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Lose im Nachverkauf

Katalog Handschriften, Alte Drucke, Theologie » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke, Theologie Auktion 110, Di., 17. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Antiphonale-Fragment
"O magnum pietatis opus". Antiphonale-Fragment ...

Los 1008

"O großes Werk der Liebe"
"O magnum pietatis opus". Antiphonale-Fragment. Lateinische Handschrift auf Pergament mit romanischer Quadratnotation auf rotem fünfzeiligen System. Daraus 8 Blätter. Mit mehreren Federwerk- und konturierten, roten Initialen. Schriftspiegel: 37 x 21,5 cm. Format: 49,4 x 33,4 cm. Süddeutschland um 1480.

Sauberes, schönes Fragment aus einer umfangreichen Antiphonale-Handschrift mit sorgfältiger Quadratnotation auf fünf roten Linien und feiner Minuskelschrift in Rot und Schwarz, wodurch die Handschrift wohl ins 14. Jahrhundert zu datieren ist. Ebenso exakt ist die Textschrift und die mit der mit Bandfeder gezogenen, hübsch ornamentierten Federwerkinitialen sowie die großen schlichten Minuskel-Rundinitialen "O", "N", "A", "I" etc.: "O magnum pietatis opus, mors mortua tunc est, quando hoc in ligno mortua vita fuit" ("O großes Werk der Liebe. Der Tod ist dann tot, wenn an diesem Baum das Leben gestorben ist" und weitere Antiphona zu Ostern, "In secundis vesperis omnia ut in primis Ad Magnificat", "In festo sancti Joannis", "In Nativitate sancti Joannis Baptiste ad Veserperas" etc. Nummeriert sind die Blätter XXXIII-XL. – Nur gering knitterspurig und fingerfleckig, wie üblich die Haarseite stärker bräunlich, während die Fleischseite sorgsam gekalkt, sehr weiß und frisch ist. Im Bund kleine Bindelöchlein.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 585)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 351)

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Ingressa Agnes turpitudinis locum
Doppelblatt aus einer Antiphonale-Handschrift

Los 1010

[*] "Ingressa Agnes turpitudinis locum". Doppelblatt aus einer Missale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament mit romanischer Quadratnotation auf rotem vierzeiligem System. Mit 10 einfachen Initialen in Schwarz, Rot und Blau. Schriftspiegel: ca. 43 x 26 cm. Format: 56,5 x 37,5 cm. Wohl Nordfrankreich um 1580.

Der Beginn der Lobpreisung zu Ehren der Heiligen, Märtyrerin und geweihten Jungfrau Agnes von Rom (um 237-ca. 250): "Ingressa Agnes turpitudinis locum, angelum Domini praeparatum invenit" etc. ("Als Agnes des Ort ihrer Schande betrat, fand sie den Engel der Herrn im Voraus gerüstet" etc.). Agnes gilt als Schutzpatronin der Jungfrauen, der Verlobten und der Keuschheit, ihre hohe Wertschätzung geht auf die Schriften des Heiligen Ambrosius zurück. – Etwas fleckig, das zweite Blatt mit kleinerem Loch im unteren Rand. In der unteren Ecke fingerfleckig. Mit Falz (dort mit kleinen Löchern einer früheren Bidung) sowie Mittelknickfalte.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Domine Deus meus, in te speravi
2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer A...

Los 1011

[*] "Domine Deus meus, in te speravi". 2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer Antiphonale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament, ein Blatt verso mit romanischer Quadratnotation auf rotem fünfzeiligem System. Mit dreizeiliger in Rot und Braun ausgemalter Initiale "D" und 8 einfachen roten Initialen. Schriftspiegel: ca. 64 x 41 cm. Format: 80,5 x 59,5 cm. Wohl Norditalien um 1600.

Der Anfang des 7. Davidpsalms, beginnend bei Vers 2: "Domine deus meus in te speravi: salvum me fac ex omnibus persequentibus me et libera me" etc. ("Herr, mein Gott, auf dich habe ich gehofft: befreie mich von all meinen Verfolgern und erlöse mich" etc.) auf zwei reglierten Einzelblättern aus einem Monumentalantiphonale mit dekorativer dreizeiliger Initiale "D" auf in Braun eingemaltem Grund mit Blattornamentik. – Untere Ecke etwas fingerfleckig und mit schwachen Knickspuren, sonst wohlerhalten. Schrift auf der weiß gekalkten Fleischseite etwas abgerieben, die Haarseite etwas gebräunt. Das Blatt mit der Initiale verso mit Ziffernsignatur in Blau in der oberen Ecke.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 702)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 468)

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Antiphonale romanum
Fragment einer liturgischen Handschrift auf Per...

Los 1012

Antiphonale romanum. Fragment einer liturgischen Handschrift auf Pergament mit lateinischem Text und Blocknotation auf 5-zeiligem roten System. 115 (teils disparat numerierte) Bl. 7 Zeilen. Schriftraum: ca. 45 x 27,5 cm. Format: ca. 60 x 40 cm. Mit (übrig gebliebenen) 167 Federwerk-Initialen in Blau und Rot. Schweinsleder d. Z. (sehr starke Gebrauchsspuren, großflächige Fehlstellen im Bezug etc., teils vom Einband gelöst, angestaubt) über schweren Holzdeckeln (mit Bruchspuren) mit 2 (statt 10) Messingbuckeln sowie fragmentarischen Resten der stark verrosteten Eisenkanten- und Eckbeschläge sowie der lädierten Eisenschließe. Wohl Frankreich um 1600.

Ausgeschlachtetes Fragment eines liturgischen Gesangbuchs im Monumentalformat, bestehend aus Teilen mit Gesängen aus den Psalmen und Antiphonen zur Heiligenverehrung. – Die größeren, wohl auch figürlich und szenisch gestalteten Federwerkinitialen zumeist grob und unsauber ausgeschnitten, die Pergamentblätter dadurch deutlich entstellt und mit teils großen Fehlstellen. Einige Lagen und Einzelblätter lose, Bindung insgesamt locker. Teils auch stärker fingerfleckig, zumeist stärker gewellt. Mit zahlreichen genähten Fehlstellen, Rissen, Löchern und Knorpelläsuren, teilweise auch hinterlegt. Im oberen Rand mit Feuchtigkeitsschaden. Innenspiegel mit montiertem Makulatur-Doppelblatt (Fragment) aus dem späten 14. Jahrhundert.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 936)

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Borja y Velasco, Gaspar
Quanto di notabile,succeduto in Napoli Ital. Ha...

Los 1014

[*] Borja y Velasco, Gaspar de. - "Quanto di notabile, e curioso è succeduto in Napoli nelli Governi de' due Cardi[ina]li Borgia, e Zapatta". Italienische Handschrift auf Papier. 15 Bl. (le. w.). Mit 2 einmontierten, in Schwarz und Rot gedruckten Holzschnittporträts (je 12 x 9 cm). 27,5 x 20 cm. Halbleder um 1820 (Rücken defekt mit Filmklebung, stark beschabt, bestoßen). Italien um 1650.

Historischer Abriss über die Stadt Neapel im frühen Seicento unter der Gouvernanz des spanischen Kardinals Gaspar de Borja y Velasco (1580-1645) und seines Kronkardinals Antonio Zapata y Cisneros (1550-1635). Auf den Tod Phillips III. war Philipp IV. gefolgt. Unter ihm wurde Zapata zum Vizekönig von Neapel ernannt, bis er dann zwischen 1627 und 1632 als Großinquisitor von Spanien sein Amt ausführte. Aus Rom verwaltete der Borgia-Kardinal, Vertreter der spanischen Krone im Vatikan, das Vizeregnum. Für Neapel waren die Zeiten unter der strengen Herrschaft der spanischen Kardinäle höchst unruhig. So berichtet der anonyme Chroniker von Aufständen, Tumulten, Schlachten und Kriegen - vor dem Hintergrund der immanenten Türkenbedrohung: "Al 16. dì Agosto 1620. Manfredonia fù posta al Sacco dai Turchi, e segui in questo modo".
Die Chronik ist bemerkenswert detailreich und eine für die Geschichtsforschung überaus bedeutende, wohl bis dato noch unveröffentlichte Quelle, die nahezu lückenlos alle Ereignisse, politischer, gesellschaftlicher und topographischer Art bis hin zu meteorologischen Beobachtungen, oft von Tag zu Tag aufführt. Der dokumentierte Zeitraum erstreckt sich vom 14. Juni 1620 bis zum 20. März 1623.
Auch Naturkatastrophen werden erwähnt: "Al 16. di Novembre 1620 fù una tempesta tanto grande in mare; che non si ricorda simile; imperciò che la voracità dei venti sbatteva il Galeoni, i Vascelli nel Porto, il che stando mirando molti huomini nella marina della Pietra del pesce". Die Besuche der Kardinäle werden genau dokumentiert: "A 6 di xmbre (decembre) il Cardinal Zapatta privatamente venne nella Città, e prima anò a militare la signora Duchessa d'ossuna ... In questo s'intese la carceratione in Spagna del Duca d'Ossuna, e del Genovino...". "Si trattenne il Cardinal Borgia in Napoli fino al 14 di dicembre 1620".
Es wird berichtet über die Reise des Kardinals nach Rom zum Konklave und der Papstwahl Gregors XV., während dessen Zapata als Statthalter den obersten Militärmachthaber einsetzte, ebenfalls einen Spanier, der General der Galeren.
"A 21 di Gennaro 1621 Il Cardinal Zapata andò in Roma con le galere della squadra di Napoli per la creatione del nuovo Pontefice, essendo morto Paolo V., et fù creato Gregorio XV, et per la sua assenza, governò come Luogotenente D. Pietro di Leyua Generale delle galere fino al 19. di Febrero, nel quale giorno, Il Cardinal Zapatta se ritorno da Roma".
Die beiden, als Frontispiz und nach dem vierten Blatt eingehefteten Holzschnitte zeigen zwei in Schwarz und Rot gedruckte Porträts der Kardinäle aus einer zeitgenössischen Publikation, einmal Tafel XVIII, untertitelt "Gaspar tit. S. Crucis in Hierusalem Card. Borgia, Hispanus, 17. Augusti 1611" und "Antonius tit. S. Balbinae Car. Zapata, Protector Hispaniae, Hispanus, 9. Junij 1604". – Stellenweise etwas braun- und sprenkelfleckig, zu Anfang etwas stärker, sonst gute, breitrandige Handschrift in sehr gut lesbarer, sauberer Hand, einer braunschwarzen Sepiatinte auf festem Büttenpapier. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris der Sammlung Sir Thomas Phillips.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)

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Antiphonale romanum
Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift ...

Los 1016

Antiphonale romanum. Einzelblatt aus einer liturgischen Handschrift auf Pergament mit lateinischem Text und Blocknotation auf 5-zeiligem roten System. Mit 2 6-zeiligen Initialen in Rot (verso und recto). Schriftraum: ca. 62 x 40 cm. Format: 71,5 x 49,5 cm. Unter Glas in Holzleiste gerahmt. Wohl Frankreich um 1700.

Einzelblatt aus einem monumentalen Psalter mit dem Anfangsvers "Alleluja fac nos innocuam Joseph. Decurrere vitam sitque tuo semper tuta Patrocinio". – Etwas fingerfleckig, im Rand mit kleineren teils mit Transparentstreifen geklebten Läsuren.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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Villemont, Royer de
Journal de la deffense de Landau

Los 1017

Villemont, Royer de. "Journal de la deffense de Landau par Mr de Laubanie en 1704. Avec les plans des attaques de 1704 et de 1713. Französische Handschrift auf Papier. 1 Bl., 58 num. Mit 2 mehrfach gefalteten kolorierten Plänen. S. 32 x 20,5 cm. Geheftet (teils offen). Frankreich Ende des 17., Anfang 18. Jahrhunderts.

Handschriftlicher Bericht der Belagerung von Landau mit Beschreibung und Plänen des Angriffes der französischen Truppen im Jahre 1713 während der kaiserlichen Belagerung 1704. Insgesamt wurde die französische Festung während des Spanischen Erbfolgekrieges viermal belagert: im Jahre 1702 endete die Belagerung mit der Einnahme am 12. September, das Folgejahr 1703 verzeichnet die Teilzerstörung Landaus zwischen dem 13. Oktober und dem 17. November und im September 1704 zogen die Kaiserlichen Truppen wiederum vor Landau, das sie am 23. November stürmten. Neun Jahre Später folgte die hier geschilderte vierte Belagerung von Landau (1713), bis die Festung am 20. August übergeben werden musste.
Das Tagebuch wurde von dem Chefingenieur der Verteidigungsanlagen Villemont begonnen, der während der Belagerung verstarb, und fortgeführt von Joinville vom 9. September bis zum 23. November 1704.
Die Pläne zeigen die Belagerungs- und Angriffspläne von 1704 und 1713: "Journal de la deffense de Landau, commencée par Mr de Villemont Ingenieur en chef de la place jusqu'à sa mort, et continué par Mr de Joinville jusqu'à la reddition de ladite place, le 23 novembre 1704".
"Laubanie fut nommé gouverneur de Landau après la reprise de la ville par les Français en octobre 1703. Après la défaite d'Hochstaedt, les troupes impériales mirent le siège devant Landau. Laubanie y soutint le siège, de septembre à novembre 1704, au cours duquel il perdit la vue. Il fit rédiger ce récit détaillé du siège, qui connut deux éditions. Le conseil de guerre capitula le 23 novembre 1704, et les 2.000 hommes encore valides quittèrent Landau avec tous les honneurs. Le présent manuscrit contient le récit de Villemont et Joinville, deux ingénieurs, et se présente comme le complément du récit de Laubanie: 'Les deux auteurs étaient ingénieurs dans la place où Villemont fut tué le 20 octobre. Leur rapport est un complément fort utile de la relation précédente [celle de Laubanie] car il signale la situation peu avantageuse de la forteresse, le nombre insuffisant des troupes, la pénurie des munitions et prouve que, malgré tout, la résistance fut acharnée' (Louis André). N. Royer de Villemont, mort au service à Landau, est également l'auteur d'un Mémoire sur les forteresses de Bonn; l'ingénieur N. de Jonville ou Joinville fut 'chargé en chef de la défense et vint en rendre compte au roi', et mourut au siège de Turin en 1706 (A. Blanchard, Dictionnaire des ingénieurs militaires). Le journal débute ainsi : 'Le malheureux succès de nos armées en Bavière ayant ramené les ennemis dans la belle Alsace, le Maréchal de Villeroi n'eut pas plutôt repassé les montagnes avec les débris des armées [...] qu'il revint passer le Rhin à Strasbourg'... Il est augmenté d'un plan de la forteresse de Landau, rehaussé de couleurs. La dernière partie (p. 47-58) est constituée d'un tableau en deux colonnes montrant les deux projets de convention pour la reddition de la place" (Drouot).
Vgl. ausführlich: Louis André, Les Sources de l'histoire de France, Nr. 3983, S. 368: Laubanie, Relation de la défense de Landau en l'année 1704, publiée dans Campagne de Monsieur le maréchal de Marsin, Teil II, S. 316f. et dans Pelet, Mémoires militaires..., Teil IV, Appendix, S. 949-964. Villemont et Joinville, Journal de la defense de la place de Landau en 1704, publ. par Augoyat, Mémoires inédits du maréchal de Vauban sur Landau..., 1841, S. 81-186. – Bindlung lose, nur leicht fleckig, kaum Papierläsuren, die großen Pläne (46,5 x 53 cm bzw. 32 x 39 cm) überaus detailliert und fein koloriert, kleiner Falzriss, Bildträger zusammengesetzt aus mehreren Blättern.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.170)

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Antiphonale romanum
Fragment einer liturgischen Handschrift auf Per...

Los 1019

Antiphonale romanum. Fragment einer liturgischen Handschrift auf Pergament mit lateinischem Text. 28 Bl., die letzten 4 Bl. auch mit Blocknotation auf 5-zeiligem roten System. 17 Zeilen. Schriftraum: ca. 54 x 33,5 cm. Format: ca. 60-66 x 43 cm. Mit 11-zeiliger barocker Schmuckinitiale in Gelbbraun und 5 sechszeiligen einfachen Initialen in Rot. Leder d. Z. (deutliche Gebrauchsspuren, stark beschabt, mit Fehlstellen, Rücken lädiert) über schweren Holzdeckeln (angebrochen) mit 10 (1 zur Hälfte lädiert) Holzbuckeln sowie stärker verrosteten Eisenkanten- und Eckbeschlägen sowie lädierter Eisenschließe. Wohl Nordfrankreich um 1720.

Fragment eines liturgischen Gesangbuchs im Monumentalformat, bestehend aus Teilen mit Gesängen aus den Psalmen und Antiphonen zur Heiligenverehrung. Umfangreiches Makulaturmaterial für Buchbinderarbeiten. – Bindung etwas schwach, die Lagen teils gelockert, einige Blatt lose. Mal mehr, mal weniger fingerfleckig, teils mit genähten Rissen.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.053)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)

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Megillah Esther
Hebräische Handschrift auf Pgt. Wohl um 1780

Los 1022

Megillah Esther. Hebräische Handschrift auf Pergament. 20 Kolumnen Text in sefardisch-nordafrikanischem Duktus auf 5 mit Hanffasern aneinander genähten Teilen Schafsleder mit Lasche und Bindeband. 17-18 Zeilen. 18-18,5 x 326 cm. Auf einfacher, gedrechselter Eichenholzspindel (mit einigen Ausbrüchen) gerollt. 37,5 x 5,5 (Durchmesser) cm. Marokko um 1780.

Hübsche, auf fünf mittels Hanffäden aneinander genähten Pergamentstücken in sauberer Kalligraphie in kohleschwarzer Tinte geschriebene Esther-Rolle. Anders als bei der Tora handelt es sich bei der Esther-Rolle um den Text für die Feier des Purim-Fests. In den Synagogen werden am Vorabend des Festes Texte aus dem Buch Esther verlesen, wobei der Rabbiner die Schriftrolle (Megillah, Megillot) Stück für Stück von rechts nach links aufrollt. Es folgen je nach Ritus weitere Lesungen am nächsten Morgen, wobei sowohl Männer als auch Frauen ebenso wie die Kinder verpflichtet sind, der Vorlesung der Megillah zuzuhören. Jedes Mal, wenn beim Vorlesen der Esther Rolle der Name ,,Haman" erwähnt wird, setzt man Lärminstrumente aller Art ein, mit deren Hilfe der Name des Agagiters Haman, des Übeltäters aus der Esther-Erzählung, symbolisch ausgelöscht werden soll. Die Erwachsenen stampfen gewöhnlich mit den Füßen und schlagen aufs Pult. Die Kinder nehmen insbesondere Rasseln und Schnarren.
In dem vorliegenden Manuskript ist die dem Name Hamans entgegen gebrachte Missgunst durch das Auslassen bzw. Weißen (und wohl späteren Überschreiben) des Namens zum Ausdruck gebracht.
Entstanden ist die Esther-Rolle wohl in Marokko, wo es beispielsweise in Fez eine lange Tradition von Schreiberstätten gab, aus denen sich einige Megillahs erhalten haben. Vgl. etwa die unserem Exemplar nicht unähnliche Esther-Rolle, die im Pariser Musée du Quai Branly aufbewahrt wird und dort auf das "13.-14. Jahrhundert" geschätzt wird: "Un rouleau d’Esther rédigé au Maroc entre les XIIIe et XIVe siècles, conservé au musée du quai Branly. Le livre ou rouleau d’Esther est le vingt-et-unième livre de la Bible hébraïque. Il fait partie des Ketouvim selon la tradition juive et des Livres historiques de l’Ancien Testament selon la tradition chrétienne. Il rapporte une série d’événements se déroulant sur plusieurs années: Esther, d’origine juive, est la favorite du plus puissant souverain de son époque - Xerxès Ier. Or, sous son règne, le grand vizir - Haman - intrigue et obtient de pouvoir exterminer toute la population juive. Devant pareille menace, l’oncle d’Esther - Mardochée - fait appel à sa nièce afin qu’elle obtienne du roi l’annulation du décret qui les condamne" (Trad. Louis Segond). – Wenige kleine Randausrisse, ohne Textverlust, nur ganz vereinzelt leicht fleckig, das glatte Leder wie üblich etwas gebräunt, hier und da wenige Farbverwischungen durch Feuchtigkeitseinfluss und etwas Textabklatsch auf verso, meist nur die ersten drei Kolumnen betreffend. Insgesamt sehr schön erhalten und ein höchst suggestives Objekt der jüdischen Religionskultur. – Beiliegt eine Fotodokumentation in Quart mit ca. 20 Digitalfotos in Hochglanz zur Esther-Rolle in Papp-Umschlag.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)

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Arabische Handschriften
mit juristischen und religiösen Texten

Los 1026

Arabische Handschriften. 2 Handschriften mit juristischen und religiösen Texten. 149 und 119 Bl. Mit Zeilenhervorhebungen in Rot und Konturhinterlegungen. 26,8 x 20,5 cm und 24,5 x 18 cm. Roter Kalbsleder-, bzw. Halblederband (stark lädiert, mit Ein- und Ausrissen sowie Fehlstellen, angestaubt und fleckig, beschabt und bestoßen) mit Blindfiletenprägung und Deckelklappen. Um 1900.

I. Rechtsbuch. Arabischer Duktus mit ca. 27-29 Zeilen in schwarzer und roter Tinte, mit einigen kalligraphischen Initialen. Es handelt sich um eine Kompilation aus älteren Gesetztestexten. Wohl Syrien um 1880.
II. Religiöse Texte. Arabischer Duktus mit ca. 23-28 Zeilen in schwarzer und roter Tinte, sowie mit einigen Zierinitialen in olivgrüner Tinte. Es handelt sich wohl um ein arabisches Familienbuch, einen Wochab, für die Familie Kaschaksch mit Interpretationen sakraler und religiöser Texte, mit Ausschmückungen und Kommentaren zu Korantexten und Interpretationen von verschiedenen islamischen Sekten. Möglicherweise um 1900 in Kairo entstanden. – Beide Bände mit teils starken Gebrauchsspuren, gebräunt, wasser-, stock-, finger-, spor- und braunfleckig, sicherlich nicht komplett, einige Blätter lose, teils gravierendere Papierschäden und Läsuren. Insgesamt aber ein sehr pittoreskes Ensemble.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 210)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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