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Katalog Wertvolle Bücher (Varia) » zur Buchabteilung
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Los 284 Weinmann, Johann Wilhelm
Phytanthoza-Iconographia
Verkauft
284) » größer

Das erste Buch im Teylerschen Farbdruckverfahren
Weinmann, Johann Wilhelm. Phytanthoza-Iconographia, oder eigentliche Vorstellung etlicher Tausend, so wohl Einheimisch- als Auslandischer, aus allen vier Welt-Theilen, in Verlauf vieler Jahre, mit unermüdeten Fleiß ... gesammleter Pflantzen, Bäume, Stauden, Kräuter, Blumen, Früchten und Schwämme etc. Teile II (von 4). 2 Bl., 516 S. Mit 245 (von 249; davon 10 gefaltet) Farbstichtafeln, teils von Hand retuschiert und koloriert. 39,5 x 24,5 cm. Leder d. Z. (Rückdeckel fragmentarisch erhalten, Gelenke angeplatzt, stärker berieben und teils beschabt) mit 2 goldgeprägten Rschildern und reicher RVergoldung. Regensburg, Hieronymus Lentz, 1739.

Nissen 2126. Pritzel 10140. Sitwell-Blunt-Synge 80. Dunthorne 327. Plesch 806. De Belder 382. Stafleu-Cowan 17.050. Great Flower Books 80. – Einzige Ausgabe des zweiten Bandes. Eines der prächtigsten barocken Pflanzenbücher und zugleich das erste Werk, das im sogenannten Teyler'schen Farbdruckverfahren hergestellt wurde, einer Verbindung aus Radierung und Schabkunst, unter Verwendung von Roulettes und Punzen, bei dem von einer einzigen, mit verschiedenen Farben eingeriebenen Platte gearbeitet wurde. Die Farbstiche von Johann Jakob Haid, Bartholomäus Seutter, Johann Elias Ridinger und G. D. Ehret weisen wegen der neuen Drucktechnik gewisse Unsicherheiten und Ungenauigkeiten auf, die jedoch mit den Retuschen und Kolorierungen einen reichen Farbklang der Darstellungen erhalten. Ehret, der später die Platten für Trews Plantae selectae stach, schuf mehrere hundert Platten, geriet aber wegen der schlechten Bezahlung mit Weinmann in Streit. Deshalb taucht sein Name im Buch selbst nicht auf.
"Zu rühmen ist die geschmackvolle Ausstattung und besonders die reichhaltige Palette der gedruckten sowie der von Hand aufgetragenen Farben die auch in der Blütezeit des botanischen Farbdruckes selten wieder erreicht und nur in einigen Drucken Turpins übertroffen worden ist." (Nissen). – Es fehlen vier Tafeln (288, 326, 330, 351). Am Schluss wenige Seiten feuchtrandig und braunfleckig sowie gewellt. Leicht gebräunt und gering stock- und fingerfleckig. Die gefalteten Tafeln teils etwas quetschfaltig, Tafel 354 mit Randeinriss und kleiner Fehlstelle (außerhalb der Darstellung). Meist auffallend sauber und wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.300)


Zuschlag
€ 3.200
(US$ 3.520)
(GBP 2.784)
(CHF 3.360)


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Verkauft

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