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Handschriften, Alte Drucke Auktion 114, Di., 15. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Reuchlin, Johannes
Vocabularius breviloquus. Strassburg, Drucker d...

Los 1050

Reuchlin, Johannes. Vocabularius breviloquus. Mit Beiträgen von Guarinus Veronensis. 320 (statt 322; ohne Titel und le. w.) Bl. 2 Spalten. 52 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,4 x 13,3 cm. Format: 28,2 x 20 cm. Mit Initialspatien. Dunkelbraunes, reich blindgeprägtes Leder d. Z. (Rücken stärker restauriert, Kapitale erneuert, Deckel nur etwas, Rückdeckel mit Schnittspuren, etwas beschabt, ohne die Schließen, Vorsätze neu aufmontiert) über schweren Holzdeckeln. Strassburg, Drucker des Jordanus von Quedlinburg, 25.VIII.1495.

Copinger 6298. GW 37945. Goff R-170. Proctor 637. Pellechet 9902. Finger 839. Hartig 589. Hummel-Wilhelmi 536. Madsen 3493. Oates 242. Sack 3060. Sallander 2418. Voulliéme 1548. Walsh 257. BMC I, 144. BSB-Ink R-157. CIH 2943. IBP 4748. IGI 8339. ISTC ir00170000. – Vierte Straßburger Ausgabe des ungenannten Druckers, der identifizierbar ist mit dem Drucker des 1483 erschienenen Jordanus von Quedlinburg. Seine erste war 1488 erschienen, eine zweite 1489 und eine dritte 1493. Die Identifikation, noch bei Goff, mit dem Drucker Georg Husner konnte bis dato nicht bestätigt werden.
Alle Straßburger Drucke sind sehr selten; das lateinische Wörterbuch, das Reuchlin in jungen Jahren, wahrscheinlich im Auftrage des Druckers Johann Amerbach, verfasste ist das erste von Reuchlin veröffentlichte Werk. "In keiner der zahlreichen Druckausgaben wird er als Verfasser bezeichnet. Aber nach seinem ausdrücklichen Zeugnis und einer Äusserung Melanchthons ist er als solcher anzusehen ..." (Benzing).
Er unternahm zum ersten Mal den Versuch, im Gegensatz zu den mittelalterlichen Wörterbüchern, die sich auf die Bibel beschränkten, den ganzen bekannten Sprachschatz aufzunehmen.
Wie meist, ist auch unsere Ausgabe mit dem zusätzlichen Traktat ausgestattet: die "Ars diphtongi" des Guarinus Veronensis. – Ohne das erste Blatt mit dem Titel (Aa1), das folgende Blatt (Aa2) mit zeitgenössischem hs. Vermerk oben am Rand, kleinem alt geschlossenen Einriss, die letzten Blätter mit Löchlein im Rand, das letzte Blatt mit größeren, hinterlegten Randausrissen (minimaler Zeilenverlust). Durchgehend mit stärkeren Wasserrändern und vereinzelten kleinen Sporfleckchen, sonst nur wenige Gebrauchsspuren.
Der interessante zeitgenössische Einband mit hübscher Rautenverzierung und Zickzackband-Bordüre, in die Stempel mit Basiliken eingeprägt wurden. In den Rautenfeldern dann florale Zierstempel, alles gegliedert mit Dreifachfileten.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 1.980)


Zuschlag
€ 2.200 (US$ 2.420)


Thomas von Aquin
Tertia pars summe theologie

Los 1051

Thomas von Aquin. Summa theologiae. "Tertia pars summe theologie". Band III von 3. 175 (statt 176; ohne das le. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got.Typ. Schriftraum: 23,1 x 14,5 cm. Format: 30,2 x 21,6 cm. Mit Initialspatien. Schweinsleder d. Z. (Rücken mit kleiner Fehlstelle, unteres Kapital mit Einrissen, Deckel stärker berieben und beschabt, stark feuchtrandig und mit Fehlstellen im Leder) über Holzdeckeln mit hs. Rückentitel, Flechtwerkornament im Mittelregister und einer Akanthusguillochrolle. Nürnberg, Anton Koberger, 15.I.1496.

Hain-Copinger 1436. Hain 1457. Copinger 566. GW 46440. Goff T-196. Proctor 2102. Pellechet 1035. Günther 2081. Hummel-Wilhelmi 592. 593. Madsen 3924. 3925. Nentwig 40. Ohly-Sack 2739-2742. Sack 3442. BMC II, 441. BSB-Ink T-280. CIBN T-168. IDL 4390. IBE 5622. IGI 9605. ISTC it00196000. – Dritte Ausgabe, die erste bei Koberger in Nürnberg erschienene. Die erste Ausgabe hatte Michael Wenssler 1485 in Basel veröffentlicht. Thomas von Aquin (1225-1274) gehörte zu den Hauptvertretern der Scholastik. Er berichtet in seiner dreiteiligen "Summa theologiae", die er in den Jahren 1265 bis 1273 verfasste, von der Christologie und den Sakramenten. Die vorliegende "Tertia pars", die Thomas nicht mehr selbst vollendete, wurde von seinen Schülern als "Supplementum" fortgeführt und stellt eine Forsetzung der vorherigen Themen dar. Des Weiteren werden darin die Priesterweihe, die Ehe, der Tod, das Weltenende, die Auferstehung, das Jüngste Gericht behandelt.
Die Koberger-Ausgabe der "Summa" des Thomas von Aquin gliedert sich in insgesamt vier Teile, Bände I,1, I,2, II und III. Hier ist der vollständige vierte Band mit der "Tertia pars" vorhanden. – Vorsätze um 1900 erneuert, das erste Blatt mit Fehlstelle, zu einem Drittel alt überklebt und mit angesetztem rechten Steg aus derselben Zeit, zeitgenössischer Besitzvermerk auf dem Titel "F Johannes ...". Wenige Blätter im Seitenrand hinterlegt. Selten leicht feuchtrandig, nur gegen Ende stellenweise gering stock- und fingerfleckig, insgesamt ein bis auf das fehlende weiße Schlussblatt durchgehend gut erhaltenes, sehr schönes Exemplar in zeitgenössischem Einband.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 800 (US$ 880)


Jacobus de Voragine
Sermones quadragesimales. Lyon 8.VIII.1499

Los 1052

Jacobus de Voragine. Sermones quadragesimales. Titel. 99 (statt 120) nn. Bl. (davon 1 w.). 2 Spalten. 36 Zeilen. Got.Typ. Schriftraum: 15,4 x 10,2 cm. Format: 20,2 x 14 cm. Mit zahlreichen roten Lombarden und durchgehender Rubrizierung. Halbpergament um 1920 (gering angestaubt). Lyon, Jean Bachelier und Pierre Bartelot, 8.VIII.1499.

Copinger 6539-40. GW 11584. Goff J-200. Proctor 8656. Bodleian J-082. Claudin IV. 323. Deckert 394,2. Günther 1662. Juntke 242,2. Nolden 1564-65. Ohly-Sack 1593. Pellechet, Voragine, 150. BSB-Ink I,114. CIBN J-136. IBE 3122,3. IBP 3025. IGI 5055. ISTC ij00200000. – Umfangreiches Fragment des dritten Teils der Predigtsammlung Jacobus de Voragines (1230-1298) mit dem vollständigen Text der "Sermones quadragesimales". – Die Lagenformel dieses Teils mit insgesamt 118 (inkl. 2 weißen) Blättern lautet: **8 aa-ll8 a-c6. Vorhanden sind im vorliegenden Exemplar aa-ll8 (ll8 w.) und aa6 sowie b1-5 (ohne das le. w. b6) mit dem vollständigen "Sermo de passione".
Die ersten Blätter mit Falzrestaurierungen, etwas stärker angestaubt, durchgehend etwas gebräunt, vereinzelt fleckig, wenige Mennige-Farbwischer, gelegentliche Wasserränder, im ganzen aber gut erhalten.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Zuschlag
€ 750 (US$ 825)


Agricola, Georg
Vom Bergkwerck xii. Bücher

Los 1053

-
(Agricola, Georg. Vom Bergkwerck xii. Bücher darin alle Empter, Instrument, Gezeuge, vnnd alles zu disem handel gehörig, mitt schönen figuren vorbilder, vnd klärlich beschriben seindt erstlich in Lateinischer sprach ... jetzundt aber verteüscht durch ... Philippum Bechium). Fragment. 3 (von 4 Bl; ohne den Titel), S. I-CXXIIII, S. CXXVII-CXXXVI, S. CXXXIX-CXLIII, S. CXLVII-CLII, S. CLV-CLVIII, S. CLXIII-CCCCXCI, 6 Bl. Mit 1 (von 2) Holzschnitt-Druckermarken, 284 Textholzschnitten und 2 Holzschnitt-Tafeln von Rudolf Manuel Deutsch und Basilius Wehring. 33 x 22 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (Rücken erneuert, Vorderdeckel gebrochen, mit Fehlstellen, stärker berieben und beschabt) über Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen (Leder der Schließen erneuert), monogrammiert und datiert ("V:G:V:H:Z:M", "1559"). Basel, Hieronymus Froben und Niclaus Episcopius, 1557.

VD16 A 935. STC 8. Durling 56. IA 159. Wellcome I, 70. Graesse I, 43. – Erste Ausgabe des bedeutendsten Bergwerkbuchs der deutschen Renaissance, das in zwölf Bücher unterteilt ist. Mit zahlreichen teils ganzseitigen Textholzschnitten, die einen Einblick in die erzgebirgische Bergbauindustrie des 16. Jahrhunderts geben: figurative, kleinteilige Szenen der jeweiligen Arbeitsschritte, die über und unter Tage durchgeführt werden, Querschnitte durch den Stollen, gegrabene Gänge und Schächte, zahlreiche Instrumente und Gerätschaften, Kranbauten und Konstruktionen zur Abtragung von Gestein, bis hin zur weiteren Verarbeitung und Filtrierung der Edelmetalle "Wie das Golt vom Silber und das Silber vom Golt ... und das Bley vom Golt und Silber zu scheyden sey" (vgl. Frankfurter Titel).
Die Textholzschnitte mit Bergwerkstätigkeiten stammen wohl von dem Künstler Rudolf Manuel Deutsch (1525-1571), der seine Graphiken mit dem Monogramm "RMD" und einem Schweizer Dolch versah. Sie gehören zu den spätesten des Künstlers (NDB 16, S. 97 f.). – Ohne den Titel, des Weiteren fehlen die Blätter l3, m3, n1, n5, o2-o3 (diese durch Kopien ersetzt). Die Blätter ccclxxix-ccclxxxii in der äußeren Ecke mit Ausriss (mit Textverlust). Zu Beginn etwas stärker angeschmutzt und stellenweise feuchtrandig, teils mit hs. Textunterstreichungen. Im Rand gelegentlich mit Filmklebung hinterlegt. Mal mehr, mal weniger finger- und braunfleckig sowie gebräunt. Vorderer Innenspiegel mit zahlreichen hs. Anmerkungen und Besitzvermerken. Aus der Bibliothek des Grafen und Söldnerführers Vollrad V. von Mansfeld zu Hinter-Ort (1520-1578).

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 1.980)


Zuschlag
€ 2.400 (US$ 2.640)



Agricola, Johannes
Sibenhundert und funfftzig Deutscher Sprüchwörter

Los 1054

Agricola, Johannes. Sibenhundert und funfftzig Deutscher Sprüchwörter, erneuert, und gebessert. Titel in Rot und Schwarz. 16 Bl., 370 (der letzten Lage fehlen 2 Blätter) Bl. Mit Titelholzschnitt. 15 x 10 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Kapitale und Rückdeckel mit Fehlstelle, etwas berieben und leicht wurmstichig) über Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen. Wittenberg, Erben Krafft, 1582.

VD16 A 968. IA 101.648. Goedeke II,7,18. Graesse I, 44. Nicht bei Adams, STC. – Seltene Ausgabe dieser zuerst plattdeutsch 1528 in Magdeburg, 1529 dann in hochdeutsch in Nürnberg erschienenen Sprichwörtersammlung. – Es fehlen zwei Blätter der letzten Lage: AaaI und AaaIV. Oftmals mit Textunterstreichungen in roter Tinte, stellenweise mit Randanmerkungen. Durchgehend etwas gebräunt, gelentlich etwas stärker feuchtrandig, gelegentlicht mit Wurmspuren (leichter Buchstabenverlust). Vorderer Vorsatz mit hs. Anmerkungen, Innenspiegel mit gestochenem fragmentarischem Exlibris von Friedrich Nicolai. Hinterer Innenspiegel mit hs. Ausführungen. Die letzte Lage teils gelöst.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 400 (US$ 440)


Albertus Magnus
Postilla apprime magistralis super Johannis Eva...

Los 1055

Albertus Magnus. Postilla apprime magistralis super Johannis Evangeliare. 27 (von 28; ohne d. le. w.) Bl., CLXVII Bl. (ohne d. le. w.). 30 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (wurmstichig, etwas angeschmutzt, leicht fleckig, RDeckel stärker berieben, Rücken stärker beschmutzt) über abgefasten Holzdeckeln (ohne die Schließen). (Hagenau, Heinrich Gran für Öhringen, Johannes Rynmann, 1504).

VD16 A 1349. STC 14. IA 102.475. Adams A 550. Graesse I, 54. Proctor 11621. Benzing-Hagenau II, 28. – Nachdruck der 1471 erschienen Ausgabe, aus der ersten Offizin Hagenaus. – Es fehlen zwei weiße Blätter (dd6 und zz8). Titelblatt neu angefalzt und unten angesetzt, mit kleinem Feuchtigkeitsfleck. Innendeckel mit hs. Besitzvermerk. Register mit Wurmspuren und minimalem Textverlust. Typographisch hervorragend gesetzte Postinkunabel, gedruckt auf breitrandigem, starken Papier und in einem Schweinslederband mit Blindprägung noch ganz im Stil der Inkunabeln: Der Mittelspiegel der Deckel ist mit dreifachen Streicheisenlinien in Rauten unterteilt, in die jeweils vier große Rosettenstempel eingeprägt wurden. Die Bordüreränder sind mit hübschen Palmettenstempeln und weiteren vier Rosetten in den Ecken geschmückt. - Rücken und Rückdeckelgelenk etwas ausgeweitet, da dem Band offensichtlich ein einst eingebundenes weiteres schmales Werk entnommen wurde.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Zuschlag
€ 420 (US$ 462)


Anselm von Canterbury
Operum quae quidem haberi potuerunt omnium

Los 1056

Anselm von Canterbury. Operum quae quidem haberi potuerunt omnium. 3 Teile in 1 Band. 26 Bl., 154 S.; 8 Bl., 595 S.; 6 Bl., 226 S. Mit einigen 12-zeiligen figürlichen Holzschnitt-Initialen und 3 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 30,5 x 19 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht bekratzt, etwas fleckig, kaum berieben) über abgefasten Holzdeckeln mit goldgeprägtem RSchild des 17. Jahrhunderts und 2 ziselierten Messingschließen (Schließbänder mit Schweinsleder erneuert). Köln, Johannes Brickmann, 1560.

VD16 A 2906. IA 106.004. Nicht bei Adams. Nicht im STC. – Erste in Deutschland gedruckte Ausgabe. Anselm von Canterbury wird oft als "Vater der Scholastik" betitelt, gegenwärtig nennt man ihn eher "Wegbereiter der Scholastik", da er die Methoden dieser nicht praktizierte. In dem vorliegenden Werk finden sich Kommentare zum Matthäus Evangelium, den Briefen Paulus, der Johannes Apokalypse, des hohen Lied Salomons sowie kleine Schriften Anselms. – Vorsatz mit Eintrag, 2 Besitzvermerke auf dem Titel sowie Stempel. Leicht gebräunt, kleiner Randausriss im Titelblatt des zweiten Teils. Der bemerkenswerte Einband zeigt auf den Deckeln eine Erlöserrolle mit den Darstellungen von König David, dem Lamm Gottes "Ecce agnus dei", Segnender Christus mit Kreuz etc. Kopfschnitt mit hs. Titel.
Sehr schöner Band aus der Bibliothek des protestantischen Theologen und Superintendent (Regensburg), Georg Serpilius (1668-1723; Jöcher Band IV, S. 522) mit dessem eigenhändigem Besitzvermerk in brauner Tinte sowie einem Besitzvermerk des Vorbesitzers Mag. Johann Jakob Helgenmeyer (Rektor am Gymnasium Bratislava; Vgl. Seiverts, Johann, Nachrichten von Siebenbürgischen Gelehrten, Preßburg, 1785, S. 321) datiert mit "1648" in schwarzer Tinte.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Zuschlag
€ 250 (US$ 275)


Antonius Florentinus
Repertorium totius summe reverendissimi

Los 1057

Antonius Florentinus. Prima [und:] Secunda pars summe reverendissimi in christo patris ac domini [und:] Repertorium totius. Teile I-II und V (von 5). 170 Bl. (le. w.); 216 Bl.; 84 Bl. (le. w.). Mit 3 (1 monogrammierten) Holzschnitt-Titelvignetten vom Monogrammisten "DS". 31,5 x 21,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rückdeckel etwas stärker berieben und in der oberen äußeren Ecke mit kleiner Fehlstelle im Holz und im Lederbezug, etwas wurmstichig, leicht angeschmutzt) über Holzdeckeln mit 2 späteren hs. RSchildern und 2 intakten Messingschließen. (Basel, Johann Petri, Johann Amerbach und Johann Froben, 1511).

VD16 A 2959. Adams A 1215. Stockmeyer-Reber, S. 48, Nr. 41. Nagler 11, 1369. Dogdson 32-33. Bock, Meister DS, Nr. 35-36. Nicht im STC. – Erste Baseler Ausgabe des theologischen Gesamtwerkes von dem dominikanischen Theologen Antonius Florentinus (1389-1459), des Erzbischofs von Florenz. Bei diesem Hauptwerk handelt es sich um ein Handbuch der Ethik, eine Sittenlehre, die aber auch ethische Fragen einer gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung untersucht. – Stellenweise im Rand etwas feuchtrandig. Gelegentlich mit Textunterstreichungen in roter Tinte, selten mit Randanmerkungen in Sepiatinte. Leicht bzw. gelegentlich etwas braun- und stockfleckig sowie gebräunt, minimal wurmstichig am Schluss. Das "Repertorium" ist vor den ersten Teil gebunden. Der bemerkenswert schöne Einband ist mit besonders interessanten Rollenstempeln verziert, darunter Rautengitter und eine Maßwerkbordüre mit gotischen Dreipässen und Lilienabhängern.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 1.980)


Zuschlag
€ 1.100 (US$ 1.210)


Antonius Florentinus
Secunda pars historiarum

Los 1058

Antonius Florentinus. Secunda pars historiarum. Band II (von 3). 16 Bl., CCXXVI Bl., 6 Bl. Mit Titelbordüre und zahlreichen Holzschnittinitialen. 31,5 x 21 cm. Flexibles Pergament d. Z. (teilweise mit Fehlstellen, einige Wurmspuren, VDeckel mit Kleberückständen, RDeckel mit Feuchtigkeitsfleck, gedunkelter Rücken). Lyon, Jacques Myt, 1527.

ICCU 033031. Nicht bei Adams und im STC. – Zweite Ausgabe. Zweiter Band der der Chronik des Antonius Florentinus (1389-1459). – Titel mit Wurmspuren im Bug und leichter Verfärbung am rechten Seitenrand. Mit Schnitttitel "Croniche antoni 2° pars". Hübsch gedruckte Postinkunabel.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 440)


Zuschlag
€ 200 (US$ 220)


Ariosto, Ludovico
Orlando Furioso

Los 1059

Ariosto, Ludovico. Orlando Furioso, diviso in due parti, la prima contiene XXX. canti, et la seconda XVI., insieme con l'aggiunta de i cinque canti nuovi. Teil I (von 2). 806 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und 30 Textholzschnitten. 11 x 6,5 cm. Leder d. 18. Jahrhunders. Lyon, G. Rovillio, 1561.

Vgl. STC 23 und Adams A 1666 und A 1667 (jeweils die erste und zweite Lyoneser Ausgabe). – Dritte Lyoneser Ausgabe. – Titel mit hs. Besitzvermerk. Im Rand gering gebräunt, sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)



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