechet 317. Bodleian A-118. Borm 46. Collijn 47. Feigelmanas 8. Günther 3230. Madsen 69. Mendes 47. 48. Rhodes 35. Scardilli-Venezia 6. Walsh 1994. 1995. BMC V, 345. BSB-Ink A-162. ÖNB-Ink A-140. IBE 168. IBP 102. CIH 58. IGI 202. ISTC ia00270000. – Erste vollständige Ausgabe der "Logica" des Albertus Magnus (1200-1280) mit allen enthaltenen Büchern (Liber I-VIII). Bis dato hatte Christophorus de Canibus um 1490 die Bände I-II und III in zwei verschiedenen Drucken in Padua herausgebracht. – Vereinzelt etwas wasserrandig und stellenweise feuchtfleckig von oben, wenige Papierläsuren und Löchlein, leicht wurmstichig, wenige leicht angeschnittene alte Marginalien. Der bemerkenswert schöne Prägeband mit einer hübschen Jagdbordüre mit springenden Hirschen, die von einem das Horn blasenden Jäger verfolgt werden, der einen Hund an seiner Leine führt. Vorsätze neu, Block vom Band vorne gelöst, Vordergelenk gebrochen.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.600)


Zuschlag
€ 3.000 (US$ 3.300)


Hollen, Gottschalcus
Praeceptorium divinae legis

Los 1032

Hollen, Gottschalcus. Praeceptorium divinae legis. 249 (statt 250, ohne das erste weiße) Bl., gez. I-CCXL (teils irrig). 2 Spalten. 44-45 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum 16,5 x 11,8 cm. Format 21,4 x 16 cm. Mit Initialspatien. Braunes Leder (Kapitale abgerissen, Gelenke leicht brüchig, nur minimale Bezugsfehlstellen, beschabt und bestoßen) über schweren Holzdeckeln mit reicher Blind- und (oxidierter, teils abgeriebener) Goldprägung (ohne die Schließen). Nürnberg, Anton Koberger, 22.IX.1497.

Hain-Copinger 8769. GW 12894. Goff H-297. Proctor . Pellechet 6041. BSB-Ink H-319. CIBN H-172. Borm 1373. Ernst I,1 246. Günther 2094. Madsen 2000. Nentwig 218. Sack 1856. Voulliéme 1121. IBE 2930. IBP 2839. IBS 642. IGI 4794. ISTC ih00297000. Nicht im British Museum Catalogue (BMC). – Die vierte Ausgabe des Hauptwerks von dem aus Körbecke bei Soest stammenden Augustiner-Eremiten Gottschalk Hollen (1411-1481): "Nach Studienjahren (seit 1435) in Perugia und Siena wirkte Hollen lange Jahrzehnte, nachweislich seit 1457, als Lektor der Theologie und Prediger im Osnabrücker Konvent. 1465 ist er auch als Distriktsvikar seines Ordens für Westfalen bezeugt. Als Theologe ist Hollen ein typischer Vertreter der via antiqua im Sinn der an Ägidius Romanus orientierten älteren Augustinertheologen. Dabei war seine wissenschaftliche Tätigkeit nicht spekulativ, sondern pastoral ausgerichtet. Seine Bedeutung lag vornehmlich auf dem Gebiet der Predigt. Seine Sermones erweisen ihn als lebensnahen Volksprediger voll kraftvoller Überzeugung und unermüdlichem Eifer. Sie zeichnen sich durch ihre in Schrift und Tradition verankerte Lehre aus. Zum Beispiel betont Hollen in seinen Ausführungen über die verdienstlichen Werke deren Verwurzelung in der Gnade Christi und deren Mängel, empfiehlt den Laien die Bibellesung, übt freimütig Kritik an kirchlichen Mißständen und zeigt kluge Zurückhaltung gegenüber Berichten von Visionen und Privatoffenbarungen" (NDB IX, 541).

Der vorliegende Koberger-Druck ist der erste Nürnberger, ihm gingen seit der Erstausgabe von 1481 drei Kölner Drucke voran, und zwar von Johann Guldenschaff (1481 und 1484) sowie von Johann Koelhoff d. Ä. (1489). – Es fehlt das erste weiße Blatt (a1) aus dem hier dem Werk vorangebundenen Register, der "Tabula" (a10). Innengelenke restaurierend überarbeitet, vereinzelt etwas braun- oder feuchtrandig, wenige Initialspatien mit Tintenbuchstaben, vereinzelte Tintenanmerkungen, meist sauber und frisch, auf festem Papier. Der bemerkenswert schöne zeitgenössische Einband ist ganz im Stil der Inkunabelzeit mit Streicheisenlinien in Rautenfelder geteilt mit auf dem Vorderdeckel Eichenlaub-Blattwerk-Stempeln (wohl einstmal in Goldprägung), kleine Blüten in den quadratischen Eckzwickeln, der Rückdeckel ist in der Mitte mit Streicheisenlinien in Sternform geziert, in den vier Kompartimenten ein weiterer Blütenstempel.

Schätzpreis
€ 4.400   (US$ 4.840)


Zuschlag
€ 3.000 (US$ 3.300)


Biblia latina
cum glossa ordinaria Walafridi Strabonis. Basel...

Los 1033

Biblia latina cum glossa ordinaria Walafridi Strabonis aliorumque ... et cum postillis ac moralitatibus Nicolai de Lyra. Hrsg. von Sebastian Brant. Band III (von 6): Job, Psalterium, Proverbiorum, Ecclesiasten, Canticacanticorum, Sapientie, Ecclesiasticum. 440 nn. Bl. 2 Spalten. 56 bzw. 78 Zeilen, Text von Kommentar umgeben. Got. Typ. Schriftraum 24 x 16 cm. Format 30,6 x 21 cm. Mit zahlreichen roten und blauen Lombarden und durchgehender, sehr sparsamer Rubrizierung (wenige Unterstreichungen und Kapitalstrichelungen in Rot etc.) sowie einer großen, 7-zeiligen Zierinitiale in Blau mit weißem Federwerk, auf rotem Kastengrund und mit Blattgoldfüllung. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (mit wenigen kleinen Fehlstellen, einer älter restaurierten unten rechts, etwas beschabt u. bestoßen, ob. Kapital eingerissen) über schweren Holzdeckeln mit 1 (von 2) Messingschließen und (abgeriebenem) schwarzem Titel auf dem VDeckel. Basel, Johann Froben und Johann Petri, 1.XII.1498.

Hain-Copinger 3172. GW 4284. Goff B-609. Proctor 7763. Pellechet 2351. Schreiber 3477. Schramm XXI. Kaufmann-Nabholz 874. Badalić 211. Finger 206. 207. Günther 313. Hubay 379. Madsen 697. Mendes 232. 233. Oates 2842. Ohly-Sack 549. 550. Rhodes 361. Riedl 169-173. Sack 658. Sallander 1627. 2099. BMC III, 791. BSB-Ink B-480. ÖNB-Ink B-390. CIBN B-435. IGI 1693. IBE B-480. ISTC ib00609000. – Dritter Teil der von Sebastian Brant (1457-1458) besorgten Bibelausgabe mit der Glosse des Walafridus Strabo (808-849), der Interlinearglosse des Anselmus Laudunensis (1050-1117) und mit der Postilla des Nicolaus de Lyra (1270-1349), der erstmals die "additiones Pauli Burgensis replicisque Matthiae Doering" beigegeben wurden. – Stellenweise etwas gebräunt, finger- und braunfleckig sowie angestaubt, wenige Blätter mit kleinen Randläsuren, Titel etwas angeschmutzt, lose und obere Ecke alt angerändert, die letzten 8 Blätter im unteren Rand mit braunen Wasserflecken. Zahlreiche interessante Marginalien, Unterstreichungen und einige Kritzeleien in roter und brauner Tinte von alter Hand. Wenige kleine Randein- bzw. ausrisse unten. Der zeitgenössische Einband mit reicher Deckelblindprägung (Gouilloche-Bänder, Rosen, Rautenranken etc. sowie auf dem Vorderdeckel der Aufdruck "Tercia.isg.o". Sehr schön zeitgenössisch gebunden.

Schätzpreis
€ 3.600   (US$ 3.960)


Zuschlag
€ 2.200 (US$ 2.420)


Biblia latina
Mit Glosse von Strabo und Lyra. Basel, Froben u...

Los 1034

Biblia latina. Mit Glosse des Walafridus Strabo und Interlinearglosse des Anselmus Laudunensis und mit der Postilla des Nicolaus de Lyra. Hrsg. von Sebastian Brant. 6 Bände. 2-3 Spalten und 56-78 Zeilen (jeweils Text und Kommentar). Got. Typ. Schriftraum 24,8 x 16 cm. Format 26,6 x 21 cm. Mit 9 eingemalten 14-zeiligen Initialen in Farben auf punziertem Goldgrund, zahlreichen großen zweifarbigen Initialen in Rot und Blau, Hunderten von roten und blauen Lombarden. Blindgeprägtes Schweinsleder um 1680 (nur leicht angestaubt, kaum fleckig, minimal berieben und bestoßen) über schweren abgefasten Holzdeckeln (ohne die Schließen, Band IV exakt im Stil d. Z. nachgebunden) mit goldgeprägtem roten Rschild und dunkelgrünem Schnitt. Basel, Johann Froben und Johann Petri, 1. XII. 1498.

Hain-Copinger 3172. GW 4284. Goff B-609. Schreiber 3477. Schramm XXI, 649-675, XXII, 1085-1105. Proctor 7763. Pellechet 2351. Altés-Olivar 41. 42. Beasecker L9. Bodleian B-316. Borm 488. Collijn 212. Dubowik 4. Ernst I/2 35 und II/3 29. Feigelmanas 90. Finger 206-207. Gspan-Badalic 116. Günther 313. Hartig 130. Hubay 379. Juntke 98. Kaufmann-Nabholz 874. Kind 695. Madsen 697 und T 14. Mendes 232. 233. Oates 2842. Ohly-Sack 549-550. Raffel 81. Rhodes 361. Riedl 169-173. Sack 658. Sallander 1627, 2099. Sebastiani, Froben, 10. Voulliéme 270. Wierda 17-22. Wilhelmi: 147. Zdanevyc 84. BMC III, 791. BSB-Ink B-480. ÖNB-Ink B-390. CIBN B-435. IBE 1052. IBP 1040. IBPort 332. IBS 252. IDL 865. IGI 1693. CBB 681. CIH 662. ISTC ib00609000. – Die erste große sechsbändige, überaus reich kommentierte und mit zahlreichen Zusätzen herausgegebene Bibel aus der Offizin des Basler Druckers Johann Froben zusammen mit Johann Petri. Bis dato hatte Froben nur zwei Bibeldrucke veröffentlicht, am 27. Juni 1491 und am 27. Oktober 1495 (Hain 3107 und 3118), jeweils als (meist einbändige) Kompaktausgaben. Hier nun legte er erstmalig eine überaus reich kommentierte Bibelausgabe vor, die den beiden vorangehenden Drucken von Anton Koberger von 1480 und dem venezianischen Druck von Paganinus de Paganinis am 18. April 1495 folgt. Hier wie dort wurden erstmals die Anmerkungen des Benediktiners Walahfrid von der Reichenau (auch Walafried Strabo oder latinisiert Strabus; 808-849) als Klammerglossen hinzugefügt. Ferner enthält die Ausgabe auch die umfangreichen Kommentare und Glossen, die "Postillen" des berühmten scholastischen Theologen, des "Doctor planus et utilis", Nikolaus de Lyra (1270-1349), der - nicht zuletzt auch aus der jüdischen Tradition der Talmut-Exegese kommend - den Bibeltext Wort für Wort und oft wörtlich im Wortsinn neu interpretiert hat - und damit die vorbildliche Exegese bis in die Neuzeit lieferte. Nicht zuletzt folgt auch Martin Luther den "Postillae perpetuae" des Nikolaus von Lyra bei seiner Bibelübersetzung: "Si Lyra non lyrasset, Lutherus non saltasset".
"Wissenschaftliche Bibelausgabe mit der Glosse Walahfried Strabos und den Postillen Nikolaus de Lyras durch Sebastian Brant. Der einzige reich illustrierte Druck Frobens, die Holzschnitte nach der lateinischen kommentierten Bibel Kobergers von 1485" (Hieronymus 79).
Enthalten sind ferner auch die Expositio des Guillelmus Brito "in omnes prologos S. Hieronymi" und die Addenda des Paulus Burgensis sowie die Replik des Matthias Doering. Ferner mit einer Marginalkonkordanz zu Gratians "Decretum" sowie auch ein eigener Text des Nicolaus de Lyra: "Contra perfidiam Iudaeorum". – Es fehlen die weißen Blätter. Stellenweise leicht stock-, braun- und fingerfleckig, hin und wieder alte Anmerkungen, die Bände I, II und Band VI jeweils zu Beginn mit Wasserrand und Wurmgängen, im ersten Band sind einige Blätter etwas braunrandig, a8 im Bund mit restaurierten Einrissen. Eine der Goldinitialen etwas beschabt bzw. abgeplatzt. Band IV stammt aus einem anderen Exemplar, hier Titel und das letzte Blatt gestempelt, Bände I-III und V-VI mit einem alten farbig ausgemalten Exlibris-Wappen mit dem Monogram "JC" auf der ersten Seite (Band I, sonst auf dem unteren Rand jeweils des zweiten Blattes).

English: Complete copy without the blanc leaves. Here and there some light brownstains or foxing, minimal fingerstainy. Occasionally some few old manuscript notes to margins, volumes I, II and VI each at beginning with some minor waterstains and few worm traces. The first volume some leaves slightly browned to margins, leaf a8 with few restored tears to inner joint. One of the gold initials little rubbed resp. scratched, volume IV from another copy with stamped title and last page. Volumes I-III and V-VI contain a beautiful coloured bookmark with coat of arms and monogram "JC" at the first page (volume I, otherwise at lower margin of the second leaf).
Beautiful complete and homogeneously bound copy in blind-tooled pigskin around 1680 over massive wooden boards (only minimally dusty, scuffed or rubbed, clasps missing, binding of volume IV is an almost perfect newer replication), all with gilt spine labels and dark green edges.

Schätzpreis
€ 18.000   (US$ 19.800)


Zuschlag
€ 10.000 (US$ 11.000)


Augustinus, Aurelius
Sermones

Los 1035

Kein Exemplar im British Museum
Augustinus, Aurelius. Sermones. Mit Beigabe von Sebastian Brant. 44 nn., 367 num., 3 nn. Bl. 2-3 Spalten. 74 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum 26,9 x 17 cm. Format 35,7 x 24,5 cm. Mit Metallschnitt-Druckermarke auf dem Titel, verso mit blattgroßem Textholzschnitt, 10 großen figürlichen sowie zahlreichen kleineren, teils figürlichen Metallschnitt-Initalen. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (fleckig und berieben, etwas stärker nachgedunkelt, oberes Kapital mit Lederstreifen alt restauriert) über schweren Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen. Paris, Ulrich Gering und Berthold Rembolt (um 1499).

Hain 2006. Hain-Copinger 2007. GW 2921. Goff A-1309. Proctor 8311. Pellechet 1517. Bodleian A-557. Ernst II,3 19. Finger 118. Günther 2232. Madsen 424. Oates 3128 und 3129. Ohly-Sack 321. Rhodes 217. Sallander 1584. Schlechter-Ries 174. Schmitt 06. Wilhelmi 87. BSB-Ink A-893. ISTC ia01309000. Kein Exemplar im British Museum. – Einzige Ausgabe aus der Pariser Offizin von Gering und Rembolt. Prachtvoller zweispaltiger Druck in verschiedenen Schriftgrößen mit schönen Schrotschnitt-Initialen, beide Seitenränder mit gedruckten Glossen, Notabene-Händchen und Holzschnitt-Leisten zur Markierung wichtiger Textpassagen. Der prächtige Holzschnitt auf dem Titel verso zeigt den Heiligen Augustinus sitzend in einer Gelehrtenstube, ein Buch schreibend, rechts von ihm hohe kirchliche Würdenträger, ringsherum in Nischen Patriarchen des Alten und Neuen Testaments. Titel mit der schönen Schrotschnitt-Druckermarke Rembolts mit der Darstellung eines Weinstocks, darunter das Wappenschild mit seinen Initialen "B.R", flankiert von zwei Löwen (Polain 156; Meyer 149). – Titel etwas stärker fleckig und mit gelöschtem Stempel, die ersten drei und letzten zwei Blatt mit kleinen Wurmspuren im unteren Rand. Stellenweise im unteren Rand leicht braunfleckig oder wasserrandig, sonst nur vereinzelte geringe Flecken. Fliegender Vorsatz mit etwas größerem Eckabriss. Seitenschnitt mit elfteiligem Griffregister aus Lederknötchen (zwei ergänzt). Insgesamt sehr schönes und vollständiges Exemplar in einem intakten Einband der Zeit und mit einigen zeitgenössischen Marginalien.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.080)


Brant, Sebastian
Expositiones sive declarationes

Los 1036

Brant, Sebastian. Expositiones sive declarationes omnium titulorum legalium. Davor: Johannes Baptista de Caccialupis: De modo studendi in utroque iure. Hrsg. von Sebastian Brant. 163 (statt 164, ohne das le. w.) nn. Bl. Mit 14-zeiliger Holzschnitt-Initiale in Rot, 18-zeiliger Holzschnitt-Initiale in Schwarz, einer 4-zeiligen Initiale und etwas Rotdruck sowie kleiner Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 20,8 x 14,8 cm. Flexibles Kalbsleder d. Z. (Kapitale lädiert, ohne die Bindebänder, Kanten mit winzigen Fehlstellen, teils etwas stärker beschabt, Rücken mit älterem Klebeschild) mit reicher Blindprägung in moderner Maroquinkassette mit geprägtem RTitel sowie Ebenholz- und Fischschuppenpanzerintarsien auf dem VDeckel. Basel, Michael Furter, 1. IX. 1500.

Hain 11476. Hain-Copinger 4209. Copinger 1237. GW 5071. Goff B-1079. Proctor 7741. Pellechet 2816. Feigelmanas 111. Gamper 76. Günther 330. Hubay 218. Kaufmann-Nabholz 691. Kind 1440. Madsen 872. Schlechter-Ries 407. Sack 806. Walsh 1252. Wilhelmi 96. BMC III, 786. BSB-Ink B-815. CBB 949. CSA 102. 109. IBE 1167. IBP 1233. IGI 2041. ISTC ib01079000. – Seltener Basler Druck von Michael Furter des zuerst 1490 erschienenen einführenden Lehrbuches in das römische Recht, das aus Brants Vorlesungsskriptum an der Universität Basel erwuchs und als bequemes Hilfsmittel zum Unterricht viele Auflagen erlebte. Es ist "das einzige von Brant selbstverfaßte fachjuristische Werk ... der Traktat des Caccialupis ... enthält Anweisungen zur Einstellung zum Studium, einen Abriß der juristischen Literaturgeschichte, Hinweise zu Lehrveranstaltungen, Studiengang und -zeit" (Wilhelmi). "Eine aus seinen Vorlesungen hervorgegangene populäre Summa oder Übersicht des Inhalts der Titel des Corpus juris civilis und der Decretalen. Als einleitendes Lehrbuch ist das Werk nicht ohne Werth" (Stintzing-Landsberg I, 94). "Sachliche Zuweisungen haben gezeigt, daß Brant in seiner Basler Zeit vornehmlich die Veröffentlichung zweier Arten von Rechtsbüchern gefördert hat: propädeutische Lehrbücher, wie seine eigenen Expositiones und der in 2. Auflage angegliederte Caccialupis-Text, also im weiteren Sinne Studienführer, und kanonistische Rechtsquellen, also grundlegende Texte für den akademischen Unterricht" (Wilhelmi).
Bis auf das letzte weiße Blatt vollständiges Exemplar, in öffentlichen Bibliotheken finden sich meist nur unvollständige Exemplare, oft ohne den in dieser Ausgabe erstmals gedruckten Traktat von Caccialupis. So besitzt nur ein einziges der vier bei Goff genannten Exemplare beide Teile (B-1079). – Es fehlt lediglich das letzte weiße Blatt (T8). Buchblock gebrochen, Bindung gelockert, durchgehend etwas fingerfleckig, angestaubt und gebräunt, hier und da mit kleinen Randeinrissen, ein Blatt mit Klebespur und kleiner Oberflächenschürfung, wenige Feuchtigkeitsflecken, Schnitt mit Tintenfleck, kaum Knickspuren, insgesamt sehr schönes, vollständiges Exemplar. Vorsatzpapiere wohl alt erneuert, gering leimschattig.
Der bemerkenswert schöne zeitgenössische Einband über drei doppelten Bünden zeigt eine reiche, durch dreifache, alternierende Fileten geteilte Felderung mit jeweils vier Blütenstempeln in den Ecken der Quincunx und Akanthusranken in den Mittelfeldern mit großen stilisierten Blütenstempeln.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.600)


Zuschlag
€ 5.000 (US$ 5.500)


Alexander de Imola
Repertorium in lecturas domini

Los 1037

ALTE DRUCKE VOR 1600
Alexander de Imola. Repertorium In Lecturas Domini Alexandri de Imola. Index Locupletissimus Materiarum magis singularium, quæ in Commentarijs Domini Alexandri Imolensis, in Ius Civile sunt insertæ [und:] Derselbe. In primam et secundam digesti vetreis partem. Commentariorum ... Diestum vetus tomus primus. 2 Werke in 1 Band. 116 nn. Bl.; 2 nn., 191 num. Bl. Mit 2 breiten figürlichen Holzschnitt-Titelbordüren. Titel in Rot und Schwarz. 41,5 x 27,5 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben, stellenweise etwas feuchtrandig, minimal wurmstichig, ohne die Bindebänder), mit hs. RTitel. Lyon, (Jacques Fauré und Pierre Tacon für Frenus), 1552.

Nicht bei Adams und im STC. – Typographisch schöne Lyoner Ausgabe der Kommentare des Alexander Tartagni aus Imola (1424-1477). Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek in München: Signatur: 2 J.rom.c. 296-2. Der berühmte aus Bologna stammende Jurist Alessandro Tartagni (gen. Alexander von Imola) lehrte Zivilrecht in Bologna, Ferrara und Padua. Der reich blindgeprägte Einband d. Z. mit Tugendrollen und floral geprägten Ornamenten. – Titel des ersten Teils im Seitenrand mit kleiner Wurmspur (ohne Darstellungsverlust) und mit hs. Besitzvermerk. Wenige Blätter zu Beginn minimal wurmspurig. Stellenweise etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)


Zuschlag
€ 360 (US$ 396)


Ambrosius von Mailand
Omnia opera accuratissime revisa

Los 1038

Ambrosius von Mailand. Omnia opera accuratissime revisa. 4 Teile in 2 Bänden. Titel von Teil I in Rot und Schwarz. Mit 4 Holzschnitt-Titelbordüren. 30,5 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (fleckig und berieben, wurmstichig, Deckel mit Kratzspuren) mit 4 intakten Messingschließen. Basel, Adam Petri für Johannes Koberger, 25.VI.1516.

VD 16 A, 2178. STC 25. Graesse I, 98. Nicht bei Adams. – Zweite Basler Werkausgabe, bearbeitet und herausgegeben von Andreas Cratander (d.i. Andreas Hartmann; 1485-1540). Exemplar mit dem 87 Blatt umfassenden Anhang zu Teil III. Die Titeleinfassungen stammen von Urs Graf (1485-1528), der seit etwa 1509 mit Adam Petri (1454-1527) in Basel zusammenarbeitete und zahlreiche Illustrationen für dessen Druckwerke schuf. Der Heilige Ambrosius von Mailand (340-397) zählt neben Hieronymus, Augustinus von Hippo und Gregor dem Großen zu den vier Kirchenlehrern der römischen Westkirche. – Anfangs und am Schluss etwas wurmstichig (teils geringer Buchstabenverlust). Seitenschnitt mit Griffregister. Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar aus der Ritter-Waldauf-Bibliothek in intakten Schweinslederbänden, mit entsprechendem Stempel auf den Titeln sowie gestochenem Exlibris und hs. Eintrag mit Signatur auf dem Innenspiegel.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Zuschlag
€ 850 (US$ 935)


Ambrosius von Mailand
Opera omnia

Los 1039

Ambrosius von Mailand. Opera omnia. 5 Teile in 3 Bänden. 22 Bl., 176 S.; 191 S.; 366 S.; 766 S., 1 Bl.; 455 S., 72 Bl. Mit 8 Holzschnitt-Druckermarken und einigen Holzschnitt-Initialen. 32 x 22,5 cm. Schweinsleder d. Z. (leicht berieben, etwas fleckig und bestoßen) über Holzdeckeln mit hs. RTitel und reicher Rollenblindprägung (Fides-Spes-Patientia-Prudentia u. a.) mit 2 Messingschließen. Basel, Froben, 1555.

VD16 A 2182. IA 104.673. Van der Haeghen II, 7. – Dritte von Erasmus von Rotterdam herausgegebene Ausgabe, vollständig mit allen fünf Teilen. – Titel verso gestempelt und mit hs. Besitzvermerk. Der dritte Teil selten leicht feuchtrandig. Leicht gebräunt. Exlibris und Bibliotheksschildchen im vorderen Innenspiegel.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.100)


Zuschlag
€ 600 (US$ 660)


Ambrosius von Mailand
Opera omnia

Los 1040

Ambrosius von Mailand. Opera omnia. (Bearbeitet von Erasmus von Rotterdam). Teile IV-V (von 5). 766 S., 1 Bl.; 455 S., 72 Bl. Mit 4 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken. 33 x 21,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (stark berieben, Gelenke angeplatzt, etwas fleckig) über Holzdeckeln mit 1 (von 4) Messingschließbeschlägen (ohne die beiden Schließen), monogrammiert ("Z M R") und datiert ("1562"). Basel, Froben, 1555.

VD16 A 2182. Adams A 941. IA 104.673. Van der Haeghen II, 7. – Dritte Ausgabe in der Bearbeitung des Erasmus von Rotterdam. – Titel des vierten Teils leicht fleckig und mit hs. Vermerk. Leicht gebräunt sowie braun- und fingerfleckig. Vorderer fliegender Vorsatz mit hs. Besitzvermerk Innenspiegel etwas leimschattig und mit Montierungsresten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 200 (US$ 220)



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