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Handschriften, Alte Drucke, Papierantiquitäten Auktion 112, Di., 16. Okt., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Gemma Frisius, Reiner
Les principes d'astronomie & cosmographie

Los 551

Gemma Frisius, R(einer). Les principes d'astronomie & cosmographie: avec l'usage d globe. Mis en langage Françoi par M. Claude de Boissière. 128 num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und 50 schematischen Textholzschnitten. 17 x 11 cm. Leder d. Z. (etwas berieben, neu aufgebunden; Remboîtage) mit Deckelfilete. Paris, Guillaume Cavellat, 1556.

Adams 389 (wohl irrig 1557). Renouard, Cavellat, 102. – Seltene erste französische Ausgabe des zuerst 1530 in Antwerpen erschienenen astronomischen Handbuchs des Löwener Mediziners, Astronomen, Mathematikers, Kartographen und Instrumentenbauers Gemma Frisius (1508-1555), in dem er u. a. über sein Spezialgebiet, die Herstellung von Globen und Astrolabien, schreibt. Enthält folgende drei Abhandlungen: I. Les principes d'Astronomie avec l'usage du globe. - II. L'usage de l'anneau astronomique. - III. L'exposition sur la mappemonde. Zu seinen Schülern zählte u. a. Gerhard Mercator. – Titel mit unauffälligem hs. Eintrag, vereinzelt mit Unterstreichungen und sauberen Annotationen. Stellenweise schwach gebräunt, vereinzelt leicht stock- oder fingerfleckig, wenige unbedeutende Wasserränder. Durch die Neubindung im Bug etwas knapp.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.280)

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Gregor IX.
Decretales suae integrati

Los 552

Gregor IX. Decretales suae integrati. Una cum glossis restitutae. Ad exemplar Romanum diligenter recognitae. 32 Bl., 1388 S. Titel in Schwarz und Rot. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelvignette und 2 ganzseitigen Textholzschnitten. 26 x 18 cm. Neuer Halbpergamentband mit den zeitgenössischen Pergamentdeckelbezügen (etwas fleckig und mit kleineren Wurmgängen, ohne die beiden Schließbänder). Venedig 1591.

Vgl. Graesse III, 1525. Nicht bei Adams. – Späterer venezianischer Druck der erstmals 1475 bei Nicolas Jenson ebenfalls in der Lagunenstadt erschienenen Sammlung. Im Auftrag von Papst Gregor IX. (um 1170-1241) verfasste dessen Kaplan Raimondo de Penaforte diese Dekretalensammlung, die als wichtigste Gesetzessammlung des Corpus iuris canonici gilt. Enthält im wesentlichen päpstliche Konstitutionen, Dekretale und Konzildekrete verschiedener Epochen, in der Mehrzahl jedoch aus seiner Regierungszeit. Bereits in der Inkunabelzeit erlebte das Werk zahlreiche Editionen. Der Titelholzschnitt zeigt Papst Gregor XIII. beim Gebet. – Titel mit hs. Anmerkung. Die ersten drei Blätter mit kleinem Wasserrand in der unteren Ecke. Vorsätze erneuert. Minimal gebräunt, selten mit kleineren Textunterstreichungen, gelegentlich gering fleckig.

Schätzpreis
€ 340   (US$ 387)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Hypomnemata
in omnes Psalmos Davidis

Los 553

Im Wappeneinband der Stadt Görlitz
Hypomnemata (graece) in omnes Psalmos Davidis, ita scripta, ut a piis amantibus consensum expressum in scriptis Propheticis, Apostolicis, Symbolis, et scriptoribus vetustis. Edita à Victorino Strigelio. Ad finem adiecta sunt grammatica annotata. Teil I (von 2). 16 Bl., 525 S., 1 w. Bl. Mit Holzschnitt-Titelbordüre. 19 x 12 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. über Holzdeckeln (fleckig und berieben) mit 2 intakten Messingschließen. Leipzig, Hans Rambau, 1573.

VD16 ZV 1714. Jöcher IV, 882f. Vgl. ADB XXXVI, 590f. – Erster Teil der seltenen zweibändigen Psalmenexegese des Wittenberger Theologen und Melanchthonschülers Viktorin Strigel (1524-1569); der zweite Teil erschien noch im selben Jahr. Exemplar im intakten zeitgenössischen Meistereinband mit den Buchbinderinitialen "I P W" auf dem Rollenstempel, die Mittelplatten auf den Deckeln mit einem Lutherportrait und dem Stadtwappen von Görlitz. – Titel gestempelt, mit minimalen Randknicken und hs. Randnotizen (Verweise auf Anmerkungen im Text). Etwas gebräunt und braunfleckig, vereinzelte Annotationen in brauner und roter Tinte, Lage A mit kleinerer Druckstelle im weißen Seitenrand. Vorderer Vorsatz mit Einträgen und Besitzvermerk wohl eines Theologiestudenten mit Namen Gottlob Bergmann von 1683. Insgesamt wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 400 (US$ 455)


Karsthans mit vier Personen
under inen selbs ain gesprech und red Halten

Los 554

Karsthans mit vier Personen under inen selbs ain gesprech und red Halten. 16 Bl. (d. l. w.) Mit großem Titelholzschnitt. 20 x 15 cm. Pappband um 1900 (bestoßen, Rücken etwas lädiert). (Augsburg, Melchior Ramminger, 1521).

VD16 K 129. Böcking IV, 617. Burkhardt, Karsthans S. 56, Ausgabe H. Panzer DA II, 1005b. Proctor-Isaac 10946. Schottenloher, Flugblatt S. 81. Weller 1438. Nicht bei Adams und Knaake. – Augsburger Druck einer der frühesten deutschsprachigen Flugschriften in Dialogform, das VD 16 verzeichnet insgesamt neun Drucke aus dem Jahr 1521. Erschien "etwa gleichzeitig mit Huttens 'Gesprächsbüchlein', dessen Vorrede 1. 1. 1521 datiert ist, während gegen den 'Karsthans' bereits am 13. 1. 1521 von Murner beim Kanzler der Stadt Straßburg (Sebastian Münster) schriftlich Beschwerde wegen Verleumdung eingelegt wurde" (Rosen, Neufforge, 50). Der anonym erschienene Reformationsdialog Karsthans bildet die wirkungsvollste und meistgelesene Flugschrift der Zeit, wofür u. a. die Tatsache verantwortlich ist, dass er gleich in deutscher Sprache erschien und daher auch von der breiten Bevölkerungsschicht gelesen und rezipiert werden konnte. Erstmals wird hier der Typus des Bauern als ehrbare und ernstzunehmende Person ins Zentrum des Geschehens gerückt, was nicht zuletzt den Ansporn für die Bauernaufstände ab dem Jahr 1524 gab. Der schöne Titelholzschnitt zeigt die vier Gesprächspartner Mercurius (als vornehmer alter Mann), Murner (mit Katzenkopf), Studens und Karsthans (mit gegürtetem Schwert und der typischen Hacke, dem Karst, über der Schulter). Die Verfasserschaft ist bis heute umstritten, als mögliche Autoren gelten Matthias Zell, Johann Sapidus, Nikolaus Gerbel und Martin Bucer. – Etwas finger- und braunfleckig, stellenweise im Bug mit bräunlichem Feuchtigkeitsrand. Innenspiegel mit verblasstem Stempel.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Zuschlag
€ 8.500 (US$ 9.690)


Kling, Melchior
Super tres priores Institutionum divi Iustinian...

Los 555

Kling als Antipode Martin Luthers im Eherecht
Kling, Melchior. Clarissimi iureconsulti, Dn. Melchioris Kling, Vitembergensis Academiae Ordinarij Professoris, In praecipuos,& eos qui ad usum forensem prae caeteris faciunt, Secundi Libri, antiquarum decretalium titulos commentaria. 8 nn., 167 num. Bl. Mit 2 wdhl. Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und am Schluss. 32,5 x 20,5 cm. Pergament d. Z. (angestaubt und berieben, fleckig und bestoßen) mit breitem, reich blindgeprägten Schweinslederrücken über 4 Doppelbünden mit Deckelbezug unter Verwendung einer lateinischen Handschrift vom Ende des 14. Jahrhunderts (mit Fehlstellen an den Ecken, an Kanten brüchig und teils aufgegangen, etwas abgerieben) mit blauer Lombarde, rotem Federwerk und Rubrikation. Hs. Rücken- und Schnitttitel. Frankfurt am Main, Christian Egenolff, 1550.

VD16 K 1325. – Erste Ausgabe der beiden Hauptwerke des aus dem hessischen Steinau an der Straße stammenden Juristen und Rechtswissenschaftlers Melchior Kling (1504-1571).
"Kling ist einer der ältesten Vertreter einer systematischen Richtung unter den deutschen Juristen, wie seine 'Enarrationes in libros IV Institutionum' (zuerst 1542 Fol.) und seine systematische Bearbeitung des sächsischen Landrechts ('Das ganze sächsische Landrecht mit Text und Gloß in eine richtige Ordnung gebracht etc.', Leipzig 1572) zeigen. Für die Entwickelung des protestantischen Eherechts ist von Bedeutung der 'Matrimonialium causarum tractatus methodico ordine scriptus' (Frankfurt 1553) eine erneuerte Bearbeitung seines Excurses über das Eherecht in den Enarrationes zum Tit. Just. 1, 10 de nuptiis. Eben diese eherechtlichen Fragen haben ihn in einen unfreundlichen Gegensatz zu Luther gedrängt, der sich noch in Luther's letzten Lebentagen in Eisleben (1546), wohin beide von den Mansfeldischen Grafen als Schiedsrichter berufen waren, fühlbar machte.
Von armen Eltern geboren, mußte sich [Kling] durch Singen vor den Thüren als Currendschüler in Halle seinen Unterhalt verdienen, studirte in Wittenberg, wo er Melanchthon's und Schürpf's Schüler war, 1533 zum Doctor der Rechte promovirt ward, 1534 die Lectura in Sexto und 1536 die mit der Assessur am Wittenberger Hofgericht verbundene Lectura ordinaria in Decretalibus übernahm. Seit 1535 verwendete ihn der Kurfürst in Geschäften, ernannte ihn 1541 zum Rath. 1544 fiel er in Folge falscher Beschuldigungen in Ungnade und ward verhaftet, bald aber wieder freigelassen und in seinen Aemtern bestätigt. Nach dem unglücklichen Ausgang des schmalkaldischen Kriegs, während dessen er als kurfürstlicher Gesandter nach Dänemark geschickt war, ließ er sich in Halle als Rechtsconsulent nieder, diente vielen Fürsten als 'Rath von Haus aus' und fungirte zugleich als Beisitzer des Schöffenstuhles zu Halle und des Hofgerichtes in Jena. Er starb als ein sehr vermögender Mann am 21. Febr. 1571" (ADB XVI, 185f.). – Titel mit mehreren älteren Tintenvermerken in Sepia, durchgehend leicht gebräunt, etwas angestaubt und leicht unfrisch, insgesamt aber kaum fleckig und im Block wohlerhalten. – Vorgebunden: Christophorus Portius. Super tres priores Institutionum divi Iustiniani libros commentaria longè utilissima, unà cum Iasonis annotationibus, antea quidem cum Portij verbis adeò confusis, ut non rarò quid alterutrius esset, vix à purgatissimae naris hominibus deprehendi potuerit: nunc verò opera Nicolai Belloni ... ita suis quaeque locis digesta emendatáque, ut hinc universo operi plurimum lucis accesserit ... Adiecti sunt indices duo. 4 Bl., 608 Sp., 10 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und am Schluss und einigen hübschen Metallschnitt-Initialen. Basel, Michael Isengrin, 1547. - VD16 P 4365. Erste Baseler Ausgabe des Kommentars zu Justinians "Institutiones", des Lehrbuchs Römischen Rechts, das nicht direkt zum Corpus Iuris gehörte. Als Autor gilt der römische Rechtsgelehrte Gaius, der es im 2. Jahrhundert verfasste, um werdenden Juristen als eine Art Lehrbuch zu dienen, anhand dessen sie das Personen- und Familienrecht (ius personae), das Vermögens- und Erbrecht (ius rerum) und das Straf- und Prozessrecht (ius actionum) studieren konnten. Verfasser war der 1442 gestorbene "höchst berühmte päpstliche Advokat" ("Papiensis Iureconsulti clarissimi") Christophorus Portius. Eine zweite und dritte, jeweils kollationsgleiche Ausgabe druckte Michael Isengrin 1547 bzw. 1548 in Basel. - Titel mit alten Besitzvermerken, darunter ein hs. "Ex libris Paridis Antonij Bevilaquae J. V. N." sowie 2 unschön ausgestrichenen Vermerken, oberer Rand etwas gestaucht, leicht fleckig und gebräunt.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Zuschlag
€ 550 (US$ 627)


Leo I., Papst
Huius nominis primi

Los 556

Leo I., Papst. Opera, quae quidem extant, omnia. 10 nn. Bl., 162 num. Bl. (Blatt 86 leer), 10 nn. Bl. 30,5 x 20 cm. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. Pappband d. 19. Jahrhunderts (Rücken mit Fehlstellen und stärkeren Bereibungen, Rückdeckel mit Schnittspuren). Köln, Melchior von Neuß, 1546.

VD16 L 1201. Vgl. Adams L446. Nicht im STC. – Erste Werkausgabe Papst Leos I. über die Juristerei, herausgegeben von Petrus Canisius, der 1543 in Köln als erster in Deutschland in den Jesuitenorden eintrat und bald zur zentralen Gestalt der Gegenreformation wurde. – Titel mit ausgestrichenem Besitzvermerk. Stellenweise etwas stärker gebräunt und in der unteren Ecke mit gebräuntem Feuchtigkeitsfleck, etwas stockfleckig.
Einstige, widerrufene Schenkung des Gioseffo Pinamonti (1788-1848) und Carlo Annibale Lorenzoni (1842-1912) an die Diözesanbibliothek in Trient, gestempelt "Biblioteca Diocesana Tridentina 'Antonio Rosmini' Trento" und mit deren montierten Schenkungsschildchen auf dem VDeckel sowie dem Stempelvermerk "Donazione revocata".

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 285)

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Livius, Titus
Historiarum ab urbe condita

Los 557

Livius, Titus. Historiarum ab urbe condita, libri qui extant, XXXV. cum universae historiae epistomis. Adiunctus scholiis Caroli Sigonii. 2 Teile in 1 Band. 52 nn., 399 num., 1 nn. Bl.; 107 Bl. (ohne die 47 Bl. am Schluss). Mit 3 Holzschnitt-Druckermarken. Modernes Halbleder (mit Monogramm auf dem Schnitt). Venedig, Paolo Manuzio, 1566.

EDIT 16 CNCE 28254. STC 390. Adams L 1344. Renouard, 202,19. Fock, Bibliotheca Aldina, 121. Anker - Delphin 1126. Ebert 12096. Schweiger II, 531. – Zweite Ausgabe, die erste war bereits 1555 erschienen. "Sigonio verbesserte den Text nach Handschriften, alten Ausgaben, Steinschriften, den fastis Capitolinis etc. Nicht weniger ließ er sich die Verbesserung der Epitome und der letzten 5 Bücher angelegen sein" (Schweiger). – Am Schluss fehlen 47 Bl. Stellenweise stark gebräunt, teils etwas feuchtranig.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)

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Livius, Titus
Latinae historiae principis decades tres

Los 558

Livius, Titus. Latinae historiae principis decades tres cum dimidia, longe tamen quàm nuper emaculatiores, quòd nunc demum ad vetera contulerimus exemplaria, ubi quantum sit deprehensum mendorum, facile indicabunt ... Beati Rhenani & Sigismundi Gelenij adiunctae annotationes. 69 S.,3 Bl., 244, 243, 211 S. Ohne die beiden Anhänge (91 S. bzw. 68 Bl.). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 33 x 23,5 cm. Kalbleder um 1700 (berieben und beschabt, Gelenke angeplatzt, Vorderdeckel gelöst, Kapitale mit Fehlstellen, kleines Papierrückenschild) mit (lädiertem) RSchild. Basel, Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. J., 1535.

VD16 L 2095. Adams L 1330. STC 521. Schweiger I, 529. – Verbesserter Nachdruck der Frobenausgabe von 1531, vermehrt um die Kommentare von dem Straßburger Philologen Beatus Rhenanus (1485-1547) und dem für Froben lange Zeit als Lektor tätigen böhmischen Gelehrten Sigmund Gelen (1497-1545). Mit einer Vorrede von Erasmus von Rotterdam. – Es fehlen die mit eigenem Titel erschienene Chronologia des Henricus Glareanus (91 Seiten) sowie der Index (68 Blatt) am Schluss. Erste Blatt mit kleiner Stauchspur im oberen Schnitt, stellenweise mit mal größeren, mal schmaleren Wasserrändern, am Schluss auch mit kleiner Wurmspur im unteren Bug (kein Textverlust), Blatt alpha 1 mit kleinem restaurierten Randeinriss. Mit zahlreichen Unterstreichungen und Marginalien. Fl. Vorsatz mit altem Besitzeintrag und gesiegeltem bzw. gestempeltem Exlibris. Wohlerhaltenes und sauberes, nur vereinzelt minimal fleckiges Exemplar.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Livius, Titus
Roemische Historien

Los 559

Livius, Titus. Roemische Historien, jetzundt mit gantzem fleiß besichtigt, gebessert vnd gemehret. 2 Teile in 1 Band. 14 nn., 450 (recte 447) num., 1 w. Bl.; 92 (st. 93) num. Bl. Mit kleiner Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und ca. 250 tls. wdhl. Textholzschnitten. Titel in Rot und Schwarz. 30 x 20 cm. Brauner Kalblederbd. d. Z. (neu aufgebunden unter Aufkaschierung des originalen Einbandmaterials, dieses mit Fehlstellen, berieben und beschabt). Mainz, Ivo Schöffer, 1541.

VD16 L 2109. Schweiger II, 545. Roth, Schöffer, 63. Nicht im STC und bei Adams. – Sehr seltene sechste Mainzer Ausgabe der Römischen Historien von dem aus Padua stammenden Titus Livius (um 59 v. Chr. bis 17 n. Chr.), in der Übersetzung der Humanisten und Historiker Nikolaus Fabri von Carbach (1485-1534) und Jakob Micyllus (1503-1558), die auch die mittlerweile aufgetauchten fünf Bücher der 4. Dekade des großen Werks miteinbezogen.
Die prachtvollen Holzschnitte stammen von Conrad Faber von Creuznach und wurden erstmals für die Ausgabe 1523 geschnitten. Zahlreiche Holzschnitte wurden von Else Thormählen als Rheinlandschaften gedeutet. Die vielen Lager- und Kriegsszenen gehören zu den kulturgeschichtlich interessantesten Illustrationen ihrer Zeit. Sie zeigen Kostüme, Requisiten, Waffen, getragen von stolzen Rittern, Landsknechten und Bürgern. – Es fehlen 2 Blätter, Blatt LXXXVII (pi) im 4. Teil und das le. w. (p8), ggf. mit der Druckermarke. Die Holzschnitte teils etwas flau im Abdruck, auf den ersten zehn nummerierten Blättern sind 13 Holzschnitte in älterer Zeit ankoloriert, die Farbe meist etwas verwischt. Unwesentliche Fingerfleckchen, vereinzelt etwas gebräunt und mit leichten Wasserrändern. Sorgfältig restauriert, teils mit wenigen winzigen Papieransetzungen und Restaurierungen, wenige Blätter gereinigt, insgesamt ein sehr schönes Exemplar dieses herrlichen, reich illustrierten Werkes.
Der bemerkenswerte Einband zeigt eine reiche Zierprägung mit dem Autornamen in Versalien "TITY LYVII" und der Jahreszahl "M.D.XLIII" in vielfachen Gold- und Schwarzfileten mit goldgeprägten Kandelaberbändern und mit floraler Mittelspiegelornamentation aus Ranken und Blüten.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.709)


Livius, Titus
Romanae historiae principis libri omnes

Los 560

Livius, Titus. Romanea historiae principis libri omnes, quotquot ad nostram aetatem pervenerunt. Quibus adiuncta est chronologia nova accommodata ad tabulas capitolinas, Verii Flacci. Cum indice calci libri annexo. 1259 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 18,5 x 11,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, mit hs. Signaturrückenschild und Resten der Schließbänder). Frankfurt, Zacharias Palthenius für Erben Peter Fischer, 1599.

VD16 ZV 9804. Nicht bei Schweiger. – Seltener, nur in der Onlineverison des VD 16 verzeichneter Frankfurter Druck seines bedeutenden römischen Geschichtswerks. Exemplar aus dem Besitz des damals zwölfjährigen österreichischen Adeligen Ernst Adalbert von Harrach (1598-1667), der später als Erzbischof des Erzbistums Prag und Fürstbischof des Bistums Trient sowie Kardinal wirkte und als bedeutender böhmischer Gegenreformator in die Geschichte einging. Mit dessen kindlichen Besitzeintrag auf dem Titel, datiert auf das Jahr 1610. Fl. Vorsatz mit zweitem Namenszug von Harrach, einigen Schriftproben des Vornamens "Ernst" sowie weiteren Federproben und kleinen Skizzen. – Ohne die beiden umfangreichen Anhänge (124 und 228 Seiten, Index und Chronologie). Titel mit zweitem, gestrichenem Besitzvermerk, hinterer fl. Vorsatz mit längerem hs. Eintrag zur Provenienzgeschichte des Exemplars. Stellenweise schwach gebräunt, ganz vereinzelte unbedeutende Flecken. Innenspiegel mit montiertem Exlibris. Wohlerhalten und sauber.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Zuschlag
€ 260 (US$ 296)



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