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Katalog Handschriften, Alte Drucke, Theologie » zur Buchabteilung
Handschriften, Alte Drucke, Theologie Auktion 110, Di., 17. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Rolewinck, Werner
Fasciculus temporum

Los 1073

Erhard Radolts Venediger Ausgabe in prachtvollem Altkolorit
Rolewinck, Werner. Fasciculus temporum. 8 nn., 66 num. Bl. 1-3 Spalten. 57 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 22,5 x 16 cm. Format: 31,5 x 21,5 cm. Mit zahlreichen kolorierten, teils schematischen Textholzschnitten, zwei großen und einer kleinen schwarzgrundigen Holzschnittinitialen im venezianischen Stil mit Blatt- und Blütenornament von Bernhard von Augsburg sowie Rubrizierung der ersten drei Seiten der "Tabula". Halbleder im Stil d. Z. (berieben) über schweren, abgefasten Holzdeckeln mit Pergament-Deckelbezug einer Choralhandschrift des 16. Jahrhunderts (teils unter Verwendung alten Materials; siehe auch Beilage). Venedig, Erhard Radolt, 28. V. 1484.

Hain 6934. GW 38735. Goff R-270. Proctor 4396. Pellechet 9968. Bodleian R-120. Borm 2352. Hubay 1810. Kind 789. Madsen 3525. Mendes 1123. Oates 1757. Rhodes 1524. Sack 3098. Sander 6529. Schreiber 5116b. Walsh 1823. BMC V, 288. BSB-Ink R-246. CIBN R-176. CBB 3376. CIH 2971. IBE 4954. IBP 4796. IBS 1023. IDL 3942. IGI 8419. ISTC ir00270000. – Dritte von Radolt gedruckte Ausgabe der berühmten volkstümlichen Weltchronik von der Erschaffung bis zum Jahre 1481. Reich mit Holzschnitten illustrierte, spätere Ausgabe der beliebten Weltchronik des aus Laer stammenden Karthäusermönchs Werner Rolewinck (1425-1502), die noch zu seinen Lebzeiten in 31 Ausgaben erschien und in drei Volkssprachen übersetzt wurde (deutsch, französisch und niederdeutsch). Erstmals gedruckt wurde das Fasciculum Temporum in lateinischer Sprache 1474 (vgl. auch Goff R-253 und R-254):
„Dies Buch nimmt in der Literatur des 15. Jahrhunderts eine bedeutsame Stellung ein, es erfreute sich einer allgemeinen Beliebtheit bei dem Laien- und Gelehrtenpublikum, wie kaum ein zweites Werk der Inkunabel-Zeit … Es ist ein Handbuch der Geschichte, in welchem der Inhalt zahlreicher älterer Chroniken kompilatorisch zusammengerafft wurde. Aus dieser Thatsache erklärt sich schon allein die allgemeine Beliebtheit des Buches; seine Benutzung machte wenigstens für den, der eine Uebersicht über die Thatsachen der Weltgeschichte nach dem Stande der damaligen Forschungen erhalten wollte, den Gebrauch zahlreicher anderer Bücher überflüssig. Man fand im Fasciculum eine ziemlich ausführliche Schilderung der Geschichte von der Weltschöpfung ausgehend bis auf den Zeitpunkt der Herausgabe des Werkes. In den späteren Nachdrucken wurden auch meistens die historischen Ereignisse bis zu dem Erscheinungsjahre der betreffenden Ausgabe nachgetragen" (Baer S. 58, 68f.).
Die Gesamtanordnung innerhalb des Satzspiegels geht, wie fast bei allen Ausgaben, auf die erste Ausgabe von Arnold Ther Hoernen 1474 in Köln zurück, während die zahlreichen kleinen Städteansichten offensichtlich Nachschnitte der ersten italienischen Ausgabe von Georg Walch in Venedig 1479 sind. - Besonders bemerkenswert ist auch hier der Holzschnitt mit der Stadtansicht von Venedig, auf der man deutlich die beiden Säulen der Piazzetta erkennt mit dem Löwen und dem heiligen Theodorus vor der Dogenkapelle und dem prächtigen Dogenpalast mit den Gondeln im Bacino di San Marco. – Erstes Blatt mit altem handschriftlichen Vermerk von 1573, kleiner alter Stempel auf Seite 3, durchgehend kleine Wurmlöchlein, zu Ende etwas stärker (minimaler, unwesentlicher Buchstabenverlust), nur gelegentliche leichte Wasserränder an den Rändern, insgesamt sehr sauber und wohlerhalten, frisch und in prachtvollem Altkolorit in Grün, Rot, Hellrot, Braun und Gelb. – Beigegeben: Originales Einbandmaterial des ursprünglichen Einbandes von Rolewincks Fasciculus temporum: 2 abgefaste Eichenholzdeckel des 15. Jahrhunderts (mit alten Montageresten, Makulaturmaterial, Bindungsschnüren etc.) sowie 2 Doppelblätter Vorsatzpapier derselben Zeit. Teils Gebrauchsspuren und Fehlstellen durch das Ablösen und Auflösen des alten Einbandes.

English Condition Report:
First leaf with old manuscript entry from 1573, small stamp on page 3, throughout tiny wormholes, Bound in half calf in contemporary style (little rubbed) over heavy wooden board with vellum-cover using a choral manuscript of the 16th century (partly using original material). Enclosed is the contemporary binding material from original volume of Rolewinck’s Fasciculus: 2 beveled oak boards from the 15th century (with older rests of mounting materials, and maculation, hemp cords).

Schätzpreis
€ 7.000   (US$ 8.189)


Nachverkaufspreis
€ 5.500   (US$ 6.435)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Rupert von Deutz
Commentariorum in Evangelium Iohannis et Apokal...

Los 1074

Mit zeitgenössischem Kaufvermerk mit Preisangabe "2 Talente"
Rupert von Deutz. Commentariorum, in Evangelium Iohannis libri XIII [und:] Commentariorum, in Apokalypsim Iohannis libri XII. Aeditio prima. 2 Teile in 1 Band. 8 nn., CCCLXVII num. Bl. Mit Textholzschnitt; 6 Bl., CCXXXV S. Mit 22 Textholzschnitten und zusammen 27 Holzschnitt-Initialen von Anton Woensam. 29,5 x 20 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (an Ecken gering aufgegangen, etwas fleckig und beschabt, Brandmarke "$" auf dem VDeckel) über schweren abgefasten Holzdeckeln und mit 2 punzierten Messingschließen. Köln, F. Birckmann, 1526.

VD16 B 4925 und 5249. STC 121. Adams R 940 und 941. Merlo 1017, 342-62. Spahn 39. – Erste Ausgabe der beiden wichtigsten Evangelienkommentare des Mystikers und späteren Abts Rupert (1075-1129) aus dem Kloster Deutz am Rhein, Rupertus Tuitiensis mit lateinischem Namen. "Rupert ist der produktivste theologische Schriftsteller des 12. Jahrhunderts und der herausragende Vertreter der 'monastischen Theologie'. Nach seiner vom cluniazensischen Geist geprägten Liturgie-Erklärung erschien sein gewaltiges Hauptwerk 'De s. Trinitate et operibus eius' (1112/17). In 42 Büchern kommentiert Rupert die gesamte Bibel unter geschichtstheologischem Aspekt; es ist das erste Werk dieser Art nach Augustin. Zur selben Zeit entstand sein Johannes-Kommentar, insgesamt eher als theologischer Grundriß mit vielen Exkursen konzipiert" (NDB XXII, 273-274).
Sein Kommentar zur Offenbarung des Johannes "hat das Eigenthümliche, daß viele Stellen der Apokalypse auf Begebenheiten des Alten Bundes bezogen werden" (ADB XXIX, 701). In dieser Bezüglichkeit, die sich auch im Kommentar zum Johannes-Evangelium an zahlreichen Stellen zeigt, knüpft Rupert direkt an Augustinus an, der damit ein bis heute gültiges exegetisches Konzept schuf, das die Prophezeihungen des Alten Bundes im AT mit den Erfüllungen des Neuen Bundes im NT verbindet und somit das Heilsversprechen einlöst. Gewidmet ist die Ausgabe "König Heinrich VIII. von England". – Im Block gering wellig, vereinzelt Wurmlöchlein und stellenweise gering fleckig bzw. gebräunt, einige seltene Unterstreichungen.
Titel mit drei verschiedenen interessanten Besitzvermerken, darunter der des Erstbesitzers Johannes Straus, der das Buch kurz nach dem Druck für 2 Talente erwarb, was in der Renaissance ein kleines Vermögen war: "Ioannes Straus emit me 2 talentis Anno 1527". Ferner zwei Einträge des Franziskanerklosters Klagenfurt "Claudiforensi fratrum Minorum" von 1637 und 1622, letzterer mit Memorialwidmung des Generalvikars bzw. Erzdiakons Johannes Latornus von Klagenfurt. "In sacrum D. Francisco Coenobium Claudiforense Johannes Latornus Archid. Carimt. Med. pro sui suorumque piae memoriae contulit, mese Julio A. 1622". Die herrlichen, fantasievollen Holzschnitte durchgehend in bestem, "wohl ersten" (Merlo) Abdrucken, kontrastreich und scharf. Der Einfluss Albrecht Dürers berühmten, ikonographischen Apokalypse-Illustrationen von 1498 ist unverkennbar. Der erste Holzschnitt aus der Apokalypse ist im Evangeliumkommentar wiederholt.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.925)


Zuschlag
€ 2.600 (US$ 3.042)


Beyer, Hartmann
Quaestiones novae in libellum de sphaera

Los 1075

Sacrobosco. - Beyer, Hartmann. Quaestiones novae in libellum de sphaera Iohannis de Saro Bosco. 4, 84 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette und Textholzschnitt (ohne die 2 Faltabellen; diese in Faksimile beigebunden). 15,5 x 10 cm. Modernes Halbleder. Wittenberg, Erben Peter Seitz, 1550.

VD16 ZV 1449. IA 118.456. Houzeau-Lancaster 2527. Vgl. STC B 83. Adams 878. – Zweite Ausgabe der erstmals 1549 in Frankfurt erschienenen Veröffentlichung des deutschen Mathematikers, Theologen und Reformators Hartmann Beyer (1516-1577) über das Hauptwerk des Johannes de Sacrobosco (1195-1256), der um 1230 entstandene "Tractatus de Sphaera", in dem er erstmals die auf Claudius Ptolemäus basierende Lehre über die Planetenbahnen und Himmesphären beschreibt. "Some new features from the standpoint of presentation and pedagogy, but it's astronomy remains Ptolemaic and Sacroboscan" (Thorndike). – Es fehlen die zwei typographische Falttabellen, die durch sehr gute Faksimiles auf altem Büttenpapier ersetzt wurden. Der Titel verso mit hs. Anmerkungen in Tinte von 1656. Selten mit hs. Textunterstreichungen, gelegentlich minimale Tintenwischer. Leicht gebräunt und braunfleckig. Nur in der Onlineversion des VD16 nachweisbar.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 526)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 351)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Sigonio, Carlo
Historiarum de regno Italiae libri quindecim

Los 1076

Sigonio, Carlo. Historiarum de regno Italiae libri quindecim ... Qui libri historiam ab anno 570 usque ad 1200 continent [und] Historiarum de Regno Italiae quinque reliqui libri ... Qui libri nunc primum editi, quindecim de eodem regno antea vulgatos sequuntur, & narrationem ab anno 1200 usque ad 1286 perficiunt. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 591 S.; 4 Bl., 234 S., 24 Bl. Mit 2 großen Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln, einigen bis 7-zeiligen Metallschnitt-Initialen, 12 Holzschnitt-Kopfbordüren und kleineren Holzschnitt-Vignette. 31,5 x 21,5 cm. Flexibles, violettfarbenes Pergament d. Z. (wellig, beschabt und berieben, Kapitale und Kanten nur minimal beschürft). Venedig, Giordano Ziletti, 1574 bzw. Venedig, Francesco de Franceschi Senensis, 1591.

ICCU\BVEE\018630. STC 627. Adams S 1120. – Erste Ausgabe des Haupt- und Meisterwerks aus der Feder des italienischen Humanisten und Historikers Carlo Sigonio aus Modena (Carolus Sigonius; 1524-1584), mit der von A. Caprara 1591 herausgegebenen Fortsetzung der "Quinque reliqui libri". Die "Historia de regno Italia" gehört zu den zuverlässigsten, meist zitiertesten Abhandlungen zur Geschichte Italiens im Mittelalter. Angefangen im Jahre 570 mit der Völkerwanderung und der Eroberung der Apennin-Halbinsel durch die Nordvölker im Jahre führte Sigonio die Geschichte bis ins Hochmittelalter, ins Jahr 1200 fort. Die fünf Folgebücher umfassen die Zeit von 1200 bis 1286.
"Erudito appassionato, fornito di acuto spirito critico, avvertì in special modo l'importanza dell'elemento giuridico nello sviluppo delle istituzioni. Scrisse molto di storia e letteratura greca e romana, ma la sua opera principale è il De Regno Italiae (1574), che copre l'età medievale dal 570 al 1200 e che fa di S. il maggior precursore di L. A. Muratori" (Treccani).
Die bemerkenswert Druckermarke des Venezianers Ziletti mit dem Motto "Inter omnes" wird beschrieben als "Stella cometa con otto piccole stelle tra le punte; intorno alla coda nastro con motto: Inter omnes. Dimensioni: 11,7 x 15 cm". Geradezu entzückend sind viele der überaus feinen, szenischen Bordüren mit gärntnernden Putten, Landschaftsausblicken, Vasenstilleben mit Jünglingen und vielem mehr. – Zweiter Titel mit Besitzvermerk, einige wenige Blätter mit Randläsuren, einige lose, Bindung gelockert, Gelenke gebrochen und teils etwas ausgebunden, nur vereinzelt gering fleckig, stellenweise gebräunt, sonst meist nur kleinere Gebrauchsspuren, ordentliches Exemplar in bemerkenswertem Einband: Flexibles, gekalktes und violettgefärbtes Pergament gehört zu den seltensten Einbandvarianten der Zeit.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.170)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 585)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Spangenberg, Cyriacus
Hennebergische Chronica

Los 1077

Spangenberg, Cyriacus. Hennebergische Chronica. Der uralten löblichen Grauen und Fürsten zu Henneberg, Genealogia Stammenbaum und Historia. 4 Bl., 287 S., 9 Bl. (Register). Titel in Schwarz und Rot. Mit Wappenholzschnitt auf dem Titel, großem Wappen-Textholzschnitt und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 30 x 19,5 cm. HLeder des 18. Jahrhunderts (berieben, Kapitale leicht bestoßen). Straßburg, Erben Bernhard Jobin, 1599.

VD16 S 7587. STC 823. Goedeke II, 194, 95a. ADB XXXV 40. – Einzige Ausgabe zu Lebzeiten. Diese dritte seiner sächsisch-thüringischen Heimatchroniken schrieb Spangenberg im Straßburger "Exil", wo er 1604 auch gestorben ist. Von erheblicher Bedeutung als Quellenwerk zur Geschichte und Genealogie des thüringisch-fränkischen Raumes. – Die letzten Lagen papierbedingt gebräunt, etwas leimschattig. Titel mit sehr kleinem Randeinriss. Wohlerhaltenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 585)


Zuschlag
€ 600 (US$ 702)


Spiegel, Jakob
Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum aut...

Los 1078

Spiegel, Jakob. Lexicon iuris civilis. Ex varijs probatorum autorum commentarijs congestum. Postremò nunc ab ipso autore recognitum, ac locupletatum. 1120 Sp., 2 S. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 33 x 21 cm. Lädiertes Pergament des 17. Jahrhunderts (unter Verwendung eines Handschriftenblattes, abgerieben, mit großen Fehlstellen im Bezug, stark bestoßen). Lyon, Sebastian Gryphius, 1552.

Baudrier VIII, 261. EROMM 20140917. – Hübsche Lyonneser Ausgabe des gefeierten, erstmals 1538 erschienenen Hauptwerks aus der Feder des kaiserlichen Geheimsekretärs, des Rechtswissenschaftlers und Humanisten Jakob Spiegel (1483-1547), der aus Schlettstadt stammt. "Durch den unerwarteten Tod des Kaisers Maximilian (Januar 1519) seiner Stellung enthoben, brachte Spiegel die nächsten Monate in seiner Vaterstadt Schlettstadt zu, indem er sich einer umfassenden schriftstellerischen Thätigkeit widmete und zugleich an den freundschaftlichen Versammlungen der von Wimpfeling gegründeten Schlettstadter Gelehrten Gesellschaft mit Eifer sich betheiligte. So führte er die schon im Jahre 1516 auf Maximilian's specielle Anregung unternommenen kritisch-exegetischen Arbeiten zur Austrias des Riccardus Bartholinus weiter (erschien erst 1531 bei Johannes Schott in Straßburg: 'Richardi Bartholini Perusini Austriados Lib. XII. Maximiliano Augusto dicati cum scholiis Jacobi Spiegelij Selesten'; so entstanden um diese Zeit jene compilatorischen Vorarbeiten, aus denen etwa 20 Jahre später sein juristisches Hauptwerk, das 'Lexicon iuris civilis', erwuchs" (ADB XXXV, 156-158). – Wenige hs. Adnotationen, vielfache Knicke, gelegentliche Papierläsuren, ausgebunden und eselsohrig, etwas stärker gebäunt, fleckig und wasserrandig, fleckig und unfrisch, stellenweise stärkere Sporflecken.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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Statuta magnificae civitatis Veronae
Privilegia magnificae civitatis Veronae

Los 1079

Statuta magnificae civitatis Veronae. Additis eiusdem Civitatis Privilegijs & Partibus, ac decretis quibusdam Ill. Dominij [und]Privilegia magnificae civitatis Veronae. Partes, & Decreta quaedam Illustris. Dominii Venetiarum. 2 Werke in 1 Band. Mit 2 breiten Holzschnitt-Titelbordüren. 8 Bl., 277 S.; 54 S., 1 Bl. 30,5 x 21 cm. Flexibles Pergament d. Z. (wellig, stärker angeschmutzt, gelegentlich etwas brüchig im Bezug, Bibliotheksschildchen) mit (abgeriebenem) hs. RTitel (ohne die Bindebänder). Venedig, Andrea Carnaciolo, 1561.

Manzoni I, 1, 544, III. Nicht bei Adams und im STC. – Die Veneto-Stadt Verona gehörte seit 1405 zur Terra Ferma der Inselrepublik Venedig, als sie ihre prosperierendste Epoche durchlebte. Eindrucksvoll künden davon die detailliert ausgearbeiteten Paragraphen des Orts- und Partikularrechts, die in den "Statuta magnificae civitatis Veronae" zusammengefasst sind. Im Anschluss folgen dann die Privilegien, die zeigen, dass Verona auch gegenüber der "Mutterstadt" Venedig zahlreiche Sonderrechte genoss.
Die prachtvolen Holzschnitt-Titelbordüren sind als gewaltige manieristische Aedikulen gestaltet, die flankiert weden von den beiden prominenten Stadtpatronen Santo Zeno und San Pietro da Verona, jeweils mit ihren Attributen: Pietro mit den Märtyrerattributen, dem Beil im Schädel, einem Schwert in der Brust und mit einem Buch in der Linken, Zeno, der Etschfischer, friedlicher mit einem an der Angel hängenden Fisch. – Titel mit kleinen alten Besitzvermerken, wenige Blätter mit kleinen Randläsuren, 2 Blätter mit geringen Randausrissen, sonst aber nur vereinzelt minimal fleckig oder gebräunt, insgesamt im Block sehr schönes, breitrandiges - und auch typographisch bemerkenswertes Buch.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.170)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 585)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Suetonius Tranquillus, Caius
XII Caesares

Los 1080

Suetonius Tranquillus, Caius. XII Caesares. 60 Bl., 320 S. Mit 2 Holzschnitt-Titelvignetten. 15,5 x 9 cm. Pergament d. 18. Jahrhunderts (Rückdeckel mit Wurmspuren und stärkerem Braunfleck, oberes Kapitel eingerissen) mit RSchild. Venedig, Aldus Manutius, 1521.

Adams S 2035. Schweiger II, 975. – Zweiter Aldinendruck von Suetons Kaiserviten, der erste erschien im August 1516 (vgl. Adams S 2031). Sein acht Bücher umfassendes Geschichtswerk enthält zwölf Biographien römischer Kaiser von Julius Caesar bis Domitian. "Nicht häufig vorkommend" (Schweiger). – Titel breit hinterlegt, mit größerem Wasserfleck und kleineren restaurierten Läsuren. Erste Lagen mal mehr, mal weniger wasserrandig, das letzte sowie einige weitere Textblatt mit hinterlegten kleinen Wurmlöchern. Schnitttitel.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Zuschlag
€ 200 (US$ 234)


Wesenbeck, Matthias
Paratitla in pandectarum iuris civilis.

Los 1081

Wesenbeck, Matthias. Paratitla in pandectarum iuris civilis. Ab authore recognita & aucta. Accesserunt praeterea priori aeditioni prolegomena de finibus studiorum iurisprudentiae: De studio iuris rectè instituendo: de libris iuris: item partitio pandectarum particularis: et in calce, oeconomia Codicis Iustinianei. 542 S., 21 Bl. Mit 2 großen versch. Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und am Schluss. 32,5 x 22,5 cm. Halbpergament vom Ende des 17. Jahrhunderts (beschabt, bestoßen, mit kleinen Fehlstellen) mit RSchild (teils abgeblättert) und Buntpapierbezug. Basel, Eusebius Episcopius und Erben Nikolaus Episcopius d. J., 1568.

VD16 W 2159. Vgl. auch VD16 W 2130, VD16 W 2144, VD16 W 2171. Stintzing-Landberg I, 355 – Matthias Wesenbeck (1531-1586) gehörte zu den bedeutendsten Juristen seiner Zeit und beeinflusste die juristische Literatur fast ein ganzes Jahrhundert lang. "Seine historische Bedeutung liegt hauptsächlich in seinen Paratitla oder dem Comment. in Pandectas und in Codicem" (Stintzing-Landberg I, 355). – Nur vereinzelt gering unfrisch, leicht feucht- und fingerfleckig, stellenweise mit älteren Marginalien und Unterstreichungen.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 585)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.404)


Wilhelm IV., Herzog von Bayern
Die Ordnung über gemainer Lanndtschafft in Bair...

Los 1082

(Wilhelm IV., Herzog von Bayern). Die Ordnung über gemainer Lanndtschafft in Bairn aufgerichte Hanndtvesst. Tausennt Fünffhundert unnd im Sechzehennden Jar zu Jngoldtstat beschlossen. 6 nn. Bl. Mit großem kolorierten Wappenholzschnitt auf dem Titel. 31 x 20 cm. Moderner Pappband. (München, Andreas Schobser), o. J. (um 1535).

VD16 B 1004. Vgl. Panzer 844. Proctor 11801. Schottenloher 34. Weller III, 1024. Nicht im STC. – Zweiter Druck der von Herzog Wilhelm IV. (1493-1550) im Jahre 1516 erstmals erlassenen bayerischen Landordnung und Handfeste, wohl aus dem Jahre 1535 bei Andreas Schobser in München gedruckt. Schobster hatte im Auftrag des Herzogs im Auftrag des Kurfürsten um 1535 eine ganze Reihe Verordnungen neu zu drucken. Die Ordnung "enthält eigentlich eine Vorschrift, wie die Landtage in Baiern gehalten werden sollen" (Panzer).
Als "Handfeste" wird ein offizielles Dokument bzw. eine Urkunde bezeichnet, die - meist mit dem Siegel und den Notarsunterschriften versehen - ein Recht oder Privilegium individuell festzuschreiben und es dem Nutztragenden zu verbriefen. Sammlungen von Handfesten - ebenso wie von Privilegien - wurden zu Vorläufern des im Laufe der Neuzeit immer mehr kodifizierten Rechts. – Ganz blasse, fast unsichtbare Fleckchen, winziger Bugriss, ein sauberes, kraftvoll gedrucktes und bemerkenswert breitrandiges Prachtexemplar mit dem hübsch, im Stil der Zeit modern kolorierten Holzschnittwappen mit den bayerischen Rauten, umgeben von einer Fruchtbordüre mit Blumen und Früchten wie Ananas, Granatapfel etc.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 585)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 351)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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