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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Los 1138 Riese, Adam
Rechnung auff der Linien und Federn
Verkauft
1138) » größer

Besonders seltene Ausgabe, nicht im VD16
Riese, Adam. Rechnung auff der Linien und Federn, auff allerley handthierung gemacht. Auffs new mit fleis durchlesen und zu recht bracht. 80 Bl. Mit Holzschnitt-Titelvignette. Titel in Schwarz und Rot gedruckt, einige Überschriften in Rot. 15 x 9 cm. Flexibles grüngefärbtes Pergament d. Z. (etwas beschabt und berieben, wenige minimale Fehlstellen, Knickspuren, Kapitale leicht eingerissen). Frankfurt an der Oder, Andreas Eichorn, 1589.

Nicht im VD16, nicht bei Adams und im STC. Vgl. Smith 138 (erste Ausgabe). – Sehr seltene bei Andreas Eichorn in Frankfurt an der Oder gedruckte Ausgabe. Andreas Eichorn (1553-1615) war der Sohn des Johann Eichorn, der als erster Viadriner Drucker das berühmte, erstmals 1518 bei Matthes Maler in Erfurt erschienene Rechenbuch für seinen Verlag übernommen hatte (vgl. Bassenge Auktion 111, Los 1101). Dieser undatierte, wohl zwischen 1573 und 1576 erschienene Druck gehört genauso wie der vorliegende zu den seltensten Riese-Ausgaben überhaupt, die beide das oft beigegebene Visierbuch des Erhard Helm nicht enthalten, aber das Konterfei Rieses auf dem Titel abbilden.

Der zweite von Johann Eichhorn gedruckte, nunmehr auf dem Titel mit der Jahreszahl versehene Druck ist 1579 (VD16 R 2402) erschienen, ein dritter folgte "um 1599", wiederum ohne Jahreszahl (VD16 R 2413). In Umfang, Kollation und Satz folgt der vorliegende des Andreas Eichorn dem seines Vaters, auch wenn die Texte genau verglichen werden müssten (VD16 gibt hier ausnahmsweise einmal kein Digitalisat des Göttinger Exemplars). Immerhin wird die Notwendigkeit des Erstellens einer Bibliographie der Drucke des Adam Riese auch hiermit wieder einmal evident.

Adam Riese (1492-1559) beginnt seine Ausführungen mit den folgenden Worten: "Pitagoras dir sagt für war, all ding durch zal werd offenbar. Drumb sih mich an, verschmeh micht nit, durchließ mich vor, das ich dich bit. Und merck zum anfang meiner lehr, zu rechnens kunst, dadurch dich kehr. In Zal, Maß und in Gewicht, all ding von Gott sind zugericht ..." (Vorstücke). Die Medaillen-Umschrift des Porträts Adam Rieses auf dem Titel, das erstmals 1550 nachweisbar ist, lautet: "Adam Ris seins Alters im LVIII anno 1550". – Teils etwas fleckig und fingerfleckig sowie teils stärker gebräunt, Gelenke offen, Ränder durch Gebrauch etwas abgerieben, insgesamt vollständig und in gutem Gesamtzustand. Von großer Seltenheit, weltweit ist für uns lediglich ein einziges Exemplar in der Russischen Staatsbibliothek Moskau nachzuweisen.
Aus der Bibliothek eines "Abraham von Schönbergk" aus dem thüringisch-sächsischen Adelsgeschlechts derer von Schönberg, das erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt wird, mit dessen eigenhändigem Besitzvermerk und seinem Motto sowie Erwerbsvermerk in einer schönen deutschen Kurrentschrift: "Abraham von Schönbergkh Lerne Dich selbst kennen. Anno 15*91 den 10 September".

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 4.950)


Zuschlag
€ 9.000
(US$ 9.900)
(GBP 8.010)
(CHF 9.900)



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