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Wertvolle Bücher Auktion 115, Di., 7. April, 15.00 Uhr


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Los 1011 Taschenantiphonale
Lateinische Handschrift auf Pergament.
» Abgabe von Vorgeboten möglich
1011) » größer

Taschenantiphonale. Antiphonarium Romanum. Lateinische Handschrift auf Pergament. 105 nn. Bl. Antiqua romana in Rot und Schwarz mit romanischer Quadratnotation auf 4-linigem rotem System, Antiqua-Initialen in Rot und Blau, mit Kapitelüberschriften in goldenen Versalien. Prinzipal- und Versoseiten regliert in Rot bzw. in Gold. Schriftraum 19,2 x 12,2 cm. Format 26,2 x 20 cm. Weinrotes geglättetes Maroquin d. Z. (Rücken brüchig mit kleinen Bezugsfehlstellen, Eck- und Kantenverlusten, beschabt, bestoßen und ohne die Schließbügel - älter, sehr fachmännisch restauriert bzw. neu aufgebunden unter Aufkaschierung des originalen Materials) mit goldgeprägtem Rücken und Filetenvergoldung auf den Deckeln in zwei umeinander gelegten Bordürerahmen aus jeweils drei feinsten Goldfileten mit vier arabesken Eckfleurons (nur minimal abgerieben). Frankreich um 1690.

Kleines Quart-Antiphonale zum Gebrauch eines Priesters während der heiligen Messe. Im Gegensatz zu den üblichen liturgischen Büchern, die im Folio- oder Imperialformat angefertigt wurden und auf die monumentalen Pulte im Zentrum der Chöre spätmittelalterlicher Kirchen zur allseitigen Sichtbarkeit für die gemeinsamen Gesänge ausgelegt wurden, handelt es sich hier um ein "mobiles" bzw. "Taschenantiphonale", das der Priester nach dem Lesen der Messe und den Wechselgesängen des Kirchenjahres wieder mitnehmen und einschließen - bzw. auch in Ledertaschen mit auf Reisen nehmen konnte. Das erklärt einerseits die verhältnismäßig kostbare, wiewohl schlichte, sachliche Aufmachung, andererseits aber auch die gute Erhaltung, in der sich das Antiphonale befindet.
Die übliche Gliederung fängt mit der "DOMINICA PRIMA ADVENTUS", dem Responsorium für den ersten Adventssonntag an, wobei in roter Kursivschrift immer die genauen Anweisungen an den die Messe feiernden Priester gegeben werden, beispielsweise fängt der Vorsänger ("Dominus Cantor") auf der Kanzel ("an seinem Ort") mit dem ersten Wechselgesang an ("incipit primum responsorium"), die Gemeinde singt: "Aspiciens" ("Sehend"), worauf der Priester singt: "Die ihr Erstgeborene seid, ihr Söhne der Menschen, alle zusammen, reich oder arm...".
"D. Cantor in suo loco incipit Primum Responsor. ut sequitur. 'Aspiciens'. Postea annuit Antiquioribus Canon Secund & Tertium Vers. deinde in suo loco cant. Primum. 'Quique terrigenae & filii hominum simul in unum dives & pauper".
Es folgen (jeweils mit prächtigen Überschriften in Goldlettern): "In festo, conceptionis, B. V. Mariae", "In vigilia nativitatis Domini", daraufhin zum Fest des Heiligen Stephanus, in wechselnd rot und blauen Versalien dann "In epiphania domini", "In festo purificationis", "In festo annunciationis Beatae Mariae Virginis" und so weiter, bis schließlich die Gesänge zu Omnisancti und zur Totenmesse das Antiphonale beschließen: "In festo Ominium Sanctorum" und "In commemoratione Defunctorum" (hier hat sich der sonst sehr exakte, sehr geschickte und sauber arbeitende Schreiber einmal verschrieben. Die erste Überschrift liest sich: "In Commemoratioratione (sic) Defunct." – Wenige Goldbuchstaben etwas abgerieben, sonst ist die Schrift durchgehend in guter, kraftvoller roter und schwarzer Tinte auf das bemerkenswert feste, saubere und fast knorpelfreie teure Pergament gesetzt und bestens erhalten, kaum Fingerflecke oder Gebrauchspuren.

Schätzpreis
€ 1.200  

(US$ 1.380)
(GBP 1.044)
(CHF 1.272)


Los 1011 Taschenantiphonale
Lateinische Handschrift auf Pergament.
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