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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Handschriften, Alte Drucke » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke Auktion 114, Di., 15. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Ingressa Agnes turpitudinis locum
Doppelblatt aus einer Antiphonale-Handschrift

Los 1026

"Ingressa Agnes turpitudinis locum". Doppelblatt aus einer Missale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament mit romanischer Quadratnotation auf rotem vierzeiligem System. Mit 10 einfachen Initialen in Schwarz, Rot und Blau. Schriftspiegel: ca. 43 x 26 cm. Format: 56,5 x 37,5 cm. Wohl Nordfrankreich um 1580.

Der Beginn der Lobpreisung zu Ehren der Heiligen, Märtyrerin und geweihten Jungfrau Agnes von Rom (um 237-ca. 250): "Ingressa Agnes turpitudinis locum, angelum Domini praeparatum invenit" etc. ("Als Agnes des Ort ihrer Schande betrat, fand sie den Engel der Herrn im Voraus gerüstet" etc.). Agnes gilt als Schutzpatronin der Jungfrauen, der Verlobten und der Keuschheit, ihre hohe Wertschätzung geht auf die Schriften des Heiligen Ambrosius zurück. – Etwas fleckig, das zweite Blatt mit kleinerem Loch im unteren Rand. In der unteren Ecke fingerfleckig. Mit Falz (dort mit kleinen Löchern einer früheren Bindung) sowie Mittelknickfalte.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 264)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 176)


Domine Deus meus, in te speravi
2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer A...

Los 1028

"Domine Deus meus, in te speravi". 2 Einzelblätter im Monumentalformat aus einer Antiphonale-Handschrift. Lateinische Handschrift auf Pergament, ein Blatt verso mit romanischer Quadratnotation auf rotem fünfzeiligem System. Mit dreizeiliger in Rot und Braun ausgemalter Initiale "D" und 8 einfachen roten Initialen. Schriftspiegel: ca. 64 x 41 cm. Format: 80,5 x 59,5 cm. Wohl Norditalien um 1600.

Der Anfang des 7. Davidpsalms, beginnend bei Vers 2: "Domine deus meus in te speravi: salvum me fac ex omnibus persequentibus me et libera me" etc. ("Herr, mein Gott, auf dich habe ich gehofft: befreie mich von all meinen Verfolgern und erlöse mich" etc.) auf zwei reglierten Einzelblättern aus einem Monumentalantiphonale mit dekorativer dreizeiliger Initiale "D" auf in Braun eingemaltem Grund mit Blattornamentik. – Untere Ecke etwas fingerfleckig und mit schwachen Knickspuren, sonst wohlerhalten. Schrift auf der weiß gekalkten Fleischseite etwas abgerieben, die Haarseite etwas gebräunt. Das Blatt mit der Initiale verso mit Ziffernsignatur in Blau in der oberen Ecke.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Borja y Velasco, Gaspar
Quanto di notabile,succeduto in Napoli Ital. Ha...

Los 1030

Borja y Velasco, Gaspar de. - "Quanto di notabile, e curioso è succeduto in Napoli nelli Governi de' due Cardi[ina]li Borgia, e Zapatta". Italienische Handschrift auf Papier. 15 Bl. (le. w.). Mit 2 einmontierten, in Schwarz und Rot gedruckten Holzschnittporträts (je 12 x 9 cm). 27,5 x 20 cm. Halbleder um 1820 (Rücken defekt mit Filmklebung, stark beschabt, bestoßen). Italien um 1650.

Historischer Abriss über die Stadt Neapel im frühen Seicento unter der Gouvernanz des spanischen Kardinals Gaspar de Borja y Velasco (1580-1645) und seines Kronkardinals Antonio Zapata y Cisneros (1550-1635). Auf den Tod Phillips III. war Philipp IV. gefolgt. Unter ihm wurde Zapata zum Vizekönig von Neapel ernannt, bis er dann zwischen 1627 und 1632 als Großinquisitor von Spanien sein Amt ausführte. Aus Rom verwaltete der Borgia-Kardinal, Vertreter der spanischen Krone im Vatikan, das Vizeregnum. Für Neapel waren die Zeiten unter der strengen Herrschaft der spanischen Kardinäle höchst unruhig. So berichtet der anonyme Chroniker von Aufständen, Tumulten, Schlachten und Kriegen - vor dem Hintergrund der immanenten Türkenbedrohung: "Al 16. dì Agosto 1620. Manfredonia fù posta al Sacco dai Turchi, e segui in questo modo".
Die Chronik ist bemerkenswert detailreich und eine für die Geschichtsforschung überaus bedeutende, wohl bis dato noch unveröffentlichte Quelle, die nahezu lückenlos alle Ereignisse, politischer, gesellschaftlicher und topographischer Art bis hin zu meteorologischen Beobachtungen, oft von Tag zu Tag aufführt. Der dokumentierte Zeitraum erstreckt sich vom 14. Juni 1620 bis zum 20. März 1623.
Auch Naturkatastrophen werden erwähnt: "Al 16. di Novembre 1620 fù una tempesta tanto grande in mare; che non si ricorda simile; imperciò che la voracità dei venti sbatteva il Galeoni, i Vascelli nel Porto, il che stando mirando molti huomini nella marina della Pietra del pesce". Die Besuche der Kardinäle werden genau dokumentiert: "A 6 di xmbre (decembre) il Cardinal Zapatta privatamente venne nella Città, e prima anò a militare la signora Duchessa d'ossuna ... In questo s'intese la carceratione in Spagna del Duca d'Ossuna, e del Genovino...". "Si trattenne il Cardinal Borgia in Napoli fino al 14 di dicembre 1620".
Es wird berichtet über die Reise des Kardinals nach Rom zum Konklave und der Papstwahl Gregors XV., währenddessen Zapata als Statthalter den obersten Militärmachthaber einsetzte, ebenfalls einen Spanier, der General der Galeren.
"A 21 di Gennaro 1621 Il Cardinal Zapata andò in Roma con le galere della squadra di Napoli per la creatione del nuovo Pontefice, essendo morto Paolo V., et fù creato Gregorio XV, et per la sua assenza, governò come Luogotenente D. Pietro di Leyua Generale delle galere fino al 19. di Febrero, nel quale giorno, Il Cardinal Zapatta se ritorno da Roma".
Die beiden, als Frontispiz und nach dem vierten Blatt eingehefteten Holzschnitte zeigen zwei in Schwarz und Rot gedruckte Porträts der Kardinäle aus einer zeitgenössischen Publikation, einmal Tafel XVIII, untertitelt "Gaspar tit. S. Crucis in Hierusalem Card. Borgia, Hispanus, 17. Augusti 1611" und "Antonius tit. S. Balbinae Car. Zapata, Protector Hispaniae, Hispanus, 9. Junij 1604". – Stellenweise etwas braun- und sprenkelfleckig, zu Anfang etwas stärker, sonst gute, breitrandige Handschrift in sehr gut lesbarer, sauberer Hand, einer braunschwarzen Sepiatinte auf festem Büttenpapier. Innenspiegel mit gestochenem Wappenexlibris der Sammlung Sir Thomas Phillips.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 440)


Liure d'Heures
La Sainte Messe. Historistisches Stundenbuch. L...

Los 1037

"Liure d'Heures - La Sainte Messe". Historistisches Stundenbuch. Lateinische und französische Handschrift auf Pergament. Geschrieben in einer gebrochenen Gotica Textura in schwarzer, roter und blauer Tinte. 99 nn. Bl. (davon 2 w.)12 Zeilen. Schriftraum: 8,8 x 6 cm. Format: 23,2 x 17,2 cm. Mit zahlreichen bis zu 6-zeiligen Initialen in Gold und Farben und Hunderten von Zeilenfüllern, durchgehender Rubrizierung mit kleinen Federwerkinitialen in Rot und Blau, alle Seiten mit breiten Rahmenbordüren in phantasievoller Gestaltung in Gold, Silber, Kupfer (teils punziert) und Farben, 2 kleinen Miniaturen in den Rahmen sowie 3 ganzseitigen Miniaturen. Geglättetes dunkelgrünes Maroquin (Rückdeckel mit minimalen Kratzern) mit goldgeprägtem RTitel "MISSEL", auf dem VDeckel eingelassener mehrfach gebrochener, ziselierter Goldmetall-Vignette mit Ligatur, Steh- und Innenkanten-Dentelles und reichen golgeprägten Maroquinspiegeln sowie fliegenden Vorsätzen mit Seidenmoiré-Bezug (dieser teils minimal eingerissen, beschabt). Eingelegt in eine Holzkassette mit dunkelrotem Kalbslederbezug (teils leicht brüchig, beschabt, bestoßen, bekratzt) mit goldgeprägter Deckelbordüre und 2 Blechschließen sowie Innenbezug aus weißer Feinseide und Seidenkordel (Gebrauchsspuren, leicht angestaubt). Frankreich um 1860.

Mess- und Stundenbuch mit ausgewählten Gebeten der Horae Beatae Mariae Virginis und den liturgischem Ablauf der Heiligen Messe, etc., das ganz in der Tradition der französischen Buchmalerei des mittelalterlichen Herbstes in der Mitte des 19. Jahrhunderts angefertigt wurde. Auf dem Vorderdeckel die aufmontierte Ligatur in feinstem, vielfach durchbrochenen und minutiös ziselierten Goldblech "ME" oder "EM" mit den Initialen des anonymen Eigners.
Die durchgehende Illuminierung ist bemerkenswert, zeigt sie doch auf besonders phantasievolle Weise die Meisterschaft eines Miniaturisten des 19. Jahrhunderts, der einerseits die mittelalterliche Buchkunst studiert hat, sich aber andererseits auch weitgehende Freiheiten in der Ausgestaltung nimmt, wobei er in ekklektizistischer Manier aus dem vollen Formen- und Ornamentrepertoir der vergangenen 500 schöpft.
Das Buch gliedert sich: Fol. 1 weiß, Fol. 2 Titelblatt "Liure d'Heures", Fol. 3 Miniatur, Fol. 4-6 Gebete für den Morgen und Abend, Fol. 7 Titelblatt "La Sainte Messe", Fol. 8-Text der Messe mit Gebeten, liturgischen Gesängen (ohne Noten), Antiphona, Hymnen für die Sonntage und Heiligenfeste, Te deum, Ave Maria, De profundis, Communion etc., Fol. 40 weiß, Fol. 56 "Cérémonies du Mariage", Fol. 79 weiß, Fol. 83 "Chemin de la Croix" mit den 14 Kreuzwegstationen, Fol. 96 Titelblatt "Souvenirs de Famille" (nicht ausgefüllt) mit 3 Blätter mit 6 Rahmenbordüren und leeren Textfeldern. Fol. 99 "Table".

Die Miniaturen zeigen
Fol. 3: Das Christuskind mit einem Erwachsenen im Gepräche (Joseph, ein Schriftglehrter, Johannes d. T.?)
Fol. 29: Kleine Randminiatur mit dem Kelchbringer-Engel.
Fol. 41: Sankt Margarete mit dem Drachen auf ziseliertem Goldgrund mit breiter Bordüre.
Fol. 78: Kleine Randminiatur mit Herz-Jesu-Darstellung, Christus mit Nimbus und rotem Herzen auf der Brust, aus ds er deutet. Auf punziertem Goldgrund.
Fol. 80: Kreuzigung Christi mit Maria, Johannes und Magdalena zu Füßen des Kreuzes. – Alle Pergamentblätter sauber an Gazestreifen montiert und eingebunden (wenige Blätter etwas gelockert), kaum Gebrauchsspuren, nahezu fleckenfrei. Der bemerkenswert schön gearbeitete Einband offenbart seine ganze Pracht mit dem Öffnen der Deckel und der üppigen Goldprägung auf den Innendeckeln: Florale, vegetabile Bordüren mit Eckfleurons gruppieren sich um einen großen Losange-Spiegel in der Mitte.

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.500)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.300)


Schmidt, Georg
Waldvögelein. Deutsche Handschrift auf Papier

Los 1039

Schmidt, Georg. "Waldvögelein". Deutsche Handschrift auf Papier. 63 S. Mit eingemalter Initiale und 15 kleinen figürlichen Vignetten in Federzeichnung. Leiden d. Z. (angestaubt, fleckig, beschabt, bestoßen) mit Goldprägung. 27,5 x 22 cm. Neu-Ruppin 1896.

Hübsches, wohl unveröffentlichtes Versgedicht auf das "Waldvögelein", in feinster, sauberster moderner Kurrentschrift mit Sepiatinte auf Papier gebracht sowie reizend illustriert mit entzückenden kleinen Vignetten. Der Titelschriftzug in Kalligraphie mit Federwerk und teils in Goldmalerei. – Minimal gebräunt, wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 66)


Äthiopische Taschengebetbücher
2 Ge'ez Handschrift auf Pergament. Um 1860

Los 1042

Äthiopische Taschengebetbücher. 2 Ge'ez-Handschriften auf Pergament. Schwarze und rote Tinte. 10 x 30,6 bzw. 9,3 x 6 cm. Eichenholzdeckelbände d. Z. bzw. blutrotes blindgeprägtes Geißenleder d. Z. (gering berieben oder beschabt) über Holzdeckeln, dieser in dazugehörigem zweiteiligen Leder-Futteral mit Trageriemen an zwei aufgenähten Schlaufen. Äthiopien Mitte 19. Jahrhundert.

Zwei reizvolle, kleine Gebetbücher äthiopischer Christen in Ge'ez Schrift in schwarzer und roter Tinte auf Pergamentpapier geschrieben: 1) Ge'ez Gebetbuch. 44 Bl. (le. w.) mit Gebetsüberschriften in Rot (Text vereinzelt gering abgerieben, wenige originäre Pergamentlöchlein, teils fingerfleckig, Bindung gelockert, wohl vollständig). - 2) Ge'ez Gebetbuch. 58 Bl. Mit 2 hübschen Kopfleisten als geometrisch-florale Bordüren in Rot und Schwarz (Fingerfleckchen, Gebrauchsspuren), die erste Quart-Lage kleineren Formats, im VDeckel eine Vertiefung im Holz für das einstige Anbringen eines Heiligenbildes (Klebspuren vorhanden). Das Büchlein ist besonders dekorativ gebunden: Der Rücken ist mit dreifachen Blindfileten in Rautenformen gehalten, während die Deckel mit hübschen Riefelbordüren geprägt sind. Eine breite Bordüre umgibt auf beiden Seiten ein Kreuz, die Ecken mit kleinen Rundstempelchen geziert. Das Lederfutteral wie üblich etwas stärker geknautsch und wellig. Es besteht aus zwei ineinandermontierten Teilen, einem Innen- und Außenfutteral, genäht mit Litzen aus Pergamentstreifen und zusammengehalten von einem ca. 1 cm breiten Lederriemen.

So konnte das Buch am Sattelknauf oder an dem Gürtel des Beduinengewandes befestigt werden. Der Ge’ez-Duktus tradierte sich aus dem axumitisches Reich, das seine Blütezeit im 3. nachchristlichen Jahrhundert hatte. Bis ins späte 19. Jahrhundert blieb Ge'ez die Hauptschriftsprache in Eritrea und Äthiopien und wird auch heute noch als Liturgiesprache der äthiopisch-orthodoxen und der eritreisch-orthodoxen Kirche geschrieben (vgl. E. Hammerschmidt, Illuminierte Handschriften der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Graz 1977, S. 19). – Sehr suggestive, hübsch gebundene Gebetbücher im Taschenformat und vor allem mit dem originalen Futteral sind bemerkenswert selten.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 275)


Ariosto, Ludovico
Orlando Furioso

Los 1059

Ariosto, Ludovico. Orlando Furioso, diviso in due parti, la prima contiene XXX. canti, et la seconda XVI., insieme con l'aggiunta de i cinque canti nuovi. Teil I (von 2). 806 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und 30 Textholzschnitten. 11 x 6,5 cm. Lyon, G. Rovillio, 1561.

Vgl. STC 23 und Adams A 1666 und A 1667 (jeweils die erste und zweite Lyoneser Ausgabe). – Dritte Lyoneser Ausgabe. – Titel mit hs. Besitzvermerk. Im Rand gering gebräunt, sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)


Augustinus, Aurelius
De doctrina Christiana + De natura et gratia

Los 1061

Augustinus, Aurelius. De doctrina Christiana libri IIII omnibus sacram scripturam vel recte intelligere, vel fructuose populo proponere volentibus perquam utiles & necessarii. 8 nn., 160 num., 8 nn. Bl. 13 x 8,5 cm. Blindgeprägter flexibler Kalblederband d. Z. (berieben und beschabt, insgesamt etwas lädiert). Paris, Johannes Roigny, 1534.

Adams A 2199. – Pariser Taschenausgabe seines Lehrbuchs Von der christlichen Lehre, in welchem Augustinus Anweisungen zur korrekten Auslegung der Bibel liefert. – Titel und fl. Vorsatz mit mehreren Einträgen. Titel etwas fleckig und im oberen Bug leicht gelöst, wenige Annotationen. Etwas leimschattig, Vorsätze aus Makulaturblättern einer lateinischen Pergamenthandschrift des 15. Jahrhunderts. – Beigebunden: Derselbe. De natura & gratia, liber unus. 67 num., 7 nn. Bl. Ebenda 1534. - Letzte Blatt mit schwachem Wasserrand.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)


Augustinus, Aurelius
Opera

Los 1065

Augustinus, Aurelius. (Opera). Hrsg. von Erasmus von Rotterdam. 10 Teile in 5 Bänden. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und wdhl. Holzschnitt-Druckermarken sowie einigen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 36 x 24,5 cm. Holzdeckelbände d. Z. (vorderes Gelenk des 1. Bandes gebrochen, leicht berieben und bestoßen, gering wurmstichig) mit breitem blindgeprägtem Schweinslederrücken d. Z. (etwas stärker berieben, mit Fehlstellen und Wurmspuren). Basel, Ambrosius und Aurelius Froben, 1569.

VD16 A 4153. Adams A 2166. IA 110.042. Nicht im STC. – Spätere Ausgabe der berühmten Basler Augustinus-Gesamtausgabe. Die 1569er Ausgabe ist, so wie sie hier vollständig vorliegt, selten. Gedruckt wurde sie von den Söhnen des weltbekannten Buchdruckers Johann Froben.
Die hübsche Titelblattbordüre zeigt die Taube des Heiligen Geistes, die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes sowie die vier lateinischen Kirchenväter Ambrosius, Augustinus, Hieronymus und Gregor den Großen. – Titelblatt mit minimalem Textverlust durch Wurmspuren. Band fünf mit Spor- und Feuchtflecken. Band zwei mit Feuchtfleck von unten durch den halben Band.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.750)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Bartholomaeus Coloniensis
Dialogus mythologicus

Los 1067

Bartholomaeus Coloniensis. Dialogus mythologicus dulcibus iocis, iucundis salibus, concinnisque sententiis refertus, atque diligenter elaboratus. 26 Bl. Mit ankolorierter Holzschnitt-Druckermarke am Schuss. 17,3 x 13 cm. HLeinen des späten 19. Jahrhunderts mit hs. RSchild. Tübingen, Thomas Anshelm, Oktober 1512.

VD16 B 542. Panzer, Ann. typ. VIII, 322, Nr. 7. J. K. Kipf, Bartholomaeus Coloniensis, in: Deutscher Humanismus 1480-1520. Verfasserlexikon I/1, Sp. 132ff. Vgl. STC 67 (Ausgabe Tübingen 1511). – Dritter Druck, der bei Thomas Anshelm in Tübingen erschien, die beiden früheren Ausgaben dort datieren Oktober 1509 (B 538) und Juli 1511 (B 541). Der Erstdruck des mehrfach aufgelegten Schulbüchleins erschien 1490 unter dem Titel Epistola mythologica. "Das auf dem Titelblatt stehende Distichon von G. Konitz 'Hinc fugiat rigidi qui laudat uerba Catonis/ Hic iocus & risus, nil nisi laeta patent' ist für ein Schulbuch etwas überraschend, für die damalige Pädagogik aber bezeichnend" (Alberts). Der frühneuzeitliche Humanist Bartholomäus (um 1460 - um 1516) war Lehrer in Deventer, Münster und Minden, zu seinen Schülern zählte auch Erasmus von Rotterdam.
"Der grotesk-komische Schuldialog in Briefform ist gattungsgeschichtlich ohne nahe Parallele. Mit den Schülerdialogen verbindet die Epistola die Zielsetzung, in unterhaltsamer Form korrektes lateinisches Vokabular für den Alltagsgebrauch vorzuführen, mit der humanistischen Komödie die einheitliche Komposition, phantastische Handlung sowie Anleihen bei Plautus und Terenz [...]. Seit der 2. Ausgabe (GW 3441) gab Bartholomäus eine alphabetisch geordnete Explicatio verborum difficilium, in der griechische Lehnwörter, Mythologisches u. a. präzis erläutert werden, sowie ein Geleitgedicht ad lectores suos bei [...]. Die Epistola ist Bartholomaeus' bei weitem erfolgreichstes Werk" (Kipf; ausführlich auch zum Inhalt). – Titel etwas fleckig und leicht angestaubt, mit kleinen Fehlstellen im Bug, Unterstreichung in rotem Farbstift sowie altem Tinteneintrag. Erstes Textblatt mit minimalen Läsuren im Bug und im oberen Rand etwas knapp beschnitten (minimaler Buchstabenverlust). Einige alte Unterstreichungen, die Schlusslage E verbunden. Insgesamt nur vereinzelte Flecken, ein Braunfleck auf Blatt Bii verso etwas stärker, die dadurch im Druck etwas stumpf gewordenen Buchstaben nachgemalt.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 660)



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