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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Hauptbild Beschreibung Status
Mazzoni, Giulio
Kniende Frau mit zum Gebet gefalteten Händen

Los 6504

Kniende Frau mit zum Gebet gefalteten Händen.
Schwarze Kreide, mit Spuren von Rötel, verso eine weitere Zeichnung mit einer knienden Frau und Farbangaben. 25,8 x 14,7 cm.

Mazzoni, ein Schüler Giorgio Vasaris, war als Maler und Zeichner sowie als Stuckateur und Bildhauer tätig. In Rom gestaltete Mazzoni sowohl die Fresken als auch die Stuckdekorationen einiger Zimmer im Palazzo Spada, der um 1550 im Auftrag von Cardinal Capodiferro erbaut wurde. Die kniende weibliche Figur recto diente ihm als vorbereitende Studie für eine allegorische Figur, die in der Ausgestaltung der Stanza dei Fasti Romulei des Palazzo enthalten ist (siehe Teresa Pugliatti: Giulio Mazzoni und die Dekoration einer Roma nella cerchia di Daniele da Volterra, Rom 1984, Abb. 290). Auch die Studie der weiblichen Figur mit erhobenem Arm verso, war in Vorbereitung der Allegorie des Glaubens für dieses Fresko entstanden. Zeichnungen von Mazzoni sind selten. Zwei weitere bekannte Studien hatte Mazzoni ebenfalls im Zuge der Ausgestaltung des Palazzo Spada gefertigt (heute im British Museum, London und dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin). Mazzoni gilt als vielseitiger Künstler, der sich traditionell auch an seinen Zeitgenossen orientierte, so beschreibt Gaspare Celio seinen Stil als "discepolo di Perino del Vaga", und Peter Dreyer bemerkt, dass Mazzonis Figurentypen Michelangelo zutiefst verpflichtet sind (siehe P. Dreyer: „Giulio Mazzoni as a Draughtsman“, in: Master Drawings, 1968, vol. 6 no 1, pp. 21-24).

Provenienz: Aus dem sogenannten Sagredo-Borghese Album (ehemals auf dem Untersatzkarton).
Sammlung Mme. Mary Brandegee, Boston (Lugt 1860c).
Sotheby's, New York, Auktion am 29. Januar 1997, Los 25.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 7.080)


Zuschlag
€ 6.500 (US$ 7.670)



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Scheidel, Franz Anton von
Asteria Nodosa - Warzenstern

Los 6600

Asteria Nodosa - Warzenstern: Fünf Seesterne.
Aquarell über Spuren von Bleistift auf Honig & Zoonen-Bütten. 36 x 51,4 cm. Oberhalb der Darstellung eigenh. betitelt, in der Ecke mit einer alten Paginierung "178". Wz. Bekröntes Lilienwappen.


Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Zuschlag
€ 7.000 (US$ 8.260)



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Scheidel, Franz Anton von
Asteria reticulata - Netzstern

Los 6601

Asteria reticulata - Netzstern: Seestern von der Ober- und der Unterseite.
Aquarell über Bleistift auf Honig & Zoonen-Bütten. 36 x 51,3 cm. Oberhalb der Darstellung bezeichnet, in der Ecke mit der alten Paginierung "125".


Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Zuschlag
€ 9.500 (US$ 11.210)



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Lawrence, Sir Thomas - zugeschrieben
Bildnis eines Knaben

Los 6605

zugeschrieben. Bildnis eines Knaben mit langen blonden Haaren und weißem Halstuch.
Öl auf Leinwand (lose, ohne Keilrahmen). 44,5 x 25,5 cm (unregelmäßig beschnitten).

Unter den englischen Portraitmalern hinterließ Thomas Lawrence wohl die größte Anzahl unfertiger Studien. Diese zumeist auf das Gesicht der Dargestellten konzentrierten und mit lockerem Pinselstrich entwickelten Arbeiten faszinieren heute insbesondere dadurch, dass sie einen unmittelbaren Einblick in die Werkschöpfung ermöglichen und Lawrences geniale Fähigkeiten als Bildnismaler sichtbar machen. David Bindman, London, hält die Zuschreibung dieses Kinderbildnisses an Sir Thomas Lawrence für plausibel (E-Mail vom 14. Februar 2017).

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 7.080)


Zuschlag
€ 5.000 (US$ 5.900)



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Deutsch
Ansicht des Salons Ihrer königlichen Hoheit der...

Los 6676

um 1850. Ansicht des Salons Ihrer königlichen Hoheit der Prinzessin Marie von Preußen im Prinz-Carl-Palais, auch Ordenspalais genannt, Ecke Wilhelmstraße und Wilhelmplatz in Berlin.
Aquarell auf Velin. 22,7 x 15,6 cm. Eingeklebt in ein Album zusammen mit ca. 70 meist kolorierten und auf die Albumseiten montierten Druckgraphiken verschiedener Techniken. Diese meist von Hand mit Feder in Braun oder Schwarz über Bleistift bezeichnet und verschiedene Ansichten aus Deutschland darstellend. Auf dem Titelblatt mit dem in Deckfarben gestalteten, bekrönten und ligierten Monogramm "AR", sowie auf dem Vorsatzblatt mit einer französischen Notiz mit Feder in Braun "Donné par son Altesse Royale madame la Princesse Charles de prusse, marraine de mon fils Aimé avec la reine de Prusse - 1834 à Berlin", sowie einer offensichtlich späteren Notiz mit Feder in Dunkelbraun "Aujourdhui Imperatrice d'Allemagne donné a mon fils Aimé au chateau de la Rochelambert pour son fête le 15 Aout 1876". Das Album Quer 8vo. Der Einband blau gestrichenes Pergament (Deckel minimal geworfen, Kanten unwesentlich berieben) mit überaus reicher Goldprägung auf dem Rücken und beiden Deckeln im zeitgenössischen Kathedralstil, Steh- und Innenkantenvergoldung, rote Seidenmoirévorsätze und dreiseitiger Goldschnitt.

Der Notiz nach zu urteilen, handelte es sich um ein Patengeschenk der Prinzessinnen Marie und Augusta von Preußen an ihr Patenkind Aimé Alexandre Marie Auguste de la Rochelambert (geb. 19. Oktober 1834). Aimé de la Rochelambert war der Sohn des Marquis de la Rochelambert und seiner jungen Frau, der Comtesse Apollonie de Bruges. Das Paar hatte seinen Wohnsitz, das Château de Thévalles, während der Revolution von 1830 verlassen und war für einige Jahre zu den Eltern der Braut, dem Marquis des Bruges und der Comtesse Golowkin nach Berlin in das Palais Unter den Linden 78 gezogen, wo auch ihr erster Sohn geboren wurde. Die enge Beziehungen der Familie zum preußischen Königshof sind unter anderem dadurch belegt, dass Aimés Mutter und seine älteren Schwestern häufiger in der Entourage der Hohenzollernfürsten und als deren Reisebegleitung erwähnt werden.
Neben verschiedenen Ansichten aus Deutschland bezaubert vor allem das besonders detailliert und fein gestaltete Aquarell in der Mitte des Albums, das den Salon der Patin, der Prinzessin Marie und Ehefrau des Prinzen Carl von Preußen darstellt. Es ist anzunehmen, dass dies als Erinnerungsstück für das mit seiner Familie nach Frankreich zurückgekehrte Patenkind gedacht war und ihn an seine unbeschwerte Kindheit in Berlin erinnern sollte. Auffallend ist der besonders prachtvolle, himmelblaue, im Stil der Spätromantik und des beginnenden Eklektizismus gehaltene Kathedraleinband.
Das äußerst präzise Aquarell gibt den, auch aus einer Darstellung Eduard Gärtners von 1848 bekannten, Salon aus einem anderen Blickwinkel in allen Details wieder; bis hin zur exakten Wiedergabe der Schinkelsschen Möbel und der detaillierten Bemusterung der Wandbehänge. Im Gegensatz zu Gärtners Variante, dessen Farben den Teppich, die Wandbehänge und Polster in einem etwas verblassten Braunton darstellt, strahlen die genannten Flächen in der im Album konservierten Variante frisch in leuchtenden Rottönen. Die Autorschaft des Aquarells zu bestimmen ist nicht einfach, jedoch scheint es zweifelsohne von der Hand eines versierten und vom preußischen Hof protegierten Künstlers aus dem Kreise Eduard Gärtners, Heinrich Hintzes oder Johannes Rabes geschaffen worden zu sein. Wir danken Prof. Helmut Börsch-Supan und Dr. Gerd Bartoschek für wertvolle Informationen.

Provenienz: Apollonie de la Rochelambert, Comtesse de Bruges.
Aimé Alexandre Marie Auguste de la Rochelambert.
1922 anlässlich der Sammlungsauflösung der Marquise de la Rochelambert im Zuge des Schlossverkaufs versteigert.
Zuletzt Privatsammlung Süddeutschland.

Errata: Die Zeichnung ist in das Album eingeklebt und zu diesem Zwecke möglicherweise auf die Größe der Albumseiten leicht angepasst worden.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.720)


Zuschlag
€ 8.000 (US$ 9.440)



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Menzel, Adolph von
Brustbildnis einer alten Frau, nach links gewandt

Los 6716

Brustbildnis einer alten Frau, nach links gewandt.
Bleistift auf Velin. 18,3 x 11,8 cm. Monogrammiert und datiert: "AM (18)94".


Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.850)


Zuschlag
€ 16.000 (US$ 18.880)



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Khnopff, Fernand
Bildnis angeblich der Madame Jules Ricard, gebo...

Los 6724

Bildnis der Madame Jules Ricard, geborene Augustine Bulteau.
Schwarze Kreide auf chamoisfarbenem Velin. 40,5 x 32,5 cm. Unten links signiert "Fernand / Khnopff". Um 1893.

Fernand Khnopff feierte mit seinen Bildern in der Ausstellung des Salon de la Rose + Croix in Paris, die 1892 zum ersten Mal stattfand, großen Erfolg. Im Anschluss erhielt er den Auftrag für zwei bedeutende Porträts, der Madame Ricard ("Mme Ricard femme de l'Homme de Lettres bien connu") und der Comtesse de Greffuhle - so berichtet es die belgische Zeitschrift La Fédération Artistique vom 19. Juni desselben Jahres. Erst durch den Hinweis in diesem Artikel gelang es der Forschung, die selbstwußte junge Frau auf unserer Zeichnung als Madame Ricard, geborene Augustine Bulteau (1860-1922) zu bestimmen. Bereits in jungen Jahren, während ihrer Ehe mit Antoine Henri Jules, trifft Augustine eine Vielzahl bedeutender Künstler und Literaten, zu nennen sind unter anderem Jacques-Émile Blanche, Édouard Manet und Henri de Toulouse-Lautrec. Inspiriert von ihrem künstlerischen Umfeld beginnt sie selbst zu malen, zu fotografieren und vor allem zu schreiben. Im Laufe ihres Lebens wird sie mehr als zehn Sittenromane verfassen und unter verschiedenen Pseudonymen, wie etwa Jacques Vontade oder Foemina, schreibt sie für den Figaro und den Gaulois. Nach der Trennung von ihrem Mann im Jahr 1896, frei und finanziell unabhängig, kauft sie zusammen mit der Comtesse Isabelle Gontran de la Baume-Pluvinel den direkt am Canale Grande gelegenen Palazzo Dario in Venedig. Zeitgleich eröffnet sie in Paris ihren salon littéraire auf der Avenue Wagram n°149. Beide Standorte avancieren zum Anlaufpunkt für Schriftsteller, Maler, Politiker, Mediziner, Journalisten und Reisende. Neben diesen Begegnungen unterhält sie Zeit ihres Lebens eine immense Anzahl an Korrespondenzen. Angefangen im Jahr 1880 bis zu ihrem Tod 1922 verfasst Augustine an die zehn Briefe pro Tag. Einige ihrer bekannteren Briefpartner waren Daniel Berthelot, Henri Brémond, Edmond Rostand, Jean-Louis Vaudoyer, Henri Gnose und Henry Régnier - Letzterer schreibt über Augustine, sie gleiche „à ces fortes baraques robustes qui remonntent le Grand Canal chargés de beaus fruits“ (die Schriftwechsel befinden sich in der Bibliothèque Nationale de France in Paris). Khnopff, der gerne mit Fotografien als Vorlage arbeitete, zeigt hier Augustines starken Charakter, ihren Mut als Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert eigene Wege zu gehen: Selbstbewusst, dem Betrachter zugewandt und das Buch nur für den kurzen Moment der Aufnahme beiseitegelegt, blickt Augustine voller Zuversicht in ihre Zukunft.

Provenienz: Galerie Nova, Brüssel, Auktion am 10. Juni 1986, Los 410.
Privatsammlung.
Sotheby’s, London, Auktion am 15. Juni 2004 "19th Century European Paintings", Los 211 (mit Abb.).
Privatsammlung.
Galerie De Vuyst, Lokeren, Auktion am 22. Oktober 2011, Los 80 (mit Farbabb.).
Privatsammlung.

Ausstellung: Brüssel, Musées royaux des Beaux-Arts de Belgique-Musée d'Art Moderne: Fernand Khnopff et ses rapports avec la Secession viennoise. Oktober-Dezember 1987, Kat. Nr. 30 mit Abb. S. 117.
Tokyo, Bunkamura Museum: Rétrospective Fernand Khnopff. Juni - Juli 1990, Kat. Nr. 30 mit Farbabb. S. 121.
Himeji, Musée d’Art Municipal: Rétrospective Fernand Khnopff. Juli-August 1990, Kat. Nr. 30 mit Farbabb. S. 121
Nagoya, City Art Museum: Rétrospective Fernand Khnopff. August-September 1990, Kat. Nr. 30 mit Farbabb. S. 121.
Salzburg, Rupertinum - Museum für Moderne Kunst: Eros und Tod. Der belgische Symbolismus. Juli-Oktober 1999, Kat. Nr. 71 mit Farbabb.

Literatur: Robert L. Delevoy, Catherine de Croes und Gisèle Ollinger-Zinque: Fernand Khnopff. Catalogue de l’œuvre. Brüssel 1987 (zweite überarbeitete Auflage), S. 439-440 mit Abb.
Gisèle Ollinger-Zinque: Portrait de Madame X, in: Cat. de la Rétrospective Fernand Khnopff. Tokyo, Himeji und Nagoya 1990, S. 122 mit Abb.
Michel Draguet: Khnopff ou l’ambigu poétique. Bruxelles, Crédit Communal, 1995, S. 92 mit Farbabb. auf S. 92, Nr. 99.

Schätzpreis
€ 20.000   (US$ 23.600)


Zuschlag
€ 20.000 (US$ 23.600)



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Fidus
"Sag kleines Tier"

Los 6739

"Sag kleines Tier [...]" (Mädchen auf einem Felsen sitzend, wendet sich an Eidechse).
Feder in Schwarz und Spritztechnik auf Velin. 24,9 x 33,9 cm. Unten links signiert und datiert "fidus '93" sowie unten rechts eigenh. bezeichnet: "Sag kleines Tier - Bist du mir so gut wie ich dir?".

Vorzeichnung zur einer Illustration in der Zeitschrift Sphinx, Jg. VIII, Bd. 17, Heft 5, August 1893, S. 131, wo sie unter dem Titel "Zwiegespräch" veröffentlicht wurde. Zudem in dem von Fidus 1902 herausgegebenen Mappenwerk Naturkinder als einer von zehn Lichtdrucken aufgenommen (vgl. dazu Fidus: Naturkinder, Minden 1902, Blatt 6). Das Mädchen ist wohl Karl Wilhelm Diefenbachs Tochter Stella.

Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Lucius (1834-1903), Frankfurt a. M./Schönstadt.

Literatur: Verlag des St. Georg-Bundes (Hrsg.): Fidusbilder. Bebildertes Verzeichnis, Erkner-Berlin 1927, Kat. 52, S. 38.
Janos Frecot, Johann Friedrich Geist, Diethart Kerbs: Fidus 1868-1949. Zur ästhetischen Praxis bürgerlicher Fluchtbewegungen, München 1972, S. 316.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Zuschlag
€ 8.500 (US$ 10.030)



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Wöhler, Hermann
Gethsemane

Los 6745

Gethsemane.
Feder in Schwarz auf festem Zeichenkarton. 40,3 x 31,5 cm. Rechts in der Darstellung monogrammiert "HW" (ligiert). 1925/26.

Aus der Folge "Apokalyptische Landschaften".

Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.124)


Zuschlag
€ 8.500 (US$ 10.030)



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Wöhler, Hermann
Die dunkle Welle

Los 6747

Die dunkle Welle.
Feder in Schwarz auf festem Zeichenkarton. 46,1 x 37,1 cm. Unten links monogrammiert "HW (ligiert)", verso in Bleistift von fremder Hand bezeichnet "Dunkle Welle". Um 1919.



Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Seitdem Westdeutsche Privatsammlung.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.832)


Zuschlag
€ 14.000 (US$ 16.520)



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