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Handschriften, Alte Drucke Auktion 114, Di., 15. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Biblia latina
Biblia, ad vetustissima exemplaria castigata

Los 1070

Biblia latina. - Biblia, ad vetustissima exemplaria castigata. Quid in horum Bibliorum castigatione praestitum sit, subsequens praefatio latius indicabit. Hrsg. von Johannes Hentenius. 8 nn., 392 num., 98 num., 54 nn. Bl. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre und 2 Holzschnitt-Druckermarken. 19,5 x 13,5 cm. Pergament um 1700 (Vorderdeckel etwas fleckig) mit goldgeprägtem RSchild und (mit Fehlstellen). Antwerpen, C. Plantin, 1565.

Adams B 1069. STC 22. – Lateinische Bibelausgabe mit dem Vorwort des flämischen Dominikaners und Bibelexegeten Johannes Hentenius (1500-1566). – Leicht gebräunt und braunfleckig. Stellenweise etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)


Zuschlag
€ 220 (US$ 242)


Biblia sacra
Biblia sacra quid in hac editione a theologis L...

Los 1071

Biblia latina. - Biblia sacra quid in hac editione a theologis Lovaniensibus praestitum sit eorum praefatio indicat. 600 nn. Bl., 117 S., 1 w. Bl. Mit Kupfertitel, 89 (6 ganzseitigen) Textkupfern, 3 doppelblattgroßen Kupferstichkarten und 2 doppelblattgroßen Kupfertafeln. 39,5 x 27,5 cm. Leder d. 17. Jahrhunderts (Kapitale mit starken Gebrauchsspuren, stark berieben und stärker beschabt, bestoßen, teils mit Nagetierspuren) mit dreiseitigem Goldschnitt. Antwerpen, Plantin, 1583.

Adams B 1089. Voet 690. Darlow-Moule 6173 Anm. Nicht bei Strohm in der Bibelslg. der Württ. LB. – Seltenes vollständiges Exemplar dieser prächtigen Plantin-Bibel. "This in folio-Bible is one of the most impressive and beautiful editions of the Plantin Press. It is the result of a rather curious publishing-adventure: realized with the financial help of the Spanish King at the moment when Plantin considered by many to be a follower of the rebels, and in any way lived in rebelheld country and printed many ordinances and decrees decrying Philip II and his partisans" (Voet). Mit zwei Karten des Heiligen Landes "Tabula Terrae Canaan" und "Terrae Israel omnis ante Canaan" sowie einer Weltkarte. Die schönen Textkupfer sind von Crispin van den Broeck, P. van der Borcht, de Bruyn, J. de Sadeler und J. Wiericz. – Titel im unteren Bug mit Feuchtigkeitsfleck und stellenweise feuchtrandig, mit mehreren Randeinrissen (teils bis in die Darstellung), leicht knitterfaltig. Die Kupferstichkarten etwas knapp im Seitenrand beschnitten (minimaler Darstellungsverlust). Blatt a2 mit Einriss im oberen Rand. Leicht gebräunt und stellenweise braunfleckig, Blatt KK5 mit Textunterstreichungen in Tinte. Wenige Blätter am Schluss mit kleinem nachgedunkelten Feuchtigkeitsfleck im unteren Bug bzw. leicht leimschattig.

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.850)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.300)


Biel, Gabriel
Sermo historialis passionis dominicae

Los 1072

Biel, Gabriel. Sermo historialis passionis dominica sermo historialis notabilis atque p(er)clarus venerabilis d(omi)ni Gabrieli biel ... 98 Bl. Mit großem Titelholzschnitt sowie kleiner figürlicher Holzschnitt-Initiale. 18 x 14 cm. Schlichter moderner Pappband (geringe Gebrauchsspuren) mit Rotschnitt. (Mainz, Friedrich Heumann, 29. August 1509).

VD 16, B 5375. Proctor 9884. STC 125. Adams B 2012. – Das erste von Heumann gedruckte Buch. Nach Helbig (Une découverte pour l´histoire de l´imprimerie, Brüssel 1855) stammt das Typenmaterial des Titels von Pfister in Bamberg und fand schon beim Druck der 36-zeiligen Bibel Verwendung. Der große Titelholzschnitt zeigt eine Kreuzigungsszene, links unten der Autor an einem Pult mit geöffnetem Buch sitzend. – Titelblatt rechts zu 1,5 cm abgeschnitten, stärker angeschmutzt und mit einigen Ein- und wenigen Ausrissen, aufgezogen. Mit zeitgenössischem Tinteneintrag, wenige Anmerkungen, kaum Wurmlöchlein, kaum fleckig oder gebräunt, im Block durchgehend gut erhalten, oben leicht knapp beschnitten (in den Kolumnentitel).

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 320 (US$ 352)


Bonifatius VIII.
Sextus decretalium liber

Los 1073

(Bonifatius VIII. Sextus decretalium liber a Bonifacio viij. in concilio Lugdunensi editus). Extravagantes viginti Joannis vigesimisecundi [und:] Extravagantes comunes. Additio ultra priorem impressionem huic similem [und:] Constitutiones domini Eugenij. iiij. Pontificis maximi de unione Grecorum Armenorum et Jacobinorum in concilio florentino. Teile III-V (von 5) in 1 Band. LXIIII; LXIII (statt LXIIII); XI Bl. Titel in Rot und Schwarz und mit drei wiederholten Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 21 x 15 cm. Modernes Pergament über 3 Bünden. (Venedig, Lucantonio Giunta, 1514).

CNCE 13404. IA 121.990 – Frühe venezianische Ausgabe der Dekrete und Beschlüsse des Florentiner Konzils (1431-1445), das als wichtigstes Thema die Wiedervereinigung der griechischen, armenischen und römisch-katholischen Kirche behandelte. Das Bemühen, ein Abkommen mit der gesamten Ostkirche zu erreichen und damit das Schisma aufzuheben, schlug jedoch fehl.
Der Liber Sextus wurde 1298 auf Veranlassung des Papstes Bonifatius VIII. (1294-1303) vollendet und war der dritte Teil des Corpus Iuris Canonici. Das insgesamt sechs Bücher umfassende Werk ließ der aus Florenz stammende Lucantonio Giunta in fünf Teilen (mit der Kollation CCLXXXVIII, CXX, LXIIII, LXIIII, XI Bl.) im Jahre 1514 in seiner bedeutenden venezianischen Offizin drucken. Das vorliegende Exemplar enthält die drei letzten Teile. – Ohne die beiden ersten Teile. In Teil IV fehlt das letzte, möglicherweise weiße Blatt (fol. LXIIII). Es findet sich an dieser Stelle das letzte Blatt des Teils II (fol. CXX). Der fünfte Teil im Seitenrand mit kleinen Wurmspuren, das letzte Blatt im Seitenrand hinterlegt. Oftmals im Rand etwas feuchtrandig, stellenweise gering stock- und fingerfleckig. Es liegen zwei lose Blätter aus demselben Werk aus Teil I oder Teil II bei (fol. XCI, fol. CXCVII). Beide Blätter mit jeweils zwei Textholzschnitten, die das Leben, das Werk und die Beschlüsse von Bonifatius VIII. wiedergeben. Sehr selten, über den KVK sind nur zwei Exemplare nachweisbar (Universitätsbibliothek Freiburg, Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart).

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Zuschlag
€ 350 (US$ 385)


Bote, Conrad
Chronica der Sachsen und Nidersachsen

Los 1074

(Bote, Conrad). Chronica der Sachsen und Nidersachsen ... verfasset und beschrieben etc durch M. Johannem Pomarium ... Mit einer Vorrede D. Sigfridi Sacci. 6 Bl., 826 S. (ohne die Blätter 54/55 und 457/458), 15 Bl. Mit Titel Holzschnitt-Titel-Portrait von Pomarius, ca. 600 Textholzschnitte, von den beiden doppelblattgroßen Holzschnitt-Tafeln jeweils nur eine Blatthälfte vorhanden. 31,5 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker berieben und mit wenigen Schnittspuren). Wittenberg, Zacharias Krafft für Jür Johann Francke, 1588.

VD16 B 6795. STC 799. ADB III, 192f. Nicht bei Adams. – Erste von Pomarius besorgte Ausgabe, die die Historie des nord- und nordostdeutschen Raumes behandelt. "Das von ihm [Conrad Bote] verfaßte Zeitbuch von Erschaffung der Welt bis zum Jahre 1489 nennt sich selbst 'Cronecken der Sassen', wird auch zuweilen Magdeburgische Chronik ... genannt ... Eine kurze Fortsetzung bis 1540 verfaßte Bote's Landsmann, der bischöfl. Official Johann Kerkener (von etwa 1480-1541) zu Braunschweig. Samuel Pomerius übersetzte die Chronik frei ins Obersächsische und führte sie bis 1588 fort, Dresser aber nachmals bis 1596. Als eigentliches Geschichtswerk ist die Bilderchronik von untergeordneter Bedeutung und nur mit großer Vorsicht zu verwerthen. Beachtenswerth ist sie aber als Zeugniß bürgerlicher Geschichtsauffassung in Niederdeutschland im 15. Jahrhundert und als illustrirtes frühzeitiges Erzeugniß der Buchdruckerkunst" (ADB). – Es fehlen zwei Blätter: EIIII (54/55) und qII (457/458). Die doppelblattgroße Holzschnitt-Tafel Magdeburgs nur zur Hälfte vorhanden (rechte Blatthälfte fehlt), dem 'Magdeburger Reiter' fehlt die untere Blatthälfte. Titel in der rechten unteren Ecke hinterlegt bzw. partiell angesetzt, im Bereich des Druckvermerks mit restauriertem Einriss, verso gestempelt. Zu Beginn im Seitenrand leicht feuchtrandig, sonst stellenweise im oberen Rand etwas feuchtrandig. Blatt 199/200 mit angesetztem Eckabriss und verso im Seitenrand hinterlegt (ohne Darstellungsverlust), wenige weitere Blätter hinterlegt. Blatt 202/202 mit restaurierter Fehlstelle (mit Darstellungsverlust). Etwas gebräunt, selten mit Textunterstreichungen in Tinte.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 1.300 (US$ 1.430)


Brant, Sebastian
Navis stultifera

Los 1075

Brant, Sebastian. Navis stultifera primum edificata et lepidissimis teutonice lingue rithmis decorata. Deinde ab Jacobo Lochero philomuso latinitate donata et demum ab Jodoco Badio Ascensio vario carminum genere non sine eorundem familiari explanatione illustrata. CVII fol., 1 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Titelholzschnitt und 114 (2 blattgroßen) Textholzschnitten von Albrecht Dürer sowie Holzschnitt-Druckermarke am Schluss 19,5 x 13,5 cm. Pergament um 1700 (gering fleckig) mit hs. RTitel. Basel, Nikolaus Lamparter, 15. März 1507.

VD16 B 7079. IA 111.497 (unter Badius). Adams B 2672. Goedeke I, 387, 7. Meder S. 276. – Seltene fünfte lateinische Ausgabe seines Narrenschiffs, mit den von den Originalstöcken von 1494 gedruckten Dürer-Holzschnitten, die zweite Ausgabe bei Lamparter, der die Stöcke von Bergmann übernommen hatte (Schramm XXII, 1109ff.). Diejenigen Holzschnitte (wohl 73), die dem jungen Dürer zugeschrieben werden, sind kenntlich an den mit Schellen besetzten Narrenkappen. Die Übersetzung aus dem Deutschen ins Lateinische besorgte der in Ingolstadt wirkende Schüler Brants Jakob Locher (1471-1528). Er verhalf dem bislang nur regional bekannten Werk damit zu internationaler Verbreitung, seine lateinische Übertragung bildete die textliche Grundlage für fast alle fremdsprachigen Ausgaben. – Titel etwas fingerfleckig, mit kleiner restaurierter Fehlstelle im weißen Bug, die rechte obere Ecke in den Rändern fachmännisch restauriert. Der blattgroße Holzschnitt auf dem Titel verso (verhalten) ankoloriert, das erste Textblatt mit Kapitalstrichelung in Rot. Die letzten acht Blatt in der oberen rechten Ecke unauffällig angestückt, die letzten vier Blatt im Seitenrand restauriert, das Schlussblatt etwas breiter. Blatt LXIX mit gechlossenem Randeinriss. Fl. Vorsatz mit Monogrammschildchen, Initialstempel sowie hs. Besitzeintrag ("John Burns"). Schönes und wohlerhaltenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.250)


Zuschlag
€ 7.000 (US$ 7.700)


Burckhard, Peter
Deutscher Domherrenkalender

Los 1076

Burckhard, Peter. Deutscher Domherrenkalender. Einblattdruck eines Kalendariums. Seite 2 (von 2). Mit Typographie in Rot und Schwarz sowie 35 Holzschnitten. 42,4 x 31,8 cm. (Nürnberg), Jobst Gutknecht, o. J. (um 1525).

Wohl von dem Ingolstädter Mediziner Peter Burckhard (1461-1526) kuratierter Kalender, der ursprünglich aus zwei Einblattdrucken bestand, von denen der zweite hier vorhanden ist. Ein anderer "Domherrenkalender" Burckhards ist in der großen Kalendersammlung der Bamberger Staatsbibliothek vorhanden, ebenfalls "Gedruckt zu Nürnberg durch Jobst Gutknecht". Dieser datiert ins Jahr 1520, entspricht typographisch dem vorliegenden, der wohl nur wenige Jahre später entstand. Beide waren wohl für die Bamberger Domherren oder in deren Auftrag herausgegeben worden (vgl. J. H. Biller, Calendaria Bambergensia. Bamberger Einblattkalender des 15. bis 19. Jahrhunderts von der Inkunabelzeit bis zur Säkularisation, 2 Bände, Weißenhorn 2018):
"Wappenkalender sind kunstvoll gestaltete graphische Blätter, die als kostbare Neujahrsgeschenke und dekorativer Wandschmuck dienten. Die Tradition der Wappenkalender beginnt im 15. Jahrhundert und endet mit der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts. Während zunächst die praktische Funktion und somit der eigentliche Kalenderteil im Vordergrund stehen, tritt beides zunehmend in den Hintergrund zugunsten einer prachtvollen Repräsentation der emittierenden Institution ...
Die Staatsbibliothek Bamberg besitzt eine umfangreiche Sammlung von 190 verschiedenen Wappenkalendern, die durch eine ungewöhnliche Bandbreite der Herausgeber gekennzeichnet ist. Naturgemäß stammen zwar die weitaus meisten dieser Blätter von Fürstbischof, Domkapitel oder Stadtrat Bambergs, doch immerhin 55 Stücke wurden von Institutionen des Heiligen Römischen Reiches außerhalb Bambergs emittiert" (20190903).

Der Kalender gibt eine synoptische Übersicht mit den in Rot und Schwarz gedruckten Heiligennamen neben den Ziffern der Kalendertage, es folgen die Zodiakangaben, dann die Mondphasen und die Hinweise zum Aderlassen, die Peter Burckhard bearbeitet hatte: "Von dem Aderlassen und Ertzneyen. Im Summer laß an der rechten seytten dein blut / Und im Wintter auff der lincken das ist gut / Wer Ertzney oil gebrauche / Und nicht wol nimpt war der zechen / Auch sein sach nit richt darnach / Der leyt ob er schaden entsprach / Hüt dich nit laß glider an dir / So yedens zeychens sey order rür / In disem Jar, wirft von uns kein finsternus / weder Sunn noch Mond geschen, Sunder die zusammenfügung Saturni und martis am endt des Hornungs im anfang des Stiers droet vil ubels gegen mittag".

Vorhanden sind die Monate "Mertz Marcius", "April - Aprilis", "Hewmon Julius", "Augstmon - Augustus", "Wintermon - November" und "Christmon - December". Die entzückenden, das Kalendarium an drei Seiten umgebenden 35 quadratischen Holzschnitte (jeweils ca. 2,2 x 2,6 cm) zeigen Szenen des biblischen Geschehens an den Sonntagen des Kirchenjahres, beispielsweise: "Suntag Oculi. Jesus treibt den teufel auß", "Suntag Letare. Jesus speyset mit v gersten brod", "Der 2. Suntag. Ein mensch macht eyn groß abent essen", "Der 3. Suntag. Das gleichnus von den hundert schaff", "Der 5. Suntag. Der herr lert dz volck auß dem schiff" etc., jeweils mit Angaben der Bibelstellen. – Das Wasserzeichen mit einer Krone mit zweikonturigem Bügel mit Perlen Stern über Kreuz (vgl. Piccard VII, S. 86, Nr. 89f.). Hin und wieder kleiner Oberflächenberieb, selten mit Abrieb und Textverlust (vereinzelte Buchstaben mit Tinte nachgezogen), teils sauber restauriert und stellenweise angefasert, Mittelknick, minimal gebräunt, kaum flecklig, insgesamt sehr gut erhalten und bemerkenswert selten (wohl kein Exemplar in Bamberg, kein weiteres ist für uns nachweisbar).

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 400 (US$ 440)


Cassiodorus, Flavius Magnus Aurelius
Historia tripertita

Los 1077

Cassiodorus, Flavius Magnus Aurelius. Historia tripertita. Habes candidissime lector historiam tripertitam Cassiodori senatoris viri de regimine Ecclesie primitive: que antea quam plurimis scatebat erroribus adamussim emendatam. 128 Bl. (die letzten 2 weiß). Titel in Rot und Schwarz. Mit vierteiliger figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 17 x 12 cm. Moderner Kalbslederband mit etwas Goldprägung. Lyon, Jacques Giunta, 1534.

Baudrier VI, S. 157f. Nicht bei Adams, Graesse und Ebert. – Zweite Giunta-Ausgabe, die erste erschien ebenda 1526. Zweispaltiger Druck seiner in zwölf Bücher verfassten lateinischen Kirchengeschichte, die Cassiodor aus den griechischen Quellen der Kirchenhistoriker Theodoret, Sozomenos und Sokrates übertrug. Das Druckersignet von Giunta am Schluss zeigt eine Fleur-de-lis in einer Baumkrone, flankiert von zwei Löwen mit Wappenschild. – Titel unter dem Impressum mit kleiner Fehlstelle (minimaler Bildverlust bei der Bordüre), Blatt F2 mit sehr kleinem Loch im Satzspiegel, das Blatt mit der Druckermarke mit kleiner hinterlegter Fehlstelle im weißen Seitenrand. Titel und das weiße Schlussblatt sauber mit Japanpapier hinterlegt. Insgesamt wohlerhaltenes und sauberes, da behutsam gewaschenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Catullus, Gaius Valeries
Opera

Los 1078

Catullus, Gaius Valeries, und Albius Tibullus, Sextus Aurelius Propertius, Gaius Cornelius Gallus. (Opera). 158 num., 2 nn. Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre. 10,2 x 5,5 cm. Pergament vom Anfang des 19. Jahrhunderts (leicht berieben) mit goldgeprägtem RTitel und goldgeprägter Filete auf den Deckeln. Paris, P. Vidou, 1528.

Seltene Pariser Ausgabe. – Vorsätze mit hs. Anmerkungen. Aus dem Besitz des englischen Akademikers und Büchersammlers John Sparrow. Über den Worldcat nur ein Exemplar in der Universitätsbibliothek Texas nachweisbar (Signatur: PA 6274 A2 1528). Hinterer Innenspiegel mit Exlibris.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)


Chronica
Namhafftigsten Geschichten

Los 1079

Chronica, darinnen auff das kürzest werden begriffen, die namhafftigsten Geschichten, so sich under allen Kaysern, von der geburt Christi, biß auf das 1538 Jar verlassen haben. Gemert und gebessert. Titel in Rot und Schwarz. 96 Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 19 x 14 cm. Modernes Halbleinen. (Augsburg, Philipp Ulhart d. Ä., 1538).

VD16 C 2464. STC 204. Nicht bei Adams. – Frühe Ausgabe, der erstmals 1531 erschienenen Chronik, die bei Cäsar beginnt, von der Geburt Christi berichtet und zahlreiche weitere römisch-antike Regenten behandelt und eine Vielzahl an kriegerischen Auseinandersetzungen und deren Folgen thematisiert, beispielsweise heißt es für das Jahr 1530 "Under solchem Scharmützek ist ainer erschlagen worden, ain Lantzknecht [...] Ain Büchsenmaister durch unfürsichtiges laden tod beliben, auch ainer von aim baum erfallen, unnd noch einer vom geschütz tödtlich verwundt worden" (Blatt XI). – Titel allseitig beschnitten und mit montierten Papierstreifen ergänzend angesetzt, mit nachgedunkeltem Feuchtigkeitsfleck. Gelegentlich mit hs. Randanmerkungen, stellenweise etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)



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