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Wertvolle Bücher (Varia) Auktion 111, Di., 17. Apr., 13.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Posner, Caspar
Curiöser Tractat von denen Miß-Geburthen

Los 331

Posner, Caspar. Curiöser Tractat von denen Miß-Geburthen. Erster und ander Theil. Aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzet durch M(agister Johann Gottlieb) M(eister). 80 S. 17,5 x 10 cm. Moderner Pappband. Dresden und Leipzig, Johann Christoph Mieth, 1702.

VD18 11218045. Blake 360. Rosenthal, BMP, 4432. Vgl. Poggendorff II, 507. – Deutsche Ausgabe der 1676 bei Johannes Nisius in Jena erschienenen medizinischen Dissertation De foetuum in uteris vita, verteidigt unter dem Vorsitz des Präses Justus Nicolaus Otto. Behandelt alle Fragen nach Ursprung, Beschaffenheit, Aussehen etc. der zeitgenössisch als "Monster" bezeichneten Fehlgeburten. Der Mediziner und Physiker Caspar Posner (1626-1700) wirkte an der Universität Jena und veröffentlichte Dutzende Fachdissertationen. – Titel verso gestempelt, untere Ecke mit dünner, hinterlegter Papierstelle. Schwach gebräunt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 307)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 221)


Riolan, Johannes
Encheiridium anatomicum et pathologicum

Los 332

Riolan, Johannes. Encheiridium anatomicum et pathologicum, in quo ex naturali constitutione partium, recessus a naturali statu demonstratur, ad usum Theatri Anatomici adornatum. Editio nova, emendatior, & variis tractaibus aliis auctior. 2 Teile in 1 Band. 7 Bl. (statt 11), 484 S., 14 Bl. (Index); 144 S. Ohne die 36 Textblatt zu den Kupfern. Mit 24 doppelblattgroßen Faltkupfern. 17 x 10,5 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben). Leipzig, Johann Ludwig Neuenhan, 1674.

Vgl. Hirsch-Hübotter IV, 823. – Leipziger Druck seines zuerst 1624 in Paris erschienenen anatomischen Handbuchs, das im 17. Jahrhundert einige Auflagen erlebte. Der Pariser Mediziner Johannes Riolan (1580-1657) "war einer der tüchtigsten Anatomen seiner Zeit und hat sich durch seine guten Beschreibungen des Netzes, des Mesenterismus, ... der Samencanälchen, durch die Entdeckung der Kiemenspalten, ... durch Schilderung der halbmondförmigen Zwischenknorpel im Kniegelenk, u. a. bleibende Verdienste um die Ausbildung der Anatomie erworben. Aber er war trotz seiner Gelehrsamkeit in Folge seiner Charaktereigenthümlichkeiten, namentlich seiner Streitsucht, Heftigkeit des Wesens und Unbescheidenheit, von seinen Zeitgenossen wenig beliebt" (H.-H.). – Es fehlen das Kapitelregister zu Beginn (4 Bl.) und die Erläuterungsblätter zu den Tafeln am Schluss (36 Bl.). Titel gestempelt. Insgesamt etwas gebräunt und braunfleckig, knapp beschnitten (wenige Blatt mit minimalem Buchstabenverlust im unteren Rand), die Tafeln auch fingerfleckig und im oberen Mittelfalz mit Einriss. Tafel XIII mit mittigem Durchriss, Tafeln XIV bis XVI mit unschönem Wurmfraß im unteren Rand, dort teils stark lädiert und mit Bildverlust. Die Nummerierung der Tafeln in der Platte teils hs. ergänzt.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 196)


Rogers, William
La Buccomancie

Los 333

Rogers, William. La Buccomancie où l'art de connaître le passé, le présent et l'avenir d'une personne, d'après l'inspection de sa bouche. Nouveau système buccomanique. 2 Bl., 270 S., 1 Bl., 12 S. Mit lithographischem Portrait Rogers. 21,5 x 13,5 cm. Halblederband d. Z. (Rücken gelöst, etwas berieben und bestoßen, am oberen Kapital stärker abgerieben) mit goldgeprägtem RTitel. Paris, G. Baillière, 1851.

Caillet 9562. Dorbon 4211. – Erste Ausgabe, die deutsche Übersetzung erschien 1853 in Weimar unter dem Titel "Die Buccomantie: oder die Kunst, nach dem Munde und den Zähnen, deren Bildung und Beschaffenheit, die Gesinnungsart eines Menschen zu erkennen und ihm wahrzusagen; auf die Grundlehren der berühmtesten Physiognomen dargethan". – Leicht gebräunt, etwas braun- und stockfleckig.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 147)


Roussel, P.
Systême physique et moral de la femme,

Los 334

Roussel, P. Systême physique et moral de la femme, suivi du systême physique et moral de l'homme. Précédé de l'éloge historique de l'auteur, par J.-L. Alibert. 407 S., 1 Bl. Mit 2 Kupfertafeln. 20,5 x 13 cm. Leder d. Z. (beschabt, Rückengelenk geplatzt, oberes Kapital lädiert) mit RVergold. und grünem RSchild. Paris, Caille et Ravier, 1809.

Wellcome IV, 566. Vgl. Gay-L. 1166. Blake 389. Laehr II, 723: EA. 1775. Callisen I, 99 (Alibert): Andere Ausg.). Die berühmte Schrift des französischen Mediziners und Philosophen Pierre Roussel (1742-1802) aus der Schule von Le Cat, Anhänger der Lehren Stahls und Schüler Rousseaus. Die vorliegende Ausg. bereits erweitert um das 'Systême ...de l'homme' (S. 213 ff.), ferner Bemerkungen über Mme. Helvetius, über die Sympathien, histor. Zweifel über Sappho etc. und erstmals mit den schönen Kupfern (femme nue, homme nu). Hahn-Dumaitre, Hist. de la méd. et du livre méd. 329: "Le charme, la sensibilité, l'amour du paysage cher au siècle des philosophes, nous les retrouvons aussi dans cex deux figures gravées su cuivre signées 'Girardet del., l'Epine sculp. '...Ouvrage ecrit avec beaucoup de grace qui, lorsq'il parut en 1775, fit une profonde sensation et fut auss bien lu chez les gens de gout que dans les cabinets de savants..."- Etwas gebräunt, stellenweise fleckig.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 221)


Nachverkaufspreis
€ 90   (US$ 110)


Schmetzer, Wilhelm Ernst
Über die wegen Befreiung vom Militärdienste

Los 335

Schmetzer, Wilhelm Ernst. Über die wegen Befreiung vom Militärdienste vorgeschützen Krankheiten und deren Entdeckungsmittel. 1 Bl., VI, 152 S. 20 x 12 cm. Kleisterpapier um 1930 mit Rotschnitt. Tübingen, Heinrich Laupp, 1829.

Die dem Geheimrat, Kriegsminister und Generalleutnant Ernst Freiherr von Hügel (1774-1849) gewidmete Schrift behandelt verschiedene Krankheiten wie Erbrechen, Geschwüre, Knochenbrüche und Schwindsucht. In erster Linie aber erklärt Wilhelm Ernst Schmetzer (geb. 1799), ein Chirurg, woran man erkennt, dass jemand tatsächlich krank ist und sein Leiden nicht vortäuscht. So heißt es in der Einleitung: "Bei weitem häufiger werden Krankheiten erdichtet, um Mitleid zu erregen." – Gering braunfleckig, Papier leicht gebräunt. Exlibris.

Schätzpreis
€ 160   (US$ 196)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 98)


Siebold, Eduard Caspar Jacob von
Abbildungen aus dem Gesamtgebiete der theoretis...

Los 336

Siebold, Eduard Caspar Jacob von. Abbildungen aus dem Gesammtgebiete der theoretisch-praktischen Geburtshülfe, nebst beschreibender Erklärung derselben. (Dritte Auflage). 2 Bl., 254 S. Mit 68 (auf 67, davon 1 gefaltet) lithographischen Tafeln. 24 x 15,5 cm. Halbleinen d. Z. (leicht berieben, Rücken gering verblasst) mit goldgeprägtem RTitel. Reutlingen, Jacob Noa Ensslin, 1836.

Vgl. Hirsch-Hübotter V, 262. – Dritte Ausgabe der erstmals 1829 erschienenen Veröffentlichung des Marburger Mediziners, Eduard Caspar Jacob von Siebold (1801-1861). Die Tafeln zeigen neben verschiedenen Geburtsvorgängen und den möglichen Komplikationen auch die zum Einsatz kommenden Instrumente. Bereits Siebolds Vater war Leiter einer universitären Entbindungsstation, die er nach dessen Tod kurzzeitig provisorisch leitete. – Titel zweifach gestempelt, davon ein Besitzstempel der Ärztin "Dr. Martha Sommer, Bern", die 1889 in Winterthur als eine der ersten Schweizerinnen eine eigene Arztpraxis eröffnete. Hinterer Innenspiegel mit älterem Antiquariatsschild. Text und Tafeln, leicht, teils etwas stärker braun- und stockfleckig.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 221)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 147)


Siegemund, Justine
Hof-Wehe-Mutter

Los 337

Siegemund, Justine. Die Königl. Preußische und Chur-Brandenb. Hof-Wehe-Mutter, das ist ein höchst nöthiger Unterricht von schweren und unrecht-stehenden Geburthen ... [und:] Einige fürsichtige Lehren und heilsame Artzney-Mittel denen auf dem Lande wohnenden und insgeheim unerfahrnen Kinder-Müttern zum Besten ... 2 Teile in 1 Band. 20 Bl., 348 S., 6 Bl. (Register). Mit gestochenem Portraitfrontispiz und 43 (1 mehrfach gefaltete) Kupfertafeln. 21 x 17 cm. HPergament d. Z. (etwas berieben). Berlin, Johann Andreas Rüdiger, 1723.

Blake 418. Waller 8924. Vgl. Krivatsy 11085. – Erste Ausgabe unter dem neuen Titel. Es erschienen noch drei weitere Ausgaben in deutscher Sprache, die vorliegende stellt die endgültige Fassung des Werkes dar. Autorin ist die Hebamme Justine Siegemund (1636-1705), die sich ihren Beruf als Autodidaktin aneignete und am brandenburgischen Hof ausübte. Ihr Lehrbuch für Hebammen erschein erstmals 1690. Die enthaltenen Kupfer zeigen die verschiedenen Lages des Babys im Bauch der Mutter sowie die Fehllagen und Komplikationen, die durch die Nabelschnurr verursacht werden können. Ebenso werden unterschiedliche Möglichkeiten das Kind zur Welt zu bringen, dargestellt. Auch wird die Versorgung von Zwillingen veranschaulicht. – Titel, Frontispiz und weniger Blätter der ersten Lage mit kleinem Wurmgang (minimaler Buchstabenverlust), Titel verso mit kl. Sammlerstempel. Eine Tafel falsch eingebunden, Text und Tafeln minimal braunfleckig, am Schluss leicht gebräunt, Vorsätze erneuert. Sehr gutes Exemplar dieses ungemein anschaulich illustrierten Werkes.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.476)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 984)


Smellie, Wilhelm
Tabulae anatomicae - Sammlung Anatomischer Tafe...

Los 338

Smellie, Wilhelm. Tabulae anatomicae - Sammlung Anatomischer Tafeln nebst einer Erklärung derselben und einem kurzen Begriff der Hebammenkunst. Aus dem Englischen übersetzt von G. L. Huth. 1 Bl., 41 S. Mit 39 Kupfertafeln von J. M. Seligmann. 49 x 35 cm. Halbleder d. Z. (berieben und bestoßen, Rücken brüchig und mit Resten alter Klebung) mit goldgeprägtem RSchild (teils oxidiert). Nürnberg, Johann Joseph Fleischmann, 1758.

Blake 420. Hirsch-Hübotter V, 306. Vgl. Garrison-Mortimer 6154. – Erste deutsche Ausgabe. Der schottische Gynäkologe und Geburtshelfer Wilhelm Smellie (1697-1763) war der erste, der die Geburtshilfe auf eine wissenschaftliche Basis stellte und sie als eine Disziplin getrennt von der operativen Lehre unterrichtete. In lateinisch-deutschem Paralleltext und den anschaulichen Kupfertafeln werden u. a. die funktionelle Anatomie des Beckens der Gebärenden, der moderatere Gebrauch bestimmter Geburtszangen oder verschiedene Positionen des Kindes bei der Geburt erklärt. "Mit Recht gilt Smellie als der Vater der natürlichen Geburtsthilfe .... die deutsche Ausgabe ist in den Tafeln meisterhaft ausgeführt" (Hirsch-Hübotter). "Smellie hat zur Verbreitung richtiger Vorstellungen von der Geburt mehr gewirkt als alle Bücher, die darüber je geschrieben worden sind" (Fasbender 332). – Titelblatt etwas stärker braunfleckig, mit hs. Besitzvermerk und mit Leinenstreifen montiert. Zu Anfang mit minimalem Wasserrand. Tafel II mit Riss durch die Darstellung, Tafel V und S. 7 mit Randeinriss, allesamt unfachmännisch geklebt. Vereinzelt braunfleckig und angeschmutzt. Die Tafeln jedoch in bemerkenswerter Detailtreue ihrer anatomischen Charakteristika.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 615)


Zuschlag
€ 350 (US$ 430)


Stengel, Georg
De monstris et monstrosis

Los 339

Über Wundergeburten und "Monstrositäten"
Stengel, Georg. De monstris et monstrosis, quam mirabilis, bonus et iustus in mundo administrando, sit Deus, monstrantibus. 8 Bl., 636 S., 26 Bl. Mit gestochener Titelvignette von W. Kilian. 15 x 10 cm. Pergament d. Z. (gering fleckig und berieben, Rücken mit zwei Papierstreifen überklebt, dort mit hs. Titel und Signatur; ohne die Schließbänder). Ingolstadt, Gregor Hänlin für Johann Wagner (in München), 1647.

VD17 12:104366C. De Backer-Sommervogel VII, 1556, 73. Krivatsy 11427. – Erste Ausgabe seines umfangreichen Spätwerks, in welchem sich Stengel mit dem Phänomen der menschlichen Fehlbildungen und den verschiedenen Formen von "Wundergeburten" bzw. "Monstrositäten" in der Natur beschäftigt, sowohl aus philosophisch-theologischer als auch aus medizinisch-alchemistischer Sicht. Leitgedanke ist dabei die religionskritische Frage nach der Theodizee, wie es trotz der Güte Gottes zu solchen "Missbildungen" in der Welt kommen kann. Stengel greift dabei u. a. auch auf mythologische Quellen und antike Überlieferungen zurück, erörtert vermeintliche Gründe für die Ausbildung von "Monstern" in der Natur, auch unter dem Einfluss teuflischer Mächte, ferner über Pygmäen, "Giganten" etc. Die moraltheologische Frage nach Gut und Böse und dem Eingreifen der göttlichen Gnade in die Welt behandelt Stengel auch in seinem Hauptwerk De iudiciis divinis, das posthum in seinem Todesjahr 1651 erschien. Der Jesuitenpater und streitbare Theologe Georg Stengel (1584-1651) war von 1622 bis 1630 Professor für Dogmatik und Kontroverstheologie an der Universität Ingolstadt, später wirkte er u. a. als Prediger an der Münchner Frauenkirche und als Direktor in Dillingen. Stengel gilt mit über 70 erschienenen, teils umfangreichen lateinischen und deutschen Werken als einer der erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit. – Titel im oberen und unteren Rand hinterlegt, erste Lage mit Wasserfleck im unteren Rand. Schwach fingerfleckig.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 738)


Zuschlag
€ 600 (US$ 738)


Torres, Santos de
Promptuario pharmaco

Los 340

Torres, Santos de. Promptuario pharmaco, e cirurgico em que se acharám limitados os pezos, quantidades, fórmas, e disposições de muitos, e singulares remedios simples, e compostos, contra as muitas, e graves enfermidades que affligem o corpo humano. 23 Bl., 160 S. 19 x 13 cm. Marmoriertes Leder d. Z. (an den Kapitalen mit minimalen Fehlstellen, gering berieben). Lissabon, Manoel Soares, 1756.

Blake 455. – Zweite Ausgabe, der erste Druck erschien 1741. Behandelt werden einfache Heilmittel und Arzneien gegen die vielen und schweren Krankheiten des menschlichen Körpers. – Gelegentlich mit kurzen Anmerkungen in Tinte (teils mit Tintenfraß). Titel und Vortitel im Bug hinterlegt. Etwas gebräunt und stellenweise etwas stärker feuchtrandig. Fliegender Vorsatz mit hs. Besitzvermerk eines Medizinstudenten des 19. Jahrunderts.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 369)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 196)



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