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Handschriften, Alte Drucke Auktion 113, Di., 16. Apr., 16.00 Uhr


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Kapitel Architektur, Kunstaltertümer und Archäologie / Architecture, Art and Archaeology /Architettura, arte antica ed archeologia (Lose 897 - 934) » Kapitelwahl

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Los 904 Doni, Giovanni Battista
De restituenda salubritate agri Romani
Verkauft





Urbanisierung der Urbs unter Urban
Doni, Giovanni Battista. De restituenda salubritate agri Romani, opus posthumum, Urbano Octavo Pont. Max lampridem ab autore inscriptum. Nunc vero ab eius filijs dicatum. 12 Bl., 192 S. Mit großem Textholzschnitt und 2 mehrfach gefalteten (1 Holzschnitt-) Tafeln. 24,6 x 17,2 cm. Flexibles Pergament d. Z. (minimal fleckig) mit hs. RTitel. Florenz, Sub signo Stellae, 1667.

Graesse II, 425. Dura 4825. – Erste Ausgabe, des überaus seltenen, posthum publizierten Werks über die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit der Stadt Rom und Latiums, gewidmet dem Kardinal Barberini, dem Papste Urban VIII. Autor war der Universalgelehrte Giovanni Battista Doni (1594-1647), der zu der Gruppe der Wissenschaftler um Kardinal Barberini gehörte und Mitglied der berühmten Accademia della Crusca war.
Doni war vor allem für seine musiktheoretischen Schriften berühmt, als "Italian classicist, philologist and music theorist. From about 1630 he dedicated himself almost totally to the rediscovery of Greek music and to the revival in modern practice of the ancient tonoi and genera. As an offshoot of this investigation he reviewed the history of modern music drama and wrote several revealing critiques of the earliest styles of musical pastoral ..." (Grove).
Doch über die Schriften zur Musik hinausgehend (ihm ist die Umbenennung des Tones C von "ut" in "do", wie "Doni" zu verdanken), versucht Doni in seiner vorliegenden Schrift an die antiken Traditionen der Zeit unter Augustus anzuknüpfen, der die Urbs vor Unrat befreiend ein Gesundheitssystem installierte (indem er u. a. bekanntermaßen durch eine Mauer die Subura abtrennte, die Nero dann niederbrennen ließ), wobei er auch moderne Denker wie Ficino, Scaliger und Cardano hinzuzog.
Wesentlich war die Anlage neuer Architekturen mit spezieller, dem Wind zugewandter Gebäudeausrichtung, die der öffentlichen Gesundheit durch die Qualität der Luft, durch Frischluftzufuhr und deren Zirkulation steigern sollten, womit auch die Malaria in den Sümpfen von Latium bekämpft werden sollte. Schon die Römer hatten die pontinische Ebene durch ausgeklügelte Kanalsysteme trockenlegen lassen. Unter dem großen Stadterneuerer Urban VIII. wurde Doni zu einem der wichtigsten urbanistischen Planer, der das Bild der Ewigen Stadt entscheidend verändern sollte, dem es gelang, die Plage der Malaria weitgehend einzudämmen, Frischwasserbrunnen bauen ließ und neue Infrastrukturen errichtete etc.
Die beiden mehrfach gefalteten Tafeln mit einer Inschrift und dem Grundriss einer Festungsanlage "ichnographia castelli". – Nur vereinzelt stellenweise etwas gebräunt, insgesamt sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek des Palazzo Sacchetti in Rom mit dem gestochenen "Ex libris Giulio Sacchetti" (1586-1663), dessen Kardinalswappenstempel auf dem Vorsatz und ebendort zwei Katalogausschnitte (posthum in die Bibliothek einbezogen). Überaus selten, kaum in einer Bibliographie erwähnt.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.140)


Zuschlag
€ 850
(US$ 968)
(GBP 748)
(CHF 968)



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