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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Handschriften, Alte Drucke Auktion 113, Di., 16. Apr., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Boffrand, Germain
Œuvres d'architecture de Monsieur Boffrand

Los 901

Boffrand, Germain. Œuvres d'architecture de Monsieur Boffrand, architecte du Roy, et inspecteur général des Ponts et Chaussées de France: contenant les principaux bâtiments civils, hidrauliques et mécaniques, qu'il a fait exécuter en France et dans les pays étrangers, gravés en taille douce par les plus habiles maîtres. 2 gestochene und 2 typographische nn. Bl. Mit Kupfertitel mit Vignette, 2 gestochenen Vignetten, davon eine von C. N. Cochin nach François Boucher und 60 (8 einfachen, 41 doppelblattgroßen, 11 mehrfach gefalteten, 2 zusammenmontierten) Kupfertafeln von Babel, Blondel, Moreau, Mutel, Tardieu nach Germain Boffrand. 47,3 x 33 cm. Reich blindgeprägtes hellbraunes Kalbsleder um 1930 (nur winzige Fleckchen, Kratzer, Bezugsfehler, etwas bestoßen, Kanten teils beschabt) mit goldgeprägtem RTitel und reicher RVergoldung sowie Rotschnitt. Paris, Pierre Patte, 1753.

Nicht in der Ornamentstichsammlung (vgl. ebenda 2402, "Livre d'Architecture" desselben Autors, Paris 1745). – Germain Boffrand war ein französischer, aus Nantes stammender Architekt und Dekorateur, der zahlreiche bedeutenden Bauten in Paris und - vor allem auch im deutschen Ausland im Stil des Rokoko errichtete - und die er im einzelnen in seinem vorliegenden Werk vorstellt, das acht Jahre nach seinem überaus erfolgreichen "Livre d'Architecture" (Paris 1745) erschienen und ebenfalls reich mit Tafeln ausgestattet worden war.
Nach einer Lehre bei François Girardon gelang es ihm, Schüler des berühmten Jules Hardouin-Mansart zu werden und 1709 in die Académie Royale d'Architecture aufgenommen zu werden. 1711 wurde er dann zum Ersten Architekten des Herzogs von Lothringen befördert:

"Après avoir étudié la sculpture sous Girardon, il se livra entièrement à l'architecture, et fût reçu à l'Arcadémie en 1719. Plusieurs souverains d'Allemagne le choisirent pour leur architecte, et firent élever beaucoup d'ßedifices considérables sur ses plans. Ingénieur et inspecteur général des ponts et chaussées, il fit construire un grand nombre de canaux, d'écluses, de pontes, et une infinité d'ouvrages mécaniques ..." (Hoefer VI, 374f.)

Das Werk enthält Paläste, Schlösser, Pavillons, Brunnen und andere Architekturen aus Barock und Rokoko, jeweils in Grundriss, Aufriss, Schnitt und meist prachtvoller Vedute, darunter: "Château de Bouchefort", "Palais de Nancy", "Les deux Palais de la Malgrange", "Château de Luneville", "Palais de Wurtzbourg" (die Rokoko-Residenz Balthasar Neumanns in Würzburg), "Hôtel de Craon", "Hôtel de Monmoranci", "Hôtel d'Argenson", "Hôtel Soubise", "Le portail de la merci", "La porte du petit Luxembourg" etc.: "ces bâtimens se vendent séparément et en volume enrichi d'un très grand nombre de planches avec un discours orné de vignette et culs de lampe". – Von den 60 Kupfertafeln messen einige bis zu 47,3 x 116 cm (!), wie üblich sind Tafeln O2-3 zusammenmontiert und ausfaltbar. Die Tafelbezeichnung: A5 B5 C6 D4 E3 F6 G3 H4 I4 K10 L1 M1 N1 O4 P1 Q1. In Vergleich zu den wenigen anderen von uns nachweisbaren Exemplaren (der Worldcat verzeichnet lediglich drei: Montréal, New York und Ohio), ist die Kollation so vollständig und korrekt (es gab kein Frontispiz oder Porträt, Ohio zählt 4, 6 S., 60 Tafeln, mit Titel haben wir auch 5 Blätter = 10 Seiten). Keine europäische, auch keine französische Bibliothek scheint ein Exemplar zu besitzen (Nationalbibliothek, Verbundskatalog etc.). Von größter Seltenheit. Auch im Handel auf europäischen und amerikanisch-englischen Auktionen konnten wir kein einziges Exemplar nachweisen.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.389)


Zuschlag
€ 2.000 (US$ 2.260)


Carstairs, Joseph
L'art d'apprendre à écrire

Los 902

Carstairs, Joseph. L'art d'apprendre à écrire en peu de leçons, connu en France sous le nom de méthode américaine et inventé en Angleterre. Traduit de l'anglais. Sixième et dernière édition. CXVI, 74 S., 1 Bl. Mit 2 lithographischen Tafeln und 27 Kupfertafeln. 20,5 x 13 cm. Modernes Halbleder. Paris, Louis Colas, 1828.

Sechste Ausgabe über die Kalligraphie. Die Tafeln zeigen vielfältige Schreibübungen, die zur eigenen praktischen Erprobung auffordern. – Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig. Eine Kupfertafel im Rand mit Filmklebung hinterlegt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 338)


Zuschlag
€ 200 (US$ 225)


Delaune, Etienne
Suite de l'Ancien Testament

Los 903

Delaune, Etienne. 10 (von 12) Kupferstichen aus der "Suite de l'Ancien Testament" [und:] 1 (von 4) Allegorie des Feuers. 11 Kupferstiche. 5,5 x 6,5 cm bzw. 6,7 x 8,8 cm. Frankreich, 1561.

Vorhanden sind zehn Kupferstiche aus der Serie des Alten Testaments: 1) Jakob und Rachel. - 2) Laban umarmt Jakob. - 3) Samson entzündet die Fuchsschwänze. - 4) Jakob kämpft mit dem Engel. - 5) David im Kampf mit Goliath. - 6) Hagar sitzt unter einem Baum und der Engel tröstet sie. - 7) Opfer Abrahams. - 8) Der von Löwen getötete Prophet Iddo liegt tot außerhalb einer Stadt. - 9) Lots Töchter machen ihren Vater betrunken, Sodom steht in Flammen. - 10) Drei Engel vor Abraham.

Ein weiterer Kupferstich stammt aus der Serie der vier Elemente, es handelt sich um das Feuer. – Durchgehend im Rand feuchtrandig (sehr selten auch in der Darstellung). Etwas gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 565)


Zuschlag
€ 300 (US$ 338)


Doni, Giovanni Battista
De restituenda salubritate agri Romani

Los 904

Urbanisierung der Urbs unter Urban
Doni, Giovanni Battista. De restituenda salubritate agri Romani, opus posthumum, Urbano Octavo Pont. Max lampridem ab autore inscriptum. Nunc vero ab eius filijs dicatum. 12 Bl., 192 S. Mit großem Textholzschnitt und 2 mehrfach gefalteten (1 Holzschnitt-) Tafeln. 24,6 x 17,2 cm. Flexibles Pergament d. Z. (minimal fleckig) mit hs. RTitel. Florenz, Sub signo Stellae, 1667.

Graesse II, 425. Dura 4825. – Erste Ausgabe, des überaus seltenen, posthum publizierten Werks über die Verbesserung der öffentlichen Gesundheit der Stadt Rom und Latiums, gewidmet dem Kardinal Barberini, dem Papste Urban VIII. Autor war der Universalgelehrte Giovanni Battista Doni (1594-1647), der zu der Gruppe der Wissenschaftler um Kardinal Barberini gehörte und Mitglied der berühmten Accademia della Crusca war.
Doni war vor allem für seine musiktheoretischen Schriften berühmt, als "Italian classicist, philologist and music theorist. From about 1630 he dedicated himself almost totally to the rediscovery of Greek music and to the revival in modern practice of the ancient tonoi and genera. As an offshoot of this investigation he reviewed the history of modern music drama and wrote several revealing critiques of the earliest styles of musical pastoral ..." (Grove).
Doch über die Schriften zur Musik hinausgehend (ihm ist die Umbenennung des Tones C von "ut" in "do", wie "Doni" zu verdanken), versucht Doni in seiner vorliegenden Schrift an die antiken Traditionen der Zeit unter Augustus anzuknüpfen, der die Urbs vor Unrat befreiend ein Gesundheitssystem installierte (indem er u. a. bekanntermaßen durch eine Mauer die Subura abtrennte, die Nero dann niederbrennen ließ), wobei er auch moderne Denker wie Ficino, Scaliger und Cardano hinzuzog.
Wesentlich war die Anlage neuer Architekturen mit spezieller, dem Wind zugewandter Gebäudeausrichtung, die der öffentlichen Gesundheit durch die Qualität der Luft, durch Frischluftzufuhr und deren Zirkulation steigern sollten, womit auch die Malaria in den Sümpfen von Latium bekämpft werden sollte. Schon die Römer hatten die pontinische Ebene durch ausgeklügelte Kanalsysteme trockenlegen lassen. Unter dem großen Stadterneuerer Urban VIII. wurde Doni zu einem der wichtigsten urbanistischen Planer, der das Bild der Ewigen Stadt entscheidend verändern sollte, dem es gelang, die Plage der Malaria weitgehend einzudämmen, Frischwasserbrunnen bauen ließ und neue Infrastrukturen errichtete etc.
Die beiden mehrfach gefalteten Tafeln mit einer Inschrift und dem Grundriss einer Festungsanlage "ichnographia castelli". – Nur vereinzelt stellenweise etwas gebräunt, insgesamt sehr schönes Exemplar aus der Bibliothek des Palazzo Sacchetti in Rom mit dem gestochenen "Ex libris Giulio Sacchetti" (1586-1663), dessen Kardinalswappenstempel auf dem Vorsatz und ebendort zwei Katalogausschnitte (posthum in die Bibliothek einbezogen). Überaus selten, kaum in einer Bibliographie erwähnt.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.130)


Zuschlag
€ 850 (US$ 960)


Gerhard, Eduard
Auserlesene griechische Vasenbilder

Los 905

Gerhard, Eduard. Auserlesene griechische Vasenbilder, hauptsächlich etruskischen Fundortes. Teil III (von 4) in 2 Bänden. Mit 89 farblithographischen Tafeln. 34,5 x 26 cm. Halbleder d. Z. (leicht berieben und bestoßen) mit 2 goldgeprägten RSchildern. Berlin, Reimer, 1847.

Einzige Ausgabe. Die Darstellungen zeigen typisch antike Motive wie Ross und Reiter, Kämpfer, Gottheiten, Opferungsszenen, militärische Gefechte und vieles mehr. – Etwas gebräunt und stellenweise stärker braunfleckig, Vorsätze etwas leimschattig.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 282)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 203)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Schroeder, Ernst
Konvolut von 7 kolorierten Federzeichnungen

Los 906

Goldschmiedekunst. - Schroeder, Ernst. Konvolut von 7 kolorierten Federzeichnungen auf Zeichenpapier (5) bzw. festem Zeichenkarton (2). Lose Blatt im Format ca. 40 x 30 bis 66 x 48,5 cm. Berlin, um 1908-1909.

Kunstvoll ausgeführte Entwürfe des im Ersten Weltkrieg gefallenen Berliner Goldschmiedemeisters Ernst Schroeder (1887-1918). Die vier signierten und datierten Entwürfe auf Zeichenpapier zeigen einen antikisierenden Henkelpokal, eine barocke Prachtschale, einen Kerzenleuchter mit figürlichem Sockel sowie einen weiteren Trinkpokal. Die drei Entwürfe im Großformat mit der Darstellung eines weiteren antikisierenden Henkelpokals mit kleinem Herrscherbildnis (dieses Blatt mit deutlichen Randläsuren), die anderen beiden auf festem Zeichenkarton zeigen einen Korb mit ausladendem Obststrauß sowie eine von Eichenlaub umschlungene barocke Rocaillekartusche mit Monogramm. – Etwas stockfleckig.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 203)


Zuschlag
€ 200 (US$ 225)


Bartsch, Adam
Recueil d'estamples d''après les deß de Fr. Bar...

Los 907

Guercino. - Bartsch, Adam. Recueil d'estampes d'après les deß de Fr. Barbieri dit Guercino qui n'ont pas encore été gravées, tirées de la Collection de S. A. R. Monseigneur le Prince Albert de Pologne. Fr. Piranesi Seul et unique propriétaire de cet ouvrage, l'a réuni à sa Calographie. Kupfertitel und 39 Kupfertafeln von Adam Bartsch nach Guercino. 44 x 30,5 cm. Halbleder um 1860 (Kanten etwas beschabt und bestoßen) mit goldgeprägtem Leder-Deckelschild. Paris, Adam Bartsch, 1808.

Nicht bei Fabia-Borroni, Cicognara, in der Ornamentstichsammlung (vgl. aber 1878). – Überaus seltenes, für uns bibliographisch nicht nachweisbares Stichwerk zum Œuvre des italienischen Barockmalers Giovanni Francesco Barbieri, genannt "Il Guercino" (1591-1666) von dem österreichischen Künstler Johann Adam Bernhard Ritter von Bartsch (1757-1821), der vor allem durch seine Systematisierung der graphischen Künste und sein großes lexikalisches Werk berühmt wurde. – Alle Blätter unten versehrt mit Bräunungen und (älter hinterlegten) Ausbrüchen durch Wasserschaden, dennoch sind die Plattenränder des überaus breitrandigen Exemplars fast nicht betroffen, lediglich 3 Tafeln sind minimal über den Plattenrand gebräunt, und 2 große querformatige Tafeln zeigen stärkere Ausbrüche mit Darstellungsverlust, jeweils am linken Rand, alle Tafeln sauber aufgezogen, sonst nur vereinzelte kleine Fleckchen und kaum Gebrauchsspuren. Von allergrößter Seltenheit (nicht über den KVK zu finden).

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.130)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.130)


Hamerton, Philip Gilbert
Portfolio, an artistic periodical

Los 908

Hamerton, Philip Gilbert. Portfolio, an artistic periodical. 17 Bände (von 48). Mit ca. 505 Tafeln, teils in Originalradierung, Kupfertiefdrucken und Heliogravüre. Halbleder d. Z. (etwas berieben und beschabt) mit Kopfgoldschnitt. London, Jackson Seeley, 1871-1893.

Vorhanden sind die folgenden Bände II, IV, VIII, X, XI, XII, XIII, XIV, XV, XVI, XVII, XIX, XX, XXI, XXII, XXIII, XXIV. Die Graphiken stammen von von J. Lumsden Propert, J. P. Heseltine, A. P. Martial, W. Roberts, J. Veyrassat, R. H. Cave, Karl Bodmer, P. G. Hamerton, A. Balfourier, A. Feyen-Perrin, M. W. Ridley, J. D. Watson, A. Legros, R. S. Chattock, L. Gaucherel, F. Dupont und vielen mehr. – Nicht kollationiert, augenscheinlich komplett. Leicht gebräunt. Mal mehr, mal weniger braun- und stockfleckig, stellenweise etwas sporfleckig, selten feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 451)


Zuschlag
€ 200 (US$ 225)


Heineke, Paul
Lucidum prospectivae speculum

Los 909

Heineke, Paul. Lucidum prospectivae speculum, das ist: Ein heller Spiegel der Perspective. 2 nn. Bl., 32 S. Mit gestochenem Frontispiz und 95 teils gefalteten Kupfertafeln. 40 x 24 cm. Halbleder d. Z. (Gelenke angeplatzt, unteres Kapital mit Fehlstellen, stärker berieben, beschabt und bestoßen). Augsburg, Erben Wolff, 1727.

Ornamentstichsammlung 4730. Gier-J. 986 und 974. Thieme-Becker XV, 236. – Einzige Ausgabe. Prächtige Bauperspektive des Lübecker Malers Paul Heineken (1674-1746) mit Entwürfen und Vollzeichnungen von Deckengemälden, Kapitellen, Altären, Grabmälern etc., ferner einige Polyeder. "1727 erschien die Perspektivlehre von Paul Heinecken, in der - dem Verfahren Pozzos verwandt - mehrere Beispiele zeitgenössischer Bauten und einzelne Architekturglieder in bildhaften Perspektivdarstellungen vorgestellt werden" (Gier-J.). Die schönen Tafeln zeigen Säulenordnungen, Portale, Beichtstühle, Kanzeln, Grabmäler, Altäre, Decken und Parkpartien, teils in bemerkenswerten Perspectiven mit hübscher Staffage. – Frontispiz mit Quetschfalte. Hin und wieder etwas feuchtrandig, gelegentlich im Bug feuchtrandig. Stellenweise leicht wurmspurig, leicht gebräunt, etwas fingerfleckig.

Schätzpreis
€ 1.700   (US$ 1.920)


Zuschlag
€ 1.500 (US$ 1.694)


Huysum, Jan van
Blumenstilleben. Sommerblumen in antikisierende...

Los 910

Huysum, Jan van. Blumenstilleben. Sommerblumen in antikisierender Reliefvase mit Orange, Zitrone und Trauben, umflattert von drei Schmetterlingen und mit einer Biene. Koloriertes Schabkunstblatt von J. Johann Peter Pichler nach Jan van Huysum. Plattengröße 53,4 x 38,2 cm. Darstellungsgröße 50,2 x 38,2 cm. Blattgröße mehr als ca. 58 x 42 cm (vom Rahmen überschnitten). Mit Passepartout unter Glas in mehrfach profilierter teilvergoldeter Holzleiste gerahmt 71 x 55 cm. Wien, Bureau des Arts et de l'Industrie, 1803.

Hollstein 24 (nach Huysum). Pichler 36. Delaborde 307. British Museum Collection items 1861.1109. 113 & 114. – Stilleben nach dem holländischen, im 18. Jahrhundert überaus beliebten, aus Amsterdam stammenden Maler Jan van Huysum (1682-1749), hier als besonders fein koloriertes Schabkunstblatt von dem begabten österreichischen Mezzotintokünstler und Porträtstecher Johann Peter Pichler (1765-1807).

"Van Huysum was the 'phoenix of Flower Painters' ... In Van Huysum's lifetime the Kings of Poland and Prussia, the Elector of Saxony, Prince William of Hesse, the Dukes of Orleans and Mecklenburg, and Sir Robert Walpole were eager patrons. When Catherine the Great, thirty years after Van Huysum's death, wanted to buy the Walpole Collection, the greatest in England. Jan, born at Amsterdam in 1682, was the eldest son and pupil of Justus van Huysum. Justus was the head of a family enterprise ... with three younger sons assisting: Justus the younger, Jacob and Michiel. Their large-scale production met the demand for decorative flowerpieces" (Peter Mitchell European Flower Painters 142ff.). – In ausgezeichnetem zeitgenössischen Kolorit mit leuchtenden Farben Rot für die Tulpen und Chrysanthemen und Nelken, Grün für die Blätter und Stiele, Gelb für die Zitrone, Orange die Orange, Violett für die Nelken und Tulpen ebenso wie Rosé, Weinrot oder Himmelblau für die in abgestuften Farbtönen gehaltenen Veilchen, ferner auch reliefmäßig aufgetupfte orangene Blütenstempel etc.
Grandioser gratiger Druck auf festem Velinkarton (dieser etwas gebräunt, kaum fleckig, möglicherweise mit Randläsuren unter dem Passepartout). Nicht ausgerahmt, Versand nur ohne Rahmen.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.824)


Zuschlag
€ 1.800 (US$ 2.033)



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