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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Autographen Katalogpreis EURO 15,00
Auktionsdatum Fr., 16. Apr. 14:00


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Hauptbild Beschreibung Status

Ahlefeld, Charlotte von
Sign. Gedichtmanuskript

Los 2001

Ahlefeld, Charlotte von, geb. von Seebach, Schriftstellerin, lebte in Weimar, mit Charlotte von Stein und Sophie Mereau befreundet (1777-1849). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "Charlotte von Ahlefeld geb: v: Seebach". 3 S. 4to. O. O. u. J. (nach 1807).
"Lauterbrunen in der Schweiz". 17 Strophen zu je 4 Zeilen: "Du tiefes Thal, wo finstere Tannen sproßen, / Und ewgen Schnee der Berge Gipfel tragen, / Von schauerlichen Felsen eingeschloßen, / Die kühn und hoch ins Blau des Himmels ragen. / Wie rührt dein Anblick schauernd meine Seele, / Wie flieht vor dieser Größe der Natur, / Was auch des Busens bange Tiefe quäle, / Vom herben Kummer jede dunkle Spur ...". - Im Sommer 1808 hatte Charlotte die Schweiz bereist; 1810 gab sie "Briefe auf einer Reise durch Deutschland und die Schweiz" heraus. - Etwas geknittert.

Schätzpreis
€ 220   (US$ 279)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 190)



Avenarius, Thomas
Brief Eisleben 1573

Los 2002

Avenarius, Thomas, Dichter und Komponist (?), hier "Astronomiae Studiosus". Brief m. U. "Thomas Auenarius, Astronomiae Studiosus". In deutscher Sprache.1 S. Folio. Eisleben 2.II.1573.
An einen Fürsten (wohl Georg Ernst von Henneberg; Adresse ausgeschnitten), dem er sein soeben in Eisleben bei Andreas Petri gedrucktes Horoskop für die Jahre 1573 und 1574 (Iudicium astrologicum Auff das 1573. Vnd 1574. jahr. Was sich darinne begeben vnd zutragen werde. 24 Bl.) übersendet. Erklärt dessen Beweggründe und fährt fort: "... Bitte deswegen Ewre F. Gn. Sie woltenn meinen gehabten fleis mühe vnnd Arbeit in Gnaden auff vnnd annemen, ... Bitte auch Ewer F. Gn. Sie wolten mich bey Brieffe Zeigen beantworten, Solchs vmb Ewer F. Gn. nach meinem geringen Vermogen in aller Unterthänigkeit zu verdienen bin Ich Ieder Zeit willig ...". - Der Brief ist, bis auf die Unterschrift, von Schreiberhand geschrieben, und es ist zu vermuten, daß Avenarius sein Horoskop an mehrere Fürsten verschickt hat, um sich zu bewerben. Das "Iudicium" ist Avenarius' einzige Veröffentlichung im 16. Jahrhundert. Daß es sich bei dem gleichnamigen Herausgeber des 1614 erschienenen Liederbuches "Horticello anmuthiger, fröhlicher, trauriger amorosischer Gesänglein" um denselben Thomas Avenarius handelt, der nunmehr in Eilenburg ansässig ist, bleibt unsicher, scheint aber durchaus möglich.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 190)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 127)


Ball-Hennings, Emmy
Konvolut Briefe, Porträts und Gedichte

Los 2003

Ball-Hennings, Emmy, Schriftstellerin, Ehefrau des Schriftstellers Hugo Ball, gehörte zum Freundeskreis Hermann Hesses (1885-1948). Konvolut von 4 eigh. Briefen, 3 eigh. Postkarten (davon 2 Porträtphotos), 6 masch. Briefen m. U. "Emmy" und 3 (1 signierten) Gedicht-Typoskripten. Zus. 22 S. Gr. 4to und 8vo. 1935-1946.
An den Maler und Illustrator Gunter Böhmer sowie seine Frau Ursula in Montagnola. Über seine Bilder, über eigene Arbeiten und ihre psychischen wie physischen Krankheitszustände. Erwähnt auch Hugo Ball und Hermann Hesse. Mit den Gedicht-Typoskripten "Die Witwe. Auf ein Bild von Gunter Böhmer (1 und 2)" (am Schluß von 2 signiert) und "Hermann Hesse zum Siebzigsten Geburtstag". Eine der beiden Porträt-Karten ist eine frühe Photographie, rückseitig beschriftet: "Für meinen Hugo ein Gedicht von seiner Emmy" (18 Zeilen) und mit dem Vermerk versehen: "An Mareili weitergegeben dasselbe von Emmy". Mareili war die Tante von Gunter Böhmers Ehefrau Ursula, die Teppichwirkerin Maria Geroe-Tobler. - Dieses Photo mit Knickspur, sonst alles ordentlich erhalten. - Siehe auch Kat.-Nrn 2025, 2027 und 2230.
#A

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.286)


Ergebnis
€ 1.300 (US$ 1.651)



Beheim-Schwarzbach, Martin
2 Briefe 1927

Los 2004

Beheim-Schwarzbach, Martin, Hamburger Schriftsteller, emigrierte 1939 nach London (1900-1985). 2 Briefe m. U. "M. Beheim-Schwarzbach". Zus. 2 S. Gr. 4to. Hamburg 1.IV. und Berlin 30.XII.1927.
An die Redaktion der "Literarischen Welt" in Berlin. Bedankt sich für den Abdruck seines Manuskripts und für die Förderung junger Schriftsteller-Talente durch die Zeitschrift. "… Ich komme der angenehmen Pflicht nach, Ihnen für Ihre Initiative, mit welcher Sie der jüngeren Schriftstellergeneration einen so ausserordentlich wichtigen und wertvollen Dienst leisteten, meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Zu meiner und sicherlich ebensosehr Ihrer Genugtuung trafen bereits von vier Verlagsanstalten Briefe ein, in denen ich unter Bezugnahme auf Ihre Veröffentlichung aufgefordert wurde, meine Arbeiten vorzulegen. Bitte übermitteln Sie auch Herrn Hugo Döblin für die umfangreiche Arbeit, die er im Interesse der jüngeren Generation geleistet hat, meinen aufrichtigen und herzlichen Dank [1.IV.] … Seitdem ich anlässlich des 'Geschenks an die Jugend' mit Ihnen in Verbindung trat, bekomme ich sehr häufig Zuschriften von Verlagsanstalten, die meine Adresse durch Sie erfahren haben. Ich sage Ihnen für diese Freundlichkeit meinen allerbesten Dank …". - Ausgerissene Lochungen und andere Randschäden.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 152)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 101)



Bodman, Emanuel von
Brief 1903

Los 2005

Bodman, Emanuel von, badischer Lyriker, Erzähler und Dramatiker (1874-1946). Eigh. Brief m. U. "Emanuel von Bodman". 7 S. 8vo. San Remo 3.IV.1903.
An einen Freund, den er - auf seine Kosten - zu einer gemeinsamen, dreiwöchigen Reise nach Florenz und Rom einlädt, und dem er von seinem neuen Dramenprojekt (vermutlich das Trauerspiel "Donatello") berichtet. "... Ich dächte mir die Reise so: dass wir irgendwo einige Tage am Meer zubringen, vielleicht auf der Rückfahrt. Hauptziel: Florenz, wo wir etwa 10 Tage bleiben. Von da können wir dann das weitere gemeinsam beschliessen: ob Rom oder Venedig ... Diese Feder, mit der ich schreibe, soll der Teufel holen. Sie ist einige Monate alt und ich habe keine andere. Ihr Schweigen auf meinen letzten Brief erkläre ich mir so, dass Sie der Meinung waren, ich brauche Ruhe zum Schaffen. Ich habe vor einigen Wochen mein Stück in Akte und Szenen komponiert. Es sind vier Akte. Spielt in der Renaissance. Ich bin nie in die tragischen Tiefen so hineingestiegen wie in diesem Stück. Der erste Akt ist in der Skizze bis zur letzten Szene gediehen. Etwa 400 Verse sitzen, wenn auch noch nicht fest, im Sattel. Ich schreibe das Stück nun doch im Blankvers, einem Blankvers von sehr eigenartiger Färbung. Ich bin so dazu gekommen: Ich machte Proben mit einer Szene, die eine in Vers, die andere in Prosa, und da siegte dann der Vers gewaltig ... Übrigens bin ich innerlich jetzt von den Wunden meiner ersten Ehe ausgeheilt, sonst hätte ich nicht so die Lust und die Gier nach dem Tragischen. Geschrieben wird das Tragische aus einer grossen Fülle heraus. In Zeiten, wo mir elend zu Mut war, sehnte ich mich nach einer Verwöhnung im Leben ...".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 190)


Ergebnis
€ 100 (US$ 127)



Blüthgen, Victor und Clara
Konvolut Autographen

Los 2006

Blüthgen, Victor und Clara, Schriftsteller-Ehepaar (1844-1920 bzw. 1856-1934). Konvolut von 28 Autographen und diversen Beilagen. 1903-1920.
Großenteils an den Journalisten Paul Kunzendorf in Berlin gerichtete eigenhändige Briefe und Karten, betreffend die Feiern zum 60. und 70. Geburtstag von Victor Blüthgen, seine Biographie und aktuelle literarische Angelegenheiten; ferner Clara Blüthgens Dramen, deren Aufführungen und Besprechungen in der Presse. Von Victor Blüthgen liegen vor: 1 signiertes Porträtphoto, 2 Postkarten (davon 1 mit Ansicht der Villa Blüthgen in Freienwalde a. Oder), 1 Dankeskarte, 2 Briefe und 2 Manuskripte. - Von Clara Blüthgen liegen vor: 10 Briefe, 3 Briefkarten, 4 Postkarten, 3 Manuskripte. - Mit 3 Umschlägen. - Beiliegend ein Brief von Paul Kunzendorf an Clara Blüthgen (und ein weiteres Schreiben Kunzendorfs), 2 Programme zu Blüthgen-Feiern sowie 11 Zeitschriften bzw. Zeitungsausschnitte über Victor und Clara Blüthgen.


Schätzpreis
€ 300   (US$ 381)


Ergebnis
€ 220 (US$ 279)



Brod, Max
Brief 1965

Los 2007

Brod, Max, Schriftsteller, Franz Kafkas Freund und Editor (1884-1968). Brief m. U. "Max Brod" und Umschlag. 2/3 S. 8vo. Tel Aviv 23.XI.1965.
An den aus Karlsbad stammenden Schriftsteller Erwin Tramer in Erlangen, der ihm drei seiner Bücher zur Beurteilung zugesandt hatte. "... Ich war jetzt 4 Monate in Europa und habe bei meiner Rückkehr kaum überblickbare Rückstände vorgefunden. Sie werden es mir daher gewiss nicht übelnehmen, wenn ich gestehe, dass ich Ihren Roman 'Zwei aus Karlsbad' noch nicht gelesen habe und auch so bald nicht dazu kommen werde. Zu Ihren Kurzgeschichten möchte ich mich nicht äussern. Diese Art von Literatur liegt mir ganz fern, ich bin kein Sachverständiger auf diesem Gebiet, das seine eigenen, mir recht unverständlichen Wertungsweisen hat. Ihr Wiener Buch hat mir besser gefallen ...". - Mit den Kurzgeschichten ist wohl "Es war in Wien" (1963), mit dem "Wiener Buch" dagegen "Radnitzky" (1961) gemeint.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 190)


Ergebnis
€ 200 (US$ 254)



Capek, Karel
Postkarte 1928

Los 2008

Capek, Karel, tschechischer Schriftsteller, Feuilletonist und Dramaturg, Dramatiker von europäischer Wirkung (1890-1938). Eigh. Postkarte m. U. "Karel Capek". (Prag 23.VI.1928).
An R. Cernohorsky, Assistent im Schlesischen Landesmuseum in Troppau. "Lieber und geehrter Herr, ich danke Ihnen herzlich für die Bücher, mit denen Sie mir wirklich Freude bereitet haben" (Übers.).

Schätzpreis
€ 200   (US$ 254)


Nachverkaufspreis
€ 160   (US$ 203)



Carossa, Hans
Brief 1938 an Fritz Klatt

Los 2009

Carossa, Hans, Dichter und Arzt (1878-1956). Eigh. Brief m. U. "Hans Carossa". 2 S. auf festem Bütten. Gr. 4to. O. O. März 1938.
Feierlicher Brief an den Pädagogen Fritz Klatt (1888-1945), zu dieser Zeit Professor an der Pädagog. Akademie in Hamburg-Altona, der u. a. kleine Bücher über Rilke und Carossa geschrieben und nun Carossa zum 50. Geburtstag gratuliert hatte. Der Dichter antwortet als Dank mit einer ausführlichen Würdigung Klatts. "... Unser beider Werkzeug ... ist die Sprache, und Sie ... haben in den letzten Jahren die Kraft Ihres Wortes mit besonderm Nachdruck in den Dienst der Dichtung gestellt. Es war Ihre Abhandlung über Rilke, die mir zuerst den Vorsatz eingab, es Ihnen einmal zum Ausdruck zu bringen, wie vorbildlich mir die knappe, kernhafte, stets das Wesentliche aufzeigende Art Ihrer Wertung erscheint. Wer sich an die späten Schöpfungen des unvergleichlichen Dichters noch nicht herangewagt hat, wer ihm überhaupt noch fern steht, aber doch Empfänglichkeit und Zutrauen mitbringt, der kann sich keine bessere Führung wählen als Ihre Schrift über Rilkes Auftrag in heutiger Zeit ... Auch in das Büchlein, das Sie meinen Bemühungen gewidmet haben, kann sich ein williger Leser schnell hineinfinden; doch wird er hier wie dort immer merken, daß diese Deutungen und Hinweise nicht von heute auf morgen entstanden, sondern langsam in Ihnen gereift sind ... Ehrfurcht vor den schaffenden Kräften der Seele, tiefe Sorge um deren Bewahrung für unser Volk, dem Ihre Liebe gilt, das ist es, was ich in Ihrem ganzen Wirken spüre, und in dieser geistigen Sphäre werden wir uns, wie ich hoffe, noch öfters begegnen ...". Und offenbar in Anspielung auf die geistige Atmosphäre der NS-Zeit: "Wir ... wollen bedenken, daß auch der gewaltigste Orkan nicht stark genug ist, um den zarten Sonnenstrahl abzubiegen!" - Leichte Verfärbungen durch Feuchtigkeitseinwirkung; inhaltlich besonders schöner Brief.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 317)


Ergebnis
€ 100 (US$ 127)



Dahn, Felix
Porträtfoto mit signiertem Motto

Los 2010

Dahn, Felix, Jurist, Rechtshistoriker und höchst fruchtbarer Schriftsteller, Professor in Würzburg, Königsberg und Breslau, Autor des Bestsellers "Ein Kampf um Rom" (1834-1912). Porträtphoto-Postkarte mit eigh. Sinnspruch und Signatur auf der Bildseite. (Prien am Chiemsee 24.IX.1904).
Dahns immer verwendetes Motto: "Das höchste Gut des Mannes ist sein Volk. Felix Dahn". Die Aufnahme (Orig.-Bromsilber-Abzug) zeigt den typischen "Professoren-Dichter" im Brustbild, den Kopf nach links (vom Betrachter) gewendet. Mit eigenhändiger Adresse an eine Berliner Verehrerin verschickt. - In der Beschichtung leichte Risse sowie Druckspuren vom umseitigen Poststempel.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 114)


Ergebnis
€ 140 (US$ 177)



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