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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Handschriften, Alte Drucke » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke Auktion 114, Di., 15. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Breviarium
Einzelblatt aus einem französischen Taschengebe...

Los 1001

"Wem ein tugendsam Weib beschert ist..."
Breviarium. Einzelblatt aus einem französischen Taschengebetbuch. Lateinische Handschrift auf Papier. 31 Zeilen. Schrift in Braun und Rot. Mit 6 (3 blauen, 3 in Blattgold) 2-zeiligen Initialen auf Federwerk-Grund. Schriftraum: 10,3 x 6,8 cm. Blattgröße: 16 x 11 cm. Unter Passepartout montiert. Frankreich um 1350.

Recht frühes Beispiel einer französichen Gebetbuchhandschrift auf äußerst feinem, zarten und dünnwandigen Pergament mit sehr sauberer Textura in hellem Braun und kräftigem Rot. Die Initialen "N", "M" und "P" sind in schimmerndem Blattgold aufgebracht und mit feinsten schwarzen Federwerkschnörkeln umspielt.
Mit dem Kapitelbeginn der Sprüche Salomonis (Kapitel XXXI, Vers 10): "Mulierem fortem quis inveniet et de ultimis finibus pretium eius" ("Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen") etc. – Gering wellig, sehr sauber und frisch.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 110)


Grablegung Christi
Spätmittelalterliche Handschrifteniniatur eines...

Los 1011

Beweinung Christi. Spätmittelalterliche Handschriftenminiatur eines Antiphonale. Miniaturmalerei in farbiger Gouache mit Pinselgold auf Pergament. Größe ca. 17,4 x 14,7 cm (auf den Rand beschnitten), in vergoldetem Holzprofilrahmen hinter Glas. Wohl Venedig Mitte des 15. Jahrhunderts.

Große Handschriftenminiatur auf Pergament. Ausschnitt ohne den einstigen Rand, der nur noch oben fragmentarisch sichtbar ist. Verso mit blauer Initiale "Q" für "Qui timendo..." mit vier teils abgeschnittenen Notensystemfragmenten mit romanischer Quadratnotation.
Recto mit der Szene der Grablege bzw. Beweinung Christi nach dessen Kreuzigung: Der Heiland wurde von Nikodemus und Josef von Arimathäa auf ein kostbares weißes Leinentuch, das hier mit hübschen grünen Sternblüten bestickt ist. Die beiden reichen Juden hatten Jesum ihr eigenes, kostbares Grab zur Verfügung gestellt, hier ein mächtiger Marmorsarkophag mit blauem Kassettenmuster an der Front und mit roten Simsbändern und kopfstehenden Vierpässen im Quadrat aus Rosso-Marmor.
"Gegen Abend kam ein reicher Mann aus Arimathäa namens Josef; auch er war ein Jünger Jesu. Er ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu. Da befahl Pilatus, ihm den Leichnam zu überlassen. Josef nahm den Leichnam und hüllte ihn in ein reines Leinentuch. Dann legte er ihn in ein neues Grab, das er für sich selbst in einen Felsen hatte hauen lassen. Er wälzte einen großen Stein vor den Eingang des Grabes und ging weg. Auch Maria aus Magdala und die andere Maria waren dort; sie saßen dem Grab gegenüber" (Mt 27,57-60).
So heben Joseph und Nikodemus den Leib Christi in das Grab, während Maria - hier in Grün gewandt - ihren Sohn mit ihrer Linken segnet und Maria Magdalena zu seinen Füßen steht. Johannes, Jesu "Lieblingsjünger" hebt die Hand Christi, deren Stigmatum er küsst, während sich hinter dem Sarkophag die Jünger in großer Schar, Männer und Frauen des Gefolges Jesu, versammelt haben, darunter Petrus, Andreas, Jakobus und Maria Maria, die Mutter des Jakobus.

In synoptischer Zusammenschau wird über der Szene der schon auferstandene, in den Himmel gefahrene Heiland als "Christus triumphans" mit der rot-weißen Siegesfahne, auf Wolken stehend dargestellt, flankiert von zwei schwebenden Engeln, die als Insignien Kreuz und Speer, die "Arma Christ", halten.

Stilistisch lässt die Miniaturmalerei Einflüsse der venezianischen Malerei des 15. Jahrhunderts erkennen, darunter einige Charakteristika wie die gedämpften Pinselgold-Nimben, vor deren Scheiben sich die Köpfe mit dunklen Schatten abheben, das rötlich-kraftvolle Strähnenhaar der Maria Magdalena, der orientalische Fez des zweiten Jüngers links, die Schleier der beiden Frauen am rechten Rand etc. Die höchst feine Gestaltung der Gesichter, die durchaus bemerkenswert individuell und vielfältig zu nennen sind, zeigt mehrere Anleihen an die griechische Ikonenmalerei, die in dieser Zeit in bekanntermaßen über Italien, besonders eben über Venedig in das Weströmische Reich gelangte. Man vergleiche hier etwa die bärtigen Gesichter des Nikodemus und des Jüngers links hinter ihm: mit minutiöser Pinselführung wurden hier die braun-schwarzen Schattenlinien und die nicht weniger feine Weißhöhung zur Schaffung von Plastizität aufgebracht, die durchaus überzeugt, den Gesichtern aber auch etwas leicht Hölzernes verleiht, wie es für die zeitgenössische Ikonen typisch war. – Etwas wellig, wenige horizontale Knickspuren mit ganz leichter Farbabplatzung, unten ein winziger Fehlstelle, wenige kleine Inseln mit Farbabplatzungen, rechts oben am Sarkophag eine mit grau übermalte Fehlstelle, sonst wohl nur minimale Retuschen oder Ausbesserungen. Verso angestaubt und leicht unfrisch, sehr schönes, bemerkenswert feines Blatt.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 1.980)


Nachverkaufspreis
€ 1.400   (US$ 1.540)


Horae Beatae Mariae Virginis
Lateinische und teils französische Handschrift ...

Los 1019

Horae Beatae Mariae Virginis. Lateinische und teils französische Handschrift auf Pergament. 146 nn., 2 w. Bl. 16 Zeilen. Schriftraum: 10,8 x 6,4 cm. Format: 16,8 x 11,6 cm. Mit Rubrizierung, Zeilenfüllern und mit zahlreichen 1-5-zeiligen Zierinitialen in Gold und Farben, davon 7 große figürliche Initialen, 8 Längsrandleisten mit Akanthusblattwerk in Gold und Farben, 6 breiten Bordüren mit Blüten und Früchten, Blättern und Akanthus auf Pinselgoldgrund sowie 6 Miniaturen. Rosébrauner Samteinband vom Ende des 19. Jahrhunderts (leicht abgegriffen, kaum berieben, Rücken mit rotem Samt erneuert) mit breiten samtenen Innenkanten, Goldpunktfileten und blauen Moiréseidespiegeln sowie Vorsätzen, mit schlichter dreiteiliger Schließe aus Silberblech, Goldschnitt. Wohl Ile-de-France um 1500.

Besonders üppig mit bemerkenswert qualitätsvollen Miniaturen illuminertes, sicherlich in der Gegend um Paris entstandenes Livre d'Heures, hauptsächlich in lateinischer Handschrift und mit einigen späteren Zusätzen in Französisch am Schluss.

Das Stundenbuch beginnt wie üblich mit dem Heiligenkalender, je ein Blatt für einen Monat, teils nicht ausgefüllt. Im Kalendarium wird eine Anzahl Heiliger hervorgehoben, die auf eine westfranzösische Provenienz deuten können, wie z. B. Albinus (Angers), Briccius (Tours), Eutropius (Saintes) oder Hilarius (Poitiers), die meisten jedoch haben Bezug auf den norosfranzössichen Raumn, darunter Dionysius (Paris), Eligius (Noyon), Germanus (Paris), Ivo (Chartres), Ludwig der Heilige (Paris), Medardus (Noyon und Soissons), Remigius (Reims), Rufinus (Soissons) und Theobald (Provins).

Auf die 12 Blätter Kalendarium folgen die Evangelienstücke und die Gebete "Obsecro te" (Fol. 17v) und "O intemerata" (Fol. 21r). Daran schließen sich Fürbittegebete zum heiligen Christophorus (Fol. 24r), zum heiligen Sebastian (Fol. 26r), zur heiligen Barbara (Fol. 27v) und zur heiligen Anna (Fol. 28r). Auf Fol. 29r beginnen die Stundengebete zur Ehren der Jungfrau Maria mit der Matutin, dann den Laudes (Fol. 39v). Diese brechen jeoch mitten auf der Seite (Fol. 47v) ab, ohne Antiphon "Sancti Dei omnes..." bis inklusive der Oratio "Et pacem tuam...". Die weiteren Stundengebete zu Ehren der Jungfrau Maria werden übersprungen, die Handschrift fährt dann auf Fol. 48r mit den Stundengebeten zur Verehrung des heiligen Kreuzes fort.

Diesen folgt auf Fol. 83r die Bußpsalmen. Auf Blatt 94r hebt die Litanei an, Fol. 99r beginn das Totenofficium. Dieses endet 138r. Abschließend (Fol. 139r bis 140v) einige weitere Gebete. Daran schließt sich von späterer Hand die "L'oreison de sainct augustin" an sowie die L'oraison que feit Manasses, luy estant en captiuité en Babi(lon)" (Fol. 140v bis 146v). Fol. 147 und 148 sind weiß geblieben.

Zur Illumination:
Das ganze Stundenbuch ist sehr hübsch einheitlich von einem geschickten, künstlerisch gebildeten Minaturenmaler illuminiert. Die Randleisten und Bordüren mit Ranken, Blumen und Beeren, darunter Vögel, Schnecke, Fabelwesen, Erdbeeren etc. Eine der größeren Initialen mit reizendem Blumenschmuck. Die vier Evangelisten stellte der Maler jeweils mit ihrem Symboltier als figürliche Initialen dar. Alle vier sind tief in die Lektüre bzw. in das Schreiben der Evangelientexte vertieft.
Johannes Evangelista mit Adler, schreibend im Buch, vor Sternenhimmel (Fol. 13r), Lukas mit dem Stier, fast vollständig verdeckt hinter einem Lesepult, konzentriert auf die Lektüre (Fol. 14r), Matthäus in Diskussion mit dem geflügelten Menschen über einem Folianten (Fol. 15v) und Markus beim Entziffern eines Manuskripts, das auf ein Dreieckpult gelegt wurde, hinter dem der goldgehöhte Löwe den Betrachter anblickt (Fol. 16v).
Initiale mit der anbetenden Madonna (Fol 17v), Blüten-Initiale auf Goldgrund (Fol. 21r), Barbara mit dem Turm (Fol. 27v), Heilige Anna (Fol. 28r),

Die Miniaturen zeigen:
1) Heiliger Christophorus (Fol. 24r)
2) Heiliger Sebastian (Fol. 26r)
3)
Verkündigung Mariae (Fol. 29r)
4) Kreuzigung Christi (Fol. 48r)
5) König David (Fol. 83r)
6) Memento mori, Darstellung des Todes auf dem Friedhof (Fol. 99r) –

Wenige unwesentliche Farbwischer, Farbabplatzungen und Bereibungen, hier und da leicht gebräunt, aber kaum fleckig, insgesamt in sehr schöner Erhaltung. Vorsatz mit modernem Exlibris "John Rancis Neylan", erstes Blatt mit altem Stempel-Monogramm.

English: Horae Beatae Mariae Virginis. Latin and partly French manuscript on vellum. Lavishly illuminated with remarkably high-quality miniatures, tje Livre d'Heures was certainly created in the area around Paris. It is mainly written in Latin and with some later additions in French at the end.

Paint color wipers, few chipping or abrasions, here and there slightly browned, but hardly stained, all in very fine condition. Paste-down with modern ex-libris "John Rancis Neylan", first sheet with old stamped monogram.

Schätzpreis
€ 14.000   (US$ 15.400)


Nachverkaufspreis
€ 9.000   (US$ 9.900)


Heures a lusage de Paris
Paris, Guillaume Eustache, 1509

Los 1020

"Heures à lusage de Paris toutes an long sans riens requerir: imprimez nouvellement pour Guillaume eustache demourant a Paris en la rue de la iuifrie au deux sagitteres: ou au pallaiz au troysieme pillier". Spätmittelalterliches gedrucktes Stundenbuch auf Pergament. 123 (statt 128) Bl. Satzspiegel 12,8 x 8,2 cm. Format 16,4 x 10,8 cm. Mit großer kolorierter und goldgehöhter Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, Hunderten von 1-3-zeiligen Initialen in Gold auf blauem oder rotem Grund, Zeilenfüllern und jeweils einer individuell gestalteten breiten Zierleiste sowie 14 (statt 19?) ganzseitigen Miniatur-Holzschnitten und 12 viertelseitigen Holzschnitten, alle reich illuminiert in deckenden Farben und mit Gold, teils auch mit Silber. Schwarzes Maroquin vom Anfang des 17. Jahrhunderts (Rücken mit wenigen winzigen Fehlstellen, leicht bestoßen) mit reicher floraler RVergoldung, dreifachen goldgeprägten Deckelfileten und feinsten Eckfleurons. (Paris, Guillaume Eustache, 1509).

Sehr seltenes, für uns nicht in öffentlichen Bibliotheken nachweisbares gedrucktes und überaus reich illuminiertes Stundenbuch nach dem Gebrauch von Paris. Die prachtvolle Druckermarke des Guillaume Eustache zeigt zwei mit Schilden und Bogen gewappnete Kentauren, die unter einem Baum mit goldenen Früchten, den Wappenschild mit der ligierten Marke des Druckers "GE" präsentieren.
Auch wenn Brunet die zumeist fehlende Bordüren- und Randleistenausstattung der späteren, vor allem der gedruckten Stundenbücher bedauert ("Quoiqu'elles soient presques toutes dépourvues de bordures, les heures de ce librairie sonst encore justement recherchées ..."), so bildet das unsrige eine prachtvolle Ausnahme - und gibt ein Beispiel dafür, dass die hohe Kunst der Illumination, auch der eigenständigen (denn hier sind die Bordüren nicht als Holz- oder Metallschnitte eingefügt) Illumination immer noch perfekt beherrscht wurde.

Den Stundengebeten geht der Heiligenkalender auf 14 Jahre ("Almanach pour xiiii ans"voraus (fol. 1v-7v)
Vom Text her interessant sind vor allem die "Quatrains" zum Kalendarium und eine "Orayson de saint fiacre" am Schluss. Vor einem Pariser Gasthaus, das mit dem Bilde dieses Stadtheiligen geschmückt war, pflegten sich die ersten Pariser Mietsdroschken aufzustellen, woher der Namen Fiaker rührt, der sich dann europaweit ausbreitete. Der heilige Fiacrius von Meaux (auch Fiacrius von Brie, Fiacre, Fèfre, Fèvre, Fiachra, Fiachrach) lebte ungefähr von 590 bis 670 als Einsiedler, der im 7. Jahrhundert aus Irland nach Frankreich gekommen war um dort zu missionieren und das sog. „grüne Martyrium“ zu finden.

Die illuminierten Holzschnitte im Einzelnen:
Verlegermarke (fol. 1r), Martyrium Johannes des Täufers (8v), Verrat Christi mit dem Judaskuss (11v), Verkündigung Mariae (16v), Augustinus und die tiburtinische Sybille (26v), Geburt Christi (34v) Verkündigung an die Hirten (38v), Anbetung der Heiligen Drei Könige (41v), Darbringung im Tempel (44v), Krönung Mariae (51v), David und Uria (54v), David und Bathseba (55r), Jesus und Lazarus (63v), Trinität (84r),
Die kleineren Holzschnitte mit Szenen aus den Vitae Sanctorum, dem Kampf des heiligen Michael mit dem Teufel (91v), Enthauptung Johannes des Täufers durch Salomé (92r), die heilige Barbara mit Turm und Kelch (92r), Ahasver for David? (92v), Enthauptung des Apostels Jakob (93r), heiliger Nikolaus (94r), heiliger Claudius (94v), heiliger Antonius (95r), heilige Anna mit der kleinen Maria (96r), Maria Magdalena (96v), heilige Margarete (97r), heilige Barbara (97v),

Über die Seltenheit des vorliegenden Drucks vgl. schon einen Eintrag der Revue des sociétés savantes: "M. Lhuillier, dans un travail court et substantiel, a fait connaître un livre d'heures imprimé en 1509 sur vélin en liettres gothiques, dont l'exemplaire, conservé à Melun chez un particulier, est peut-être unique. Ce livre a une date, il port un nom d'éditeur (Guillaume Eustache, demeurant à Paris, rue de la Juiverie), mais il manque de nom d'imprimeur" (Revue des sociétés savantes de la France et de l'étranger Band V, 1867, S. 161). – Es fehlen vermutlich fünf Blätter (C8, D1, E8, M1-2), sicherlich mit weiteren ganzseitigen Miniaturen. Im Kanon der Gebetsbuchillustrationen fehlen Mariae Heimsuchung, Kreuzigung, Grablegung, Beweinung und Auferstehung, zentrale Szenen des Heilsgeschehens. Blatt 26 (Sybille) mit winzigem Loch (im blauen Gewand des Augustinus), kaum fingerfleckig oder mit Gebrauchsspuren, lediglich etwas knapp beschnitten im 17. Jahrhundert (leichte Randverluste der Bordürenleisten), insgesamt sehr sauber und frisch und mit den Illuminationen in leuchtenden Farben und feinstem Pinselgold (kaum Abplatzungen). Blatt 26r ein wohl zeitgenössischer handschriftlicher Besitzeintrag einer bürgerlichen (!) Dame "Clemence Cordier femme de ysaac basille marchant de provins". Ein weiterer Besitzvermerk findet sich auf dem Titel: "A. Grillon D. M. 1678". Vor den Block vorne sind noch zwei weitere Pergamentblätter eingebunden mit vier Seiten liturgischen Gesängen auf rotem Vierliniensystem mit schwarzer Quadratnotation zum Osterfest: "In die Sanctissimo Pascha", hinten entsprechend weitere 12 Pergamentblätter und folgend noch 4 Papierblätter, darauf weitere liturgische Gesänge für den Advent, zum Officium des Heiligen Theobald, der "Missa Sancti Rochi" und Vespergesängen, alles aus dem 16. Jahrhundert. Die vier Papierblätter enthalten zusätzliche Stundengebete in französischer und lateinischer Sprache. Auch die marmorierten Vorsätze sind auf den weißen Rückseiten als Textträger gebraucht. Interessant ist hinten auf den Pergamentblättern 8 und 9 ein hs. Bericht über eine Prozession, die in Provinz (einer Gemeinde im heutigen Département Seine-et-Marne in der Region Île-de-France) am 14. VII. 1675 stattfand, und bei der ein "Eustache Grillon Medecin" genannt wird. Ein dritter Besitzer, eine "Citoyen Piar", hat einen Kaufvermerk vom 13. IV. 1793 auf dem 7. Pergamentblatt eingetragen. Modernes Exlibris auf dem hinteren Innendeckel.

English: Very rare printed and richly illuminated book of hours, never recorded in any public library. With larg coloured and gilt woodcut printers device on title page, some hundres of 1-3 line gold initials, illuminated line filler bars, broad ornamental strips and 14 (instead of probably 19?) full-page miniatures in woodcut, furthermore 12 quarter-page woodcuts, all lavishly illuminated in beautiful colours, partly with gilding and silver. Bound in black Morocco of the beginning of the 17th century (back cover with few minimal losses, slightly scuffed). With rich floral gilt spine, threefold golden cover fillets and corner fleurons.
Five leaves are probably missing (C8, D1, E8, M1-2), presumably on which we once met further full page miniatures, as compared with the usual sequence of mediaeval book of hours there is no depiction of the St. Mary’s Visitation, Crucifixion, Entombment, Lamentation and Resurrection. Leaf 26 (Sybille) with small hole, hardly any fingerstains of signs of wear. In the 17th century, the block seems to be cut a little bit narrowly to edge (minimal loss of marginal borders), altogether a very clean, fresh and beautiful copy with the wonderful, shiny illustration in luminous colouring and finest brush gold (hardly any rubbing).

Leaf 26r with an autograph entry of a bourgeois lady "Clemence Cordier femme de ysaac basille marchant de provins". Another entry on title page: "A. Grillon D. M. 1678". On two, at beginning bound-in parchment leaves we find four pages with liturgical chants: "In die Sanctissimo Pascha", at the end some more 12 parchment leaves with further vocals, e. g. for the “Officium of Saint Theobald, "Missa Sancti Rochi" and vesper chants of the 16th century Jahrhundert. Added are some additional prayers for the hours. On leaf 8 and 9 we find a report about a procession in the provinz of today’s Département Seine-et-Marne in the region Île-de-France), which took place the 14th July 1675, mention among others a certain "Eustache Grillon Medecin". A third owner is the "Citoyen Piar" with a buyer’s entry of 13th April 1793 (leaf 7).

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Nachverkaufspreis
€ 10.000   (US$ 11.000)



Nibelungen
Das helden buch mit synen figuren

Los 1020a

Nibelungen. - Das helden buch mit synen figuren. Daraus 1 Holzschnitt. Ca. 18 x 13,8 cm. Hagenau, Henrich Gran für Hans Knoblauch, 1509.

VD16 H 1566. – Textblatt mit hübschem Holzschnitt zum Nibelungenlied, wohl aus dem von Jörg Breu und anderen illustrierten "Heldenbuch", das erstmalig 1479 in Straßburg von Johann Prüss gedruckt wurde (GW 12185. Hain-Copinger 8419. Copinger 2905), dann am 24. März 1491 von Johann Schönsperger in Augsburg übernommen und dann erstmalig im 16. Jahrhundert im Jahre 1509 von Henrich Gran auf Kosten des Hans Knoblauch herausgegeben wurde. – Wie üblich etwas fleckig, gebräunt und mit Gebrauchsspuren.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 165)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 110)


Was glücklich wohl ergangen...
. 9 Handschriften-Fragmente eines spätmittelalt...

Los 1023

"In ebig zeitt onzertrent - bis das dij welt hab ein ennelt"
"Was glücklich wohl ergangen...". 9 Handschriften-Fragmente eines spätmittelalterlichen Epos. Frühneuhochdeutsche Handschrift in Sepiatinte auf Papier. 9 Bl. 2 Spalten. 354 (von ?) Verse in 354 Zeilen. Schriftraum: Breite ca. zwischen 7 und 11 cm. Format: 10,5 x 16,2 cm. Bayrisch-süddeutscher Raum Mitte des 16. Jahrhunderts.

Umfangreiches, wohl bis dato nicht bekanntes, nicht publiziertes spätmittelalterliches Heldenepos in neun Fragmenten, die als Makulatur verwendet wurden und daher einige Ausschnitte, Risse, Bräunungen, Leimspuren etc. aufweisen. So sind Textpartien teils unleserlich oder von Leim überdeckt, die meisten Teile jedoch gut lesbar. Ausschnitte (um die Buchbünde) bilden ebenfalls Textverluste. Dennoch bleibt ein recht großes Corpus des spätmittelalterlichen, neuhochdeutschen Textes erhalten.

Daraus geht hervor, dass es sich um ein frühneuhochdeutsches episches Gedicht mäßiger literarischer Qualität handelt, aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Es geht um Kriegsführung und militärische Vorbereitungen eines Sultans und Kalifen zu einem großen Krieg. Erzählt wird aus der Perspektive eines Gastes im Hause des Sultans, der als Ich-Erzähler auftritt und von den ritterlichen Abenteuern berichtet.

Abgefasst in Paarreimen (jeweils zwei Zeilen bilden ein Reimpaar) handelt es sich um eine gegenüber der Vorlage verbesserte Fassung mit zahlreichen vom Schreiber hinzugefügten Neuformulierungen, Ergänzungen, Zeilen- und Wortstreichungen, Korrekturen und Änderungen.

Vorhanden sind neun, jeweils beidseitig beschriebene Fragmente aus Doppelblättern, die mit einer sehr dekorativ geschwungenen bayrisch-süddeutschen Bastarda beschrieben wurden. Als Wasserzeichen erkennt man (beispielsweise auf Blatt 2) eine Bügelkrone mit Kreuz.

In welcher Reihenfolge sich die Blätter befanden, ist nicht mehr auszumachen, fehlen doch auch dazwischen immer wieder Passagen. So wurden die Blätter von willkürlich, bzw. nach möglichst sinnfälliger Reihenfolge durchnummeriert und womöglich transkribiert (Fehlstellen durch Ausschnitte, Überschnitte, aber auch durch Unleserlichkeit sind mit […] markiert. Transkription auf Anfrage erhältlich).

Auf den neun beidseitig beschriebenen Blattfragmenten sind insgesamt 354 Verse bzw. Versfragmente erhalten. Die Urfassung der Verserzählung sowie die von Schreiberhand eingefügten Neuformulierungen von etlichen Versen, auch die Nachträge und Zusätze, ist allenthalben von mäßiger dichterischer Qualität, wiewohl sie ein höchstinteressantes, bis dato wohl noch nicht an das Licht der Öffentlichkeit gehobenes Sprachmonument des frühen Neuhochdeutsch darstellt.

Blatt 1 recto:
Was glicklich wol ergangen
Von pald ab er gefangen
Dem hoch … Inn dem here
Het er mitt seiner were
Richterlichen erstatten.
Verhawen tieff geschniten

Seinen spies mitt dem swertl
Zerprochen gar hochgeert
Ward er zer selben zeiten
Ver nachend und auch weittend
Wurden potten ußgesandt
Uber all [gestrichen: Inn dy landt; ersetzt durch:] und auch zehandt

Dem konig brieff geschihett
Wie es dem gasst gelijhett
… hett es wol erganngen
Dem sold […] am pald gfangen
Dem haub […] von Babilon

Blatt 2 recto
Nit nach geeylt so werend all
In den galeren Mit schall
[…] davon hin komen
Die konig sy da all nomen
In gefencknuß furtens dan
und [gestrichen] dar zu gan man herman
von haidenischer arte
plib tod von dem vil zaren
ligen … tieffe verhawen

Mit freuden war (sach) man wchawen
Am anndern tag, frue morgen
Den … gaste an sorgen
Her ziehen mitt den Gfanngen
Er was Im wol ergangen
Dann was er P… mitt dem swerlt – Ein Blatt (7) verso auf dunkelbraunes Leder aufgezogen, mit Fehlstellen und dort durchscheinenden Textpassagen, d. h. das Blatt war auch verso beschriftet. Mehrere Durchstreichungen von Passagen aber auch ganze Kolumnen wurden durchgestrichen mit X-Linien. An den Margen wurden dann in andererer Hand und anderer Tinte Korrekturen angebracht, Einfügungen, Ergänzungen hinzugefügt etc. Es handelt sich wohl um einen Text, an dem noch gearbeitet wurde. Alles in allem ist die Schrift jedoch meist recht gut lesbar und mit hübschen kalligraphischen Schwüngen und den üblichen Kringeln und Ausläufen in Federwerk geziert worden.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Nachverkaufspreis
€ 8.000   (US$ 8.800)


Ingressa Agnes turpitudinis locum
Doppelblatt aus einer Antiphonale-Handschrift

Los 1026

"Ingressa Agnes turpitudinis locum". Doppelblatt aus einer Missale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament mit romanischer Quadratnotation auf rotem vierzeiligem System. Mit 10 einfachen Initialen in Schwarz, Rot und Blau. Schriftspiegel: ca. 43 x 26 cm. Format: 56,5 x 37,5 cm. Wohl Nordfrankreich um 1580.

Der Beginn der Lobpreisung zu Ehren der Heiligen, Märtyrerin und geweihten Jungfrau Agnes von Rom (um 237-ca. 250): "Ingressa Agnes turpitudinis locum, angelum Domini praeparatum invenit" etc. ("Als Agnes des Ort ihrer Schande betrat, fand sie den Engel der Herrn im Voraus gerüstet" etc.). Agnes gilt als Schutzpatronin der Jungfrauen, der Verlobten und der Keuschheit, ihre hohe Wertschätzung geht auf die Schriften des Heiligen Ambrosius zurück. – Etwas fleckig, das zweite Blatt mit kleinerem Loch im unteren Rand. In der unteren Ecke fingerfleckig. Mit Falz (dort mit kleinen Löchern einer früheren Bindung) sowie Mittelknickfalte.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 264)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 176)


Domine Deus meus, in te speravi
2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer A...

Los 1028

"Domine Deus meus, in te speravi". 2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer Antiphonale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament, ein Blatt verso mit romanischer Quadratnotation auf rotem fünfzeiligem System. Mit dreizeiliger in Rot und Braun ausgemalter Initiale "D" und 8 einfachen roten Initialen. Schriftspiegel: ca. 64 x 41 cm. Format: 80,5 x 59,5 cm. Wohl Norditalien um 1600.

Der Anfang des 7. Davidpsalms, beginnend bei Vers 2: "Domine deus meus in te speravi: salvum me fac ex omnibus persequentibus me et libera me" etc. ("Herr, mein Gott, auf dich habe ich gehofft: befreie mich von all meinen Verfolgern und erlöse mich" etc.) auf zwei reglierten Einzelblättern aus einem Monumentalantiphonale mit dekorativer dreizeiliger Initiale "D" auf in Braun eingemaltem Grund mit Blattornamentik. – Untere Ecke etwas fingerfleckig und mit schwachen Knickspuren, sonst wohlerhalten. Schrift auf der weiß gekalkten Fleischseite etwas abgerieben, die Haarseite etwas gebräunt. Das Blatt mit der Initiale verso mit Ziffernsignatur in Blau in der oberen Ecke.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Borja y Velasco, Gaspar
Quanto di notabile,succeduto in Napoli Ital. Ha...

Los 1030

Borja y Velasco, Gaspar de. - "Quanto di notabile, e curioso è succeduto in Napoli nelli Governi de' due Cardi[ina]li Borgia, e Zapatta". Italienische Handschrift auf Papier. 15 Bl. (le. w.). Mit 2 einmontierten, in Schwarz und Rot gedruckten Holzschnittporträts (je 12 x 9 cm). 27,5 x 20 cm. Halbleder um 1820 (Rücken defekt mit Filmklebung, stark beschabt, bestoßen). Italien um 1650.

Historischer Abriss über die Stadt Neapel im frühen Seicento unter der Gouvernanz des spanischen Kardinals Gaspar de Borja y Velasco (1580-1645) und seines Kronkardinals Antonio Zapata y Cisneros (1550-1635). Auf den Tod Phillips III. war Philipp IV. gefolgt. Unter ihm wurde Zapata zum Vizekönig von Neapel ernannt, bis er dann zwischen 1627 und 1632 als Großinquisitor von Spanien sein Amt ausführte. Aus Rom verwaltete der Borgia-Kardinal, Vertreter der spanischen Krone im Vatikan, das Vizeregnum. Für Neapel waren die Zeiten unter der strengen Herrschaft der spanischen Kardinäle höchst unruhig. So berichtet der anonyme Chroniker von Aufständen, Tumulten, Schlachten und Kriegen - vor dem Hintergrund der immanenten Türkenbedrohung: "Al 16. dì Agosto 1620. Manfredonia fù posta al Sacco dai Turchi, e segui in questo modo".
Die Chronik ist bemerkenswert detailreich und eine für die Geschichtsforschung überaus bedeutende, wohl bis dato noch unveröffentlichte Quelle, die nahezu lückenlos alle Ereignisse, politischer, gesellschaftlicher und topographischer Art bis hin zu meteorologischen Beobachtungen, oft von Tag zu Tag aufführt. Der dokumentierte Zeitraum erstreckt sich vom 14. Juni 1620 bis zum 20. März 1623.
Auch Naturkatastrophen werden erwähnt: "Al 16. di Novembre 1620 fù una tempesta tanto grande in mare; che non si ricorda simile; imperciò che la voracità dei venti sbatteva il Galeoni, i Vascelli nel Porto, il che stando mirando molti huomini nella marina della Pietra del pesce". Die Besuche der Kardinäle werden genau dokumentiert: "A 6 di xmbre (decembre) il Cardinal Zapatta privatamente venne nella Città, e prima anò a militare la signora Duchessa d'ossuna ... In questo s'intese la carceratione in Spagna del Duca d'Ossuna, e del Genovino...". "Si trattenne il Cardinal Borgia in Napoli fino al 14 di dicembre 1620".
Es wird berichtet über die Reise des Kardinals nach Rom zum Konklave und der Papstwahl Gregors XV., währenddessen Zapata als Statthalter den obersten Militärmachthaber einsetzte, ebenfalls einen Spanier, der General der Galeren.
"A 21 di Gennaro 1621 Il Cardinal Zapata andò in Roma con le galere della squadra di Napoli per la creatione del nuovo Pontefice, essendo morto Paolo V., et fù creato Gregorio XV, et per la sua assenza, governò come Luogotenente D. Pietro di Leyua Generale delle galere fino al 19. di Febrero, nel quale giorno, Il Cardinal Zapatta se ritorno da Roma".
Die beiden, als Frontispiz und nach dem vierten Blatt eingehefteten Holzschnitte zeigen zwei in Schwarz und Rot gedruckte Porträts der Kardinäle aus einer zeitgenössischen Publikation, einmal Tafel XVIII, untertitelt "Gaspar tit. S. Crucis in Hierusalem Card. Borgia, Hispanus, 17. Augusti 1611" und "Antonius tit. S. Balbinae Car. Zapata, Protector Hispaniae, Hispanus, 9. Junij 1604". – Stellenweise etwas braun- und sprenkelfleckig, zu Anfang etwas stärker, sonst gute, breitrandige Handschrift in sehr gut lesbarer, sauberer Hand, einer braunschwarzen Sepiatinte auf festem Büttenpapier. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris der Sammlung Sir Thomas Phillips.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 440)


Schedel, Hartmann
1 Blatt aus dem Liber Chronicarum des Hartmann ...

Los 1031

Schedel, Hartmann. "Iste Aminadab primus post moysen fide plena ingressus est mare rubrum alijs trepidantibus". 1 Blatt aus dem Liber Chronicarum des Hartmann Schedel als handschriftliche Kopie in braunschwarzer Tinte. Lateinische Handschrift auf Papier mit 8 Federzeichnungen in Sepia. 43 x 29 cm. Um 1660.

Interessantes Blatt, das die große Popularität der berühmten Weltchronik Hartmann Schedels aus dem Jahre 1493 auch noch im 17. Jahrhundert zeigt, ebenso wie den großen Wert dieser einzigartigen Inkunabel, der offenbar so hoch war, dass sich auch noch im Barock mühsame handschriftliche Kopien als lohnend erwiesen. Vorhanden ist hier Blatt XXX mit einem Text aus der "Tercie etas mundi", wie es auf dem Kolumnentitel im gedruckten Werk heißt. Der Text ist in sauberer, teils schwarzer, teils brauer Tinte sorgfältig aus dem lateinischen Original kopiert worden: "Naason anno mundi 3688". Links dann die breite belebte Bordüre mit der Darstellung von Aminadab und Naason im fortlaufenden Stammbaum, rechts eine Bordüre mit weiteren Gestalten, in der Mitte die Balaam-Szene mit dem Eselreiter, dem der Engel mit dem Schwert entgegentritt. Verso dann zwei berühmte alttestamentarische Szenen: Der Untergang der Ägypter bei der Verfolgung der Israeliten im Roten Meer (Moses und das Meerwunder nach Exodus, Kapitel 13-14) sowie die Szene des die Gesetzestafeln von Gott empfangende Moses nach Exodus, Kapitel 24). Die zeichnerische Umsetzung ist dabei von großem Interesse, da es sich um weitgehend freie künstlerische Interpretationen handelt, die sich dennoch eng an das Vorbild anlehnt. – Rechte untere Ecke mit kleiner Fehlstelle, wenige Einrisse und vereinzelt etwas fleckig, vier kleine Tintenfleckie, insgesamt sehr dekorativ.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 165)



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