Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Highlights

Höhepunkte der aktuellen Auktion » Kataloge zum Blättern

1 2 3 4 5 6 7 8 9   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Galerie Bassenge
» Zoom

Dyck, Anthony van - Werkstatt
Portrait der Maria de' Medici

Los 6011

Werkstatt. Portrait der Maria de' Medici.
Öl auf Leinwand. 114 x 94 cm. Mit prachtvollem Flammleistenrahmen.

Im Jahr 1631 lässt sich Maria de' Medici im Antwerpener Exil von Anthony van Dyck porträtieren und setzt damit ein Zeichen des Machtanspruches gegenüber ihrem erst 15-jährigen Sohn Ludwig XIII. Dieses ganzfigurige Original vor der Stadtkulisse Antwerpens findet man heute im Musée des Beaux-Arts in Bordeaux, eine verkleinerte Kopie als Kniestück im Palais des Beaux-Arts in Lille. Es folgen zahlreiche qualitätvolle Wiederholungen der Werkstatt van Dycks, auch, wie hier, mit neutralem Hintergrund vor rotbraun gemusterter Draperie, mit der französischen Krone an ihrer Seite und Rosen in der Hand.

Literatur: Vgl. für die ganzfigurige Version (Musée des Beaux-Arts Bordeaux): Susan J. Barnes, Nora De Poorter, Oliver Millar, Horst Vey: Van Dyck. The complete catalogue of the paintings. New Haven und London 2004, Kat. Nr. III.105, S. 332 (Abb.)

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Zuschlag
€ 11.000 (US$ 12.539)



» Gemälde
Coques, Gonzales
Portrait einer Dame als hl.Cäcilia an einem bar...

Los 6012

Portrait einer Dame als hl. Cäcilia an einem barocken Positiv.
Öl auf Leinwand. 44,5 x 68,5 cm.

Gonzales Coques ist fast ausschließlich als Bildnismaler tätig und begründet einen neuen Portraittypus in der Antwerpener Malerei. Im Gegensatz zu den großformatigen Repräsentationsbildnissen eines Rubens, Van Dyck oder Jordaens schafft er das intime, kleinformatige Bildnis für private bürgerliche Sammlungen, womit er sich auch ikonographisch deutlich von ersteren unterscheidet. Formal allerdings bleibt Coques stark von Rubens und Van Dyck beeinflusst, was ihm zu Lebzeiten den Spitznamen „kleiner Van Dyck“ einträgt. Obwohl ein persönlicher Kontakt zu letzterem nicht nachweisbar ist, bleibt ein Aufenthalt in Van Dycks Antwerpener Atelier zwischen 1627 und 1632 wahrscheinlich.

Das Gemälde ist in der Datenbank RKDimages des Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie, Den Haag, unter der Nr. 225107 als "Gonzales Coques" (ohne Werkstattbeteiligung) verzeichnet.

Literatur: Marion Lisken-Pruss: Gonzales Coques (1614-1684). Der kleine Van Dyck, Turnhout 2013, S. 280f., Kat.Nr. U 15, S. 378 farbige Abb., S. 450 Abb.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.679)


Zuschlag
€ 9.500 (US$ 10.829)



» Gemälde
Ostade, Adriaen van
Der Raucher am Fenster

Los 6032

Der Raucher am Fenster.
Öl auf Holz, parkettiert. 28 x 21,8 cm. Links signiert und datiert "Av. Ostade 1654".

Die Figur am Fenster gehört ab Mitte der 1650er Jahren zu den wiederkehrenden Motiven in Adriaen van Ostades malerischen und vor allem druckgraphischen Œuvre. Die mit den charakteristischen Weinranken und gerauteten Bleiglasfenstern ausstaffierte Kulisse wird hier mit dem ebenfalls häufig aufgegriffenen Sujet des Pfeifenrauchers kombiniert. Der Künstler konzentrierte sich bei diesem Werk auf das Konterfei des Mannes, das mit dem kräftigen Inkarnat und den sprechenden Augen ein für Ostade typisches Gesicht zeigt, bei dem der lebhafte Pinselduktus deutlich sichtbar ist. Das Gemälde ist in einem schwarzweiß Foto im Rijksbureau voor Kunsthistorische Documenatie in Den Haag dokumentiert, allerdings ohne Angaben zur Provenienz oder dem damaligen Aufbewahrungsort (E-Mail von Ellis Dullaart am 3. September 2018).

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.100)


Zuschlag
€ 17.000 (US$ 19.380)



» Gemälde
Götzloff, Carl Wilhelm
Der Golf von Palermo mit Blick auf den Monte Pe...

Los 6093

Der Golf von Palermo mit Blick auf den Monte Pellegrino.
Öl auf Papier, auf Karton kaschiert. 34,6 x 48,7 cm. Unten links datiert (geritzt) "07 (18)51".

Carl Wilhelm Götzloff gehört zu jener Generation von Landschaftsmalern, die im 19. Jahrhundert der Sehnsucht nach dem Süden nachgaben und in Italien eine neue Heimat fanden. Nach einem Studium an der Dresdner Akademie reiste der Künstler in jungen Jahren 1821 nach Rom, wo er sich - großen Anklang findend - dem Kreis um Julius Schnorr von Carolsfeld anschloss und eng mit Heinrich Reinhold zusammenarbeitete. Der 1825 erfolgte Umzug nach Neapel stellte einen Wendepunkt in seinem Schaffen dar: Bestimmend wurden nunmehr weitgefasste, in warmes Licht getauchte Küstenmotive vom Golf von Neapel, von Sorrent, Amalfi und Capri. Mehrmals besuchte Götzloff ab 1831 auch Sizilien, wo ihn besonders der Golf von Palermo mit dem markanten Monte Pellegrino zu spektakulären Ansichten inspirierte. Exotische Vegetation mit Palmen, Zypressen und Agaven rahmt malerisch die hell beleuchtete Landstrasse, die schwungvoll den Blick in die Tiefe leitet. Vor dem in Zartviolett erstrahlenden Felsmassiv des Monte Pellegrino liegt in der halbmondförmigen Buch Palermo mit seinen zahlreichen Kuppeln. In der kompositorischen Ausgewogenheit und des harmonischen Kolorits zeigt sich hier die geübte Hand eines künstlerisch gereiften Malers.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.260)


Zuschlag
€ 9.000 (US$ 10.260)



» Gemälde
Ahrens, Heinrich
Selbstportrait liegend mit Welpe, Tabakspfeife,...

Los 6109

Selbstportrait liegend mit Welpe, Tabakspfeife, Skizzenbuch und Stift im Bergpark Wilhelmshöhe.
Öl auf Leinwand, doubliert. 36,4 x 45 cm. 1830er Jahre. Verso auf dem Keilrahmen auf Klebeetikett handschriftlich alt bezeichnet "Kunstmaler Ahrens / Selbstbildnis / Wilhelmshöhe b. Kassel".

Auf dem weichen Moosboden des Parks Wilhelmshöhe liegend, präsentiert sich der Maler Heinrich Ahrens dem Betrachter in ungewöhnlicher Haltung. Die aus der Dackelperspektive aufgenommene Figur des Malers erscheint dabei in extremer Verkürzung. Den Oberkörper auf seinen rechten Arm gestützt, schaut der Darstellte mit wachem, selbstbewussten Blick auf den Betrachter. Seine rechte Hand verweist auf das vor ihm liegende Skizzenbuch mit Kreidehalter, seine linke deutet auf die Tabakspfeife und den Beutel, als wolle er diese seinem Gegenüber anbieten. Hinter dem Baumstamm rechts liegt sein Kastorhut, zur linken ein junger Jack Russell Terrier, der sich für etwas links außerhalb des Bildfeldes zu interessieren scheint. Diese Rasse der wendigen kleine Jagdhunde wurde erst in den 1820er Jahren in England gezüchtet und so dürfte dieser Terrier in Hessen in den 1830er Jahren noch ein ungewohntes Bild gewesen sein.
Eine kleine Lücke zwischen den Baumwipfeln im Park gibt den Blick auf das Wahrzeichen Kassels, den Herkules frei. Das dreiteilige, monumentale Bauwerk wird von einer, auf einer spitzen Pyramide stehenden, riesigen Herkulesfigur bekrönt. In Auftrag gegeben wurde die Anlage Ende des 17. Jahrhunderts von Karl Landgraf von Hessen-Kassel. Das 1717 fertiggestellte Bauwerk, Musterbeispiel barocker Herrschaftsarchitektur, war für den Landgrafen ein Symbol für den Triumph der Kunst über die Natur und die Allmacht der Schöpfungskraft des Menschen. Diesem Gedanken entgegengesetzt bettet sich Heinrich Ahrens, unterstützt vom Grün seines Gehrockes, wieder ein in das Blättermeer der Natur.
Erstaunlich wenig findet man über das Leben des in Braunschweig geborenen Malers, der seit etwa 1829/30 als Portraitist in Kassel tätig ist, und ungefähr ab 1850 zum Konservator und Vorstandsmitglied des Kurhessischen Kunstvereins ernannt wird. In der Museumslandschaft Hessen Kassel findet man heute vier qualitätvolle Gemälde von seiner Hand, großformatige Portraits des Schauspielers Carl August Quanter und dessen Gattin Catharina Quanter (Inv.-Nrn.: AZ 650 & 651), ein Knabenportrait mit Schaukelpferd (AZ 1875/1600) sowie das Familienportrait des Kasseler Hofkleidermachers und Kunstmäzens Anton Hanusch (AZ 214).

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.550)


Zuschlag
€ 15.000 (US$ 17.100)



» Gemälde
Signorini, Giovanni
Blick über den Arno auf die Altstadt von Florenz

Los 6124

Florenz: Blick über den Arno auf die Eisenbrücke "Ponte S. Leopoldo", im Hintergrund die Altstadt.
Öl auf Leinwand. 28,9 x 42,3 cm. Am rechten Unterrand signiert und datiert "Gio. Signorini fex. 1847", verso auf der Leinwand alt bezeichnet "D. Seymour".

Vom geschäftigen Ufer des Arno aus blickt man in Richtung der „Ponte S. Leopoldo“, einer eisernen Hängebrücke, welche 1835 unter Großherzog Leopold II. beim Parco delle Cascine als wichtige Verbindung zwischen den Straßen Richtung Livorno und Pistoia errichtet worden war. Nach Absetzung des Hauses Habsburg-Lothringen wurde die Brücke fortan schlichtweg „Hängebrücke“ genannt. Diesen Namen behielt sie bis zu ihrem Abriss 1932 bei, als sie der heute noch stehenden „Ponte alla Vittoria“ weichen musste. Im Hintergrund erheben sich die Kuppel und der Campanile des Domes, die Türme des Bargello und der Badia Fiorentina sowie der Palazzo Vecchio.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)


Zuschlag
€ 11.000 (US$ 12.539)



» Gemälde
Sattler, Hubert
Die Memnonkolosse am Nil in Theben

Los 6127

Die Memnonkolosse am Nil in Theben.
Öl auf Holz. 13 x 19,5 cm. Unten rechts signiert und datiert "H. Sattler 1847".

Das kleine Gemälde zeigt die Memnonkolosse zur Zeit der jährlichen Überschwemmung des Nils. In der Spiegelung des Wassers verdoppeln sich die monumentalen Statuen und das leuchtend rote thebanische Westgebirge. Zwischen den beiden Statuen, in den Bergen, ist ein Grabmal zu erkennen, das laut Sattler zu einer Wohnung umgestaltet wurde, in der der Ägyptologe Karl Richard Lepsius während seiner Expedition (1843) untergebracht war. Rechts ist der Totentempel Ramses' II., das sogenannte Memnonium, zu erkennen. Von diesem Motiv existiert von Hubert Sattler eine große Version aus dem Jahr 1846 im Salzburg Museum (s. Ausst. Kat. Orient & Okzident. Österreichische Maler des 19. Jahrhunderts auf Reisen. Wien 2012, S. 84-85 mit Abb. S. 85).

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Zuschlag
€ 7.500 (US$ 8.550)



» Gemälde
Fries, Bernhard
Südliche, bergige Flusslandschaft mit Schloss a...

Los 6140

Südliche, bergige Flusslandschaft mit Schloss auf einer Anhöhe.
Öl auf Leinwand. 73 x 117 cm. Links unten signiert und datiert "Bernhard Fries 1850".

Bernhard Fries ist der um 18 Jahre jüngere Bruder des jung verstorbenen Ernst Fries (1801-1833), bei dem er ersten Unterricht erhält. Bereits als 15-jähriger studiert er an der Kunstakademie München, 1840-43 an der Akademie Düsseldorf, unterbrochen durch mehrere Italienreisen, auf denen er sich mit Johann Wilhelm Schirmer, Andreas Achenbach und Adolf Carl befreundet. Zur Entstehungszeit unseres Gemäldes 1850 hält sich Fries abwechselnd in München und Heidelberg auf. Neben topographischen Landschaften malt Fries auch immer wieder Ideallandschaften. Hier verbindet er sehr eigenständig realistische Natureindrücke mit der Pathetik Carl Rottmanns.

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Zuschlag
€ 8.000 (US$ 9.120)



» Gemälde
Galerie Bassenge
» Zoom

Defregger, Franz von
Die umworbene Sennerin

Los 6159

Die umworbene Sennerin.
Öl auf Leinwand. 92 x 74 cm. Unten rechts signiert und datiert "F. Defregger 1914."

In einer einfachen Almstube hat sich eine Gruppe junger Bergbauern zur geselligen Brotzeit eingefunden. Der Schwerpunkt liegt auf den zwischenmenschlichen Nuancen: In der Luft schweben die wohl neckischen Worte, die der stehende Forstarbeiter unter seiner Pfeife hindurch an die sitzende Sennerin richtet. Diese nimmt die junge Frau zusammen mit den sitzenden Männern lachend auf. In seiner sentimentalen Einfachheit steht unsere Alltagsszene bäuerlichen Lebens stellvertretend für das Œuvre eines der populärsten Vertreter der Münchner Schule. Sprössling einer Bauernfamilie, begann Defregger seine künstlerische Ausbildung in Innsbruck und führte sie ab 1861 an den Akademien in München und Paris fort. Neben zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen, kulminierte seine Laufbahn in der Ernennung zum Professor an der Münchner Akademie 1878 und der Erhebung in den Adelsstand durch die Verleihung des bayerischen Kronenordens 1883. Seine genrehaften Darstellungen des Volkslebens und der Freiheitskämpfe sind als Zeugen kultureller Vergangenheit auch heute noch in weiten Teilen Tirols Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses.

Ausstellung: XV. Esposizione Internazionale d'Arte della Città di Venezia, 1926 (verso Ausstellungs- und Zolletikett auf dem unteren Keilrahmen).

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 17.100)


Zuschlag
€ 10.000 (US$ 11.399)



» Gemälde
Galerie Bassenge
» Zoom

Kuhnert, Wilhelm
Tropennacht am Fluss

Los 6239

Tropennacht am Fluss.
Öl auf Pappe. 37,7 x 45 cm. Unten rechts signiert und datiert "Wilh. Kuhnert 1918", verso bez. "Wilh. Kuhnert 'Tropennacht'".

Das ungewöhnlich reizvolle Motiv zeigt eine Zebraherde an einem nächtlichen Fluss. Die Szene wird vom Mond in ein kühles Licht getaucht, zahlreiche Glühwürmchen schwärmen am Flussufer und erscheinen als kleine Lichtpunkte. Kuhnert hat sich im Rahmen seines Buches "Im Lande meiner Modelle", das 1918 in Leipzig erschien, mit dem Thema einer Zebraherde an der Tränke beschäftigt. Dieses Motiv erscheint in der Publikation als Lithographie nach Seite 251, wobei die Komposition sowohl des Gemäldes und der Lithographie übereinstimmen. Die Autorschaft Kuhnerts wird von Angelika Grettmann-Werner in einem Gutachten vom 7. Mai 2015 bestätigt (im Original vorhanden). Das Werk ist im Werkverzeichnis Wilhelm Kuhnerts unter der Nr. 4031 eingetragen.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Zuschlag
€ 14.000 (US$ 15.959)



» Gemälde

1 2 3 4 5 6 7 8 9   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf