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Katalog Geschichte, Geographie, Reisen » zur Buchabteilung
Geschichte, Geographie, Reisen Auktion 114, Di., 15. Okt., 10.00 Uhr


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Kapitel Geographie Asien / Geography Asia / Geografia Asia (Lose 83 - 109) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Behr, Johann von der
Diarium, oder Tage-Buch

Los 83

Auf Schatzsuche in Indien
Behr, Johann von der. Diarium, oder Tage-Buch, über dasjenige, so sich Zeit einer neun-jährigen Reise zu Wasser und Lande, meistentheils in Dienst der vereinigten geoctroyrten Niederländischen Ost-Indianischen Compagnie ... zugetragen. Worbey der Innwohner Glauben, Leben, Sitten und Kleidung ... verzeichnet worden. 4 Bl., 150 S., 5 Bl. Mit Kupfertitel, gestochenem Portrait und 15 (1 gefalteten) Kupfertafeln. 19 x 15,5 cm. Neuerer blindgeprägter Kalblederband (gering berieben) mit goldgeprägtem RTitel. Jena und Breslau, Urban Spaltholz, 1668.

Graesse I, 322. ADB II, 285. NDB II, 10. STC B 646. Landwehr VOC 309. – Erste Ausgabe. Der biographisch kaum nachweisbare Weltreisende und Schatzsucher Johann von der Behr (1615-um 1692) "verließ Leipzig 1641, um in Hamburg eine Stelle zu suchen. Als sich ihm dort nichts bot, wurde er Schreiber in Tettnau (Holstein), aber seine Reise- und Abenteuerlust ließ ihn dort nicht lange aushalten. Es trieb ihn nach Paris. Auf der Fahrt dorthin schenkte er dem Bericht eines Reisegefährten Glauben, daß es in Ostindien 'Croesische' Schätze gäbe; er änderte seinen Plan ab und segelte 1644 als Gefreiter der Ostindischen Compagnie nach Ostindien ab. Von Batavia aus führte ihn sein Soldatengeschick nach Goa (Vorderindien), Ceylon, an die Malabarküste und nach Persien und wieder nach Ceylon. Nach Ablauf seiner Dienstzeit 1649 kehrte er 1650 in die Heimat zurück. Erst nach 18 oder 19 Jahren gab er seine Aufzeichnungen heraus, die als kulturhistorisches Dokument zu werten sind" (NDB). Wohl seine einzige Veröffentlichung. Die Tafeln zeigen u. a. eine Ansicht von Batavia (Falttafel) und St. Helena sowie einen Kakaobaum. – Etwas finger- und braunfleckig. - Selten.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.650)


Zuschlag
€ 4.200 (US$ 4.620)


Brünnow, Rudolf-Ernst
Die Provincia Arabia

Los 84

Brünnow, Rudolf-Ernst und Alfred von Domaszewski. Die Provincia Arabia. Auf Grund zweier in den Jahren 1897 und 1898 unternommenen Reisen und der Berichte früherer Reisender. 3 Bände. XXIV, 532 S.; XII, 358 S.; XIV, 403 S. Mit Frontispiz in Heliogravüre und 53 teils gefalteten Tafeln und Karten, 2 Karten auf 4 Blättern sowie zahlreichen Abbildungen im Text. 32 x 25 cm. OHalbpergament (leicht fleckig und berieben sowie bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und goldgeprägten Verlagsangaben. Strassburg, Karl J. Strübner, 1904-1909.

Fück 216, Anm. 549. – Erste Ausgabe der seltenen dreibändigen Beschreibung der beiden Ostjordanland-Reisen des Orientalisten und Philologen Rudolf Ernst Brünnows (1858-1917) zusammen mit dem Historiker Alfred von Domaszewski (1856-1927). Band eins behandelt die "Die Römerstraße von Mâdebâ über Petra und Odruh bis El-'Akaba", Band zwei beschreibt "Der äußere Limes und die Römerstraße von El-Ma'Ân bis Bosra" und in Band drei wird "Der westliche Hauran von Bosrâ bis Es-Suhba und die Gegend um die Damaskener Wiesenseen bis ED-Dumer, nebst einem Anhang über die römischen Befestigungen von Masada von A. v. Domaszewski und einem Überblick über die Geschichte der Provinz Arabia" vorgestellt.
Die bemerkenswerte Beschreibung widmet sich Syrien, Jordanien und dem Libanon und wird besonders wegen seiner Darstellung von Petra und des Palastes von Mshatta geschätzt. Bekannt war der Mshatta-Palast vor allem für seine aufwendig geschnitzten Fassadendekorationen, die in der Mitte des 8. Jahrhunderts erbaut wurden und heute nur noch durch Brünnows Fotografien überliefert sind. Des Weiteren ist eine Zusammenstellung aller in der Region gelegenen Ruinen enthalten, ebenso wie eine Auflistung der Inschriften. – Gering gebräunt, leicht stockfleckig, oftmals unaufgeschnitten. Seltene vollständige Ausgabe in den Original-Einbänden.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 4.950)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.050)


Bry, Johann Theodor de
Achter Theil der Orientalischen Indien

Los 85

Bry, Johann Theodor de. Achter Theil der Orientalischen Indien, begreiffend erstlich ein historische Beschreibung der Schiffart, so der Admiral Jacob von Neck auß Hollandt in die Orientalische Indien von Ann. 1600 biß An. 1603 gethan. Darnach ein Historia, so von Johan Herman von Bree ... in gleichmessiger Reyse von An. 1602 biß in An. 1604 auffgezeichnet worden. 2 Bl., 100 S., 1 nn., 11 num. Bl. Mit gestochener Titelbordüre und 11 halbseitigen Textkupfern. 31,5 x 20,5 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig und berieben, mit hs. Deckeltitel und späterem hs. RSchild) mit 4 Schließbändern. Frankfurt 1606.

Brunet I, 1359. – Erste deutsche Ausgabe. Achter Teil der insgesamt 12 Teile umfassenden sogenannten "Kleinen Reisen" de Brys. – Titel mit teils gelöschtem Stempel im unteren Rand. Etwas gebräunt und braunfleckig, Innenspiegel mit Signaturenschild und Besitzeintrag.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Zuschlag
€ 750 (US$ 825)


Bry, Johann Theodor de
Ander Theil der Orientalischen Indien

Los 86

Bry, Johann Theodor de. Ander Theil der Orientalischen Indien, von allen Völckern, Insulen, Meerporten, fliessenden Wassern und anderen Orten, so von Portugal auß, lengst dem Gestaden Aphrica, biß in Ost Indien und zu dem Land China sampt andern Insulen zu sehen seind. Erstlich in Holländischer Sprach beschrieben, durch Joan Hugo von Lindschotten ... an Tag geben, durch Hans Dieterich und Hans Israel von Bry Gebrüder. 6 Bl., 134 S., 3 Bl. (Register), 1 nn., 33 num. Bl. Mit gestochener figürlicher Titelbordüre, gestochenem Portrait und 33 (statt 38; 2 koloriert, 1 doppelblattgroß) halbseitigen Textkupfern. Ohne die Karte. 32 x 20,5 cm. Neuerer Pergamentband mit Schließbändern. Frankfurt, Johann Saur, 1598.

Brunet I, 1355f. – Erste deutsche Ausgabe. Zweiter Teil der insgesamt 12 Teile umfassenden sogenannten "Kleinen Reisen" de Brys, der u. a. Guinea, Goa, die Malediven, Ceylon und China behandelt. Mit dem gestochenen Portrait Lindschottens. – Es fehlt die Navigationskarte. Etwas finger- und braun- bzw. stockfleckig, teils stärker betroffen.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Zuschlag
€ 600 (US$ 660)


Bry, Johann Theodor de
Fünffter Theil der Orientalischen Indien

Los 87

Bry, Johann Theodor de. Fünffter Theil der Orientalischen Indien, eygentlicher Bericht und warhafftige Beschreibung der gantzen volkommenen Reyse oder Schiffart, so die Holländer mit acht Schiffen in die Orientalische Indien, sonderlich aber in die Javanische und Molukische Inseln ... gethan haben. 4 Bl. (d. l. w.), 6 S., 1 w. Bl., 1 nn., 16 num. Bl. Mit gestochener figürlicher Titelbordüre und 16 (satt 20) halbseitigen Textkupfern. 32 x 20 cm. Neuerer Pergamentband. Frankfurt, Matthes Becker, 1601.

Brunet I, 1357. – Erste deutsche Ausgabe. Fünfter Teil der insgesamt 12 Teile umfassenden sogenannten "Kleinen Reisen" de Brys, der u. a. die Inseln Mauritius, Java, Madura, Amboyna, Banda, Ternate, Bantam behandelt. – Es fehlen vier Textkupfer. Etwas finger- und stockfleckig, wenige Blatt stärker betroffen.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 660)


Bry, Johann Theodor de
Vierder Theil der Orientalischen Indien

Los 88

Bry, Johann Theodor de. Vierder Theil der Orientalischen Indien, in welchem erstlich gehandelt wird, von allerley Thieren, Früchten, Obs, und Bäumen, item von allerhand Würtz, Specereyen und Materialien, auch von Perlen und allerley Edelgesteinen. Beschrieben durch Johan Hugen von Lintschotten ... und an Tag geben durch Hans Dieterich, und Johan Israel de Bry. 4 Bl., 121 S., 1 nn., 21 num. Bl. Mit figürlicher gestochener Titelbordüre, ankoloriertem Wappenkupfer und 21 halbseitigen Textkupfern. 32 x 20 cm. Neuerer Pergamentband. Frankfurt, Wolf Richter, 1600.

Brunet I, 1357. – Erste deutsche Ausgabe. Vierter Teil der insgesamt 12 Teile umfassenden sogenannten "Kleinen Reisen" de Brys, der verschiedene Tiere, Früchte und Gewürze behandelt, ferner Perlen, Edelsteine etc. – Etwas finger- und stockfleckig, teils stärker betroffen. Titel im oberen Rand verso sowie einige Textkupfer mit Feuchtigkeitsfleck, anfangs einige schwache verblasste Sporflecken.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 660)


Danckerts, Justus
Exactissima Asiae delineatio in praecipas regiones

Los 89

Danckerts, Justus. Exactissima Asiae delineatio in praecipas regiones. Grenzkolorierte Kupferstichkarte. 50 x 58 cm. Mit Passepartout unter Glas in Holzleiste. 69,5 x 77 cm. Amsterdam, um 1700.

Yeo (Asia), 81. – Die Asienkarten zeigt neben China, Japan und vielen verschiedenen Inseln, auch Teile Europas sowie den nördlichen Teil Australiens ("Hollandia Nova"). – Etwas gebräunt. Das Kolorit etwas später. Nicht ausgerahmt, daher mit möglichen Randläsuren. Versand nur ohne Rahmen.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Zuschlag
€ 300 (US$ 330)


Forde, Arthur William
"Scrap Book A. E. F." Album mit Zeichnungen, Aq...

Los 89a

Forde, Arthur William. "Scrap Book A. E. F." Album mit Zeichnungen, Aquarellen, Fotografien und handschriftlichen Dokumenten oder Manuskripten. 55 Bl. (gez. 1-13, 24-59 und 70-89), 44 Bl. und 21 w. Bl. Halbleder (an Kanten stärker berieben und bestoßen) mit goldgeprägtem Titel auf dem VDeckel. Indien 1860-1870.

Umfangreiches Souvenirbuch einer ursprünglich aus Irland stammenden englischen Familie, die sich in Indien niedergelassen hat und dort alle möglichen Dokumente gesammelt und teils ins Album einmontiert, teils auch einfach lose beigegeben hat. Angelegt haben das Album Ada Emily Forde ihr Ehegatte Arthur William Forde (1821-1886), seines Zeichens Eisenbahningenieur in Bombay.

Enthalten sind 130 Fotografien, 95 Zeichnungen mit Bleistift, teils mit Farbe gehöht, 72 Aquarelle, 26 Drucke, 15 handschriftliche Dokumente und 13 Federzeichnungen. Die meisten der Dokumente sind auf beide Seiten des Albums montiert, meist mehrere auf einer Seite, viele sind aber auch beigelegt.

Die Fotografien zeigen die Familie Forde in Ahmedabad (im Bundesstaat Goudjerat, Nordwestindien) oder auf Reisen (England 1862, Italien und Schweiz 1867). Unter ihnen sind Arthur William und Ada Emily Forde und ihre Kinder, darunter Cyril Wolseley Forde, geboren 1864. Es finden sich Porträts von Verwandten wie Major Strutt und Reverend Canon Falloon mit seiner Frau sowie ihren Freunden. Ferner Madame Odier in Genf, der Chevalier Cutieri in Pisa oder M. Bellochio in Menton. Es folgen die Freunde der Familie in Indien: Captain Butler, General Hancock, Captain Davies, Mr. Chick, sowie Verwandte wie Reverend A. Stanley, Sir Henry Marsh, Captain Johnstone usw.

Einige Fotos sind signiert von Ritter, Molkenteller & Co., Bombay & Poona, Indien; Bourne & Shepherd, Indien; Ferretti, Roma-Napoli; Fratelli Alinari, Florenz; Van Lint, Pisa; Lacombe & Lacroix; Levitsky, rue de Choiseul; Mayhall, London & Brighton; Boissonnas, Genf usw. Zwei mit "AWF" signierte Fotografien zeigen Tempel in Ahmedabad (S.58). Am Ende des Bandes wurde ein Porträt von Arthur William Forde eingefügt, das um 1880 vom Fotografen P. Vuccino & Co., Medowstreet Fort Bombay, aufgenommen wurde.

Die Bleistiftzeichnungen enthalten 46 mit "AWF" monogrammierte Zeichnungen von Arthur William Forde, 2 tragen andere Signaturen und 47 sind nicht signiert, können aber sicherlich auch dem begabten Künstler Forde zugeschrieben werden.

Parmi les plus anciens, on relève : The seal of Spencer Phillips, esq., Daubury, Essex, 1839; Great Buddow Church, 1839; The Rev. Dr. O'Beirne, principal of Portora College from 1816 to 1836; Paper mill, Belfast, 1838; d'autres, datés 1838 et 1839, comportent des légendes en partie effacées : ils montrent des églises, des maisons ou des villages de Grande-Bretagne. Un dessin daté 1850 montre quelques embarcations, un autre représente Song Bridge à Belfast. On y trouve aussi une représentation de la Provincial Bank of Ireland en 1840 avec, au premier plan, une diligence, ainsi qu'une vue prise de la gare de Bangor, dans le nord du pays de Galles en 1849 (après la p. 89).

Dargestellt sind: Das Siegel von Spencer Phillips, Esq., Daubury, Essex, 1839; Die große Buddow Kirche, 1839; Die Rev. Dr. O'Beirne, Direktor des Portora College von 1816 bis 1836; Papiermühle, Belfast, 1838; andere, datiert 1838 und 1839 (teils mit ausgelöschten Bezeichnungen). Ferner Kirchen, Häuser oder Dörfer in Großbritannien. Eine Zeichnung aus dem Jahr 1850 zeigt einige Boote, eine andere zeigt die Song Bridge in Belfast. Es gibt auch eine Darstellung der Provincial Bank of Ireland im Jahr 1840 mit einem Fleiß im Vordergrund sowie eine Ansicht der Bangor Station in Nordwales im Jahr 1849 (nach Seite 89).

Von den Aquarellzeichnungen sind 28 mit "AWF" (Arthur William Forde) und 11 mit "Rev. A.B.F." signiert, das ist der Vater deselben, Reverend Arthur Brownlow Forde, 3 haben andere Unterschriften und 30 sind nicht signiert. Die vorzüglich ausgearbeiteten Aquarelle von Arthur Brownlow Forde stellen malerische Landschaften Großbritanniens dar, die oft von üppiger Vegetation begleitet werden. Drei von ihnen stammen aus dem Jahr 1790 (Seite 74). Die sehr gut ausgeführten Aquarelle von Arthur Brownlow Forde stellen malerische Landschaften Großbritanniens dar, die oft von üppiger Vegetation begleitet werden; drei davon datieren ins Jahr 1790 (S. 74). Die Aquarelle des Arthur William Forde sind ähnlich im Stil, einige sind laviert. Die meisten zeigen Ansichten von Irland, wie z. B."View of Black Mountain and Colin Mountain from Fisherwick Place, Belfast" (nach S. 89). Einige Aquarelle stellen Bahnhöfe dar, andere wurden in Italien ausgeführt: Pisa, Florenz, Como. Am Ende des Bandes befinden sich einige Aquarelle über Indien, einschließlich seiner Besiedlung im Jahr 1856. Weitere Aquarelle sind mit "HFH" (S. 48), eines mit "Edwin A." und "Penley, 1873" signiert (S. 53), am Ende des Bandes findet sich eines von "F. Margrave".

Arthur William Forde, geboren 1821, wurde im Alter von 15 Jahren als Student des Ingenieurs Godwin, General Manager der Northern Ireland Railway Company (Ulster Railway Company), eingesetzt. Später wurde er Ingenieur, dann Chefingenieur. 1846 heiratete er Ada Emily O'Beirne. 1855 wurde er zum Chefingenieur der Bombay, Baroda und Central India Railway Company ernannt und ließ sich in Indien nieder. Er baute die Taptee-Brücke und erhielt dann Konzessionen für den Bau neuer Eisenbahnlinien. Nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen im Jahr 1860 etablierte er sich als beratender Ingenieur und arbeitete an verschiedenen Projekten, darunter dem Sassoon Dock im Hafen von Bombay. Anschließend beschäftigte er sich mit Fragen der Wasserverteilung und des Abwasserflusses. Er war auch ein renommierter Künstler, der seine Werke jährlich in der Western India Fine Arts Exhibition ausstellte. Im Jahr 1885 erhielt er für eines seiner Gemälde einen Preis. Als großer Liebhaber der Fotografie wurde er zum Präsidenten der Photographic Society of Bombay gewählt und starb 1886 in dieser Stadt (Buckland, Dictionary of Indian Biography, 1906, p. 150 et Grace's Guide, British Industrial History). – Ausgebunden, Lagen lose, das empfindliche Trägerpapier mit Gebrauchsspuren, extrem brüchig, mehrere Blätter sind ein- und ausgerissen bzw. mit Ausrissen und Fehlstellen. Höchst interessantes Dokument über eine irische Familie und die britische Besatzung Indiens. Aus der Provenienz der Ada Emily Forde (mit deren Initialen) und des Arthur William Forde (Unterschrift im Band).

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.400)


Zuschlag
€ 3.000 (US$ 3.300)


Hallberg-Broich, Theodor von
Kriegsgeschichten, Reisen und Dichtungen

Los 90

Hallberg-Broich, Theodor von. Kriegsgeschichten, Reisen und Dichtungen. Aus den hinterlassenen Papieren. Mit biographischen Skizzen über den Verfasser herausgegeben von Baron Künßberg-Thurnau. 5 Bl., 221 S. 23 x 14,5 cm. OBroschur (etwas fleckig und berieben, VUmschlag mit Knickspur, kleinere Randläsuren). Landshut, J. F. Rietsch, 1862.

Goedeke XII, 481, 63, 14. – Erste Ausgabe der posthum erschienenen Reisebeschreibung des Schriftstellers und exzentrischen Forschungsreisenden Theodor von Hallberg-Broich (1768-1862), der bereits als Zehnjähriger mit einem Rheinschiffer nach England ausgebüxt ist und sich als Matrose verdingt hat. Nachdem er einige Jahre in militärischen Diensten des Herzogs Karl Theodor stand, bezog Hallberg-Broich 1793 das Stammschloss seiner Familie. In den darauf folgenden Jahren ging er auf zahlreiche Reisen, die ihn nach Skandinavien, Russland, Konstantinopel, Syrien, Griechenland, Sizilien, Tunis und Spanien, teils sogar bis nach Persien und Indien führten. Behandelt u. a. seine Erlebnisse in der Türkei, Ägypten, Arabien, Balbek und Palmyra. – Papierbedingt etwas gebräunt, vereinzelte geringe Flecken. Unbeschnittenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Zuschlag
€ 190 (US$ 209)


Harenberg, Johannes Christoph
Palaestina in XII. tribus divisa

Los 91

Harenberg, Johannes Christoph. Palaestina in XII. tribus divisa, cum terris adiacentibus denuo revisa & copiosior reddita. Teilkolorierte Kupferstichkarte. 53,5 x 62,5 cm. Nürnberg, Erben Homann, 1750.

Die Karte ist aufgeteilt in die zwölf Stämme Israels. Unter der Titelkartusche sind die beiden Spione Moses' dargestellt, die mit einer übergroßen Weintraube, die die Früchte des Gelobten Landes darstellt, in das Zeltlager der Israeliten zurückkehren. Oben links mit einer Insetkarte, die frühere Gebiete Palästinas wie Phönizien und Samaria zeigt. – Etwas gebräunt und braunfleckig. In der unter Falz mit kleinem Einriss (außerhalb der Darstellung), in der rechten und linken oberen Ecke leicht feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)



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