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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Hauptbild Beschreibung Status
Galerie Bassenge
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Sogliani, Giovanni Antonio
Kopf einer Nonne

Los 6501

Kopf einer Nonne.
Schwarze Kreide, weiß gehöht, ein paar kleinere Stellen an Augen, Nase und Mund mit Feder in Schwarz. 31 x 20,7 cm.

Sogliani ist in Florenz zunächst Schüler von Lorenzo di Credi, arbeitet in der Folge intensiv mit Fra Bartolomeo zusammen, der ihn maßgeblich beeinflusst. Chris Fisher sieht eine große Nähe der Dargestellten zur hl. Birgitta von Schweden. Ein 1522 datiertes Altarbild Soglianis, heute im Kloster San Salvi in Florenz, zeigt die Heilige bei der Gründung des Ordens des Allerheiligsten Erlösers, auch Birgittenorden genannt, im Jahr 1378. Typisch für die Zeichenkunst Soglianis ist die ovale Form des Gesichtes, die Mandelaugen sowie die weiche Modellierung.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Zuschlag
€ 10.000 (US$ 11.000)



» Zeichnungen 16.-19. Jh.
Galerie Bassenge
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Bertani, Giovanni Battista
Venus und zwei Putti. Allegorie des Frühlings

Los 6505

Venus und zwei Putti. Allegorie des Frühlings.
Feder in Braun, braun laviert, weiß gehöht, teils oxydiert, mit Spuren einer Quadrierung in schwarzer Kreide. 23,2 x 28,5 cm (pendentifförmig zugeschnitten).

Giovanni Battista Bertani war Architekt, Bildhauer, Maler und Architekturtheoretiker. Erstmals wird er 1531 als Mitarbeiter Giulio Romanos an der Dekoration im Palazzo Ducale von Mantua erwähnt. Renato Berzaghi identifizierte diese und die folgende Zeichnung als Vorzeichnungen zu zwei Pendentifs in der Stanza dei Mesi des Palazzo Ducale in Mantua, die Bertani zwischen 1558 und 1561 im Auftrag des Herzogs Guglielmo Gonzaga ausführte.

Literatur: Renato Berzaghi: "Disegni di Giovan Battista Bertani. Quattro inediti e un primo catalogo", in Scritti per Chiara Tellini Perina, Mantua 2011, S. 136 f, S. 141, Kat. Nr. 18, S. 371, Abb. 3.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 9.900)


Zuschlag
€ 9.500 (US$ 10.450)



» Zeichnungen 16.-19. Jh.
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Italienisch
Brunnenarchitektur für eine Fassade

Los 6533

17. Jh. Brunnenarchitektur für eine Fassade.
Feder in Braun, grau laviert, auf Bütten aufgezogen. 20,7 x 20,6 cm.


Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 5.500 (US$ 6.050)



» Zeichnungen 16.-19. Jh.
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Julien, Simon
Das Martyrium des hl. Hippolyt

Los 6602

Das Martyrium des hl. Hippolyt.
Feder in Braun, braun laviert, rote und schwarze Kreide, auf teils mit roter Kreide präpariertem Papier, aufgezogen. 44,2 x 32,8 cm.

Der christliche römische Geschichtsschreiber Prudentius berichtet vom Martyrium des Hippolyt, er sei durch Pferde zu Tode geschleift worden. Die eindrucksvolle Zeichnung ist dem Eintrag bei Christie's zufolge eine Vorstudie zu dem Gemälde in Saint-Hippolyte im Faubourg Saint Marcel im 13. Pariser Arrondissement, das Jean de Julienne der Kirche im Jahr 1762 schenkte.

Provenienz: Christie's, London, Auktion am 16. April 1991, Los 202 mit Abb.

Schätzpreis
€ 7.000   (US$ 7.700)


Zuschlag
€ 13.000 (US$ 14.300)



» Zeichnungen 16.-19. Jh.
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Niederländisch
Trompe-l’œil: Titelblatt für ein Sammelalbum

Los 6622

um 1800. "Teekeningen van Verscheiden Meesters": Trompe-l’œil Titelblatt für ein Sammelalbum.
Feder in Braun über Graphit, grau und braun laviert. 56,4 x 40,3 cm. In der Darstellung bezeichnet "Teekeningen van Verscheiden Meesters".

Die Inschrift an der Felswand "Teekeningen van Verscheiden Meesters" deutet auf den Entwurf eines Titelblatts für ein Sammelalbum hin. Im 18. Jahrhundert organisierten viele holländische Sammler ihre Zeichnungen thematisch in Lederalben. Ein solches Titelblatt entwarf beispielsweise Gerard van Nijmegen (1735-1808) mit der Allegorie der Malerei und Zeichenkunst, heute im J. Paul Getty Museum in Los Angeles (Inv.-Nr. 2008.31). - Verso von Friedrich Gauermann eine lavierte Kreidezeichnung mit einer ländlichen Szene, signiert.

Provenienz: Sammlung Erhard Oskar Kaps (Lugt 3549).

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 4.200 (US$ 4.620)



» Zeichnungen 16.-19. Jh.
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Niederländisch
Trompe-l’œil mit sechs Hirschen und einem Blatt...

Los 6625

um 1800. Trompe-l’œil mit sechs Hirschen und einem Blatt Seidenpapier mit japanischen Schriftzeichen.
Feder und Pinsel in Grau und Braun, Pinsel in Rot und Blau. 14,8 x 21,3 cm (die Ränder unregelmäßig). Rechts zwischen den roten und blauen Schriftzeichen in hellgrauem Pinsel bez. (signiert?) "ten Cate".


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 4.200 (US$ 4.620)



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Monogrammist CF
Trompe-l’œil mit einer Federzeichnung und Seide...

Los 6626

Trompe-l’œil mit einer Federzeichnung und Seidenpapier.
Feder in Braun und Aquarell. 33 x 25,5 cm. Rechts unten monogrammiert "CF" sowie unten links bezeichnet "Tirelli". Wohl um 1800.


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 12.000 (US$ 13.200)



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Schnorr von Carolsfeld, Julius
"Und Gott sprach: es werde Lichter an der Veste...

Los 6641

"Und Gott sprach: es werde Lichter an der Veste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht, und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre."
Feder in Braun über Bleistift. 21,3 x 25,9 cm. Rechts oben als Nr. "4." bezeichnet unten rechts unten datiert "d. 5e Juli." Um 1825.

Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich um eine Entwurfszeichnung für Blatt 4 der Genesis mit der Darstellung der Scheidung von Tag und Nacht, die Schnorr von Carolsfeld für sein nazarenisches Monumentalprojekt der "Bibel in Bildern" fertigte. Das Blatt lässt in virtuoser Weise die Entwicklung der zeichnerischen Komposition von der ersten Idee hin zur, in die Druckgraphik weitgehend unverändert übernommenen, finalen Version nachvollziehen. So entschied sich der Künstler offensichtlich die Positionierung des ausgestreckten Arms zu verändern und die Anordnung und Gestalt der Sterne und Kometen zu variieren. Schnorr selbst spricht in einem Brief an seinen Vater vom 2. Juni 1825 von den Herausforderungen der kompositorischen Gestaltung der ersten Darstellungen der Bilderbibel: "Die schwersten Stücke werden die sein, die der Schöpfungsgeschichte angehören. Ich würde gern die unnachahmlichen Kompositionen des Michelangelo und Raffael in aller Demut kopieren und als Anfang meines Zyklus geben. [...] Am besten geht es bei den Gegenständen, die diese Riesen übergangen haben." (Julius Schnorr von Carolsfeld: Briefe aus Italien geschrieben in den Jahren 1817-1827, Hrsg. v. Franz Schnorr von Carolsfeld, Gotha 1886, S. 294f). Eine im Juni 1988 bei Christie's angebotene und auf 1830 datierte zweite Fassung scheint nur noch in Details angepasst worden zu sein und kompositorisch zwischen unserem Entwurf und der druckgraphischen Endfassung zu liegen. Rechts unten mit einer alten Sammlerannotation in Bleistift. Beigegeben: Beigegeben ein Exemplar des entsprechenden Holzschnittes aus dem gedruckten Werk.

Provenienz: Aus der Sammlung Johann Georg, Herzog von Sachsen (Lugt 4483).
Sammlung Hans Harmsen, Hamburg.
Privatbesitz Berlin.

Ausstellung: Galerie Pels-Leusden, Berlin 1979/80: Vom Zeichnerischen Entwurf zur Druckgraphik - Eine Gegenüberstellung. Sammlung Hans Harmsen und eigener Besitz.


Literatur: Katalog Galerie Pels-Leusden: Vom Zeichnerischen Entwurf zur Druckgraphik - Eine Gegenüberstellung. Sammlung Hans Harmsen und eigener Besitz. Berlin 1979/80, Nr. 93a mit Abb.

Errata: Provenienz:
Aus der Sammlung Johann Georg, Herzog von Sachsen (Lugt 4483).
Sammlung Hans Harmsen, Hamburg.
Privatbesitz Berlin.

Ausstellungen:
Galerie Pels-Leusden, Berlin 1979/80: Vom Zeichnerischen Entwurf zur Druckgraphik - Eine Gegenüberstellung. Sammlung Hans Harmsen und eigener Besitz.

Literatur:
Katalog Galerie Pels-Leusden: Vom Zeichnerischen Entwurf zur Druckgraphik - Eine Gegenüberstellung. Sammlung Hans Harmsen und eigener Besitz. Berlin 1979/80, Nr. 93a mit Abb.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.250)


Zuschlag
€ 8.500 (US$ 9.350)



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Delacroix, Eugène
Ein Karthäusermönch in Sevilla

Los 6679

Ein Karthäusermönch in Sevilla.
Feder in Braun, braun und graubraun laviert, über Spuren von schwarzer Kreide, auf Velin. 20 x 15,8 cm. (1832).

Seine wichtigste Reise führt Delacroix als Begleiter des Comte Charles de Mornay im ersten Halbjahr 1832 nach Marokko. Sie bedingt eine Wende in seiner künstlerischen Entwicklung. Auf der Reise zeichnet er intensiv und es entstehen mindestens sieben Skizzenbücher mit handschriftlichen Notizen (Teile im Louvre Inv.Nr. RF 1712bis). Delacroix nutzt auf dem Rückweg die Wartezeit der französischen Gesandschaft auf die Ratifizierung des Abkommens mit der marokkanischen Regierung in Tanger, und besucht zwischen dem 9. und 29. Mai Andalusien. Zunächst in Cádiz, reist er u.a. weiter nach Jerez de la Frontera und Sevilla. Die gesamte Reise ist der am detailliertesten dokumentierte Abschnitt im Leben des Künstlers, einerseits wegen der ausführlichen Korrespondenz an Freunde, wegen der kommentierten Skizzenbücher und außerdem wegen seiner 10 Jahre später veröffentlichten Reiseerinnerungen (Souvenirs d'un voyage dans le Maroc). Am 25. Mai 1832 berichtet er von einem Besuch im Karthäuserkloster in Sevilla (Santa María de las Cuevas - La Cartuja), hier entsteht die Zeichnung des in einem Chorgestühl in religiöser Versenkung sitzenden Mönches. Die Cartuja ist auch berühmt dafür, dass sie einst die sterblichen Überreste von Kolumbus barg. Bemerkenswert, dass Delacroix für sein 1838 entstandenes Gemälde "Christopher Columbus und sein Sohn im Kloster La Rábida" wohl auf diese Zeichnung zurückgreift und den Sohn in zwar seitenverkehrter, jedoch sehr identischer Haltung wiedergibt (National Gallery of Art, Washington). Robaut, der 1885 das grundlegende Werkverzeichnis zu Delacroix verfasste, vermerkt zu unserem Blatt, dass es sich im Besitz von Étienne Arago befindet. Arago (1802-1892), eine der zentralen Figuren in Delacroixs berühmten Bild "Die Freiheit führt das Volk", war Schriftsteller, Gründer mehrerer Zeitschriften, musste 1848 emigrieren, wurde 1859 begnadigt und wurde 1870 kurzzeitig zum Bürgermeister der Stadt Paris ernannt. 1878 wurde er Archivar der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris und später Conservateur du musée du Luxembourg.

Provenienz: Mit dem Stempel der Nachlassauktion, Paris, 17.-29. Februar 1864, unter Los 585 (Lugt 838a).
Sammlung Étienne Arago.
Dessen Auktion, Hotel Drouot, Paris, am 5. Mai 1892 (laut altem handschriftlichem Vermerk auf der Rahmenrückpappe).

Literatur: Alfred Robaut: L’Œuvre complet d’Eugène Delacroix. Peintures, dessins, gravures, lithographies, Paris 1885, S. 423, Nr. 1647 (Abb.).

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 9.900)


Zuschlag
€ 8.000 (US$ 8.800)



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Zötl, Aloys
Der grosse Ameisenfresser. Myrmecophaga jubata.

Los 6681

"Der grosse Ameisenfresser. Myrmecophaga jubata."
Deck- und Wasserfarben auf C & I Honig-Velin. 46,8 x 56,6 cm. Links unter der Darstellung eigenh. bezeichnet "Säugethiere Tab.", sowie unten rechts signiert und datiert "Al. Zötl pinx. am 6. November 1837", ferner mit der eigenh. Erläuterung "Der grosse Ameisenfresser. Myrmecophaga jubata. In Guyana, Brasilien Peru, Paraguay wo er Samandua heist, ist sein Aufenthalt. Er erreicht von der Spitze der Schnauze bis zum After vier Fuss. Man nennt ihn auch Ameisenbär.".

Der eigenbrötlerische Autodidakt Aloys Zötl arbeitete Zeit seines Lebens (von 1832-1887) völlig unbemerkt an einem umfangreich angelegten Bestiarium. Die Zeichnungen, die er für dieses Kompendium schuf, stehen in ihrer Detailliertheit und erstaunlichen Exaktheit meist ganz in der Tradition der aufwendig illustrierten, enzyklopädischen Werke des 19. Jahrhunderts, manche Arbeiten stellen aber auch immer wieder eigenwillige bis bizarr ausgeformte Geschöpfe dar. Das monumentale Werk, das Zötl fast 55 Jahre lang mit größter Akribie und dem koloristischen Geschick eines Meisterfärbers nur zu seinem eigenen Vergnügen geschaffen hatte, blieb zu seinen Lebzeiten gänzlich unbekannt. Erst im Dezember 1955 wurde es anlässlich einer aufsehenerregenden Versteigerung einer größeren Gruppe von Arbeiten des Österreichers wiederentdeckt. Für den Katalog steuerte kein geringerer als André Breton den einleitenden Text bei, in welchem er Zötls Bestiarium als das prächtigste Tierbuch lobte, welches die Welt je gesehen habe und Zötl ohne zu zögern, in die Liste der „Surrealists avant la lettre" aufnahm.

Provenienz: Privatsammlung Wien.

Schätzpreis
€ 24.000   (US$ 26.400)


Zuschlag
€ 40.000 (US$ 44.000)



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