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Los 328 Hayashi, Yoshinaga
Shinsen Zouho Kyodaiezu. (Neue Karte von Kyoto ...
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Hayashi, Yoshinaga. Shinsen Zouho Kyodaiezu. (Neue Karte von Kyoto und Umgebung). Vielfach gefaltete Karte auf Japanpapier, gedruckt von mehreren Holzstöcken und vielfarbig koloriert. 159,5 x 122 cm. Mehrfach sorgfältig gefaltet zum Format 23 x 16 cm und eingelegt in moderne japanische Pappkassette mit dunkelblauem Leinenbezug und 2 beinernen Schließzapfen. Mayashi Yoshinaga, Kyo, Teramachi-dori, agaru-machi (d. i. Kyoto, Yoshinaga Hayashi, ca. 1716-1736 oder 1741).

Unno II, 346-477. – Plan der japanischen Kaiserstadt Kyoto, herausgegeben von dem Verleger Yoshinaga Hayashi in der Kyoho-Periode. Von 794 bis 1808 war Kyoto Hauptstadt des japanischen Kaiserreichs. Erstellt wurde sie wahrscheinlich schon damals für den Tourismus, für die zahlreichen Pilger und Reisenden, die die Stadt mit ihren 250 Shinto-Schreinen und 1600 Buddhistischen Tempeln besuchten. Der erste nachweisbare Stadtplan Kyotos kann um das Jahr 1674 datiert werden (vgl. Kazutaka Unno. Cartography in Japan. S. 416). Ende des 17. und Anfang des 18. Jahrhunderts wuchs die Produktion von Stadtplänen japanischer Metropolen und ihrer Regionen sprunghaft an. Der Verleger Yoshinaga Hayashi hatte sich in diesem Genre einen besonderen Namen gemacht, indem er schon 1680 eine großformatige Karte von Edo, dem heutigen Tokio, drucken ließ und damit landesweite Reputation erlangte. Ebenso wie in jener Karte liegt auch hier in der vorliegenden Kyoto-Karte eine besondere Sorgfalt auf der Nennung und topographischen Einzeichnung der religiösen Kultstätten, die sich vor allem im Osten der Kaiserstadt konzentrieren. Da in der großen Feuerbrunst etwa 90 dieser Tempel und Schreine zerstört wurden, handelt es sich bei der Hayashi-Karte um ein historisches Zeugnis ersten Ranges, das die Rekonstruktion der alten Standorte dieser Kultstätten erlaubt. Die Karte ist nicht datiert, kann jedoch mit großer Sicherheit der Kyoho-Periode zwischen um 1716-1736 zugeordnet werden, bzw. dem Jahr 1741, als die zweite Auflage gedruckt wurde (vgl. Unno, S .419). Vgl. auch die These, die auf der Lesart des Namens auf der Residenz des Botschafters der Shogun basiert (Toki Tango no Kami).

Der Plan erstreckt sich über das Stadtgebiet von Kyoto und die Umgebung zwischen den Flüssen Katsura und Kamo sowie den umliegenden Bergen. In symmetrischer Anordnung finden sich die Tempel und Schreine im Straßennetz und auf den Hügeln sowie deren Wegbeschreibung, die ein einfaches Auffinden erlaubte. In der Mitte der Stadt, der heutigen Altstadt, sieht man die große Anlage des Kaiserlichen Palastes im Nordosten und im Westen den Palast des Shoguns. Die Hauptstraßen sind gelb markiert, die Tempel in Rot und Orange, die Flüsse in Hellblau, die Berge in Beige und Gelb, die Hügel in Grün, die Grenzlinien der Stadt in Schwarz. An den Rändern finden sich Legenden in größeren Textblöcken sowie Entfernungstabellen von der Sanjo Obashi, der Brücke des Kamo, die als geographischer Mittelpunkt gilt, von dem aus alle Distanzen zwischen Kyoto und den anderen Städten des Landes gemessen wurden.

Kyoto contient dix-sept sites enregistrés au patrimoine culturel mondial de l’humanité, plus qu’aucune autre ville au monde. C’est également la seule grande ville du Japon qui ait été épargnée par l’aviation américaine pendant la seconde guerre mondiale.
L’ancienne capitale impériale est entourée sur trois côtés par des montagnes ou des collines. Son plan a été conçu à l’imitation de celui de Ch’ang-an, la capitale chinoise sous les T’ang (618-906). Elle compte environ 250 sanctuaires shinto et 1600 temples bouddhistes. Le goût raffiné au Japon a toujours été associé à la ville de Kyoto. En 1788, un incendie gigantesque a dévasté le centre de la capitale, les plus beaux sites sur la montagne à l’est (Higashiyama) ont échappé aux flammes : ainsi le Sanjusangendo avec ses nombreux bouddhas et le grand temple de Bouddha, la plus grande structure architecturale au monde construite en bois. La carte est d’un intérêt considérable car elle montre la ville quelques dizaines d’années avant l’incendie (vgl. Kazutaka Unno, Cartography in Japan dans History of cartography, 1994, II, 346-477. M. Nanba, N. Muroga, et K. Unno, Old maps of Japan, Osaka, Sogensha, 1973). – Kleine Restaurierungen, wenige verstärkende Hinterlegungen mit Japanpapier, vereinzelte Kanji-Zeichen sind teils etwas abgerieben, nur ganz vereinzelte wenige Löchlein und Fehlstellen, an Falzen ist das Papier teils leicht brüchig, insgesamt aber von außergewöhnlich schöner, erstaunlich guter und frischer Erhaltung - die Karte ist wahrscheinlich niemals wirklich außerhalb des häuslichen Umfeldes benutzt worden. Die Farben in frischem Kolorit. Äußerst selten, weltweit sind nur wenige Exemplare nachweisbar. Ein schlechter erhaltenes Exemplar wurde jüngst von Christie's in London, am 16 November 2005, für ca. 14.000 Euro (GBP 9600) versteigert.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.520)


Nachverkaufspreis
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€ 2.000

(US$ 2.260)
(GBP 1.780)
(CHF 2.240)


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