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Handschriften, Alte Drucke Auktion 113, Di., 16. Apr., 16.00 Uhr


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Kapitel Architektur, Kunstaltertümer und Archäologie / Architecture, Art and Archaeology /Architettura, arte antica ed archeologia (Lose 897 - 934) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Schwechten, Friedrich Wilhelm
Antike Wandmalereien

Los 927

Schwechten, (Friedrich Wilhelm). Antike Wandmalereien. 3 kolorierte Entwürfe mit Bleistiftvorzeichnungen. 22,7 x 12 bzw. 22,2 x 15,3 cm (Blattgröße). Auf Karton (dieser leicht angeschmutzt und gering fleckig, vielfach mit punktlinienartigen Druckstellen) montiert. 51,5 x 66 cm. 1870.

Die drei Studien zeigen antike Wandmalereien aus Neapel ("9.IV.70" und "8.IV.70") und Pompeji ("3.V.70"). Der in der Mitte dargestellte Genius wird von zwei etwas schmaleren Entwürfen mit ornamental anmutenden Blumenranken bzw. einer mit Lorbeer bepflanzten Amphore geziert. – Das mittlere Blatt mit Feuchtigkeitsfleck in der linken oberen Ecke und gering angeschmutzt. Stellenweise mit punktlinienartigen Druckstellen.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Zuschlag
€ 200 (US$ 227)


Schwechten, Friedrich Wilhelm
Freskenstudien

Los 928

Schwechten, (Friedrich Wilhelm). Freskenstudien. 2 teilkolorierte Entwürfe mit Bleistiftvorzeichnungen. 17 x 23,5 cm (Blattgröße jeweils). Auf Karton (dieser leicht angeschmutzt und gering fleckig) montiert. 34,5 x 66,5 cm. 1870.

Die linke Studie zeigt einen in wehenden Gewändern gekleideten Engel, der von mehreren Putti begleitet wird, die mit dem Anbringen von Blumengirlanden beschäftigt sind. Die rechte Blatthälfte des Entwurfs ist in skizzenhafter Manier mit Bleistift gestaltet und nicht koloriert. Datiert und bezeichnet mit: "(Gr. Saal Fries) Villa Madonna. 25.V.70."
Die zweite Studie ist nach Pinturicchios Deckenfresko im Collegio da Cambio in Perugia entstanden und betitelt mit "Juppiter mit 2 Adlern. schwarzer Grund. 6.VII.70". – Gering gebräunt, teils leicht braun- und stockfleckig.

Schätzpreis
€ 80   (US$ 91)


Zuschlag
€ 120 (US$ 136)


Sheraton, Thomas
Modell- und Zeichnungsbuch

Los 929

Sheraton, Thomas. Modell- und Zeichnungsbuch für Ebenisten, Tischer, Tapezirer und Stuhlmacher, und sonst für jeden Liebhaber des guten Geschmacks bey Möblirung und Einrichtung der Putz- und Prachtzimmer. Aus dem Englischen übersetzt von G. T. Wenzel. Bände I-II (von 3). 127 S.; S. (129)-284. Mit gestochenem Frontispiz und zusammen 26 Kupfertafeln. 24,5 x 20,5 cm. Halbleder d. Z. (Rücken leicht knickspurig, leicht berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Leipzig, Friedrich August Leo und Dresden, Schulze, (1794).

Engelmann, Bibl. mech.-techn. 357 (irrig 1806). Thieme-Becker XXX, 570. Vgl. Millard II, 75 (zweite englische Ausgabe, 1793-1794). – Erste deutsche Augabe. "Nächst Chippendale ist Sheraton der größte Theoretiker der englischen Kunsttischlerei und zugleich der letzte von europäischer Bedeutung ... Der Name 'Sheraton-Möbel' ist geradezu zum Gattungsbegriff geworden" (Thieme-Becker). Die Tafeln zeigen neben den klassischen Säulen und architektonischen Perspektiven auch einige Möbelstücke. – Leicht, stellenweise etwas stärker gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Zuschlag
€ 300 (US$ 341)


Thorvaldsen, Bertel
Werke in einer Auswahl und in Umrissen

Los 930

Thorvaldsen, (Bertel). Werke in einer Auswahl und in Umrissen. Nebst kurzer Erklärung und einer Lebensskizze des Verfassers. Dritte, sorgfältig durchgesehene Auflage. 4 Bl. Text und 67 lithographischen Tafeln. 44,5 x 30 cm. OPappband (stärker beschabt und berieben, bestoßen und fleckig) mit typographischer Zier und Bordüre. Stuttgart, Brodhag, 1839.

Selten vollständig vorkommende Monographie und Tafelsammlung, die noch zu Lebzeiten des dänischen Künstlers Bertel Thorvaldsen (1770-1844) erschienen. – Textblätter und die ersten neun Tafeln mit Knautschknick, nur vereinzelt stellenweise minimal fleckig, im Block schön erhalten und zumeist sehr frisch. – Beigegeben: Just M. Thiele. Thorwaldsen's Arbeiten und Lebensverhältnisse im Zeitraume 1828-1844. Nach dem dänischen Originale ... bearbeitet und verkürzt von F. C. Hillerup.
Kopenhagen, C. A. Reitzel, 1852. - Daraus 3 Lieferungen mit insgesamt zus. 22 (1 gefaltete) Kupfertafeln mit Umrissstichen. Die OUmschläge der Lieferungen hs. nummeriert: "Heft Nr. 15, Tafeln 85-90", "Heft Nr. 16, Tafeln 91-96, 1 Bogen Text" und "Heft Nr. 14-18, Tafeln 97-108". Teils etwas fleckig, Umschläge angestaubt, knittrig und lädiert, Tafeln ordentlich.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 319)


Zuschlag
€ 140 (US$ 159)


Thorwaldsen, Bertel
Alexander des Großen Einzug in Babylon

Los 931

Thorwaldsen, Bertel. Alexander des Großen Einzug in Babylon. Marmorfries im Schlosse Christiansburg. Titel, Widmungsblatt und 2 Bl. Erläuterungen. Mit 22 (21 gezählten) gestochenen Tafeln von Samuel Amsler nach F. Overbeck u. a. 42 x 63,5 cm. Lose Blatt in Pappband d. Z. (starke Gebrauchsspuren). München, Verlag der literarisch-artistischen Anstalt, 1835.

Erste Ausgabe. Thorwaldsen, damals in Rom tätig, entwarf für den beabsichtigten Rom-Besuch Napoleons den Gips-Fries des Alexander-Zuges für einen Saal im Quirinal. Der Besuch fand nicht statt, dafür beauftragte Napoleon den dänischen Bildhauer mit der Anfertigung des Marmor-Frieses für die Pariser Madeleine. Schließlich erfolgte eine Ausführung für das dänische Königsschloß. Die nicht gezählte Tafel zeigt das Gesamtfries. – Stellenweise schwache Randknicke. Etwas stockfleckig, einige Tafeln deutlich stärker betroffen.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Zuschlag
€ 200 (US$ 227)


Vignola, Jacopo Barozzi da
Oeuvres Complétes de Jacques Barozzi de Vignole.

Los 932

Vignola, Jacopo Barozzi da. Oeuvres completes. H. Lebas und F. Debret (Hrsg.). 3 Bl. Mit Kupfertitel und 85 gestochenen Tafeln. 51,5 x 37,5 cm. Halbleder d. Z. (oberes Kapital mit kleiner Fehlstelle, leicht berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel. Paris, P. Didot L'ainé, 1815.

Brunet V, 1220. Weinreb 51, 732. Nicht bei Fowler, Millard. – Die "Belle édition" (Brunet) enthält gesammelte Werke des italienischen Architekten Jacopo Barozzi da Vignola (1507-1573). Zu einem seiner Meisterwerke zählt der Palazzo Farnese in Caprarola, der hier ebenfalls abgebildet wurde. Die 85 gestochenen Tafeln zeigen Aufrisse und Querschnitte verschiedener Gebäude, wie auch zahlreiche architektonische Abbildungen der Villa Giulia, ehemalige Sommerresidenz des Papstes Julius II., und des Amphitheaters der Villa Mondragone, dem größten tusculanischen Landhaus des 16. Jahrhunderts, für dessen Erweiterung Vignola zuständig war. – Zu Beginn wenige Blätter im unteren Rand leicht feuchtrandig. Leicht gebräunt, teils etwas braun- und stockfleckig. Tafel 83 mit kleinem Einriss in der Darstellung.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Watteau, Antoine
Figures de differents caractères, de paysages, ...

Los 933

Watteau, Antoine. Figures de differents caractères, de paysages, & d'études dessinées d'après nature par Antoine Watteau peintre du roy en son Académie royale de peinture et sculpture gravées à l'eau forte par des plus habiles peintres et graveurs du temps. Tirées des plus beaux cabinets de Paris. Tome premier [-second]. 2 Bände. Mit Kupfertitel, 2 gestochenen Titeln mit Text, Porträtfrontispiz von François Boucher nach Antoine Watteau. 5 Bl. mit 9 gestochenem Seiten "Abrégé", 1 S. "Avertissement" und 350 meist ganzseitigen Kupfern, meist von François Boucher nach Antoine Watteau auf 221 Tafeln. 49 x 31,5 cm. Grünes Halbleder d. Z. (an Kanten beschabt und bestoßen, etwas berieben) mit goldgeprägten RSchild und RVergoldung, breiten Lederecken,Marmorpapier-Deckelbezügen und dreiseitigem Goldschnitt. Paris, Audran und Chéreau, o. J. (1721-1735).     

Cohen-de Ricci 1054-1064. – Das graphische Werk des Antoine Watteau (1684-1721), zusammengestellt von Jean de Jullienne (1686-1766) und herausgegeben von François Chéreau (1680-1729) sowie von Jean und Benoit Audran (1698-1772), der auch selbst in Kupfer stach.
"Quoique la vie de Watteau ait été fort courte, le grand nombre de ses ouvrages pouroit faire croire qui'elle auroit été très-longue, au lieu qu'il montre seulement qu'il étoit très-laborieux; en effet, ses heures même de récréation et de promenade ne se passoient point sans qu'il étudiât la nature et qu'il la dessinât dans les situations où elle lui paroissoit plus admirable. La quantité de desseins qu'a produits son étude, et dont on a fait choix pour les faire graver et en former une oeuvre, est une preuve de cette vérité" (Guilmard 149).
Der wohl prominenteste Stecher der Sammlung, die im Todesjahr des Malers begonnen wurde, ist freilich François Boucher (1703-1770), ferner arbeiteten François Baillieul (1697-1754), Laurent Cars (1699-1771), Charles-Nicolas Cochin (1688-1754), Louis Desplaces (1682-1739), Charles Dupuis, (1685-1742), Edme Jeaurat, (1688-1738), François-Bernard Lépicié (1698-1755), Nicolas Charles de Silvestre (1699-1767), Pierre-Charles Tremolière (1703-1739) und Carle Van Loo (1705-1765). – Etwas gebräunt und leicht braunfleckig, wenige Tafeln stellenweise mit etwas stärkeren Fleckchen, meist aber sauber und wohlerhalten, die Kupfer durchgehend in allerbestem Zustande und kontrastreichem, starken Druck. Sehr selten, auf dem deutschen Markt ist kein Exemplar seit Jahrzehnten nachzuweisen. Mit gestochenem Wappenexlibris "Foley".

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.120)


Zuschlag
€ 9.000 (US$ 10.260)


Wohlgemuth, Wilhelm
Skizzenalbum mit Original-Entwürfen

Los 934

Originale Malerskizzen des Deutschrömers Wohlgemuth
Wohlgemuth, Wilhelm. Skizzenalbum mit Original-Entwürfen in Graphit, Rötel, Feder, teils laviert oder mit Sepia, Grau oder Weiß gehöht, eine Skizze auch aquarelliert. Ca. 260 Skizzen und ausgearbeitete Entwürfe auf ca. 180 losen Skizzenblättern verschiedenster Papiere in unterschiedlichen Formaten von ca. 12 x 12 bis meist ca. 30 x 20 cm. Eingelegt in moderne Sichthüllen in Ringordner. Deutschland und Italien um 1900-1920.

Umfangreiche Skizzensammlung, die den Studien- und Schaffensprozess eines Malers eindrucksvoll vor Augen führt. So finden sich zahlreiche Vorzeichnungen nach berühmten Vorbildern, etwa im Stil der Gemälde von Hans von Marées, Wilhelm von Kaulbach und anderen Münchner Größen der Zeit. Interessant ist auch die Technik der Schraffuren oder das Verwenden von transparentem Papier, das der Maler doppelt benutzt, in dem er die Graphit-Vorzeichnung verso dann mit Feder durchzieht und recto dann durchpaust und ins Reine zeichnet.
Der deutsche Maler, Zeichner, Graphiker und Illustrator Wilhelm Wohlgemuth (1870-1942) hatte sich am 18. Oktober 1887 an der Königlichen Akademie der Künste in München eingeschrieben, wo er in die Klasse des vor allem für seine Historiengemälde und Genremalerei bekannten Malers Johann Caspar Herterich (1843-1905) aufgenommen wurde. An sein Studium schloss er eine Studienreise nach Italien an, wo er sich ab 1898 dann in Rom fest installierte und bis zu seinem Tod lebte. Sein Œuvre durchzieht das Thema des Verhältnisses vom Mensch zum Tier, das er in zahlreichen Gemälden durchspielt - und das auch hier in seinen Skizzen immer wieder vorkommt: So findet sich etwa das als Lithographie vorgesehene Titelblatt - hier in 2 verschiedenen Entwürfen - des dann 1919 bei Braun & Schneider in München erschienenen Buches "Der Mensch als Tier", das mit "12 Originalen Steindrucken in Federmanier mit Tonplatten" ausgestattet und mit einem Vorwort von Joseph August Beringer versehen wurde. Eine Tafel ist mit einem hübschen eigenhändigen Gedicht und einer Zeichnung von sich herzenden Tierpaaren (Kartze und Hund) illustriert: "Ich träumt' ich hätt' ein Rendezvous / Und war mit ihr schon Du und Du /Ich küsste sie, sie küsste mich / Man that was Manchem ärgerlich. / Doch leider war es nur ein Traum und darum interessiert es kaum ...".
Es finden sich Szenen zum Gestiefelten Kater (der Kater mit dem Pferd), viele Darstellung einer nackten Jungfrau, die von einem Mann mit Hirschkopf verführt wird und sich wehrt: Aktaion und Diana, die den Galan in einen Hirsch verwandelt. Ein alter Knabe mit Krückstock und Eselskopf sinniert über das Leben, während seine Frau mit Gänsekopf die Kinder erzieht. Auch Leder mit dem Schwan ist ein beliebtes, vielfach durchgespieltes Motiv.
Eine Federzeichnung zeigt wohl ein Selbstbildnis des Malers im Café, wohl im Botanischen Garten (in Rom?). Die meisten Zeichnungen sind Studien nach historistischen Gemälden und Zeichnungen, antikisierende Studien nach deutschen und italienischen Bildvorlagen, die Wohlgemuth während seiner Zeit in Italien anfertigte. Seine Anatomie- und Figurenstudien sind jedoch stets nicht nach lebenden Modellen, sondern nach gezeichneten oder gemalten Vorbildern anderer Künstler angefertigt; der Stil Wohlgemuths ist dabei stets etwas hölzern und schematisch, wenn auch keineswegs ungeschickt zu nennen - ein exzellentes Beispiel für den "akademischen Stil", der auch lang nach der Befreiung durch die Impressionisten, immer noch prävalent war.
Vorhanden sind auch Architekturstudien, darunter wohl auch Bühnenentwürfe und Theaterszenen, Friese mit Reliefs, Ornamenten und Medaillon-Figuren, Monumentalgrabmäler, Freskenentwürfe für Arkosolien, Lunetten, Decken etc. Mehrere Entwürfe beziehen sich auf konkrete Vorlagen zu Gebrauchsgraphik und Buchillustrationen wie Initialen, Exlibris, Firmenschilder o.ä., etwa "Das Wappen der Wilden Männer", die Initiale "J" vor St. Peter in Rom und einem Kruzifix, ein Porträtmedaillon, ein Spaßbild, möglicherweise als Firmenschild oder Produktlabel, mit einer Sardine im dichten Akanthusgeschlinge, die auf dem Dosenöffnerschlüssel wie auf einer einseitigen Harfe spielt, während auf der Sardinenbüchse "Acciughe" steht. – Die meisten Blätter sind vor- und rückseitig bemalt, mehrere Blätter sind monomgrammiert mit "WW", teils in Ligatur, Jahreszahlen finden sich aber nicht. Teils leichte Bräunungen oder Knicke, sonst kaum Gebrauchsspuren, sehr gut erhalten.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 340 (US$ 387)



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